Das SF-MMO WildStar wagt den Schritt zum Free2Play.
Die Entwicklung war abzusehen. Die Quartals-Zahlen von WildStar wurden in den letzten Monaten zusehends schwächer – und das auf niedrigem Niveau. Das SF-MMO WildStar stellt das Bezahlmodell vom jetzigen Pay2Play- (dem Abo-Modell) auf ein Free2Play-Modell um. Das Ganze soll im Herbst passieren. Das stimmt mit einem Bericht aus anonymer Quelle vor zwei Wochen überein. Die Quelle, angeblich ein Carbine-Mitarbeiter, sagte die baldige Bekanntgabe eines Wechsels zu einem Free2Play-Modell voraus. Nun ist es offiziell.
WildStar konnte sich auf dem Pay2Play-Markt wohl nicht etablieren
Im Sommer letzten Jahres mit viel Vorschusslorbeeren, tollen Kritiken, markigen Worten und großen Hoffnungen der Fans gestartet, hat es WildStar verfehlt eine ausreichend große Spielerschaft davon zu überzeugen, monatlich für die Reise auf den Nexus zu zahlen. Jetzt sucht man sein Heil im Free2Play.
Es wird ein typisches Free2Play-Modell sein nach dem sogenannten “Freemium”-Prinzip: Das heißt „Spieler, die kostenlos unterwegs sind“ werden gegenüber denen, die weiter eine Art „Abo“ laufen haben, deutliche Einschränkungen verspüren. Sie können aber dennoch alles im Spiel erreichen, bis auf die Höchststufe gelangen und jeden Spielinhalt sehen. Die Publisher formulieren es selbstverständlich genau umgekehrt: Da haben Free-Spieler das normale Erlebnis und Bezahlspieler kaufen sich “Boni” dazu.
Carbine will darüberhinaus zusätzlich „Services, Convenience-Möglichkeiten und kosmetische Items” anbieten über “Ingame-Purchases”, also einen Cash-Shop. Mit Convenience-Möglichkeiten meint man für gewöhnlich in der Branche: Gegenstände, die das Leveln beschleunigen, das Leben angenehmer gestalten.
Wer die Box gekauft hat, erhält gegenüber Nicht-Käufern diese Vorteile
Das Bezahlmodell trennt schon gleich zwischen Spielern, welche die Box gekauft haben, und jenen, die das nicht gemacht haben.
So werden “Besitzer des Spiels” 12 Charaktere erstellen können, Free2Play-Spieler nur 2. Auch bei den Bankplätzen, den Kostümierungs-Möglichkeiten und der Housing-Dekorationen werden Free-Spieler, ohne das Spiel einmal gekauft zu haben, Abstriche hinnehmen müssen.
Wer ein monatliches Abo lauft erhält gegenüber anderen diese Vorteile
Es wird dann zudem das typische „Quasi-Abo“ geben, bei dem Spieler sich einen Sonderstatus erkaufen können. WildStar nennt diesen Status „Signature-Account.“ Die Methoden, mit denen man im Moment noch Spielzeit kauft (etwa über CREDD, über den Kauf von Boxen im Handel, noch bestehenden Game-Cards oder einem Abo), werden dann dazu genutzt, Premium-Spielzeit zu erwerben.
Im Vergleich zu Free-Spielern haben die Premium-Spieler deutliche Vorteile: etwa 25% mehr Exp, deutlich mehr Rested-XP, deutlich erhöhten Rufzuwachs, sie erhalten Zugriff auf den Test-Server; werden bevorzugt, sollte es zu Warteschlangen kommen, und so weiter.
Es gibt eine Besonderheit im System: Free-Spieler, die früher mal WildStar abonniert oder das Spiel gekauft hatten, erhalten „Loyalitäts-Punkte.“ Wenn sie genügend von denen gesammelt haben, dann können sie bestimmte Nachteile, die sie gegenüber Premium-Spielern haben, ausgleichen.
In einem Bericht gibt es die genauen Zahlen und Daten. Ein weiteres FAQ von Carbine klärt über die Änderungen für Bezahlspieler auf.
Bonus für die ganz treuen und die nicht so treuen ziemlich gleich
Ein “Geschenk” hat man noch zu machen. Für Spieler, die vom Release an bis zum Wechsel auf Free2Play ein Abo unterhalten, verspricht man ein Mount, ein Pet, ein Deko-Item, einen besonderen Musik-Track fürs Housing, die Titel Nexus-Getreuer und Lebende Legende, sowie 4 Monate Signature-Service.
Wer zurzeit ein Abo hat oder noch bis zum 15. Juni eins abschließt und das dann bis zum Free2Play-Wechsel beibehält, erhält all das auch – außer das Mount und den Lebende Legende-Titel.
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