Bei The Elder Scrolls Online stehen weitreichende Veränderungen an. Im Brief vom Entwicklungs-Chef Matt Firor geht es um den Umzug des europäischen Mega-Servers, gravierende Änderungen im Veteranen-System und das nächste Update.
Matt Firor wendet sich einmal im Monat an die Fans, um den Spielern einen Ausblick auf anstehende Änderungen zu geben. Schon seit längerem war bekannt, dass man am Veteranen-System einiges ändern würde. Wie umfassend diese Änderungen sein werden, wird allerdings erst jetzt klar. Man könnte von einer Wiedergeburt des Spiels, von The Elder Scrolls Online Reborn sprechen. Das MMO krempelt sich um.
Veteranen-Punkte werden bald abgeschafft
Laut Firor plane man die umfassende Änderung des Spielerlebnis nach Erreichen der Stufe 50 in drei Phasen.
- Im Moment befinde man sich in Phase 1. Der Schwierigkeitsgrad der Zonen wird soweit abgeschwächt, dass die Spieler auch solo vorankommen können.
- In Phase 2 wird man die Veteranenpunkte abschaffen und durch normale Erfahrungspunkte ersetzen, um weiter voranzuschreiten. Außerdem will man den Erfahrungsgewinn durch das PvP enorm erhöhten.
- In der Phase 3 soll dann ein komplett neues System eingeführt werden, das dem Spieler Möglichkeiten gibt, seinen Helden zu entwickeln und anzupassen. Genaueres dazu möchte man auf der Quakecon bekannt geben.
Mega-Server-Umzug Ende Juli/Anfang August
Für europäische Spieler hat Firor endlich einen genaueren Termin für den Umzug des europäischen Mega-Servers in ein Rechenzentrum in Frankfurt. Der Umzug steht in der letzten Juli- oder der ersten Augustwoche an.
Das dritte Update wird ein Gilden-Update
Das nächste Content-Update für The Elder Scrolls Online, nach Kargstein und dem Krypta-der-Herzen-Patch, wird ganz im Zeichen der Gilden stehen. Es sollte schon bald auf dem Testserver auftauchen. Zum einen wird es die Arbeit eines Gildenleiters vereinfachen und es ihm leichter machen, eine klare Struktur in der Gilde zu schaffen mit Rängen und Rechten. Zum anderen kommt mit dem Gilden-Kasino eine neue Art des Handels-Systems nach The Elder Scrolls Online.
Hier können Gilden ihre Waren auch Nicht-Gildenmitgliedern feilbieten. Offenbar wird es mehrere NPCs geben, die dann auch von verschiedenen Gilden angeheuert werden können. Die Auktion der Auktionatoren, welche Gilde also einen Händler kaufen wird, findet über blinde Gebote statt.
Mit dem dritten Update kommen zudem die aus zahlreichen anderen MMOs bekannten Gildenwappen in Form der Heraldik nach The Elder Scrolls Online..
Item-System wird überarbeitet
Langfristig will sich Zenimax auch das Item-System vorknüpfen. Das wird von einigen Spielern als zu langweilig angesehen. Spieler sollen künftig häufig bessere Items finden als das, was sie gerade tragen. Außerdem sollen sich die Rüstungen auch im Aussehen stärker voneinander unterscheiden. Rüstungs-Farben kommen zudem mit dem dritten Update nach Tamriel.
Für die Zukunft kündigt man ein System an, das es dem Spieler erleichtern soll, schneller an Set-Items zu gelangen. Auch die Quest-Belohnungen sollen logischer ausfallen, also auf die Klasse und Skills des Helden zugeschnitten werden.
Änderungen am Kampf und in der Balance
Überraschend, weil es vorher noch nie so recht erwähnt wurde, ist die Aussage Firors, man möchte auch am Kampf-System von The Elder Scrolls Online arbeiten. Offenbar sind einige Animationen und Abläufe hier ins Visier der Entwickler geraten. Man will den Spielern ein flüssigeres und spaßigeres Erlebnis bieten. Dazu wird es in den Kämpfen wichtiger, auf Aktionen des Gegners zu reagieren.
Bei den Balance-Änderungen ist herauszuhören, dass der Werwolf, der Templer und der Nachtschatten weiter gestärkt werden sollen. Beim Drachenritter will man nach den Nerfs sichergehen, dass er Spaß macht und konkurrenzfähig ist.
Firor deutet in seinem Brief an die Fans mehrmals an, dass große Ankündigungen auf der Quakecon in Dallas erfolgen werden.

Mein MMO meint: Das ist schon eine Überraschung, die auch uns ein bisschen unvorbereitet trifft und wir verfolgen das Spiel nun schon länger und ziemlich genau. Die Details zum dritten Update waren klar. Auch dass man sich an einer Verbesserung der Items und des Endgames, dem Veteranen-System, versuchen möchte, war bekannt. Wie weitgehend das sein würde, hingegen nicht. Hier stellt Zenimax drei Monate nach dem Release fast alles in Frage, mit dem man mal gestartet war. Mit Änderungen am Kampf-System macht man eine weitere Groß-Baustelle auf.
Dass ein MMO im laufenden Betrieb und bereits nach so kurzer Dauer derart tiefgreifende Änderungen einführt, dürfte zumindest bei AAA-Titeln relativ selten sein. Meist erfolgen solche Umwälzungen erst mit Erweiterungen, ein oder zwei Jahre nach Release. Dass sie jetzt schon im Gespräch sind und anstehen, zeigt zum einen, dass Zenimax auf die Spieler hört, zum anderen aber auch, dass viele Konzepte nicht so funktioniert haben, wie man das gedacht hat.
Es scheint das unbedingte Ziel von Zenimax zu sein, The Elder Scrolls Online für das Release auf der Xbox One und Playstation 4 in Top-Form zu bringen. PC-Spieler können davon nur profitieren. Alle Änderungen haben, soweit wir das beurteilen können, Hand und Fuß, Sinn und Verstand.
Es wäre allerdings zu wünschen, dass die nächsten Änderungen erfolgen könnten, ohne dass größere Bugs oder Lags das Spiel für Wochen plagen. Die letzten zwei Änderungen bei The Elder Scrolls Online brachten leider beide technische Schwierigkeiten für die Spieler mit sich.
Den kompletten Brief von Matt Firor könnt ihr auf der offiziellen Seite zu TESO nachlesen: elderscrollsonline.com
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