Das neue MMORPG Skyforge beschäftigt unseren Autor Schuhmann. Der hat den Haken beim Bezahl-Modell gesucht … und gefunden.
Seit der Closed Beta versuch ich rauszukriegen, wofür man diese Argents braucht. Das ist die Premiumwährung bei Skyforge. Die bekommt man, wenn man etwa ein Gründerpaket gekauft hat. Gut, ich geb zu als privilegierter Pressesack hab ich das nicht wirklich gekauft, sondern das wurde als Pressepaket gestellt. Aber trotzdem!
Wo ist das Pay2Win-Element in Skyforge versteckt?
Zurück zu den Argents. Schnell fand ich raus: Man kann sie auch gegen „Credits“ tauschen, die normale Ingamewährung und damit wiederum auf dem Marktplatz einkaufen, um etwa an die Verbesserungssteine ranzukommen. Die können also indirekt als „Charakter-Boost“ genutzt werden, um etwa die Itemplätze zu verbessern.
Aber das konnte ja nicht alles sein, war ich überzeugt. Also suche ich seit der Closed Beta nach dem Haken: Wo genau ist das „Pay2Win“-Element, das einem so viele dieser Argents aus der Tasche zieht, dass die Kreditkarte Überstunden macht? Wo ist die Stelle, an der man mir sagt: Jetzt wär’s doch besser, wenn du dir die Premiumwährung für Euros kaufst?
Gestern habe ich es gefunden, ABER: aus reiner Dummheit. Oder, um es deutlich heldenhafter zu formulieren. Ich habe als heroisches Versuchskaninchen die perfiden Fallstricke des System aufgespürt (!) und habe mich darin verrannt, damit Ihr das nicht machen müsst.
Von Ätherplätzen und Argents in Skyforge
Im riesigen Atlas, dem Fortschritts-System Skyforges, gibt es bestimmte Knoten, die „Ätherplatz“ heißen. Von denen gibt es verschiedene Typen. Wenn man nun einen Sun-Ätherplatz freischaltet, passiert noch nichts. Denn hier müssen dann passende Steine eingelegt werden. Die bekommt man normalerweise ziemlich tröpfelnd in den offenen Quest-Zonen. Wenn man diese Steine einlegt, wird eine relativ geringe Summe Argent abgebucht. Das sind so 40 Argents. Wenn man 40.000 hat, ist das so gut wie nichts. Im Gegenzug wird dann der Knoten stärker und erhöht die Grundwerte minimal.
Ich hab mir also angewöhnt, nach dem Durchkämmen einer offenen Quest-Zone in den Atlas zu gehen und die Äthersteine einfach massenweise, ohne groß hinzugucken, einzusetzen. 2 da, 2 da, passiert ja nix.
Gestern hab ich im neuen Patch PvP gemacht und in einem Rucksack waren gleich 65 dieser Steine drin (sicher ein Bug). Ich hab mir also einen Ätherplatz geschnappt und da einfach so oft auf die Taste gehämmert, bis alle Steine drin waren. Und das war der große Fehler! Macht das nicht!
45 Euro in 20 Sekunden verklickt
Denn die Kosten, um einen Steine einzusetzen, steigen hintenraus immens an. Das heißt je mehr Steine von einem Typ ich in einen Ätherplatz einsetze, desto gewaltiger werden die Kosten. So hab ich am Ende den kompletten Argent-Vorrat, den ich durch das Gründerpaket hatte, dort reingeballert. Statt wie ich dachte “Na ja, 65 Steine, kostet vielleicht 3000 Argents”, habe ich 36.000 dieser Dinger verballert. Wenn ich so viel Argents kaufen würde, wie ich da verklickt haben, wären das circa 45€ (okay, es wären da noch paar tausend Argents übrig).
Wäre viel klüger gewesen, die 65 Steine auf mehrere „Sun“-Ätherplätze aufzuteilen. Oder es überhaupt nicht zu machen, denn der Prestige-Anstieg und auch das mehr an Power, die mir diese eingesetzten 45€ gebracht haben, sind völlig albern. Das wäre erst sinnvoll, wenn mein Charakter ansonsten schon an der Effizienz-Grenze ist und diese Äthersteine dann sozusagen „die Sahne auf der Torte sind.“ Das letzte bisschen, was man noch mit viel Aufwand rausholt. Wenn ich unbedingt meine Argents in Prestige umwandeln wollte, wäre es effektiver gewesen, die in Credits umzutauschen, und diese dann wiederum auf dem Marktplatz zu investieren.
Lasst Euch meine Pein eine Leere sein. Nur weil der erste Click 45 Argents kostet, heißt das noch lange nicht, dass der 60. Click auch so billig ist.
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