Chef von Ashes of Creation äußert sich auf 11 Seiten zu den Vorwürfen wegen Betrugs, kündigt rechtliche Schritte an

Ashes of Creation ENtlassungen 2026

Steven Sharif war lange Zeit der Chef des Entwicklerstudios, das für Ashes of Creation zuständig war. Allerdings kam es zu Entlassungen, woraufhin das Projekt komplett eingestampft wurde. Nun meldet sich Sharif selbst zu Wort, gegen den bereits schwere Vorwürfe erhoben wurden. 

Wie ist Sharifs Reaktion auf die Vorwürfe? In einem 11-seitigen Dokument bezieht Steven Sharif Stellung gegen die bisherigen Vorwürfe und erläutert seine Sicht auf den Zusammenbruch von Intrepid Studios.

  • Der ehemalige Studio-Chef beschuldigt den Vorstand, insbesondere den Vorsitzenden Rob Dawson, angeblich eine illegale Strategie gefahren zu haben. Wie Sharif erklärt, solle das wohl zum eigenen Vorteil geschehen sein, um die Kontrolle über die Vermögenswerte und das geistige Eigentum der Firma zu erlangen. 
  • Laut Sharif habe der Vorstand das Unternehmen absichtlich finanziell ausgehungert, um einen Zahlungsausfall zu provozieren. Das soll ihm zufolge auch die über 200 Mitarbeiter erklären, die ihre Löhne nicht ausgezahlt bekommen hätten
  • Zudem wirft der ehemalige Studio-Chef den beklagten Vorstandsmitgliedern vor, angeblich versucht zu haben, eine Bank als Hauptkreditgeber zu täuschen und Einnahmen aus dem Steam-Verkauf heimlich in eine neue, vom Vorstand kontrollierte Firma umzuleiten.
  • Hinzu kommt, dass er die geäußerten Vorwürfe der Veruntreuung oder des Missmanagements von Firmengeldern strikt zurückweist. Stattdessen betont er, dass er über Jahre hinweg Millionen aus eigenem Kapital investiert, Kredite persönlich garantiert und private Kredite zur Deckung der Betriebskosten gewährt habe. 
  • Seinen Rücktritt am 19. Januar 2026 erklärte er damit, dass es wohl sein einziges verbliebenes Druckmittel gewesen sei. Er hätte sich geweigert, die aus seiner Sicht rechtswidrigen Maßnahmen und Kündigungen durch den Vorstand mitzutragen. 
  • Schlussendlich wirft Sharif der Vorstandsführung vor, dass der Kontrollverlust durch massiven Druck, Zwang und anhaltende Bedrohung erzwungen worden sei.   

Ob Steven Sharif tatsächlich im Recht ist, lässt sich allein anhand dieses Statements nicht abschließend beurteilen. Ein solches Statement ist eine parteiische Darstellung in einem laufenden Rechtsstreit, die darauf abzielt, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und die eigene Position zu legitimieren.

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Ashes of Creation: Early Access Guide stimmt euch auf den Start auf Steam ein

Langwieriger Kampf vor Gericht

Wie ist diese Situation entstanden? Als erste Meldungen zu Entlassungen im Entwicklerstudio bekannt wurden, versuchte Sharif noch, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Kurz darauf folgte allerdings das Aufeinandertreffen mehrerer Interessengruppen, die derzeit vor verschiedenen Gerichten miteinander streiten. 

Demnach werfen die Eigentümer der TFE Games Holding, Steven Sharif und John Moore, unter anderem Betrug und Veruntreuung von Firmengeldern in Millionenhöhe vor. Außerdem klagen sie, dass Sharif wichtige Firmendaten und Passwörter von Intrepid unter Verschluss halten solle

Dementsprechend schlecht steht es um das MMORPG Ashes of Creation. Solltet ihr den Titel bereits auf Steam erworben haben, könnt ihr es mit einer Rückerstattung probieren. Eine Anleitung dafür findet ihr bei uns auf MeinMMO: Ashes of Creation gekauft? So geht der Refund bei Steam

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