Mission Impossible ist das wohl bekannteste Film-Franchise mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Nur wenige haben vermutlich die Serien gesehen, die der Marke zugrunde liegen. Deren Fans waren beim Erscheinen des ersten Films erzürnt.
Wer an Mission Impossible denkt, hat vermutlich Tom Cruise und die acht Filme im Kopf, die mit ihm als Ethan Hunt entstanden sind. Außer ihr seid Fans der Serien, auf denen die Kinofilme basieren.
Zwischen 1966 und 1973 lief die erste, in Deutschland unter dem Namen Kobra, übernehmen Sie. Die Serie besteht aus 171 Folgen in sieben Staffeln und zeigt die Impossible Missions Force, kurz IMF, deren Agenten verschiedene Aufträge erledigen müssen.
1988 folgte schließlich eine Neuauflage namens In geheimer Mission, die zwei Jahre lief und es auf weitere 35 Episoden brachte. Mit dabei war abermals der Teamleiter Jim Phelps. Dieser wurde in beiden Serien von Peter Graves gespielt.
Filmfans wird der Name bekannt vorkommen: Auch im ersten Film zu Mission Impossible von 1996 ist Jim Phelps mit an Bord. Allerdings stieß sein Auftritt den Fans der Serien vor den Kopf.
Nicht der Jim Phelps von früher
Achtung Spoiler: Mission Impossible ist zwar schon 30 Jahre alt, da wir gleich ein entscheidendes Detail zur Handlung verraten, sei aber dennoch eine Warnung ausgesprochen.
Was passiert mit Phelps im Film? Zunächst scheint alles beim Alten zu sein: Jim Phelps leitet das Team aus Geheimagenten, dem auch Ethan Hunt (Tom Cruise) angehört.
Ein Einsatz in Prag geht jedoch fürchterlich schief, alle bis auf Hunt sterben – scheinbar auch Jim Phelps. Später im Film stellt sich jedoch raus, dass der Teamleiter die Aktion nicht nur überlebt hat, sondern selbst für den Tod seiner Kollegen verantwortlich war.
Phelps wurde also zum Bösewicht der Geschichte, was ein Novum innerhalb des Franchise darstellte. Ursprünglich sollte sogar Peter Graves, der den Charakter in den Serien verkörperte, für den Kinofilm zurückkehren. Allerdings lehnte er ab und zeigte sich im Nachhinein sehr enttäuscht über die Darstellung der Figur (via cnn.com).
Auch manche Fans sind bis heute unzufrieden, wie der einstige Held Jim Phelps für den Film zum Schurken gemacht wurde. Auf Reddit teilt die Community ihre Gedanken zu der Entscheidung:
- „Nachdem ich die Originalserie mehrmals komplett angesehen habe, glaube ich, dass das ein Fehler war“, schreibt TheMacJew.
- „Für diejenigen, die die Originalserie nicht kannten oder nicht gesehen hatten, war das eine gelungene Wendung. Für diejenigen, die sie kannten – also im Grunde die Fans der ursprünglichen Mission: Impossible-Serie – war es ein Fehler“, fasst TechnoGMNG589 zusammen.
- „Ein Irrtum. Für uns Ältere war Phelps unser Ethan Hunt. Er würde das Land niemals verraten“, meint LordDarthAngst.
- „Das ist definitiv ein Verrat am Geist der Serie. Genau deshalb ist es eine geniale Umkehrung“, findet hingegen Juliusque, der die Entscheidung differenzierter sieht.
Sicher ist: Ethan Hunt hat seinen Vorgänger mit großem Erfolg abgelöst. Und während Peter Graves den alten Fans in wohliger Erinnerung bleibt, dürften die meisten Zuschauer den Namen Mission Impossible wohl mit dem modernen Aushängeschild Tom Cruise verbinden. In Teil 7 gibt es einen Schurken der anderen Art: In Mission: Impossible 7 musste der Bösewicht geändert werden, um Vergleiche mit Herr der Ringe zu vermeiden
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