World of Warcraft verliert in 3 Monaten knapp 3 Millionen Bezahl-Spieler

Das Fantasy-MMORPG World of Warcraft hat im 1. Quartal 2015 knapp 3 Millionen weniger Spieler als im letzten Quartal von 2014.

Bei Activision-Blizzzard stand der „Earning Call“ an, da muss man Zahlen vor den Shareholdern, den Anteilseignern, offen legen. Die für World of Warcraft sahen, wie fast jeder erwartet hat, nicht rosig aus. Ende 2014 stand man mit 10 Millionen Spieler so gut da, wie lange nicht, das gab man im Februar bekannt.

Im Januar, Februar, März 2015 ging es deutlich nach unten. Auf 7,1 Millionen „Suscriber“ ist man gefallen. Hier zählen nicht nur Abonnenten, wie wir sie verstehen, dazu, sondern auch Spieler aus Asien, die stundenweise in einem Internet-Café eingeloggt, WoW gespielt und dafür in den letzten 30 Tagen bezahlt haben.

Sinkende Spielerzahlen, aber keine allzu großen finanziellen Verluste

Activision sagt, dass diese Verluste finanziell teilweise dadurch aufgefangen wurde, dass in bestimmten Regionen die Preise erhöht oder „Bezahl-Serviceleistung“ verstärkt in Anspruch genommen wurden (damit könnte etwa das kaufbare Max-Level gemeint sein).

World of Warcraft Gold

Grämen muss sich Activision Blizzard aber wahrlich nicht. Die großen Gewinner im Stall sind Destiny und Hearthstone. Zusammen hätten beide Games 50 Millionen Spieler und einen Umsatz von 1 Milliarden US-Dollar bislang erzielt. Da Hearthstone erst kürzlich die 30 Millionen Spieler-Marke gefeiert hat, müsste Destiny jetzt 20 Millionen Accounts haben. Bei beiden Spielen muss man aber nicht in den letzten Monaten bezahlt haben, um in dieser Statistik aufzutauchen, sondern lediglich einen Account besitzer, daher ist ein Vergleich zu WoW hier unfair.

Für die Beta von Heroes of the Storm hätten sich 11 Millionen Spieler registriert, heißt es.

Mein MMO meint: Auch wenn’s nahe liegt, ist das nun kein Grund erneut das Ende der World of Warcraft auszurufen. Mit einem Rückgang war zu rechnen. Dass der so drastisch ausfällt, ließ sich eigentlich auch absehen. Allerdings verlor WoW noch nie so schnell Spieler nach einer Erweiterung wie dieses Mal. Mit 7,1 Millionen ist man wieder fast auf dem Tiefpunkt, den man im Sommer 2014 erreicht hatte.

Mit der Gold-für-Spielzeit-Münze wird man dem wahrscheinlich entgegenwirken wollen und hat da schon eine Antwort gefunden. Beim Content-Nachschub muss man allerdings zulegen. Die Erweiterung “Warlords of Draenor” zeigt Schwächen Spieler über die Raids hinaus zu beschäftigen.

Quelle(n): Gamespot, Activision-Financial-Call
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Saroh

Ich schließe mich als Gilden & Raidleiter zu 100% der Aussage “Judah” an. Dem kann man nichtsmehr hinzufügen. Danke Blizzard für den Schwachsinn.

Judah

Mich wundert das überhaupt nicht. WoW hat im Endgame für Leute die nicht raiden überhaupt kein Angebot mehr. Die Inis wurden durch die Garnsion überflüssig gemacht, die Szenarios abgeschafft, die Dailies auf reinen Grind reduziert..

Ich habe 8 90er davon habe ich mit Ach und Krach zwei auf 100 bekommen, dann wurde es extrem öde und ich habe gekündigt. gerade für Leute, die eher selten Gruppeninhalt machen gibt da halt nichts mehr zu tun.

Die hätten sich mal WotLK zum Vorbild nehmen sollen…

Enaske

Glaub das ist nen troll. Weil wer nach WotLK schreit…. 😀 oh Gott *Facepalm*

Judah

Ich halte tatsächlich Leute, die ohne inhaltliche Auseinandersetzung “facepalmen” für die eigentlichen Trolle…

m_coaster

Leider leider. Das Addon hat Spaß gemacht. Ländern interessant, tolle Atmosphäre, gute Ideen und eine wirklich gute Story…

ABER Garnison, Berufe, Schlachtzüge… es ist soviel auf Singpleplayer zugeschnitten…jeder hockt in seiner Burg und SW ist tot. Das Feeling ist wie die Berufe absolut zerstört.

Judah

Leider gibt es im Endgame nicht mehr für Leute zu tun, die nicht raiden, nicht umgekehrt. Das Endgame bietet überhaupt nichts für hauptsächliche Singleplayer. Das war bisher anders. Es gab immer Möglichkeiten, auch als hauptsächlicher Singleplayer Tapferkeitspunkte zu sammeln. in WoD läuft jedes Ziel am Ende auf Raids hinaus…
Die Garnison ist aufgrund fehlender Individualität dermaßen schnell langweilig, dass man sie sich auch hätte sparen können.

m_coaster

Ich meine eher das es kaum einen Anreiz gibt dieses Spiel mit einer MMOG Gemeinschaft zu spielen. Für vieles gibt es den Raid/Gruppenfinder, jeder sammelt Erze, Kräuter & Co und ist da kaum auf andere angewiesen, die Berufe zurechtgestutzt… jeder gammelt in seiner Garnison weil er dort alles findet was er braucht. Das ganze Spiel ist eine Singleplayer geworden. Jeder wurschtelt für sich rum. Schrecklich.

