Das anstehende Free2Play-MMO Skyforge stellt die Verzerrungen vor, so eine Arte instanzierte Boss-Kampf-Sequenz. Logische Weiterentwicklung des “Weniger Trash, mehr Bosse”-Ansatz der jüngsten Zeit oder ein schaler Ersatz für die klassischen Raids?
Das Bild von Skyforge verfestigt sich immer mehr und es sieht nach einem sehr portionierten Spiel aus. Wo man in klassischen MMORPGs Zonen durchstreift und die Welt erkundet, teleportiert man sich bei Skyforge meist direkt an den Beginn einer schlauchförmigen Instanz und metzelt sich durch Gegnergruppen durch.
Eine ähnliche Philosophie scheint man auch für das Endgame zu verfolgen. Während bei klassischen Raids oft ein unübersichtlicher Raum erkundet werden muss, was oft mehrere Stunden in Anspruch nimmt, scheint man bei Skyforge auch hier auf mundgerechte Portionen zu setzen.
In einem Lore-Beitrag stellt man „Verzerrungen“ vor. Es ist noch nicht ganz ersichtlich, wie genau die funktionieren. Gilden müssen sich wohl erst einen Zugang zu diesen Instanzen verdienen über einen entsprechenden Apparat. Es ist nicht klar, ob Spieler außerhalb der Gilden, der „Pantheons“, Zugriff auf den Spielinhalt erhalten werden.
Einmal drin wird es keinen Kampf gegen „Trash“-Mobs geben, sondern Boss-Begegnungen. Insgesamt 4 müssen Spieler in einer Verzerrung wohl bewältigen, bevor es die Beute gibt und das Tor zu noch schwereren Verzerrungen aufgeht.
Man verspricht epische Belohnungen, darunter auch Spezialwaffen. Ein Zeitlimit gibt es wohl ebenso: 15 Minuten sind vorgesehen. Die Verzerrungen sind für 10 Spieler gedacht.
Mein MMO meint: Es sieht immer mehr so aus, als wird mit Skyforge der Albtraum von MMORPG-Puristen wahr, weg von einem unübersichtlichen, auch überraschenden Abenteuer mit Pen-and-Paper-Flair, hin zu Mechaniken und direkt zu des Monsters Kern. Allerdings könnte man das auch als konsequente Weiterentwicklung des Weges sehen, den Erfolgs-MMORPGs wie WoW seit Jahren eingeschlagen haben.
Man darf gespannt sein, wie die Zielgruppe das Spiel annehmen wird. Team Allods hat sicher ein jüngeres Publikum im Auge, das etwa mit MOBAs aufgewachsen ist, und achtet nicht, wie so viele andere MMORPGs, auf Genre-Veteranen, die Everquest, Ultima Online oder Spiele in dieser Tradition gewohnt sind.
Skyforge nennt als Vorbilder nicht umsonst alles Mögliche vom MOBA zum Action-Hack’n-Slay, nur keine klassischen MMORPGs.
Die Verzerrungen sollen nicht die einzige Beschäftigung für Spieler am oberen Ende der göttlichen Nahrungskette sein. Alternativen zu ihnen stellte man bereits vor. Wir haben darüber in diesem Artikel berichtet: Vor die Göttlichkeit haben die Entwickler ein Endgame gesetzt
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