Ist Housing wichtiger als die Interaktion mit der Spielwelt?

Housing ist ein integraler Bestandteil in vielen MMORPGs. Bietet ein MMO zum Start kein Housing, so ist dies eines der ersten Features, das Spieler fordern. Doch wie wichtig ist das Element überhaupt?

Nehmen wir Shroud of the Avatar als Beispiel für diese Diskussion. Derzeit wird im offiziellen Forum heftig darüber diskutiert, ob man alle Gegenstände, die man mit sich herumträgt, überall in der Spielwelt fallen lassen kann. Klar, das Feature würde die Welt interaktiver und lebendiger machen, ein Problem ist jedoch, dass diese Objekte berechnet werden müssen, was die Performance des Spiels negativ beeinflusst. Daher sind nicht alle Spieler dafür, dieses Spielelement einzuführen und das hat auch einen bestimmten Grund.

A feature like item drops anywhere takes about 2-3 programmers multiple weeks (if not months) to get working properly without killing performance.

– Starr Long, Sota-Producer

Hat das eigene Heim bei MMORPG-Spielern eine höhere Bedeutung, als die Welt da draußen?

SotA_Edelmann_Village_Home

Diejenigen, die gegen das „Fallenlassen von Items“ sind, gehören zu der Fraktion von Spielern, die enorm viel Wert auf das Housing legen. Ihnen ist es wichtiger, dass sie mehr Dekorationsgegenstände in ihrem Haus und auf dem Grundstück anbringen können, als Items überall in der Spielwelt fallen lassen zu können. Ein Vorschlag, dass man doch die Deko eines Hauses erst dann einblenden und entsprechend berechnen soll, wenn jemand das Grundstück betritt, stieß auf nicht viel Gegenliebe. Zu zeigen, wie man sein Haus und sein Grundstück eingerichtet hat, ist also für einige deutlich wichtiger, als eine erhöhte Interaktion mit der Spielwelt.

SotA Umwelt

Gemeint ist dabei die Spielwelt außerhalb der Grundstücke. Fässer in einer Stadt zu verschieben, Holzscheite zu stapeln, um dahinter eine Truhe zu verstecken, eine Kiste zu verschieben, sodass man darunter eine Falltür freilegt oder eine „Brotkrumenspur“ aus Items zu legen, um andere Spieler in einem Wald in eine Falle zu locken. Vielleicht möchte man auch eine selbst geschriebene Notiz nahe einer Ruine platzieren, um andere Spieler zu einem bestimmten Ort zu locken. Dies wäre durch frei platzier- und verschiebbare Items in der freien Spielwelt – außerhalb von Grundstücken und Häusern – möglich.

Es ist für viele Spieler aber offenbar wichtiger, dass andere sehen, was man mit seinem Haus gemacht hat. Daher ist es für diese Spieler auch unerlässlich, dass die Häuser in Gebieten stehen, die von jedem Spieler betreten werden können. Instanziertes Housing in speziellen Housing-Zonen würde nicht in Frage kommen. Man möchte, dass Spieler während ihrer Abenteuer auf von Spielern gebaute Häuser treffen und diese begutachten können.

SotA Housing Dorf

Für andere ist dieser Fokus auf Housing aber kaum nachvollziehbar. Gegenstände frei bewegen, verschieben und platzieren zu können ist etwas, was die Welt lebendiger macht und was das Spiel von anderen MMOs mit eher statischen Spielwelten unterscheidet. Man sieht, es gibt einen Konflikt zwischen Spielern und Housing ist ein Feature, das für viele enorm wichtig ist. So wichtig, dass man dafür sogar auf andere Spielelemente verzichtet – sogar, wenn diese das Spiel und die Spielwelt bereichern würden.

