Ob Gaming, Bild- und Videobearbeitung, Büroarbeit oder das Betrachten von Videos. Ein Monitor ist dafür unerlässlich. Allerdings stellt jeder Anwendungsbereich andere Anforderungen an das Gerät.
TN, MVA, PVA, IPS, TFT, LED und 4k bzw. Ultra HD sind sind nur einige der Begriffe, denen man bei der Wahl eines Monitors begegnet. Gerne werden sie auch als Ersatz für Fernseher genommen, bieten sie doch mittlerweile die selben Funktionen dank HDMI oder Display Port. Und besondere Varianten wie 3D Geräte oder Curved Monitor gibt es ebenfalls. Zum besseren Verständnis erklären wir hierzu relevante Fachbegriffe – so gehen wir beispielsweise auch auf den Unterschied zwischen Hertz und FPS ein. Zum Abschluss gibt es dann wie gewohnt die Kaufvorschläge.
Es ist nur zu verständlich, dass man irgendwann den Überblick darüber verliert, was denn nun das alles bedeutet. Aus diesem Grund will sich dieser Artikel mit genau diesem Thema beschäftigen.
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Das Panel: TN, VA und IPS

Im Panel befinden sich Flüssigkeitskristalle, welche sich durch Strom neu anordnen. Diese lassen je nach Anordnung nur bestimmte Farben durch. Dadurch entsteht das Bild, welches wir sehen. Zahlreiche mögliche Techniken stehen zur Auswahl, unter Anderem: TN (twisted nematic), MVA (multi domain vertical alignment), S-PVA (patterned vertical alignment) und S-IPS (in plane switching).
TN ist am meisten verbreitet, da es einerseits günstig in der Herstellung ist und andererseits die Reaktionszeit sehr gut ist. Ferner ist ihr Stromverbrauch gering. Der Nachteil ist aber, dass man nur von vorne auf das Gerät schauen sollte. Von der Seite bemerkt man Änderungen am Kontrast und an der Farbe.

Das Panel besteht aus zwei gekreuzt zueinander stehenden Polarisatoren, dazwischen befinden sich die Flüssigkeitskristalle. Das einfallende Licht der Hintergrundbeleuchtung wird nun linear polarisiert. Das bedeutet: Richtung und Schwingung des Lichts sind weitestgehend konstant. Es kann somit nicht mehr durch den zweiten Polarisator durchgelassen werden, denn dieser ist um 90° gedreht.
Ohne Spannung sind die Flüssigkeitskristalle schraubenförmig angeordnet und “drehen” somit das Licht. Dadurch passiert alles den zweiten Polaristor und die Stelle erscheint weiß. Unter Stromzufuhr richtigen sich die Kristalle vertikaler aus. Je höher diese ist, desto weniger Licht kann austreten, der Bereich wird damit immer dunkler. Stellt sich nur noch die Frage, wie die Farben angezeigt werden. Ein Pixel besteht aus 3 Subpixeln, die mittels Farbfilter die Grundfarben Rot, Grün und Blau verwenden. Durch Mischung dieser Farben entstehen weitere.
MVA-Panels bieten einen einen sehr guten Blickwinkel und bessere Kontrastwerte. Dafür ist ihre Reaktionszeit schlechter. Somit eigenen sich diese Variante zwar für die Bildbearbeitung, nicht aber für Spiele. Außerdem ist ihr Stromverbrauch deutlich höher, denn sie benötigen eine starke Hintergrundbeleuchtung.
Es bestehen einige technische Gemeinsamkeiten zu den TN-Panels. Es gibt weiterhin zwei Polarisatoren und sich unter Spannung drehende Flüssigkeitskristalle. Ihre Ausgangslage ist aber bereits vertikal. Das heißt ohne Spannung wird kein Licht durchgelassen und die Stelle erscheint schwarz. Der zweite Unterschied ist, dass die Pixel in 3 weitere Subpixel unterteilt werden. Damit werden die eingangs erwähnten Vorteile erreicht. Daneben gibt es noch S-MVA, welche durch acht statt drei zusätzlichen Subpixeln eine bessere Reaktionszeit erreichen.
S-PVA haben heute weitestgehend normale PVA-Panel verdrängt. Sie stellen eine konsequente Weiterentwicklung der (M)VA-Technik dar. Sie bieten dieselben Vorteile und ihre Reaktionszeit ist deutlich besser. Im Gegenzug ist der Stromverbrauch noch höher. Technisch gesehen bestehen kaum Unterschiede.

