Bei Destiny ist der Ingame-Cash-Shop erst seit wenigen Stunden aktiv, da tauchen schon Gerüchte auf, Bungie wolle das Angebot um „Pay2Win“-Items erweitern. Was ist dran?
Schon als angekündigt wurde, dass man bei Destiny einen Ingame-Cashshop einführen würde, gab es Befürchtungen: „Ja, jetzt verkauft ihr nur Emotes und dann dauert es nicht lange und ihr verkauft Exp-Boosts oder bestimmte Materialien!“
400 Silber bekam jeder Spieler geschenkt. Wer zusätzliches Silber kaufen will, den kostet das kleinste Paket von 500 Silber knapp 5 Euro. So weit, so gut.
Vergeht Spielern die gute Laune schon bald?
Pay2Win-Elemente kommen, stand im Forum von Destiny
Heute Morgen dann ein wütender Post auf „Bungie.net“, dem Forum Destinys. Überschrieben mit „Pay2Win kommt – ich hab den Beweis!“
Ein Spieler wollte in der Datenbank Hinweise darauf gefunden haben, dass bald „verbrauchbare Items“ in den fast noch jungfräulichen Cash-Shop des Spiel kommen und Destiny in die verpönte “Pay2Win”-Ecke schieben. So nennt man es, wenn Spieler sich für echtes Geld virtuelle Vorteile erkaufen können.
Zum Beweis seiner Vorwürfe führte der Spieler den Einkaufsbildschirm von Tess Everis an. Da steht, dass „verbrauchbare Items nicht zurückgegeben werden können.“ Im Moment verkauft sie zwar noch keine, aber klarer Hinweis: Da kommen sicher solche Items, die man nur einmal verwenden kann!
Der User hat in der Datenbank zahlreiche Items gefunden, von denen er sagt, dass sie neu in der Datenbank seien: alles verbrauchbare Items.
Spieler könnten sich bald für Silber, also indirekt für echtes Geld, „Buffs“ kaufen, folgert er, um ihre Drop-Chancen im Hard-Mode von Königssturz zu erhöhen. Er hat zudem verschiedene EXP-Boosts für einzelne Gegnerrassen und auch Boosts, um Subklassen schneller zu leveln, in der Datenbank gefunden.
Der entsprechende Thread auf Bungie.net ist mittlerweile gelöscht. Gaming-Seiten, auch deutsche, berichten aber darüber. Es gibt Foren-Threads, es wird diskutiert. Das Ding ist im Umlauf. Es sorgt für Panik, scheint die Befürchtungen zu bestätigen, die viele haben.
Was sagt Bungie dazu?
Auf Neogaf hat sich Luke Smith, der Game Director von „König der Besessenen“, jetzt zu diesen Vorwürfen geäußert.
Smith schreibt, dass die Items, die Drop-Chancen in „Königssturz“ erhöhten, schon länger in der Datenbank, aber nicht im Spiel seien. Diese Files in der Datenbank waren Überbleibsel aus einer Idee, dass man Buffs beim „Sprecher“ kaufen könne – so ähnlich wie die “Drei der Münzen” bei Xur. Doch hat man diese Idee dann aus Bug-Gründen verworfen.
Nie war geplant, dass Spieler solche Raid-Drop-Buffs für Silber kaufen könnten.
Über Twitter wiederholt Smith das noch einmal
We aren’t (nor are we planning) on selling consumables that buff King’s Fall drop rates for Silver.
— Luke Smith (@thislukesmith) October 14, 2015
Außerdem kündigte Smith (wo er grad schon mal dabei war) bessere Belohnungen für den Dämmerungs-Strike an. Da wolle man schon bald ansetzen.
Mein MMO meint: Interessant ist, dass Smith spezifisch nur der einen Sorte von “verbrauchbaren Items” widerspricht. Zu den “Exp-Boosts” oder anderen sogenannten “Convenience”-Items, sagt er allerderings nicht. Mit “Convenience”-Items sind solche Exp-Boosts gemeint, die Zeit sparen, aber darüberhinaus keinen “wirklichen” Vorteil bringen.
Im Moment ist noch nicht bekannt, ob der neue Cash-Shop rein “zusätzlich”, als weitere Geldquelle für Bungie/Activision ins Spiel gekommen ist oder ob man mit dem Cash-Shop tatsächlich auf kostenpflichtige DLCs verzichtet und stattdessen “nur einmal im Jahr” zu einer größeren Erweiterung zur Kasse bittet. Entsprechende Gerüchte kursieren ebenfalls. Bungie hat sich dazu noch nicht geäußert.
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