World of Warcraft: WoW-Spieler sind keine gesichtslosen Roboter – neuer Gruppenfinder soll Wärme bringen

In World of Warcraft ist über die Jahre ein wenig die soziale Wärme verloren gegangen. Mit Warlords of Draenor kommt ein neuer Gruppenfinder, der soll das Spiel wieder etwas geselliger machen.

Veteranen, die der World of Warcraft den Rücken gekehrt haben, bemängeln oft zwei störende Elemente im „neuen“ World of Warcraft: Die Anonymität durch das LFG-System und die „Vereinfachung“ des Spiels durch den Schwund von Fähigkeiten. Auf beides geht der Lead-Designer von Warlords of Draenor in einem Gespräch ein.

Pre-Made-Gruppenfinder soll soziale Wärme und Gesprächskultur zurückbringen

In einem Interview mit eurogamer.net sprach der Lead Designer Ion Hazzikostas über den neuen Gruppenfinder, der mit Warlords of Draenor kommen wird. Während der alte zwar effizient war, sei er in dieser Effizienz doch kalt gewesen. Der neue „Pre-Made“-Gruppenfinder soll ganz bewusst einen Schritt zurück darstellen. Auch wenn man am Ende mit einer Gruppe völlig Fremder in einer Instanz stehe, habe man die vorher ansprechen und manuell einladen müssen.

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Das sorge dafür, hat Hazzikostas herausgefunden, dass auch in der Instanz dann mehr geredet werde: „Irgendwas liegt in diesem Prozess, jemandem zu schreiben oder ihn per Hand einzuladen, das dazu führt, dass mehr gesprochen wird. Plötzlich wird man daran erinnert, dass man es mit richtigen Menschen zu tun hat und nicht mit gesichtslosen Robotern.“

Wenn World of Warcraft so einfach ist, warum gewinnen dann immer dieselben?

Hazzikostas hat auch eine Antwort auf den Vorwurf, World of Warcraft sei über die Jahre immer simpler und einfacher geworden. „Wenn dem wirklich so wäre“, fragt er, „wie kann es dann sein, dass die allerbesten Arena-Spieler immer noch deutlich besser sind als sogar das oberste Ein-Prozent der anderen?“ Wie könne es sein, dass es immer dieselben Top-Gilden wären, die sich bei den Top-100 gegen die Konkurrenz durchsetzten?

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Es gebe auch heute noch eine enorme Tiefe im Spiel und Möglichkeiten, das Beste aus seinen Chars herauszuholen, kreativ zu werden, Lösungen zu finden. Systeme wie das „Umschmieden“ seien verschwunden, weil es letztlich Fragen aufwarf, auf die es nur eine richtige Antwort gab und die war nicht leicht zu finden. Man musste ein Tool benutzen, eine andere Seite aufsuchen. Das machte das Austauschen von einem Items zu einem langen Prozess.

Eines der wichtigsten Ziele bei Warlords of Draenor sei es, die Spiel so nah wie möglich an jenen Punkt zu bringen, an dem Spieler in einem Raid oder einer Instanz sind, dort droppt ein Item mit einem höheren Item-Level als das, was sie gerade tragen. Dann nehmen sie den Drop, ziehen ihn an und sind glücklich.

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Quelle(n): Eurogamer
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