Meine ersten 45 Stunden mit Pokopia zu löschen, war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können

Johanna löschte ihren Pokopia-Spielstand und hat wieder Spaß.

Willkommen beim MeinMMO-Format Das spielen wir an diesem Wochenende. Wir verraten euch, was wir in den freien Tagen spielen und warum ihr genau dieses Spiel aktuell ebenfalls auf dem Schirm haben solltet. In dieser Ausgabe stellt euch MeinMMO-Autorin Johanna ihr neues Lieblingsgame im Genre Cozy vor und warum sie es erst gar nicht so gut fand.

Das beschäftigt mich dieses Wochenende: Als eine Person, die in Animal Crossing: New Horizons die 700-Spielstunden-Marke geknackt hat, war die Ankündigung von Pokopia wie Weihnachten. Eine Mischung aus Pokémon und Animal Crossing, perfekt abgerundet mit der Freiheit des Bauens á la Minecraft.

Das Einzige, das mich vom Spielen bei Release abhielt, war eine fehlende Nintendo Switch 2 und der Fakt, dass ich nicht mal eben genug Geld für die Daddelkiste hatte. Zu meinem Geburtstag konnte ich allerdings genügend zusammensparen. Mein Freund schenkte mir daraufhin Pokopia und wurde damit bestraft, dass ich den Rest des Tages nicht mehr mit ihm redete, sondern ihm nur stolz immer wieder die Pokémon zeigte, die ich im Spiel entdeckte.

Nach einigen Tagen intensiven Spielens – und dem Vernachlässigen meines Haushalts – war jedoch schnell die Luft raus. Denn: Ich hatte das Spiel durchgespielt. Die Hauptstory hatte ich fertig, nur noch einige Nebentätigkeiten offen und somit die Freiheit, alle Gebiete wiederaufzubauen. Doch das wollte ich zu dieser Zeit gar nicht mehr.

Wer schreibt hier? Die Leidenschaft von MeinMMO-Autorin Johanna waren schon immer Videospiele. Singleplayer-Spiele sollten für sie immer mit einer packenden Story verbunden sein, also am besten so wie Horizon Zero Dawn und Forbidden West. Das zweite Hauptgenre sind für Johanna Cozy Games, die bei ihr schnell die 3-stelligen Spielstunden erreichen, allen voran die Animal-Crossing-Spiele.

Neben dem Zocken hängt Johanna viel zu viel auf Twitch und YouTube herum, aber wenigstens kann sie bei MeinMMO über das Gesehene schreiben.
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Zurück zum Anfang

Ich hatte ungefähr 45 Stunden in das Spiel gesteckt, als ich beschloss, meinen Spielstand zu löschen. Mein Problem war nämlich bei jedem Versuch, wieder in Pokopia reinzustarten: Ich bin sofort restlos überfordert.

Alle vier Gebiete hatte ich freigeschaltet, zahlreiche Pokémon laufen herum, die noch keine feste Bleibe haben, und in den Kisten stapeln sich die Items, von denen ich gar nicht weiß, wie ich sie nutzen soll. Ich habe überall angefangen zu bauen, aber nichts wirklich fertig gemacht. Jetzt weiß ich nicht, wo ich weitermachen soll.

Vielleicht war mein Ansatz, wie ich das Spiel spiele, einfach zu schnell. Ich wollte eben so viele Sachen und Fähigkeiten freischalten, um so mehr Möglichkeiten des Bauens zu erhalten. Jetzt habe ich aber den Salat und es fehlt die Motivation, mich durch das selbst erzeugte Chaos zu wurschteln.

Zugegeben, beim harten Neustart mit einem frischen Spielstand die vielen schon bekannten Dialoge schnell durchzuklicken, war schon etwas nervig, und warum kann man immer noch keine Cutscenes skippen? Insgesamt war das Löschen aber die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Jetzt kann ich ganz von vorn nämlich alles in Ruhe angehen. Ich habe eine überschaubare Anzahl an Pokémon, denen ich nacheinander eine Bleibe bauen und einrichten kann. Außerdem muss ich mich nicht durch viel zu viele Items wühlen. Denn Pokopia hat kein wirklich gutes Lagerungssystem. Items, die ich sammle, benutze ich jetzt direkt oder habe sie in einer Menge, die mir nicht sämtliche Kisten vollstopft.

Für die nächsten Spielstunden habe ich mir vorgenommen, erstmal das erste Gebiet einigermaßen fertig zu bauen, bevor ich mich dem nächsten widme. Zwar muss ich die neuen Gebiete noch entdecken, um Fähigkeiten freizuschalten, aber das ist in Ordnung. Das Kochen schaltet mir zum Beispiel Essen zum Verstärken meiner Attacken frei, die wirklich supernützlich sind.

Ich versuche aber nicht mehr, alles auf einmal zu bauen oder zu bedienen. Der Fokus ist und bleibt auf einer Stadt und ich habe endlich das Cozy-Game-Feeling und meinen Spaß wieder.

Unsere Empfehlung: Wer Pokémon und Cozy Games mag, ist bei Pokopia genau richtig. Falls ihr mit Pokémon nicht so viel am Hut habt, kann ich euch dieses Spiel aber trotzdem empfehlen. Es ist für jeden Spieler gut, der aus dem Alltag in eine ruhige Atmosphäre fliehen will.

Übrigens: In Ruhe zu bauen und dabei ein Hörbuch zu hören, ist die perfekte Kombination, um abends von einem stressigen Tag runterzukommen! Noch sind meine Spielstunden im 2-stelligen Bereich, aber das kann sich bei mir bekanntlich sehr schnell ändern.

Was sagt ihr zu Pokopia? Habt ihr es gespielt und seid vielleicht auf das gleiche Problem wie ich gestoßen? Schreibt es in die Kommentare!

Das andere Spiel, das ich in letzter Zeit viel gespielt habe, ist Enshrouded. Das allerdings nicht alleine, sondern mit meiner MeinMMO-Kollegin Jasmin Beverungen, die den Kern unserer gemeinsamen Abenteuer in einem Artikel zusammengefasst hat: Nach 80 Stunden in Enshrouded bekämpfe ich meinen Erzfeind weiterhin nur vom Bett aus

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