Der erste Trailer zu Anthem sah atemberaubend aus. Aber vielleicht eine Spur zu gut. Kann das wirklich alles so stimmen?
Auf der E3 hat BioWare mal wieder eine Katze aus dem Sack gelassen und endlich das Mysterium um „Projekt Dylan“ gelüftet. Das heißt nun Anthem, handelt von einer verwilderten Welt, in der nur noch die „Freelancer“ den Schutz der Mauer verlassen und sich in die Wildnis wagen.
Doch der Gameplay-Trailer macht mich skeptisch. Auch wenn das ganze in „Echtzeit im Spiel“ aufgenommen ist, glaube ich dem Trailer schlicht nicht. Keine „Pre-Alpha Footage“ sieht so dermaßen bombastisch aus.
Sicher – das Verhalten der „Spieler“ ist zu Gunsten des Trailers komplett gestellt, aber das ist nur logisch und vollkommen in Ordnung, also lassen wir diesen Aspekt mal außen vor.
Die Welt ist zu detailliert. Meine letzten großen „Open World“-Erfahrungen hatte ich mit Witcher 3. Klar, das ist inzwischen auch schon gealtert, aber wenn ich den Detailreichtum von Anthem sehe, mit seinem dichten Dschungel, hunderten (wenn nicht tausenden) kleineren und größeren Kreaturen, die durch die Welt stapfen, kriechen und in Herden umherziehen, dann werde ich skeptisch.
Hinzu kommt die suggerierte „Zerstörbarkeit“ der Welt. Eine der riesigen Maschinen stürzt um und nimmt gleich mehrere Bäume mit sich, die an unterschiedlichen Stellen abbrechen und später tatsächlich in der Landschaft liegen (also auch Blockaden darstellen oder Sichtschutz bieten) – das klingt für mich wenig überzeugend.
So einen Technik-Sprung halte ich für unrealistisch
Es besteht die Möglichkeit, dass all die Vorfälle gescripted und nur Teil speziell dieser Mission sind. Anthem ist ambitioniert und will in vielen Bereiche neue Maßstäbe setzen, was generell eine gute Einstellung ist. Aber dass das Spiel die Messlatte so hoch legen kann, wie es im ersten Trailer vorgibt, halte ich für vollkommen unrealistisch.
Zuletzt die „riesige Welt, die man frei durchfliegen kann“ – klar, ein cooles Feature, das mit dem gezeigten Material auch noch bombastisch aussieht. Die Realität werden später dennoch Schnellreisepunkte sein. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass – wie in vielen anderen Spielen – einzelne Bereiche instanziiert sind und die „Open World“ gar nicht so weitläufig ist, wie es nun den Anschein macht. Aber das ist nur eine Vermutung.
Gefahr der Enttäuschung, ist nach dem Trailer groß – Aber BioWare hat eine Chance
Bei mir kommen schlechte Erinnerungen an den ersten Gameplay-Trailer von „The Division“ oder auch „Watchdogs“ auf. Klar, beides sind gute Spiele geworden – aber wenn man die ersten „Ingame-Gameplay-Trailer“ mit dem fertigen Werk vergleicht, dann ist die Qualität und der Detailreichtum in den Keller gerauscht.
Vielleicht ist Anthem aber die große Ausnahme und wird all meine Skepsis und Bedenken zerschlagen – doch das muss BioWare erst einmal beweisen.
Ich bin definitiv gespannt, was aus Anthem wird und überzeugt, dass ich es zocken werde – aber dem Trailer glaube ich schlicht und ergreifend die meisten Aspekte nicht. Für mich ist das Ganze zu schön, um wahr zu sein. Aber ich gebe BioWare gerne die Gelegenheit, mich zu überzeugen.
Doch wie seht Ihr das Ganze? Glaubt Ihr, die fertige Version von Anthem wird auch so schön sein? Oder ist der Trailer mehr Augenwischerei als tatsächliches Produkt?
P.S.: Findet es noch jemand merkwürdig, dass es legendäre Beute für eine Mission gibt, bei der beide Spieler jeweils genau einen Skill benutzen müssen?
Ob Anthem exklusiv für die Xbox One X bleibt, verraten wir in diesem Beitrag.
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