World of Warcraft: Ausgekuschelt – WoW verscherbelt Pandas

Im Nachhall der Gamescom tauchen einige nachdenkliche Worte von Blizzards Tom Chilton auf. Es sei wichtig, neue Spieler nicht mit immer mehr Erweiterungen für World of Warcraft abzuschrecken. An ein Wachstum glaubt man so recht wohl nicht mehr. Mit einem Richtungswechsel weg von süßen Pandas, hin zum Blut und Schweiß früherer Tage will man Ex-Spieler zurückgewinnen. Schlägt World of Warcraft (WoW) eine neue alte Richtung ein?

„Mit jeder Erweiterung“, so Chilton gegenüber MVUK, „erhöht man die Schwelle, die neue Spieler überwinden müssen, um wieder ins Spiel zurück zu kommen.“ Daher habe man den Spielern jetzt den Instant-Start auf Level 90 in Aussicht gestellt, um diese Hemmschwellen abzubauen.

An ein Wachstum glaubt Chilton aber wohl nicht mehr so richtig. Es sei nicht ausgeschlossen, dass World of Warcraft noch einmal wachse, doch nichts, was man unbedingt erwarte. Aber darum gehe es auch nicht, viel mehr drehe sich das Denken Blizzards darum, den besten Content zu bringen, der möglich sei.

World of Warcraft verschenkt Mists of Pandaria oder verscherbelt es zumindest günstig

World of Warcraft PandaZu den Aussagen von Chilton passen auch Meldungen aus den USA, wo man ehemaligen WoW-Spielern das Angebot macht, ihnen MoP zu schenken, wenn sie denn ihren Account noch einmal reaktivieren. Das berichtete eine Fanseite. Die News wurde heiß diskutiert. Zumal sich einige jetzt aktive Spieler darüber ärgerten, warum man ihnen so etwas nicht schenke. Sie hätten es ja ob ihrer Treue viel mehr verdient. Während ruhigere Köpfe besonnen sagten, das sei einfach ein cleveres Verhalten Blizzards. Ex-Spieler kauften vielleicht noch eine Expansion, bei zweien werde es schwierig. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein WoW-Veteran noch einmal den Weg nach Azeroth findet, sinke mit jeder verpassten Erweiterung.

Ob diese „Wir verschenken Mists of Pandaria“-Aktion auch in Europa aufschlägt, ist im Moment noch nicht klar. Aber man weiß, dass der Preis für Mists of Pandaria dauerhaft auf knapp zehn Euro gesenkt wurde. Während – in einer nicht zusammenhängenden Wendung der Ereignisse – die Briten jetzt ein paar Pfund mehr im Monat zahlen müssen – ihre Ausgaben für ein Abo nähern sich nun unseren an.

Schluss mit lustig, weiter geht’s mit blutig

[quote_box_right]Warlords of Draenor CinematicWarlords of Draenor: Was zum Nether ging in der Cinematic ab?[/quote_box_right]Mit Warlords of Draenor, das hat Chris Metzen bei der Präsentation des Trailers deutlich gemacht, will man bei World of Warcraft wieder eine andere und härtere Richtung einschlagen. Sich wieder mehr dem „War“ in „World of Warcraft“ widmen. Von kuschligen Pandas habe man nun genug gehabt.

Wahrscheinlich sieht die Strategie so aus, dass man Spielern, die sich von Pandas und dem pazifistischen Szenario in Pandaria abgeschreckt fühlten (mit Farmen, Zen-Gequatsche und den Pokemon-Pets), das jetzt ersparen möchte. Stattdessen will man sie mit Old-School-Warcraft zurückgewinnen. Die ersten Bilder der animated Series „Lords of War“ bestätigen diesen Eindruck.

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Quelle(n): mcvuk.comwow.joystiq.com
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