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Quelle(n): shroudoftheavatar.com
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Koronus

Genau das habe ich mit Mischung aus beidem gemeint.

doc

Du meinst bebaubares Gebiet instanzieren und mit wählbaren Channels, so dass das selbe Gebiet mehrfach bebaut werden könnte samt Nachbarschaft? Warum nicht? 🙂

Gert-Joachim Weyer

Ich habe Housing in UO und SWG am meisten geliebt.Wie geil war das als ich damals in mein kleines Häusschen flüchtete und draussen 2 Pks um mein Haus schlichen.Anfang 1998 war das und ich werd den Adrenalinstoss nie vergessen,denen nur knapp als anfänger entkommen zu sein ^^

Man konnte wunderbar kreativ sein bei der Gestaltung,Einrichtung.

SwG – die Spielerstädte waren einfach nur der Hammer!

Alles,ohne Ausnahme was bisher danach gekommen ist war nichts Ganzes und nichts halbes.Ich denke Lord British packt diesmal wieder das mich Housing richtig fesseln könnte.

Zouraaa

Ich bin auf jeden Fall ein Fan von instanziertem Housing, am besten gefiel mir dabei (trotz veralteter Grafik etc.) Runes of Magic, hier konnte man in jeder Stadt mithilfe des Housingverwalters entweder in sein eigenes Haus, zur Gildenburg, oder per Nameseingabe zum Haus eines anderen Spielers…am besten dabei war, dass man für sein Haus ein Passwort festlegen konnte, sodass nur Leute reinkonnten denen man dieses Passwort mitteilte,
außerdem ließen Bosse Rezepte und Mats fallen aus denen man sich Tropähen fürs Haus/ Gildenburg machen konnte…premium und Sahnehäubchen bei RoM fand ich das Gärtnern im eigenem Haus…mit Pflanzen bewässern etc…und wollte man sie als Deko und nicht abernten konnte man sie dauerhaft „einfrieren“.
Rift hat finde ich auch alles richtig gemacht…man kann sein Haus und das von anderen von überall her betreten….am besten schaut man sich auf Youtoube ein paar Videos an.

Zord

Ich mag instanziertes Housing, da gibt es keine Abzocke wegen der besten Bauplätze und auch keine Geisterstädte wenn die meisten Spieler weitergezogen sind. Da mich die Item Spirale nur noch langweilt (könnte heute keinen Raid dutzende Male spielen um ein BIS Equip zu erspielen das nach dem nächsten Patch wenig und nach dem nächsten Addon gar nichts Wert ist) ist für mich Housing inzwischen ein wichtiger Motivationsfaktor geworden. Wenn SWTOR nicht den Fehler machen würde, praktisch alle brauchbare Deko nur über den Kartelmarkt (oder Unsummen im AH) zu veröffentlichen, würde ich das wahrscheinlich immer noch motiviert spielen.

Frei plazierbare Gegenstände halte ich für größere Spiele bei der derzeitigen Community nicht für machbar. Da könnten wohl hundertschaften an GM’s angestellt werden um andauernd Goldseller Werbung und Penise zu entfernen. Auch Idioten die versuchen Quest Ziele zu verstecken oder dem Rest der Spieler sonstwie den Spaß zu verderben würde sowas in scharen anlocken. Auch die Performance kann darunter nur leiden, da lieber die Resourcen in eine lebendigere Welt stecken.

Varoz

Housing in Archeage finde ich echt klasse, alles in der offenen Spielwelt, zwar fehlen ein paar sachen wie straßen, oder wege um so ein housinggebiet noch ansehnlicher zu gestalten, aber sonst finde ich das system echt klasse, ganz anders zb in wildstar, das mochte ich überhaupt nicht, weil es instanziert war, nichtmal nachbarn gab es.

die interaktion mit der spielwelt hört sich auch interessant an, gab es ja teilweise auch in Archeage, da konnte man ja überall seine bäume, pflanzen etc anpflanzen und andere konnten sie dir klauen, genau wie tradepacks, oder fahrzeuge die du irgendwo hingestellt hast, wenn du nicht aufgepasst hast waren sie weg, ich hab zb mal nen ganzes handelsschiff gekapert xD

doc

Viele Spieler verstehen auch nicht den wahren Aufwand für solche Features, wenn z.B. ein ESO so etwas hinzufügen möchte. „Das wird schon nicht so schwierig sein“ oder „Das Spiel XY hat es doch auch“ sind dabei die Standardsätze.
Wichtig ist bei den Spielen auch immer zu beachten, welche Fokussierungen diese haben. Jetzt in ESO einfach mal ein Housing einzubringen stelle ich mir eher starr und unflexibel vor, eher so´n „Skyrim Heartfire“.

