Mit Battleborn ist ein Helden-Shooter in der Offenen Beta für PC, PS4 und Xbox One. Wie spielt sich der Hero-Shooter? Ein Eindruck aus der Beta.
Seit dem 13. April ist endlich soweit: Battleborn öffnet sich auf dem PC für die breite Masse. Die Entwickler der Borderlandsreihe haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und schicken eine breite und sehr variable Heldenriege ins Rennen um die Herzen der Käufer. Alleine läuft man nicht: Direkte Konkurrenten, wie Overwatch von Blizzard oder Paladins von Hi-Rez wollen schließlich alle ein Stück vom Kuchen der Mobashooter abhaben.
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Die Heldenriege: Vom vierarmigen Mädchen bis zum französischen Gentleman-Roboter
Wer wollte nicht schon immer mal sehen, was passiert, wenn man einen kleinen Pinguin in einen Kampfroboter steckt? Oder wie sich ein schwertschwingender Weltraumronin spielt?
Battleborn deckt mit seinen 25 Helden einen großen Teil des allgemeinen Wahnsinns ab. Vom verrückten Professor bis zum Adler mit Jet Pack findet sich alles, was ihr nie in Borderlands zu Gesicht bekommen habt, weil es zu abgedreht war. Oder wie es ein Freund gestern passend formuliert hat: „Die Entwickler haben sich gedacht, dass die Leute sich so an Borderlands gewöhnt haben, dass man noch eine Schippe drauflegen kann.“

Die PVP-Modi: Ein großer Eimer Moba und eine Prise Ego-Shooter
In der offenen Beta habt ihr die Wahl zwischen dem Modus „Überfall“ und „Schmelze“. Ersterer führt auch auf die Karte „Überwuchert“ bei der es darum geht die zwei gegnerischen Spinne-Druiden auszuschalten und die eigenen zu beschützen.
Dabei unterstützten euch Minions und Söldner, die ihr besiegen müsst, damit sie für euch kämpfen. Heroes Of The Storm lässt grüßen. Zusätzlich könnt ihr für Kristalle, die ihr überall auf der Karte aufsammelt, Geschütztürme an festen Punkten aufbauen und upgraden. Ebenfalls ist es möglich besonders starke Vasallen zu beschwören oder Unterstützungstürme zu bauen. Durch die schiere Anzahl an Einheiten kommt es jedoch schnell zu einem chaotischen Gewusel auf dem Bildschirm.
Im Letzteren Modus geht es darum die eigenen Vasallen zu einem Schmelzofen zu eskortieren. Am Zielort stürzen sich die Roboter in die Flammen und werden zu Altmetall verarbeitet. Das Team, welches zuerst eine gewisse Menge zusammengetragen hat, entscheidet das Match für sich.
Jeder Held ist einzigartig, jeder Spieler für sich selbst verantwortlich

Während einer Spielrunde (Im PVP oder PVE) steigt euer Charakter im Level auf und ihr schaltet neue Talente frei, die bestehende Fähigkeiten oder eure Ausrüstung modifizieren. Zusätzlich erhaltet ihr auf Level 5 den Zugriff auf eure Ultimative Fähigkeit. Bei der Verwendung von Fähigkeiten ist nur auf die Abklingzeiten zu achten, denn so etwas wie Mana gibt es nicht. Jeder Held spielt sich vollkommen anders.
Einige setzten auf „normale“ Ausrüstung, wie Gewehre oder Pistolen und müssen ihre Waffen nachladen. Wieder andere verwenden Schwerter, benutzen Magie oder verlassen sich auf ausgeklügelte Technik.
Da jeder im Team für sich selbst verantwortlich ist, kann es durchaus passieren, dass die Level der einzelnen Helden im Team unterschiedlich sind. Da gefällt mir der Erfahrungspunktepool von Heroes Of The Storm wesentlich besser. Ein bisschen Kommunismus ist manchmal gar nicht so übel.

Die Missionen: 30 – 50 Minuten pures Bildschirmchaos
Zusätzlich zu den normalen PVP-Modi zeichnet sich Battleborn auch durch die Möglichkeit aus, mit bis zu vier anderen Spielern in Story-getriebenen Episoden gegen Wellen von Feinden vorzugehen. Dabei hat jede Episode ihre eigene kleine Geschichte zu erzählen. Sogar spezielle Schatzkisten lassen die Gegner manchmal fallen, in denen sich seltene Ausrüstungsgegenstände befinden können. Diese könnt ihr in Sets aus maximal drei Gegenständen kombinieren und damit eure Charaktere mit einer höheren Nachladegeschwindigkeit, Lebensregeneration oder Ähnlichem versehen.
Battleborn setzt ganz auf den aus der Borderlandsreihe beliebten (oder gehassten) Humor. Alles ist sehr grell und überzogen, die Charaktere haben alle ihre Macken und jeder Boss wird borderlandstypisch in einem kleinen Einspieler vorgestellt. Nur leider fehlt der lustige Textzusatz. Lediglich den Namen des Bosses erfahren wir.

