Das gewaltlose MMO Wander hat einen sehr holprigen Start hinter sich. Vor allem die Playstation-4-Spieler sind sauer und bezeichnen das Spiel sogar als das schlimmste PS4-Game aller Zeiten!
Doch warum? Gut, Wander ist ein Nischentitel. Es gibt keine Kämpfe, keine Quests, keine NPCs und richtet sich damit an eine bestimmte Gruppe von Spielern, die zwar gemeinsam mit anderen eine Welt und deren Geheimnisse erkunden will, aber keine Kämpfe ausfechten möchte. Doch das alleine kann das Spiel noch nicht zum “schlechtesten Playstation-4-Spiel aller Zeiten” machen.
Emma S. war Community Managerin des Spiels und erlebte den Shitstorm beim Launch mit. Sie erzählt auf der Gaming-Website kotaku.com.au von ihren Erfahrungen und wie sie der Umgang mit einer hasserfüllten Community geprägt hat. Schon nach nur einer halben Stunde wurden ihr Postfach sowie das Forum des Spiels mit Hass-Nachrichten überflutet. Wander stellte sich auf der Playstation 4 als sehr verbuggt heraus. Es war nichtmal möglich, sich in das Spiel einzuloggen. Emma S. arbeitete sich durch jede Nachricht und ließ alle Beleidigungen und Beschimpfungen über sich ergehen. Mit Engelsgeduld beantwortete sie alle E-Mails und half den Usern im Forum, so gut es ging. Obwohl die Negativität der User eigentlich gegen das Spiel gerichtet war, fühlte es sich für Emma S. persönlich an, denn auch sie war mit Herzblut an der Entwicklung des MMOs beteiligt gewesen.
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Wander – Ein Desaster
Derweil arbeitete das Team mit Hochdruck daran, Wander zu verbessern. Während Bugs beseitigt wurden, hielt Emma S. Live Q&A-Sessions über Twitch ab, um Kundennähe zu zeigen. Dabei musste sie immer eine Balance zwischen der Loyalität zu Sony finden, welche das Spiel auch finanziell unterstützten und der Ehrlichkeit und dem Verständnis den Kunden gegenüber, die einfach nicht verstehen konnten, wie ein dermaßen verbuggtes Spiel die Quality-Assurance-Phase überstehen und veröffentlicht werden konnte.
Selbst heute arbeitet das Team noch mit Hochruck daran, die lange Liste an Fehlern, Abstürzen und anderen Probleme abzuarbeiten und veröffentlicht Patch über Patch. Emma S. hat ihre Konsequenzen aus dem Desaster gezogen. Sie erklärt, dass sie viel über die Entwicklung und das Marketing von Computerspielen erfahren und sich letzten Endes dazu entschieden habe, ihre Zukunft in einem anderen Bereich zu suchen. Sie kehrt Wander den Rücken und will sich erstmal der Familie widmen.
Wie die Zukunft des MMOs aussieht, ist ungewiss. Denn der Schaden ist angerichtet und selbst, wenn das Spiel in einigen Wochen problemlos laufen sollte, werden Gamer diese Situation so schnell nicht vergessen…
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