S-IPS ist den TN-Geräten in vielen Aspekten überlegen. Farben werden intensiver dargestellt und der Blickwinkel ist weiter. Ihre Reaktionszeit ist etwas geringer aber besser als bei VA-Paneln. Bei den Kontrasten ist es umgekehrt: besser als TN, schlechter als VA. Ihr Stromverbrauch ist höher als der aller anderen Geräte. Dasselbe gilt für den Preis. Im mittleren Preisbereich wird S-IPS den S-PVA-Panels unterlegen sein. Im höheren kann man sie aber durchaus in Erwägung ziehen. Je nachdem, welche Vorlieben man hegt und pflegt.
Dem Namen entsprechend sind die Flüssigkeitskristalle nicht schraubenförmig, sondern auf einer Ebene ausgerichtet. Die Polarisatoren sind nicht mehr gekreuzt. Unter Spannung liegen die Kristalle parallel und horizontal und absorbieren somit jegliches Licht. Je geringer die Stromzufuhr wird, desto mehr drehen sich die Kristalle um 90° und lassen somit immer mehr Licht durch.
Die Hintergrundbeleuchtung: LCD, TFT, LED und OLED
Bei der Wahl des Bildschirms wird man irgendwann mit diesen drei gängigen Abkürzungen konfrontiert: LCD (liquid crystal display), TFT (thin-film Transitor) und LED (light-emitting diode). Da LC für Flüssigkeitskristalle steht, wurde im vorhergehenden Text nur diese Methode behandelt. Beim TFT handelt es sich um eine spezielle Variante des LCD. Diese haben sich mittlerweile angepasst, sodass es keinen Unterschied zwischen ihnen gibt. Bei LED werden statt Leuchtstoffröhren Leuchtdioden genommen, welche kleiner und stromsparender sind. Da allerdings bei den moderneren LCD/TFT-Displays Leuchtdioden verbaut werden, gleichen sich diese immer mehr an.
Somit sind diese drei Bezeichnungen meist nur bei älteren Geräten relevant. Wichtiger ist die Position der Beleuchtung. Ist diese am Rand verbaut, leuchtet dieser Bereich besonders hell während es zur Mitte hin immer dunkler wird.

Anders ist hingegen OLED (organic light-emitting diode). Zwischen zwei Elektroden befindet sich eine lumineszierende Schicht. Unter Spannung bewegen sich dort Elektronen und Defektelektronen (positive Ladungsträger) zueinander und rekombinieren zu einem Exziton. Dadurch werden Photonen freigesetzt, Licht wird erzeugt. Damit man dieses sieht, muss eine der Elektroden transparent sein. Geräte mit OLED-Displays sind stromsparender, kontrastreicher, günstiger herzustellen und haben eine deutlich bessere Reaktionszeit. Ihr größter Nachteil ist aber ihre geringe Lebensdauer.
Der Anschluss: VGA, DVI, HDMI und Display-Port

VGA ist der analoge Anschluss und vermindert die Bildqualität. Die Grafikkarte gibt ein digitales Format aus, welches wegen VGA in ein analoges umgewandelt werden muss. Der Monitor wandelt das analoge dann wieder in die digitale Variante zum. Um sich dies zu ersparen, ist DVI sinnvoller, da es sich hierbei um eine digitale Schnittstelle handelt. Das heißt, dass nichts umgewandelt werden muss.
Auch HDMI kann man bei manchen Geräten finden. Es ist ebenfalls ein digitaler Anschluss, welcher zusätzlich Tonsignale überträgt. Sodass diese Geräte eigene Lautsprecher haben können. Dementsprechend findet man diesen Anschluss oft bei heutigen Fernsehern. Nachteil des Anschlusses ist, dass er sehr klein ist und damit eher verschleißt.
Eine weitere Möglichkeit stellt Display-Port dar. Es bietet die selben Funktionen wie HDMI und zusätzlich lassen sich USB-Signale übertragen. Die Geschwindigkeit ist höher, die Herstellung günstiger und es bedarf weniger Elektronik. Damit sind noch flachere Displays nötig. Der Mini-Display-Port von Apple ermöglicht größere Bildschirme für Notebooks.
Bei den ganzen Anschlüssen ist darauf zu achten, dass die Grafikkarte einen derartigen besitzt. Und auf VGA sollte man mittlerweile verzichten können.
3D und Curved-Monitor

Die 3D-Technologie existiert bereits seit einigen Jahren und war sehr ernüchternd. Anfänglich benötigte man bestimmte Brillen. So werden auf dem rechten und linken Auge unterschiedliche Bilder dargestellt, woraus das Gehirn einen dreidimensionalen Effekt berechnet. Mittlerweile gibt es Varianten ohne Brillen, diese benötigen aber eine exakte Blickrichtung, ähnlich den 3DS-Geräten von Nintendo.
Derzeit überwiegen die Nachteile. Eine Brille nimmt einiges an Licht, die Grafikkarte muss alles doppelt berechnen und die Geräte sind sehr blickwinkelabhängig. Probleme hat man dann vielleicht noch bei Spielen, insbesondere Shooter. Man sieht zwei Fadenkreuze, mittels Software lässt sich daraus zwar ein 3D-Fadenkreuz erzeugen, kann aber ggf. vom Spiel als Cheat gewertet werden, sodass man gesperrt wird. Außerdem ist die Qualität selbst bei vielen Geräten nicht besonders gut. Aus diesem Grund ist die 3D-Technik derzeit nur eine Spielerei.

Entsprechend kritisch war man als gekrümmte Monitore erschienen. Sie sollen hauptsächlich der Entlastung des Auges und der Verbesserung der Plastizität dienen. Weitere Vor- und Nachteile findet ihr in diesem Artikel: Curved-Technologie: Lohnen sich gebogene PC-Monitore?
Auf Seite 2 gehen wir unter anderem auf die Reaktionszeit, den Input-Lag, Auflösung oder auch die Bildwiederholfrequenz ein.
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