Destiny: Ingame-Shop mit 18 Emotes kommt – 20-Euro-DLCs dafür kostenlos?

Beim MMO-Shooter Destiny hat man die Einführung eines Cash-Shops angekündigt. Zudem gibt es glaubhafte Gerüchte, dass die kostenpflichtigen 20-Euro-DLCs bald ausgedient haben.

Destiny-TessGestern Nacht schoben sich ein paar Puzzle-Teile zusammen. Im Juni hatte Bungie einen Namen schützen lassen „Eververse“ und später die Händlerin Tess Everis aus dem Turm entfernt. Das brachte man nicht in einen Zusammenhang. Beim Namen spekulierte die Presse, dass da ein Ingame-Handel zwischen Händlern komme. Der Weggang von Tess war ein Rätsel.

Doch beides hängt eng zusammen, beantwortet eine Menge Fragen, wirft ein paar neue auf.

Silber wird zur neuen Echtgeld-Währung in Destiny

Eververse-DestinyTess Everis wird als Händlerin ins Spiel kommen. Sie wird 18 neue Emotes verkaufen. Die gibt es aber nicht für Glimmer, sondern für „Silber.“ Silber ist eine Echtgeld-Währung, die Spieler über ihren Konsolen-Store kaufen werden – für harte Euros gibt es dann virtuelles Silber.

Am 13. Oktober wird das starten. Man werde Spielern kostenlos genug Silber geben, um ein oder zwei Emotes gleich zu kaufen, verspricht Bungie.

Items, die Tess Everis verkauft, sollen keinen Einfluss auf das Spiel selbst haben, rein kosmetischer Natur sein. Mit den Einnahmen, die das generiert, will man das „Live-Team“ weiter unterstützen, also die Leute, die Tag ein, Tag aus, an Destiny arbeiten.
Destiny-Arkan

Gerüchte um Kostenlose DLCs

Wenige Stunden, bevor die Nachricht kam, berichtete die US-Seite Kotaku darüber, dass Bungie „Mikrotransaktionen“ plane (also das, was man ankündigte).

Bei Kotaku hat man aber weiterführende Informationen. Laut zwei Quellen, die mit der Entwicklung von Destiny bekannt sind, gebe es im Jahr 2 einen neuen Plan, wie man DLCs verteilt. Statt wie in Jahr 1 DLCs für 20€ das Stück zu bieten (Dunkelheit lauert und Haus der Wölfe), wolle man im Jahr 2 diese Erweiterungen und Missionen kostenlos bringen. Und das Geld für den Live-Betrieb durch Mikrotransaktionen einnehmen wie Emotes oder Sparrow-Skins.

Die nächste kostenpflichtige Erweiterung für Destiny wäre dann „Destiny 2“ in 2016.

Wichtig: Das ist nicht bestätigt!
ZavalaDestiny

Gute Lösung, wenn alles wirklich so kommt

Mein MMO meint: Das ist, wenn das alles so kommt, und der Cash-Shop wirklich nur Kosmetisches hat, eine sehr gute Lösung für Destiny. Eine Lösung, die schon viele vorher erwartet haben.

Wer mehr Geld für Schnickschnack ausgeben will, kann das tun, und finanziert so die Entwicklung des Spiels. Wer das nicht braucht, spielt im Prinzip ein Jahr ohne irgendwelche Ausgaben und wird nicht zu den „Pflichtkäufen“ der Mini-DLCs genötigt wie im ersten Jahr. Der Pflichtkauf wäre dann eine große Erweiterung (oder Destiny 2) im Herbst, so wie jetzt König der Besessenen.

Destiny-Crota

Große Kritik: 20 Euro für das? – könnte bald wegfallen.

Die Frage ist, ob der DLC wirklich kostenlos sein wird oder ob man zusätzlich Geld dafür nimmt.

Im Moment spricht einiges für „kostenlos“, der überteuerte Jahr-1-DLC war vielleicht der größte Kritikpunkt an Destiny. Was auch zur Theorie passt: Es war bislang noch nicht die Rede von einem zweiten Jahres-Pass, einem Season-Pass. Wenn man wieder zwei 20-Euro-DLCs hätte bringen wollen, hätte man so einen Pass wohl schon mit „König der Besessenen“ verkauft.

Hoffentlich kommen in Jahr 2 die Spielinhalte bei Destiny umfangreich und rasch. Allerdings, bei Lichte betrachtet, viel schwächer als im ersten Jahr die Bezahl-DLCs kann es ja eigentlich nicht werden.

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Quelle(n): BungieKotaku DLC kostenlos Gerücht
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