Star Wars Battlefront: Erstes Gameplay auf der E3 setzt voll auf Nostalgie

Der Multiplayer-Shooter Star Wars Battlefront wurde von Electronic Arts auf der E3 in Los Angeles präsentiert. Erstmals sah man Gameplay. Die Strategie von EA scheint klar: Wir setzen auf die Macht der Nostalgie.

Die Pressekonferenz von Electronic Arts war ein wenig seltsam strukturiert. Man begann mit einem Paukenschlag, kündigte das neue Mass Effect mit einem stimmigen Trailer an. Dann folgten Need for Speed und die neue Erweiterung „Knights of the Fallen Empire“ zu SWTOR, bevor die Fans fast mit einer Stunde Casual-Games, Mobile-Games und zahlreichen Sport-Franchises gefüttert wurden. Die Diät schmeckte trotz Pele und den Minions nicht jedem der Anwesenden, Gaming-Journalisten und Zuschauer von solchen Live-Streams sind nunmal eher Core-Gamer. Und die waren in der Hauptsache wegen zwei Sachen da: Mass Effect und Star Wars: Battlefront.

Das schien auch EA vorhergesehen zu haben. Immer wieder blendete man im Live-Stream ein: Später kommt noch Battlefront.

Star Wars Battlefront Mission

Star Wars Battlefront war das Highlight der E3-Präsentation von EA

Star Wars Battlefront wurde dann gegen Ende der Show um 23:15 unserer Zeit vorgestellt. Eine Schwedin der Entwickler Dice präsentierte mit starkem, aber nicht unsympathischem Akzent das Game und setzte hier die Strategie „N wie Nostalgie“ fort. Als Kind habe sie sich vor Darth Vader gefürchtet, mit einem leicht modifizierten Stift so getan, als sei sie in Star Wars und würde mit einem Phaser schießen.

Heute sei kein anderes Medium so geeignet, sich in die Welt von Star Wars zu versetzen wie ein Videospiel. Doch eins sei klar, die Spieler forderten Gameplay und das wollte man ihnen zeigen. Der Saal quittierte das mit Applaus.

Skywalker-Battlefront

Gameplay auf Hoth

Das Gameplay bestand aus einer 20gegen20-Spieler Schlacht auf dem Eisplaneten Hoth, die den Fans seltsam bekannt vorkam. Und genau das war der Plan. Stil, Ästhetik, vielleicht auch der Kampfverlauf sind bis ins Detail den Filmen nachempfunden. Und wie bei der ersten Trilogie herrscht überall auf dem Schirm Action. Fußsoldaten, mächtige AT-ATs, die Walker und auch Raumschiffe liefern Action. Die Schlacht zersplittert in Scharmützel, in Duelle. Dass der AT-AT da nur auf vorgefertigten Schienen läuft, darüber hatten sich die Fans im Vorfeld ereifert, spielt im Tumult nun nicht die große Rolle..

Mit einem Jet-Pack geht es kurz durch die Lüfte, aus Laserpistolen schießen die so bekannten Strahlen. Als man kurz in das Cockpit eines der Vernichtungsmaschinen des Imperiums wechselt, tönt da leise der Imperial March im Hintergrund.

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Und Electronic Arts kennt die Bilder im Kopf der Gamer: Als ein AT-AT fällt, dann weil er per Kabel von einem der Gleiter zu Boden gezwungen wird. Eine der ikonischen Szenen aus dem Film. Und es dauert nicht lange, bis Rebellen 20 Zentimeter vom Boden gehoben werden und sich an den Hals fassen. Ein klares Zeichen: Eine der Heldenfiguren hat die Schlacht betreten – in diesem Fall wohl eher eine Schurkenfigur.

Die Action endet dem Kampf der beiden Hauptfiguren aus der ersten Film-Trilogie: Darth Vader trifft auf den jungen Luke Skywalker. Die Laser-Schwerter kreuzen sich: Eins grün, eins rot. Das sicherlich gestellte Gameplay ist zu Ende.

Klappt die Nostalgie-Taktik?

Die Szenen sind, wie man sagt, Live-Footage von der Playstation 4 und außer einer wohl etwas niedrigen FPS sieht das alles schon sehr beeindruckend aus, entlockt „Aaahs“, ruft „Ooohs“ hervor.

