Das Weltraum-MMO Star Citizen könnte sich in Schwierigkeiten befinden. Derek Smart, Entwickler der Battlecruiser-Serie, will etwas derartiges in Erfahrung gebracht haben und außerdem haben zwei Producer und weitere Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
Erscheint Star Citizen so, wie es sich Designer-Legende Chris Roberts vorstellt, dann erwartet Fans von Weltraumspielen ein wahr gewordener Traum. Ende 2012 startete Roberts eine Crowdfunding-Kampagne zu einem geistigen Nachfolger der Kult-Serie Wing Commander. Inzwischen konnten knapp 85 Millionen US-Dollar eingenommen werden. Star Citizen besteht im Prinzip aus zwei Teilen: Einer Single-Player-Serie mit dem Titel “Squadron 42”, in der man wie in den früheren Wing-Commander-Spielen spannende Missionen fliegt und eine Story erlebt.
Der andere Teil ähnelt einem MMO. Ihr erstellt euch einen Piloten und macht als Händler, Abenteurer, Söldner, Pirat oder Schmuggler das riesige, persistente Universum unsicher – ähnlich wie in Elite: Dangerous. Da das Konzept so gut ankam, wurde es immer weiter ausgebaut. Inzwischen wurden auch Bodenkämpfe angekündigt, in denen ihr wie in einem Shooter durch Raumstationen oder Schiffe lauft und euch heiße Gefechte liefert.
Houston, wir haben ein Problem!
Das Konzept von Star Citizen hört sich sehr ambitioniert an. Zu ambitioniert, wenn es nach Derek Smart geht, der sich vor etwa 15 Jahren einen Namen mit der Weltraumserie Battlecruiser gemacht hat. Smart erklärt, dass ihm ein Insider zugespielt hätte, die Entwickler von Star Citizen hätten den Shooter-Aspekt des Spiels auf Eis legen müssen. Und in der Tat wurde das Shooter-Test-Modul kürzlich auf unbestimmte Zeit verschoben.
Without disrespect to anyone, I’m just going to say it: it is my opinion that, this game, as has been pitched, will never get made. Ever.
Das Spiel wäre laut Derek Smart viel zu ambitioniert und zu groß und könne selbst mit den 85 Millionen Dollar, die man bisher per Crowdfunding einnehmen konnte, nicht gestemmt werden. Es gibt auf der Welt keinen Entwickler oder Publisher, der ein ein solches Spiel mit einem Budget von unter 150 Millionen Dollar annähernd verwirklichen könnte.
Daher werde Star Citizen laut Derek Smart nicht so erscheinen, wie es angekündigt und in Videos beworben wurde. Er geht sogar weiter und sagt, dass die heutige Vision von Star Citizen technisch gesehen GTA5 und Halo übersteigen würde. Zur Erinnerung: Das Budget von GTA5 lag bei über 250 Millionen Dollar.
The original vision which I backed in 2012? Yes, that was totally doable. This new vision? Not a chance.
The technical scope of this game surpasses GTAV, not to mention the likes of Halo.
Do you have any idea what those games cost to make and how long they took?
Do you know how many games which cost $50 million to make took almost five years to release? And they were nowhere in scope as Star Citizen?
Dass die Entwickler vielleicht tatsächlich mit Problemen zu kämpfen haben wird dadurch unterstrichen, dass sowohl der Executive als auch der Senior Producer das Unternehmen verlassen haben. Zudem sollen auch die Community Managerin und ein Concept Artist gegangen sein. Auf der anderen Seite gab man erst kürzlich bekannt, dass man in Frankfurt ein neues Studio gründet, welches sich um einige Aspekte von Star Citizen kümmern wird.
Es ist also eine etwas undurchsichtige Situation. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man bei einem so ambitionierten Spiel wie Star Citizen auf einige Probleme gestoßen wäre und diese nun irgendwie lösen muss. Dass es immer wieder zu Personalwechseln kommt, ist auch nichts Außergewöhnliches in der Branche. Man muss also abwarten, wie sich die Situation rund um das Weltraumspiel weiter entwickelt. Vielleicht meldet sich ja Studioleiter Chris Roberts bald zu Wort und klärt die Situation auf.
Wer sich den wirklich sehr umfangreichen Beitrag von Derek Smart durchlesen möchte, kann dies auf seinem Blog tun: dereksmart.org. Er rät auch Spielern davon ab, Geld in diese Vision, die so nie erscheinen wird, zu investieren:
stop buying virtual items for a goddamn game you don’t have.
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