The Elder Scrolls Online MMO-Ausblick 2015: Neustart auf den Konsolen oder floppt TESO endgültig?

Wie entwickelt sich das Fantasy-MMO The Elder Scrolls Online in 2015. Was passiert im besten Fall, was im schlechtesten Fall und was ist der wahrscheinliche Ausgang? Wann kommt der Port für die Konsolen Playstation 4 und Xbox One? Wird TESO noch einmal ein Hit oder floppt es endgültig?

Die Situation

TESO ist im April 2014 relativ gut und mit hohem Marketingaufwand gestartet. Dann forderten das eigenwillige Design und zahlreiche Bugs ihren Tribut. Ein relativ großer Teil der Spielerschaft verschwand. Man verzögerte daraufhin den Konsolen-Release für Playstation 4 und XBox One bis zum Ende des Jahres, mittlerweile verschob ihn Zenimax gar auf 2015.

The Elder Scrolls Online Screenshot

Die Liste der Änderungen und Verbesserungen ist sehr lang.

Zudem startete man einen massiven Umbau des Games. Stetig lieferten die Entwickler neuen Zone und Spielinhalte nach. Die großen Brocken, spielverändernde Features, eine Überarbeitung der Kern-Spielmechaniken, sollen in 2015 neu kommen. Die brauchten eine längere Entwicklungs- und Reifezeit.

Aktuell bereitet man das Update 6 vor und führt zwei neue Schlüssel-Features ein: Das Champion-System und das Justiz-System ein. Wenn das gelungen ist, will man sich auf die Konsolen wagen. Das ist der entscheidende Schritt, mit dem TESO aufsteigen oder untergehen wird.

Die entscheidende Frage

Gelingt der Port auf die Konsolen? Finden die Spieler dort ein rundes Game vor, das den Ansprüchen der Elder-Scrolls-Fans gerecht wird?

Der schlimmste Fall

The Elder Scrolls Online

„Lass mich in Ruhe, ich möchte nicht mehr in Tamriel aufwachen!“

Im schlimmsten Fall erscheint TESO auf den Konsolen und ist noch nicht reif dafür. Das Spiel wird von Bugs und Kinderkrankheiten geplagt. Die neuen Systeme, wie etwa das Justiz-System, geben den Fans nicht das Skyrim-Gefühl, nach dem sich so viele sehnen. Sie wirken unfertig und unbefriedigend. Die monatlichen Kosten schrecken zudem viele Konsolen-Spieler ab.

Außerdem gibt’s auf den Konsolen zum gewählten Release-Zeitpunkt starke Konkurrenz in Form von Witcher 3 oder anderen Games, aus deren Schatten TESO nicht treten kann.

TESO Skelette

Ein Spiel, bei dem nur noch einige Liebhaber übrig bleiben.

Es entsteht kein Hype. Der Neustart des Games missglückt. The Elder Scrolls Online umweht der Hauch des Scheiterns. Die negative Mundpropaganda erledigt den Rest. The Elder Scrolls Online wird als „dem Namen unwürdiger MMO-Ableger“ von den Core-Fans abgetan.

TESO bleibt eine Nischenerscheinung, spielt im Konzert der Großen nur die Triangel. Zenimax spart Ressourcen ein, Personal wird abgebaut. Der aktuell stete Contentstrom fließt langsamer. Das Game fristet die nächsten Jahre ein Schicksal als irgendwie unterschätztes „Liebhaberstück“ mit Fokus auf Story und Welt. Ein Schicksal, das es mit The Secret World teilt.

Der beste Fall

The Elder Scrolls Online: Skyshard

Die Wiedergeburt TESO?

TESO erzeugt mit einem Muster-Start in ruhiger und günstiger Großwetter-Lage einen riesen Hype. Aufwendige Cinematics lassen den Eindruck entstehen: Hier kommt ein komplett neues Game auf die Spieler zu.

Das Game wirkt frisch, ausgereift und zeitgemäß. Die Kaiserstadt belebt das PvP, das Justiz-System lässt Skyrim-Gefühle aufkommen, durch das Champion-System wirkt das Endgame individuell interessant, die Helden unterscheiden sich voneinander. Die Quests sind bugfrei und laufen schön durch. Die Loot-System motiviert und die Spieler haben immer was zu tun. Die Welt von Tamriel fühlt sich mit all den neuen Spielern und der neuen NPC-KI belebt und frisch an.