Star Wars Battlefront Jedi

Neue Details verrät man nicht. Gut Skywalker ist als Heldenfigur bestätigt, das war nun keine Überraschung. Letztlich war die Demo nur ein erstes Vorfühlen, ob es Star Wars: Battlefront gelingen wird, die Spieler in die nostalgisch verklärten eigenen Erinnerungen zurückzuführen. Sie in eine Zeit zu versetzen, in der sie das erste Mal Star Wars sahen. Oder zumindest, als sie das erste Mal ein Star Wars-Spiel spielten.

Im Chat, der den Live-Stram auf einer US-Seite begleite, kam denn auch der genervte Kommentar: Hoffentlich ruinieren sie mir nicht meine Kindheitserinnerungen. Doch meinte derjenige nicht die warmen Gedanken an die erste Star Wars Trilogie auf Papas Schoß im Kino oder dem heimischen, sondern die Erinnerungen an die erste Zock-Session mit der Star Wars Battlefront-Serie vor 10 Jahren. Denn mit der und deren zahlreichen Features muss sich das jetzige Star Wars: Battlefront vergleichen lassen.

Und nach der ersten Gameplay-Ansicht scheint es, als brauche man diesen Vergleich nicht zu scheuen. Oder was meint Ihr?

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M00nty

Die maximale Spielerzahl ist 20 vs. 20, nicht 40 vs. 40.

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BigFreeze25

Das Spiel muss sich mit Battlefront 1 und 2 vergleichen? Diesen Vergleich zu gewinnen dürfte nicht sonderlich schwer sein. Ich habe beide Games bis zum erbrechen im Clan gezockt und kenne die Schwächen beider Spiele daher sehr sehr gut. Es waren unausgereifte Multiplayerspiele die vor allem mit Lags (nicht verursacht durch die Server sondern durch das Spiel selbst) schwer zu kämpfen hatten. Das mag ein Grund gewesen sein, warum die Spiele niemals an den Erfolg eines Battlefield heranreichen konnten und die Community der aktiven Spieler mehr als überschaubar war. Dort kannte praktisch jeder jeden und sobald ein sehr guter Spieler mal ohne Clantag erschien, konnte man die Auswahl auf maximal 10 Personen beschränken. Halbwegs spielbare Server gab es gerade mal 4-5. Wahrscheinlich war es aber genau das, was den enormen Reiz an den Games ausgemacht hat. Es war eine kleine, kompakte Familie, die sich auch gar nicht mit den ganz großen messen wollte.
Angesichts dessen wird das neue Battlefront mit den alten Teilen daher nur noch den Namen und das Setting gemeinsam haben. Alles andere wird um gefühlte 3-4 Klassen besser/größer/schneller/weiter. Ich werde mich in jedem Fall immer an die tolle Zeit mit den beiden Vorgängern erinnern…was haben wir gelacht/geschrien/geweint 😉

M

Daumen hoch.

Endlich jemand der SW-BF2 nicht nur vorgibt gespielt zu haben, sondern tatsächlich selber gespielt hat.

Ich persönlich habe SW-BF2 geliebt – Dürfte mein erster Shooter gewesen sein. Objektiv betrachtet war es aber ein mehr als nur durchschnittliches Spiel.
– Mieses Balancing
– Mieser Netzwerkcode
– Mittelmäßige Grafik
– Shoot’n’Kill fühlte sich im Vergleich zu CoD2 (2 – sic!) nicht halb so gut an

Ohne SW-Fanbrille, dürfte das einzig richtig gute an BF2 die schiere Masse an Maps gewesen sein. (Todesstern, Kashyyk, Mustafar, der Regenplanet aus Episode 2, Mos Eisley – Lauter hervorragende und stimmungsvolle Karten)

Fly

„…als sei sie in Star Wars und würde mit einem Phaser schießen.“
Gerd, mach das weg. Phaser gibt es in Star Trek, aber nicht in Star Wars! 😛
Zum eigentlichen Thema: Tut-tut! Der Hype-Train rollt los! 😀

Warlock

Als der Gleiter ansetzte mit dem Kabel um den AT-AT zu „umschnüren“, da bekam ich echt Gänsehaut vor Nostalgie 😀

Cresent

Oh man, SWTOR und BF III Trailer sind beide Klasse. Kann man sich garnicht entscheiden :O

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