Eine der Entwicklerinnen des LEGO-MMOs LEGO Universe hat jetzt erklärt, was ein großes, freies LEGO-Spiel verhindert: Penisse.
Was verhindert eigentlich ein großes LEGO-MMO, bei dem die Spieler die Freiheit haben, alles zu bauen, was sie wollen? So ähnlich wie Minecraft, aber mit LEGO-Steinen eben. Wäre doch sicher ein riesen Erfolg, also was steht dem im Weg? „Penisse“, ist die Antwort von Megan Fox, einer Senior-Coderin bei NetDevil, die damals für Lego Universe zuständig waren. Das Spiel wurde im Januar 2012 eingestellt.
So erzählt Fox jetzt in Twitter-Beiträgen anlässlich des Release von Splatoon (Wii U), dass es LEGO unheimlich wichtig gewesen sei, das Spiel altersgerecht zu gestalten und das bei einem „Online-Game, in dem Spieler gestalten können, wie sie wollen.“ Denn auch in Splatoon haben Spieler solche Freiheiten. Bei LEGO Universe ging nichts live, ohne das wer drübergeschaut hatte.
YOU could build whatever you wanted, but strangers could never see your builds until we’d had the team do a penis sweep on it.
— Megan Fox (@glassbottommeg) 29. Mai 2015
Daher musste man ein großes Team an Moderatoren unterhalten, die Gebäude erst freigaben, wenn sie die gegengecheckt und sichergestellt hatten, dass da keine unangebrachten Dinge zu erkennen waren – wie etwa „Penisse.“ Das waren ganz erhebliche Kosten.
They actually had a huge moderation team that got a bunch of screenshots of every model, every property. Entirely whitelist-based building. — Megan Fox (@glassbottommeg) 29. Mai 2015
„Was soll der Quatsch? Dann erlaubt doch Penisse“, haben einige gesagt. Doch das war mit LEGO nicht zu machen. LEGO hat das volle Vertrauen der Eltern. Das wollte man auf keinen Fall aufs Spiel setzen.
People saying “well just allow dicks” – LEGO’s brand is utterly trusted by parents. We had to uphold that trust. Which meant zero tolerance.
— Megan Fox (@glassbottommeg) 29. Mai 2015
Und bei sowas versteht LEGO auch überhaupt keinen Spaß. Ein Entwickler der auf seinem eigenen Grundstück einen Penis baute, wäre fast gefeuert wurde. Ein Kind kam bei einem Test auf sein Grundstück.
We even had an employee very nearly fired for building a penis. It was on his own property, but a kid wandered into it during a kid test. — Megan Fox (@glassbottommeg) 29. Mai 2015
Laut Fox erkläre diese Haltung von LEGO, warum kein weiteres Lego-MMO so viele Freiheiten beim Bauen erlaubte wie LEGO Universe damals und warum auch in Zukunft nicht mit sowas zu rechnen sei. Man könne es nicht mit Minecraft und anderen Spielen wie Trove aufnehmen, wenn man so viel Geld ausgeben muss, um es “kindersicher” zu gestalten.
Anyways, “all of that” is why every single successor to LEGO Universe has been small and missing build play. LEGO knows how expensive it is.
— Megan Fox (@glassbottommeg) 29. Mai 2015
Mein MMO meint: Ein Mysterium bleibt auch nach diesen erhellenden Ausführungen offen: Was haben nur online alle mit diesen Penissen, dass die ständig gebaut werden müssen? Ist das ein neues Phänomen? Oder gab’s früher an Stränden doch mehr Sandpenisse als Sandburgen – und die haben wir nur verdrängt?
Das Titelbild stammt übrigens von Pangolin2, die Entwicklerin bat das einzubinden, wenn jemand über die “Dong-Detection” schreibt.
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