WildStar bekommt mit der Free2Play-Umstellung einen neuen Ingame-Shop – doch wie wirkt der sich auch das Machtverhältnis aus? Wird das MMORPG Pay2Win?
Die üblichen Befürchtungen
In knapp 10 Tagen findet der Launch von WildStar: Reloaded statt. Der bringt nicht nur viele Neuerungen und das lange geforderte Free2Play, sondern damit einhergehend auch einen neuen Ingame-Shop. Doch was wird dort alles angeboten? Bekommen zahlende Spieler große Vorteile, die sie mächtiger machen? Wird das neue WildStar Pay2Win? Wir werfen einen kurzen Blick auf den Ingame-Shop in seiner aktuellen Version.
Zwei Währungen – ein Shop
Wer einen Blick in den neuen Shop wirft, dem wird direkt auffallen, dass die meisten Objekte mit zwei Währungen angepriesen werden. Die erste ist klar und schon aus anderen Spielen bekannt: Ncoin. Sie lässt sich direkt für Realgeld kaufen und kommt auch in anderen Spielen von NCsoft zum tragen – ist also spielübergreifend nutzbar. Die zweite Währung lautet “Omnibits” und kommt in dieser Form nur in WildStar vor. Das Beste: Spieler erhalten sie für ganz alltägliche Dinge. Das Besuchen von Dungeons, Abschließen von täglichen Missionen oder Farmen kann diese Münzen gewähren – ausdauernde Spieler können also ohne Zwang Dinge aus dem Shop kaufen, werden dafür aber mehr Zeit benötigen, als Spieler die zum Echtgeld greifen.
Was hat der Shop zu bieten?

Das Angebot im Ingame-Shop dürfte den meisten MMORPGlern bekannt vorkommen: Es gibt verschiedene Booster (die etwa die Droprate von Ressourcen und Erfahrung erhöhen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass es diese schon seit dem Spielstart zu kaufen gab – für eine Währung um Spiel und kaum jemand hat sie genutzt. Neben Housing-Objekten, besonderen Kostümen für die Charaktere und einigen anderen optischen Aufwertungen, die keinerlei spielerischen Vorteil bieten, gibt es aber auch Freischaltungen. Ähnlich wie etwa bei SWTOR kann man hier neue Charakterplätze oder einen größeren Zugriff auf das Auktionshaus erwerben. Hier liegt auch der einzige, wirklich große Kritikpunkt für F2P-Spieler: Sie haben nur Zugriff auf das Erstellen von 3 Auktionen gleichzeitig. Vermutlich wird man sich also eine Erhöhung um 50 Plätze kaufen, sobald die nötigen Omnibits erfarmt wurden.
Zwar gibt es auch Gegenstände, mit denen etwa Runen aus Waffen und Rüstung zurückgewonnen werden können und diese könnten direkt in Gold umgerechnet werden – ob das die Wirtschaft des Spiels nachhaltig schädigen wird, muss aber wohl abgewartet werden.
Der Youtuber Fevir hat den neuen Shop in einem kurzen Video vorgestellt, das wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen:
All das führt zu dem Schluss, dass man wohl nicht von Pay2Win bei WildStar sprechen kann. Bedenkt bitte, dass die hier genannten Fakten noch vom Testserver stammen – eine Änderung seitens Carbine in letzter Minute wäre natürlich möglich, wenn auch nicht für uns vorhersehbar (und dem Ruf des Studios würde es wohl auch schaden).
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