Aus Borderlands: Solche schönen Informationshäppchen wie bei Nine-Toes (Er hat 9 Zehen und 3 Eier) fehlen leider.
Ich habe mir pünktlich zum Start der Beta einen Freund geschnappt und zusammen haben wir uns, unterstützt von drei anderen Spielern, an die beiden Episoden gewagt, die in der offenen Beta spielbar sind. In der ersten Mission „Der Algorithmus“ zog die Gruppe gegen eine mächtige K.I. ins Feld. Deswegen setzten sich die Gegnerhorden zu 100% aus Robotern zusammen. Erste Zweifel an der Gegnervielfalt kamen auf, denn wir beide fühlten uns sehr an die Horden von Robotern aus Borderlands 2 erinnert.
Während der knapp 45 Minuten die wir für die Episode benötigten, mussten wir uns mehreren Bossen stellen. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass mich die Bossmechaniken und der Aufbau der Karte wirklich sehr positiv überrascht haben.
Zu Beginn starteten wir in einem Industriekomplex, von da an ging es nach draußen in die eisige Kälte voller Schnee und zum Schluss betraten wir eine alte Tempelanlage voller Lava. Und das alles in nur 30 Minuten. Definitiv die abwechslungsreichere der beiden Episoden. Für den letzten Endkampf begaben wir uns sogar in eine riesige, blaue Halle, in deren Mitte wir einen vierfüßigen, riesigen Roboter besiegen mussten.
Die zweite Episode namens „Rand der Leere“ warf uns hingegen zwei andere Arten von Gegnern vor. Zuerst kämpften wir gegen Horden von grauhäutigen Bestien. Später gingen wir gegen schwarze Schemen vor, die offensichtlich aus einer anderen Raumdimension stammten. Während der Mission mussten wir einen riesigen Roboter beschützen und ihn zu seinem Zielort eskortieren. Gegen Ende stellten wir uns noch einem hochhaushohen Endgegner, der uns während des Kampfes sogar in eine andere Dimension verschleppte.
Wer die Missionen und Bosskämpfe der Borderlandsreihe mochte, findet das hier alles in komprimierter Form vor und es ist wundervoll. Nur an die Effektgewalt muss man sich gewöhnen. Gerade zu Beginn wurde ich von den Explosionen und Lichteffekten schier erschlagen.

Was bleibt letztendlich zur offenen Beta von Battleborn zu sagen?
Battleborn hat mich während der Open Beta wirklich positiv überrascht. Ich hatte mir nicht viel von dem Moba-Shooter erhofft und entsprechend niedrig waren meine Erwartungen. Die Episoden (9 davon soll es im fertigen Spiel geben) haben mich beim erstmaligen Spielen jedenfalls in Erstaunen versetzt. Im Vergleich mit Destiny, als es gerade herauskam, sind diese Missionen um Klassen besser.
Die Bosse sind nicht bloß langweilige Schwämme, die viel zu viele Kugeln fressen und auch die Umgebung ist viel abwechslungsreicher gestaltet.
Auch der PVP-Modus spielt sich spaßig. Wobei ich mit am meisten Zeit in dem Modus „Überfall“ verbracht habe. Dieser erinnert mich vom Aufbau her sehr an Heroes Of The Storm und das gefällt mir.

Allerdings gibt es einen Haken: 50€ sind mir persönlich zu viel für ein Spiel, dass über 9 Episoden, einige Multiplayer-Karten und 25 Helden verfügt. Aber ich kann wirklich nur jedem raten, sich Battleborn bis zum 18. April einmal anzusehen.
Wenn ihr euch für Ego-Shooter oder Mobas interessiert und die Strikes von Destiny gerne gespielt habt, werdet ihr viel Spaß haben. Am besten mit einem Compagnon.
Diester Bericht aus der Beta von Battleborn stammt von unserem Leser Lucas Kaczynski.
Wenn Ihr jetzt selbst Lust auf eine Runde Battleborn habt, in diesem Artikel findet Ihr alles, um Euch für die Open Beta anzumelden!
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