Die Art, wie wir in Zukunft MMORPGs – und Computerspiele im Allgemeinen – spielen werden, könnte sich stark ändern. Denn Virtual Reality, gepaart mit dem Cyberith Virtualizer, ermöglicht ungeahnte Freiheiten.
Der Cyberith Virtualizer ist ein Gerät, das von einem österreichischen Startup sehr erfolgreich per Crowdfunding finanziert wurde. Es handelt sich um eine Art Gestell, in welches sich der Spieler begibt. Die Bewegungen, die man dann selbst vollführt, werden nahtlos in das Spiel übertragen. Beispielsweise läuft man auf einer reibungsarmen Fläche, kniet sich hin, rennt, springt und kann sich sogar setzen. In Kombination mit einem Virtual-Reality-Headset wie beispielsweise der Oculus Rift oder HTC Vive entsteht so eine völlig neue Dimension des Gamings.
Bewegungsfreiheit in virtuellen Welten
Getestet wurde dies bereits an den Spielen wie The Elder Scrolls V: Skyrim, World of Warcraft, Battlefield 4 oder auch GTA V. Man wandert also buchstäblich auf eigenen Beinen durch Skyrims Fantasywelt oder fährt in einem Jeep durch die zerbombten Städte von Battlefield 4. Schaut man sich Videos an, wie diese Spiele mit dem Cyberith Virtualizer gespielt werden, so erkennt man, wie natürlich dies alles erscheint. Man dreht sich, um sich in der Gegend umzusehen, beginnt zu rennen, hält an, springt über ein Hindernis, steigt in einen Wagen, setzt sich und fährt los. Alles mit echten Bewegungen. Gepaart mit einem VR-Headset soll so das Gefühl aufkommen, sich wirklich in der virtuellen Welt zu befinden. Das Gerät an sich ist auch nicht allzu sperrig, sodass man es gut in einem einigermaßen großen Zimmer unterbringen kann.
Ganz so günstig ist der Spaß allerdings nicht. Rund 6.000 Euro kostet ein Cyberith Virtualizer. Enthalten sind Spezialsocken und eine Halterung für das Kabel eines VR-Headsets, sodass man sich beim Spielen nicht verheddert. Ebenfalls im Paket dabei ist es das Geschirr, das man sich umbindet und welches Körperbewegungen in das Spiel überträgt. Das Geschirr steht in zwei Versionen zur Verfügung, sodass auch etwas korpulentere Gamer mitspielen können. Eine besondere Elite-Version des Geräts gibt es nur für Unternehmen und ist für Trainingszwecke gedacht. Laut dem Online Shop, über den man den Cyberith Virtualizer bereits jetzt vorbestellen kann, werden die Geräte Ende des Jahres ausgeliefert.
Andreas meint: Fitness während man am Computer spielt und es handelt sich dabei nicht mal um Sportspiele? Da bin ich doch dabei! Durch Fantasylandschaften zu wandern oder sich wirklich schnell in Gefechten bewegen zu müssen – das ist der nächste Schritt in eine virtuelle Realität. Man stelle sich stundenlange Raids in World of Warcraft oder anderen MMORPGs vor, in denen man wirklich durch kilometerlange Dungeons laufen muss – da sind sicher ein paar Pausen zwischendrin angesagt. Allerdings schreckt mich der gesalzene Preis etwas ab – aber, wie das bei neuer Technologie immer ist, wird dieser sicher schnell sinken. Dann warte ich eben noch etwas mit dem Kauf und trainiere in der Zwischenzeit meine Ausdauer etwas, sodass ich nicht der erste bin, der während eines Raids schlapp macht.
An einer anderen Vision interessiert? Dann lest doch diesen Beitrag: Augmented Reality und MMORPGs – Die Zukunft des Genres?
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