Judah

Auch für hauptsächliche Singleplayer gibt es im Endgame nichts mehr zu tun… Das war früher anders… Es gab unzählige Möglichkeiten, sich Tapferkeitspunkte zu erarbeiten. Außer die immer gleichen Raids in X Schwierigkeitsgraden gibt es am Ende von WoD nichts mehr. Garnison wird extrem schnell langweilig, weil dabei jede Individualität fehlt (die sollten sich mal das Housing von Wildstar anschauen!), Crafting ist ebenfalls so zusammengestampft worden, dass kaum was übrig ist…

Derzeit scheint Blizzard in Sachen WoW komplett konzeptlos zu sein…

F2P-Nerd

Die Marke kam genau richtig, jetzt gehen die Zahlen wieder hoch, da bin ich mir sicher.
Das Abomodell modert einfach nur noch, es ist schön, dass bis auf die Bastion Final Fantasy so gut wie alle MMOs umsteigen.

baorl

Solange bei Final Fantasy reichlich Content nach geliefert wird und die Spielerzahlen steigen dann werden die bestimmt nicht auf F2P oder B2P oder so eine marke einführen, Wenn WoW nichts dagegen macht das die noch mehr Spieler verlieren dann überholt FF ARR mit seinen momentanen über 4 Millionen Spielern die noch

Gerd Schuhmann

FF ARR hat keine 4 Millionen Bezahlspieler, sondern 4 Millionen registrierte Spieler. Das ist was ganz anderes.

Und die Spielerzahlen bei FF sind gestiegen, ja. Aber man ging auch in immer neue Märkte und kam auf neuen Konsolen raus in der Zeit.

Da muss man wirklich aufpassen, die Feinheiten zu beachten. Die Erfolgsgeschichte von FF XIV ist beachtenswert, ja. Aber das mit “Wir überholen bald WoW” ist in weiter, weiter Ferne.

F2P-Nerd

Final Fantasy hat eine besondere Expansion, wie Schuhmann schon schrieb. Ob es sich wirklich wie FF XI jahrelang mit Abo durchschlagen kann, bleibt abzuwarten!

Enaske

Dass die Zahlen bei FFXIV hoch gehen liegt unter anderem daran, dass Leute wie ich jetzt WoW F2P Spielen können und damit nen 2. MMO Nebenbei spielen.

Wobei FFXIV imo auch eine PERSÖNLICHE Durststrecke hat, da es sich als neuer Spieler nicht mehr lohnt was zu machen. Einziges Ziel ist imo alle Klassen fix auf 50 zu spielen um dann im Addon freie Wahl zu haben.

Finde es nur Schade, dass die Raids nicht so Anspruchsvoll sind. Dass wenige T13 und HC’s nicht clear haben, liegt in FFXIV eher an der Community die eine andere Ausrichtung hat als Raiden.

Wobei ich denke, dass FFXIV ziemlich viele Toxic Player jetzt bekommt.

KohleStrahltNicht

Mich würde eher interessieren wie viele von den insgesamt 3 Millionen ( hochgeschätzt ) europäischen und amerikanischen Abonennten noch aktiv ein Abo bezahlen.

Devi19991

Es kommt für mich eigentlich nicht wirklich überraschend.
Zwar nicht aufgrund neuerer Features.
Aber natürlich muss da auch alles passen.
Das fängt bei der Qualität des Spiels an und hört natürlich auch für annehmbare Preise bei den Abo Gebühren auf.

Aber in Zeiten wie diesen wo Geld in Banken oder marode Länder hinausgeschossen werden, ist natürlich auch klar, dass durch Steuer-/Lohnnebenkostenerhöhungen, irgendwo auch die Finanzierung drin steckt. Wenn dann der Umsatz nicht mehr passt (weil Otto-Normalverbraucher will ja nicht nur Ausgaben ausgleichen sondern auch was davon haben), werden auch automatisch die Preise erhöht.

Moschn

*Blubb*

Enaske

Die Garrision war ein gutes Feature, aber leider auch nur “war”. Nach ner weile gibt es da nix mehr zu tun. Mit dem COntent Patch dauert das auch nur maximal noch 1 Woche und dann hat sich das wieder gegessen.

Ich zocke jetzt auch aktiv FFXIV nebenher, solange in WoW Content dürre ist. (Dank des F2P Models bei WoW)

N0ma

Das kommt für mich völlig überraschend.
Da ich bis jetzt noch nicht die Zeit gefunden habe mir mal WoW anzuschauen, werde ich nun erstmal abwarten wie sich das weiterentwickelt.

Koronus

Würde ich nicht. Für die die neu in WoW sind gibt es eh genug nur die, die schon lange WoW spielen haben schon genug gesehen und das sind die, die die Content Armut vertreibt.

Theiss

true

KohleStrahltNicht

Ich würde eher sagen das ein großteil der alten Hasen das Spiel nicht mehr richtig geniessen können.
Sie kennen nur noch den Endcontent und haben keinen Blick mehr für Quests, Gebiete , farming usw….
Das Leveln ist für viele nur noch Qual…warum auch immer.

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