Das Free2Play-MMO Skyforge beschäftigt unseren Autor Schuhmann. Das hat einige der langweiligsten Zonen in einem MMO überhaupt.
Ich hab die letzten Monate erstaunlich viel Skyforge gespielt. Das ist im Prinzip ein reines Lobby-MMO. Von der Weltkarte aus, startet man in eine Instanz und zockt dort. Skyforge wird jetzt keinen Innovationspreis gewinnen, aber es ist doch ein solides Spiel, mit dem man eine Menge Zeit verbringen kann. Für mich genau das Richtige, um, während ich was im Fernsehen schaue oder einen Podcast höre, einfach nur abzuschalten.
Interessant: Das ist Skyforge – Erfahrungsbericht aus der CBT.
Tiefpunkte im Game-Design
Aber bei aller Liebe: Das Spiel hat zwei der furchtbarsten Instanzen, die ich je gesehen habe. Eine heißt „Aristels Farm“, das ist einfach ein Bauernhof mit in Wellen angreifenden Ratten. Und das Absurde ist: Das war’s. Es sind 15 Minuten oder so, in denen sich einzig die Richtung ändert, aus der die Gegner angreifen.
Ob man nun schnell ist oder nicht, spielt dann auch keine Rolle, weil die Gegner immer in gleichen Abständen kommen.
Als ich das erste Mal in einer Dreiergruppe da drin war, war die Reaktion „Lol?“, 5 Minuten später wieder ein „lol?“ und am Ende, als die Abenteuerinstanz dann unzeremoniell ohne Bosskampf zu Ende ging, ein „Lolololol?“ meiner Team-Kameraden.
Jetzt nix gegen solche „Wir machen alles in einem Raum“-Instanzen. Das hat ja in WoW damals mit der Violetten Festing schon ganz gut geklappt, obwohl man auch merkte: „Na ja … da war wohl die Zeit knapp“, aber ein bisschen Abwechslung bei den Gegnern müsste dann doch drin sein, oder?
Das Ding ist wirklich gruselig! Klar, sind bei näherer Betrachtung viele Instanzen in MMOs langweilig und man macht immer dasselbe. Aber versucht es doch ein bisschen zu verstecken! In der Form ist Aristels Farm ein Beweis für die Sinnlosigkeit allen Handelns. Wenn ich sowas will, les ich einen dieser furchtbaren, französischen Existentialisten!

Open World ohne Inhalt
Den zweiten Tiefpunkt erreichte Skyforge dann, als sich eine bestimmte „Offene Zone“ öffnete. Das muss man sich so vorstellen, dass bei bestimmten Prestige-Werten eine neue Quest-Zone beginnt, durch die man im Prinzip einmal ganz durchläuft, um dann bisschen Abwechslung von den Instanzen zu haben. Es sind sozusagen „Belohnungen“ oder kleine “Hunde-Leckerlis”, die einem Skyforge zuwirft, etwas, worauf man sich freut. Abwechslung!
Jetzt mag man sich mein Entsetzen vorstellen, als dieser nächste Abschnitt, die Laken-Grotte, einfach gar keine Quests hatte, damit auch keine Belohnungen, sondern einfach nur ein stupides Abfarmen von Mobs war, um irgendeinen utopischen Wert zu erreichen. Das pure Grinding, wovon es im Spiel nun wirklich schon genug gibt.
Die Zone ist wohl unfertig im Moment, aber schon im Spiel. Vielleicht hat man dafür noch größere Pläne, im Moment ist sie einfach ein Ärgernis. Und wenn man danach googlet, kriegt man so nette Beiträge “Laken Grotto – is this a joke?” oder “OK! What is up with Laken-Grotto?” – Ganz genau das ist auch meine Frage. Laken-Grotte, was ist nur dein Problem? Was wollen uns die Entwickler mit deiner Existenz sagen?
Also bei aller Sucht nach „Mehr Spielinhalt“ und „Mehr ist immer besser“ – ohne diese beiden Dinge wäre Skyforge ein besseres Spiel! Nicht viel besser, aber wenigstens ein bisschen besser.
Was sind Eure Favoriten auf den Titeln „Doofste Zonen/Dungeons in einem Spiel?“
Über meinen Weg zur Göttin in Skyforge übrigens (in einem Spiel, das einen Brust-Slider hat, werde ich immer Frauen spielen!) und woher das Hammer-Tittenbild-Titelbild kommt, werde ich demnächst berichten! Und ja, das ist eine Drohung.
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