Ich bin selber in der Anwendungsentwicklung tätig und kann nur sagen, es steckt meist mehr drin wie man vermuten mag. Auch wenn es nur ein neuer Button ist dauert es oft Tage, weil der soll ja auch noch etwas machen und am besten noch ohne Fehler, mit Tests und QA etc.! 😉

Gerade das Thema Housing empfinde ich als zweischneidiges Schwert. Klar ist es super Feature um sich die Zeit zu vertreiben oder kreativ tätig zu sein, aber wegen 2 Dingen sehe ich dies für verschiedene MMOs als überflüssig.
Im ersten Punkt stimme ich dir komplett zu, in einem MMO sollten Housing-Elemente für alle als Gesellschaft begehbar sein, sonst entsteht da so´n Garnisionseffekt, dass jeder in der eigenen Burg sitzt. Mir fallen da aber auch sofort die Nachteile auf. z.B. Offliner, die nur 2 Tage online waren und sich ein Plätzchen sicherten und dann nie wieder gesehen wurden! Statische Begrenzungen, wenn es sich um private Grundstücke handelt. usw.
Der zweite Punkt sind die Ressourcen, solch ein Feature braucht sehr viel Aufmerksamkeit in der Entwicklung, gerade wenn es besonders viel Freiheit geben soll. Da sehe ich diese für andere Elemente besser aufgehoben.

Für Ein MMO wie ESO, WoW etc könnte ich mir eher ein Gebiet vorstellen in dem der Spieler großen Gestaltungsfreiraum hat, aber keine Alleinberechtigung. Sowas wie ein PvP-Gebiet in dem man selber Strukturen bauen kann um eventuell Punkte besser zu verteidigen, wofür auch Ressourcen im Gebiet gesammelt werden müssen. Söldner zum anheuern, die nicht im Alleingang umgehauen werden können.
Diese könnten an die andere Fraktion verloren oder zerstört werden.
So die kranken Gedanken einer kranken Seele! 😀

Koronus

Offliner kann man damit bekämpfen, entweder mieten/steuern oder maximale offline Zeiten. Vielleicht auch eine Mischung aus beidem.

doc

Mieten sind für Wenigspieler blöd und was soll eigentlich dann genau passieren, wenn eine Miete aussetzt?
Maximale Offlinezeiten sind auch nicht so der Hit, weil man eventuell auch ein paar Wochen/Monate pausieren möchte und dann ist alles weg? Hier könnte man aber eventuell zumindest das Gebaute erhalten nur das Grundstück abnehmen, dass man, wenn man wieder online kommt und sich nur eine andere Gegend sucht und es steht dort alles wie vorher.

Gert-Joachim Weyer

WoW und Housing wird wohl nie passieren.Ich denke das kann man getrost abhaken.

doc

Mit der Garnision in WOD und dem Garten in MOP hat Blizzard ja eine Art Housing bereits eingeführt. Aber mal ehrlich, was möchte man in WoW auch mit Housing?
Es gibt andere Spiele die das Housing bzw Häusle bauen besser hinbekommen.

Gert-Joachim Weyer

Es gibt andere Spiele die das Housing bzw Häusle bauen besser hinbekommen.
—————————————————————————-

Allerdings!

Larira

Mir ist Housing gar nicht wichtig in MMORPGs. Da gibt es echt bessere Spiele um Häuser/Gebäude virtuell zu bauen und einzurichten. Da ist mir ein Raid lieber anstatt Entwickler-Ressourcen in Housing gesteckt werden.

Grüße

mmogli

Aber in einen MMO wollen nicht alle Raiden.

