Beim MMO-Shooter Destiny haben die Entwickler ausweichend auf die Frage nach dem Handels-System geantwortet. Nun heißt es, es werde wieder diskutiert.
Eine der größten US-Seiten „Gamespot“ hat sich den Live-Stream von Bungie angeschaut und daraus die News extrahiert: „Bei Destiny denkt man immer noch über ein Handels-System nach.“
Ein Handels-System würde bedeuten, dass Spieler untereinander frei Items tauschen könnten.
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Dabei ist sich eigentlich fast jeder einig, dass sowas eine katastrophale Idee wäre: Und den größten Motivationsfaktor, die Jagd nach extrem seltenen Items, aus dem Spiel eliminieren würde. Nun berichten auch deutsche Seiten darüber. Doch denkt Bungie denn wirklich über ein Handels-System nach? Was ist da dran?

Bei Destiny gilt: Sag niemals Nie
Nun, die News ist im Prinzip richtig. Man hat im Stream gesagt, dass man drüber nachdenkt und darüber spricht und dass es verschiedene Seiten gibt. Aber das liegt einfach daran, dass Bungie nie zu etwas direkt „Nein“ sagen würde. Das ist so ähnlich wie in dem Film „Verhandlungssache“, da erklärt Samuel L. Jackson einem Kollegen, dass man als Unterhändler niemals „Nein“ sagt, weil das Optionen eliminiert und das will man auf keinen Fall.
So scheint es offenbar gegen die Politik der Firma Bungie zu sein, das böse „Nein“-Wort zu verwenden. Immer sagt man, „Das ist etwas, über das wir reden und das wir in Betracht ziehen und wir nehmen Spieler-Feedback sehr ernst.“
So geschehen beim Live-Stream, als der Creative Director und auch der Community Manager auf die Frage nach dem Handels-System alle Nachteile eines solchen Systems aufzählten (und am Ende sogar noch Anekdoten darüber spinnen), aber sich eben nicht zu einem klaren „Nein“ durchringen konnten: Das sei etwas, das Vor- und Nachteile habe. Und man selbst sei dagegen, aber es gebe andere, die dafür seien, und so weiter.
Normalerweise kommt Bungie gar nicht in die Situation wirklich auf Fragen antworten zu müssen. Doch diesmal musste man eben, weil man ein Community-Mitglied eingeladen hatte, das von der ersten Minuten an mit etwas bissigen Fragen und Kommentaren Schwung in die Veranstaltung brachte und Bungie zu ausweichenden Antworten zwang.
Wir können über alles reden
Aber man sollte nicht den Fehler machen aus einem rhetorischen und ausweichenden „Wir schließen nichts aus. Wir reden über viele Dinge. Wir reden eigentlich über alles. Nichts ist vom Tisch.“ zu folgern, dass man über so ein System „wirklich“ nachdenkt. Solche Antworten gab Bungie an dem Abend auf eine Menge Dinge. Mehr als einmal vollführte DeeJ einen rhetorischen Tanz auf, um bloß nicht verbindlich auf eine Frage zu antworten. Da sagte er so etwas wie: Destiny hat eine Zukunft. In dieser Zukunft geschehen Dinge. Wir werden die entsprechenden Fragen in dieser Zukunft beantworten.
Insofern ist die eigentliche Nachricht nicht: Destiny denkt über ein Handels-System nach, sondern viel mehr: Destiny denkt über alles nach. Über eine Erhöhung des Glimmer-Caps, über dritte Subklassen, ein Handels-System und den Weltfrieden.
Warum ein „freies Handels-System“ in Destiny eine wirklich schlechte Idee ist und warum Destiny im Prinzip schon ein deutlich freundlicheres Handels-System als viele MMOs hat, haben wir in unserem Artikel über die „Tower-Legenden“ erklärt. Nun bekommt das Gerücht wieder neue Nahrung.
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