Beim Sandpark-MMO ArcheAge wimmelt das offizielle Forum von Gnadengesuchen und Überprüfungsforderungen von nach eigenen Angaben zu Unrecht gebannten Spielern.
Es ist des Dramas dritter Akt. Nachdem im ersten das Sandpark MMO ArcheAge von einer ganzen Flut von Hackern, Bots und Cheats heimgesucht wurde, wehrte sich im Mittelteil Trion Worlds und bannte massiv Spieler. Jetzt wird das Forum von Spielern überrannt, die schildern, dass sie völlig fassungslos waren, dass es ausgerechnet sie erwischt haben soll. Nie hätten sie sich etwas zu Schulden kommen lassen und nun sei der Account weg.
ArcheAge kennt nur ein Thema: Die Bans
Wer sich den „Dev Tracker“ im offiziellen Forum zu ArcheAge zu Gemüte führt, erlebt dort eine Monokultur. Spieler klagen ihr Leid. Sie seien zu Unrecht gebannt worden, seit Tage warte man auf die Bearbeitung des Einspruchs, man übt große Kritik an der Kommunikation und ist erbost darüber.
Es gibt Massenthreads von Spielern, die ihrem Einspruch gegen den Ban mit einem Posting im offiziellen Forum Nachdruck verleihen möchten. Wohl auch, um Druck auf den Betreiber auszuüben. Ein solches Gnadengesuch kostet letztlich nichts und man liest ja links und rechts von Spielern, die mit einer Beschwerde Erfolg hatten. Warum es also nicht selbst versuchen?
Das Problem ist zudem, dass Spieler, die gebannt wurden, ihre Glyph-Privilegien verlieren und Schwierigkeiten haben, einen Support-Mitarbeiter zu erreichen.
Angestellte von Trion Worlds schreiben ihnen, dass das Forum nicht der richtige Ort dafür sei, sie müssten schon ein Ticket verfassen, um eine Prüfung ihres Bans bitten und sich an den Support wenden. Mittlerweile erledigt man diese Hinweise mit Copy&Paste im Forum von ArcheAge.
Bist du der Hüter deines Bruders?
Trion Worlds weist daraufhin, dass die Spieler aufpassen sollten, wem sie ihren Account anvertrauten. So wisse man aus eigener Erfahrung um Fälle, in denen die eigentlichen Account-Besitzer legal unterwegs waren, der Bruder, mit dem sich den Account teilte, dann aber zu illegalen Methoden griff. Einen Hoffnungsschimmer für gebannte Spieler gibt’s: Community Manager Scapes berichtet, dass ein Teil der jüngst gebannten Spieler wohl kompromittierte Accounts gewesen sein. Man arbeitee daran, diesen Spielern den Account zurückzugeben..
Mein MMO meint: Als Außenstehender hat man keine Möglichkeit, zu prüfen, wie viele Accounts letztlich zu Recht und wie viele zu Unrecht gebannt wurden. Aber indem das derart öffentlich ausgefochten wird, steigen die Zweifel daran, ob jeder Ban so endgültig ist wie gedacht und das sorgt dafür, dass noch mehr Arbeit für Trion Worlds entsteht und die Bearbeitung der Fälle nochmal länger dauert. Sobald Geschichten bekannt werden, dass auch Hacker und damit zurecht Gebannte mit einem Gnadengesuch durchkamen, versucht es unter Garantie jeder: Er hat ja nichts zu verlieren. Was soll ihm passieren?
Um dieses Phänomen ist ein regelrechter Markt entstanden. So gibt es in einschlägigen Foren sogar „Service-Dienstleister“, die sich darauf spezialisiert haben, „Gnadengesuche“ an Publisher zu verfassen. Das gilt nicht nur für ArcheAge, sondern ist ein Service, der auch für andere MMOs angeboten wird. Wenn denn der Preis stimmt …
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