Gert-Joachim Weyer

Richtig mmogli.Ich zB hätte lieber Housing,gute Berufe (wie in UO,SWG,ESO) und PvP.Raids und Inis sind langeweile pur für mich.Erfolge,Petfights und Sammelwut ebenso.

F2P-Nerd

Housing ja, aber definitiv nur instanziert. Da kann dann jeder seinem Geschmack fröhnen, ohne andere Spieler damit zu belästigen. Auch müssen sich die Leute dann keine Sorgen wegen Vandalen oder ähnlichem machen.

PetraVenjIsHot

Ich fänd ne Bude bei Destiny genial. Mit Waffen- und Kleiderständer, Trophäensammlung im Vitrinenschrank. Der Tresor ist doch schon sehr steril mit den ollen 2 D Bildern der Gegenstände. Von daher: Pro Housing!

Nomad

In einer Zeit, wo CPU Leistung und Speicher rasant größer werden, kann das doch kein Performanceproblem sein. Es sei denn, man arbeitet mit veralteten Software Bibliotheken, oder mit überholten Architekturen.
Sicher kann man alles überall fallen lassen. Darstellen und rendern muss man nur Dinge, die man auch in der jeweiligen Zoom Stufe auch sehen kann. Wenn ich ein Haus in der Ferne sehe, muss nicht jeder kleine Gegenstand im Garten angezeigt werden, und auch nicht was im Haus ist, logisch. Wenn ich näher rangehe, dann sehe ich mehr, dafür fällt alles weg, was dahinter in der Ferne liegt.
Wer auch immer die im artikel erwähnten Gründe ernsthaft dargelegt hat, sollte doch mal über Weiterbildung nachdenken.

Svatlas

Ich würde ein gutes Housing immer vorziehen. Die Interaktion mit der Spielewelt, ruft die ganzen Störenfriede hervor. Das ist noch nie gut gegangen, ebenso die Collisionsabfrage. Leider gibt es zu viele Leute, die einem das Spielvergnügen trüben wollen. Es kommen immer welche, die das erbaute dann kaputt machen wollen. Beim Housing ist alles sicher und ich kann „machen was ich will“. Wichtig ist mir nur, das ich mich kreativ ausleben kann.

Man sollte keinem Spieler dieser Welt ein Werkzeug in die Hand geben, wo dieser die Welt beeinflussen kann. Es gibt immer Leute die sowas ausnutzen und das Spiel ist zum scheitern verurteilt.

Nomad

Instanziertes Housing ist für mich out, das geht auch in einer offenen Welt.
Störenfriede, klar die gibt es. Aber diese zu Vermeiden, indem man das Spiel „kastriert“ ist keine Lösung. Da gibt es sicher kreativere Möglichkeiten, Spieler, die das Spiel durch ihr Verhalten „boykotieren“ zu beschränken.
Und Érbautes kaputt machen lässt sich sehr einfach unterbinden.

Svatlas

Ich habe das Gefühl, das Du viele Beiträge einfach nur zu 1/4 liest und dann darauf los schreibst. Ich habe davon gar nichts erwähnt.

Nomad

sry, wollte dich eigentlich nur bestätigen. Hab ich mich wohl mißverständliche ausgedrückt.

Svatlas

Ok, kann passieren oder ich habe es falsch verstanden 😉

realitor

Gegenstände überall in der Welt fallen lassen grenzt ja schon an Verschmutzung der Spielwelt und bringt mehr Probleme als Vorteile. Beispiele finden sich dazu in der Geschichte der MMORPGs bestimmt schnell.

Dann doch lieber ein System um „Housing“ interessanter zu gestalten, weit über den Ansatz den unentdeckten Raumausstatter und Innenarchitekten im Spieler zu wecken.

Ideen dazu gibt es genügend. Leider sind diese nicht immer mit dem in Mode gekommenen MMORPG-Grundsatz vereinbar: „Alles muss für jeden erreichbar und entsprechend belohnt werden.“

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