Darum legt Rust Hautfarbe und Geschlecht Eurer Spielfigur fest

Bei Rust steht man zur Einführung des Geschlechterzwangs. Der Chefentwickler bezieht Stellung.

Nachdem vor wenigen Tagen Rust in die Kritik vieler Fans geraten war, weil man nun ein zufälliges Geschlecht als Spieler zugewiesen bekommt, hat der Lead Designer Garry Newman nun in einem langen Blogeintrag Stellung bezogen. Wer nun denkt, dass er zurückrudert und seine Entscheidung bedauert: Weit gefehlt!

„Es verbessert das Spiel nicht, wenn Ihr das Geschlecht des Charakters aussuchen könnt!“

Rust Female Character Model

Newman wird in seinem Blogeintrag ziemlich deutlich und ziemlich direkt. Er kuscht nicht vor der Kritik. So heißt es von ihm: „Rust ist kein Spiel über die Identität. Das Ziel in Rust ist es, zu überleben. Das wird schwer gemacht, durch die Gefahren des Verhungerns, Verdurstens, Strahlung, die Witterung oder Bärenangriffe.“

Jedoch gibt es auch sehr gute Gründe, warum man das Aussehen des Charakters nicht frei bestimmen kann. In Rust, wie in fast allen Survivalgames, spielt Vertrauen unter den Spielern eine große Rolle. „Ein Überlebender sollte nicht in der Lage sein, erst andere Spieler auszurauben und dann in neuer Gestalt und mit anderem Geschlecht zurückkehren können, um sich als Freund in die Gruppe zu bringen.“ Das heißt quasi: Wer sich im Spiel etwas zuschulden kommen lässt, wird mit den Konsequenzen leben müssen, in Zukunft erkannt zu werden und kann sich nicht in einen neuen Avatar fliehen.

Kritik kam auch von einigen Transgendern, die ein solches Aufzwingen des Geschlechts als negativ ansehen, einer bezeichnete das System als „erschreckend und unangenehm“. Wieder andere Spieler fühlen sich belästigt, weil man ihnen „feministische Ideale“ aufzwängen würde.

Rust Female Character Model Wood cutting

Frauen hätten übrigens ausgesprochen positiv auf das neue System reagiert. Angeblich hätten mehrere weibliche Spieler die Änderungen begrüßt, selbst dann, wenn sie nun noch immer einen Kerl spielen müssten.

Abschließend untermauert Newman die Entscheidung noch mal:

„Wir glauben nicht, dass es das Spiel verbessert, wenn wir Euch erlauben, Geschlecht und Hautfarbe frei wählen zu lassen. Auf der anderen Seite werden alle unsere Bedürfnisse als Entwickler gestillt, wenn wir Euch Geschlecht und Hautfarbe zufällig zulosen.“


Die ursprüngliche Meldung zur zufälligen Festlegung des Charaktergeschlechts könnt Ihr hier einsehen.

Quelle(n): theguardian.com
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Spiel gekauft -> Weiblichen Char bekommen -> Geguckt wie man ändern kann -> Rausgefunden, dass der Entwickler behindert ist und das net geht -> Spiel deinstalliert und zurückgeben.

Nee

zurückgegeben*

LightZone

Man könnte es zumindest so machen das man nur ein mal das geschlecht auswählen kann dann wars das. Aber nein ich renne jetzt mit einer Fetten mit schlauchboot lippen und glatze rum weil ich jetzt ne frau spielen muss das sieht einfach scheisse aus und ich will das man das geschlecht ändern kann mehr will ich doch nicht.

Theojin

Im Endeffekt kann jeder auf das Spiel verzichten und muß sich keine Sorgen um das mögliche Geschlecht und Aussehen seines durch den Nichtkauf nicht entstehenden virtuellen Charakter machen.
Gibt ja noch gefühlt 10 Millionen andere Survivalspiele.

Braun

Daß ein Mensch aber hin und wieder aufs Klo muss, wird sicher auch hier nicht Berücksichtigung im Gameplay finden …

…nein ernsthaft; ich finde Newmans Argumente sind rhetorischer Firlefanz. Und jetzt will er halt Gesicht wahren.
Umgekehrt finde ich die Aufregung aber auch unverständlich. Dieses Spiel ist halt so. Ich erinnere mich an ZombieU; da hat das auch nicht gesört.

Cresent

Ich finde die Ansätze sehr interessant und gut. Mal was neues. Und recht mutig.

elkrebso

Klingt eher so, als hätte da jemand seine Position verfehlt und sollte eher für ethische Interessen eintreten, anstatt Spieleentwickler zu sein. Ich spiele Rust zwar nicht, finde diesen Zwang aber absolut bescheuert. Wie mein Vorredner schon sagt, handelt es sich letztlich immer noch um ein RPG, und da will ich selber entscheiden können, wer ich sein will.

Zerberus

Im Endeffekt wollte man also alle Geschlechter drin haben, war aber zu faul nen Charaktereditor zu erstellen….

Mal ehrlich…so ziemlich jedes Argument was er zu dem Thema gebracht hat war Schwachsinn, bzw. es hätte eine Alternative gegeben.

Zum Thema Aussehen wechseln und vertrauen. Ich vertrau einem im Spiel doch nicht mehr oder weniger weil er anders aussieht, oder halt nicht.
Zumal die Spieler immer noch Nicknames haben, oder?^^

Das ganze ist ein RPG mit Survivalelementen, und in dem will ich entscheiden in welche Rolle ich schlüpfe…

Forwayn

Aber eine Rolle muss doch nicht zwangsläufig an das Äußere gekoppelt sein. Nur sehr selten manifestiert sich der Charakter doch in der Physiognomie eines Menschen.
Ich find das System gut und passend in diesem Genre-RPG.

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