The Elder Scrolls Online Kommunikation

Plötzlich reden alle wieder über TESO. Diesmal positiver.

Es entstehen neue Gilden und Gemeinschaften. Die Gaming-Presse wird auf das Game aufmerksam und berichtet ebenso intensiv wie im März und April 2014 darüber – diesmal allerdings mit einem positiveren Tenor. Die Symbiose zwischen einer lebendigen, reichen Welt und motivierenden, geradezu süchtig machenden MMO-Mechaniken ist geglückt. Die Weiterentwicklung der Helden fühlt sich organisch und richtig an. Vor allem die tiefen Quests, die tolle Atmosphäre und das aufregende und balancierte PvP in Cyrodiil werden gelobt.

Streamer erkennen das Potential und covern das „neue“ TESO ausgiebig. Auch die PC-Version profitiert von der neuen Aufmerksamkeit und lockt frische Spieler mit günstigen Konditionen an.

The Elder Scrolls Online erlebt einen zweiten Frühling.

Was wird wahrscheinlich passieren?

Es wird alles wesentlich länger dauern, als die Spieler bislang denken.

Bisher hat TESO immer relativ lange gebraucht, um nach einem Update, das frischen Content brachte, wieder normal zu laufen. Es gab auch nach kleinen Updates oft über Wochen und Monate hinweg erhebliche technische Schwierigkeiten. Das kann man sich bei einem Port auf XBox One und Playstation 4 unmöglich leisten.

The Elder Scrolls Online Reborn

„Wir sind startbereit!“ – Ja, aber ein wenig müsst ihr euch noch gedulden.

Es wird keineswegs so sein, dass man direkt, nachdem der letzte Content-Stein gelegt ist, sofort durchstarten kann.

Außerdem weiß man noch gar nicht, wann dieser letzte Stein, das letzte Teilchen, kommt. Update 6 soll im Januar auf den Test-Server gespielt werden und die erste Grundlage des Justiz-Systems legen. Vielleicht ist der „letzte“ Happen dieses Systems dann erst im März oder Mai soweit. Immerhin sind die Umbaumaßnahmen gewaltig.

The Elder Scrolls Online: PS4 und Xbox

Wohl später als einige hoffen…

Wenn man sich anschaut, was noch alles geplant ist, bis es auf die Konsolen gehen kann, und dass man sicher auf einen guten Termin warten möchte, könnte das Release auf den Konsolen wesentlich später erfolgen als gedacht.

Vielleicht erst im zweiten Halbjahr 2015. Und da will man sicher nicht in die Sommermonate kommen, also vielleicht erst im September 2015.

Je später das Spiel kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Erfolg werden kann. Zumal die Spieler den ruppigen PC-Start immer mehr vergessen. Allerdings muss Zenimax darauf achten, dass man nicht einem etwaigen The Elder Scrolls VI ins Gehege kommt.

Was man mit TESO vorhat, hat Hand und Fuß. Zenimax hat enorm viel Arbeit investiert, um The Elder Scrolls Online in 2014 noch vernünftig weiterzuentwickeln und es reifen zu lassen. Die Pläne, die man für 2015 hat, sind von allen MMOs sicher die tiefgreifensten und interessantesten. Und all das erhielten PC-Spieler bisher ohne zusätzliche Kosten, es wurde nichts als Erweiterung verkauft.

Nun ist es extrem wichtig, dass TESO poliert und ausgereift auf die Konsolen kommt, um die Spieler länger zu fesseln. Die Konsolenspieler werden keine Kinderkrankheiten verzeihen. Die ganze Arbeit muss nun Früchte tragen.

The Elder Scrolls Online

Wie sieht die Strategie von Zenimax für den Konsolenport in 2015 aus? Wann ist der Release?

Wenn es in den nächsten Wochen einen Termin für die Konsolen gibt, wissen wir mehr. Je später der Termin, desto höher sind die Erfolgswahrscheinlichkeiten. Wenn ein Termin weit hinten in 2015 auch viele erst einmal verärgern wird.

The Elder Scrolls Online hat eine zweite Chance auf einen Neustart im großen Stil. Aber das wird dann auch die letzte sein.

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