Einem Bericht zufolge halten Personalabteilungen nur 8 % der jungen Berufseinsteiger der Generation Z für arbeitstauglich, und das hat einen anderen Grund als Künstliche Intelligenz.
Was zeigt der Bericht? Die Generation Z erlebt derzeitig das Gefühl, dass ihre Hochschulabschlüsse an Wert verlieren, da sie trotz eines Bachelor- oder Masterabschlusses Schwierigkeiten haben, einen Einstieg in die Arbeitswelt zu ergattern.
Ein Bericht von Criteria zeigt, dass ein großer Teil der Generation Z aus der Sicht vieler Personalabteilungen für diesen Einstieg schlichtweg nicht geeignet seien. Nur 8 % der 350 Befragten glauben, dass die jungen Menschen der Generation Z vollständig auf die von ihnen geforderten Stellen vorbereitet sind.
Natürlich bleibe KI weiterhin ein wichtiger Faktor der Diskussion, da auch immer mehr CEOs betonen, dass Junior-Positionen auch von virtuellen Managern besetzt werden könnten. Doch in diesem Fall hat die KI eher weniger mit dem Pech der Gen Z zu tun.
Was den jungen Menschen tatsächlich fehlt, seien Fähigkeiten, die über einen Hochschulabschluss hinausgehen: Kommunikation, Problemlösungskompetenz und eine professionelle Ausstrahlung (Quelle: 3DJuegos).
Softskills seien wichtiger als ein erfolgreicher Hochschulabschluss
Was macht der Gen Z den Einstieg so schwer? Trotz des Anstiegs an akademischen Titeln in Form eines Bachelor- oder Masterabschlusses, mangele es jungen Menschen an Softskills, die aufgrund des hohen Andrangs am Arbeitsmarkt immer relevanter werden, um sich von anderen Kandidaten abzuheben.
Auch wenn sie in Anbetracht ihrer Abschlüsse für eine Stelle als qualifiziert gelten, oft auch überqualifiziert, ist das für die einstellende Abteilung keine Besonderheit mehr. Andere Faktoren spielen daher eine größere Rolle, die laut des Berichts bei vielen Personalabteilungen nicht ausreichend erfüllt würden.
Wie äußert sich der CEO von Criteria dazu? Der CEO von Criteria, Josh Millet, teilt dem Magazin Fortune mit, dass das Überangebot von Hochschulabsolventen gemeinsam mit einer Vertrauenskrise hinsichtlich der tatsächlichen Bedeutung des Abschlusses für die Beschäftigungsfähigkeit zu einer „kritischen Situation“ geführt habe.
Arbeitgeber senken ihre Anforderungen hinsichtlich der Hochschulabschlüsse, wodurch sie ihre Bedeutung verlieren – Und das würde auch von den Absolventen wahrgenommen werden.
Millet erwähnt jedoch, wie in dem Bericht verdeutlicht wurde, dass Arbeitgeber dementsprechend unabhängig von der Branche zunehmend auf die Softskills der Bewerber zählen. Einige Arbeitgeber wie Google oder Microsoft haben Bewerbern ohne Hochschulabschluss hochrangige Stellen angeboten und beim Bewerbungsprozess den Schwerpunkt auf Berufserfahrung und andere Qualifikationen gelegt. (Quelle: Fortune).
Aufgrund des hohen Andrangs sehen sich Absolventen der Generation Z weiterhin einem harten Wettbewerb ausgesetzt. Einem Mann hingegen fiel es tatsächlich recht leicht einen Job bei einer bekannten Bank zu bekommen, obwohl die Aufnahmequote dort bei unter 1 % liegen soll – und das durch ein Gespräch, das weniger als eine Minute dauerte: Ein Mann erzählt, eine Firma habe mit ihm 39 Einzelgespräche geführt, doch der entscheidende Termin habe weniger als eine Minute gedauert
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