ArcheAge hat ein neues Problem gefunden. Jetzt wurden einige Spieler gebannt. Die schreien auf, das sei völlig zu Unrecht geschehen. Doch ist das wirklich so? Nein, sagt Trion Worlds. Klarer Fall von schlechter Schauspielerei.
Trion Worlds, der westliche Publisher von ArcheAge, steht vor einem neuen Problem. Wie angekündigt greift man nun härter gegen Hacker und Botter durch, die das Spiel zu überrennen drohten und bannt fleißig links und rechts Accounts. Von denen rennt jeder zweite ins Forum, beteuert seine Unschuld und verlangt von Trion Worlds sofort dieses himmelsschreiende Ungerechtigkeit zu beseitigen. Man habe ja nichts gemacht.
100-mal teleportiert und 100-mal ist nix passiert … und dann hat’s Zoom gemacht
Da sind Postings im offiziellen Forum, wo einer Zeter und Mordio schreit, er habe so viel Geld ins Spiel investiert und jetzt werde ihm solch ein Unrecht angetan, bis Community Manager Scapes den Beitrag mit einem schlichten „Du wurdest über 100-mal dabei erwischt, wie du den Teleport-Hack genutzt hast“ schließt.
Wild-West-Mentalität in ArcheAge rächt sich nun
Die Politik, Hacker gleich beim ersten Verstoß zu bannen, läuft grade mit den Wild-West-Zuständen konträr, die eine Weile in ArcheAge herrschten. Da dachte so mancher, es sei wie beim Doping. Um mitzuhalten, muss man halt betrügen, die anderen kommen ja auch damit durch, da wird schon nichts passieren. Wenn der Banhammer nun doch einen selbst trifft, ist das Geschrei groß.
Denn tatsächlich verlieren gebannte Spieler nicht nur die bisher investierte Zeit, sondern auch einiges an Echt-Geld. Ein Gnadengesuch ist schnell geschrieben, Papier (auch elektronisches) geduldig und Worte kosten ja nix. Zu verlieren hat ein Gebannter wenig. Und unter der Zahl derer, die zu Unrecht aufschreienden, mag die Stimme eines manchen verhallen, der wirklich Pech hatte und dem Unrecht widerfuhr. Großes Vertrauen, dass Trion Worlds immer die Richtigen erwischt, hat man in der Community wohl nicht.
Ein Fall von schlechter Schauspielerei
Bei mmorpg.com äußert sich Trion Worlds CEO Scott Hartsman zu der Beschwerde-Föut im Forum und sagt, man habe es in letzter Zeit viel mit schlechter Schauspielerei zu tun. Dabei möchte man klar stellen, dass man Beschwerden von zu Unrecht gebannten Spielern Ernst nimmt und deren Banns so schnell wie möglich aufhebt. Bei „unschuldigen“ Spielern sei es tatsächlich so, dass deren Accounts gehackt würden und nachdem das Problem bereinigt sei, müsse man sich drum kümmern, den Bann wieder zu lösen. Aber die meisten Bans seien völlig rechtmäßig und würden auch bestehen bleiben.
„Es mag manchen überraschen“, so Hartsman, „aber die wirklichen Hacker, die mit Teleport-Hacks und eigenen Gold-Handel-Accounts arbeiten, das sind dann die, die die besten Gnadengesuche schreiben.“ An einem Tag habe er sich 500 Fälle vorgenommen und nur ein einziger davon sei so knapp gewesen, dass man im Zweifel für den Nutzer entscheiden und den Bann rückgängig machen konnte.
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