WildStar: Verbannte vs. Dominion – Wirklich ein Kampf zwischen Gut und Böse?

Das MMORPG „WildStar“ steht in den Startlöchern, denn am 31.05 beginnt der frühzeitige Zugang für alle Vorbesteller. Wer bisher noch nichts über die verschiedenen Völker weiß und wie ihre Hintergrundgeschichte miteinander verwoben ist, dem bieten wir hier die Zusammenfassung an, sodass ihr über jede Rasse Bescheid wisst.

Ich werde die Völker in der Reihenfolge vorstellen, in der sie geschichtlich auftreten – zum Glück passt das auch wunderbar nach ihrer Zugehörigkeit, denn die Dominion-Völker treten zuerst auf den Plan um danach den Verbannten das Feld zu überlassen. Ich gehe hier primär auf den Zusammenhang der Geschichte ein und nicht auf die Eigenarten der einzelnen Völker im Detail – wenn ihr dazu noch etwas lesen wollen würdet, dann müsstet ihr betteln!

Das Dominion

Mechari

Mechari Dominion

Das mysteriöse Volk der Eldan schuf diese Spezies auf dem Planeten Nexus, um die verschiedenen anderen Welten der Galaxie zu beobachten und letztlich ihren Erschaffern von den Entdeckungen zu berichten.

Die Mechari ähneln Robotern, verfügen aber über ein Bewusstsein und eigene Persönlichkeit, die in ihren „Kopfkristallen“ gespeichert ist. Obwohl die Mechari von den Eldan erschaffen wurden und ihnen dienten, so haben sie nie das ganze Ausmaß der Pläne ihrer Schöpfer begriffen.

Mechari benötigen keine konventionelle Nahrung, essen sie aber trotzdem, um den anderen Spezies ein vermeintliches Gefühl von Normalität zu geben.

Cassianer

Cassianer DominionEs ist gut 2000 Jahre her, seit die Cassianer (=Menschen) vom Planeten Cassius einen großen technologischen Fortschritt durchlebten und damit die Aufmerksamkeit der Mechari, bzw. der Eldan auf sich zogen.

Auf Befehl ihrer Meister landete die Flotte der Mechari auf Cassius und forderte von den Anführern der Menschen die legendäre Walküre „Tresayne Toria“, eine ausgezeichnete Kriegerin. Sollten sich die Menschen widersetzen, so wären die Folgen schrecklich, wenn sie sich jedoch fügen, dann würden sie ein Geschenk von unschätzbarem Wert erhalten. Die Cassianer willigten ein und Tresayne wurde nach Nexus gebracht. Nach einiger Zeit erhielten die Menschen ihr Geschenk: Den Mensch-Eldan-Hybriden Dominus, der laut eigener Aussage der Sohn von Tresayne sei.

Doch das war nicht alles: Dominus brachte überlegene Eldan-Technologie mit sich und versprach, wenn man ihm die Treue schwöre, würden sie zusammen das größte Imperium der Galaxis aufbauen. Die Cassianer willigten einstimmig ein und Dominus wurde Imperator des neu gegründeten Dominion und auch die Mechari folgten weiter dem Befehl ihrer Herren und unterstützen das Dominion von dort an beim Ausbau des Imperiums als Soldaten und Ratgeber.

Cassianer können „hochgeboren“ oder „von niedriger Geburt“ sein – abhängig von ihren Vorfahren.

Draken

Draken DominionGut 340 Jahre nach der Gründung des Imperiums erkannten die Mechari, dass das Dominion neue Soldaten benötigt, um weiter expandieren zu können und schlugen vor, die Draken vom Planeten Mikros zu rekrutieren.

Diese in Clans lebende, drachenähnliche Spezies glaubt an Stärke und Gewalt, wenn man sich ihren Respekt verdienen will. Deshalb landete Imperator Azrion (der direkte Nachkomme von Dominus) mit seiner Armee auf Mikros, wo sich auch der größte Clan der Draken versammelte. Azrion forderte den Clanhäuptling Zhur zum Zweikampf heraus, der Gewinner würde die absolute Herrschaft über Mikros erhalten. Trotz seiner ungezähmten Stärke und Wildheit war Zhur dem Eldan-Mensch-Hybriden Azrion unterlegen und starb nach einem langen Kampf, was die Draken dazu bewegte dem Dominion die Treue zu schwören.

Seit diesem Tag ist Mikros Teil des Dominion und die Draken sind respektierte Krieger innerhalb ihrer Reihen – selbst wenn ihre Blutrituale und teilweise barbarischen Lebensweisen so manches Mal auf Verwunderung stoßen.

Draken verehren die Jagd und lieben es, neue Trophäen sammeln zu können.

Chua

Ungefähr im Jahre 450 AE (After Empire: „nach der Gründung des Imperiums“) bemerkten die Mechari den Waldplaneten Bezgelor und die dort beheimateten primitiven, aber intelligenten Chua. Sie waren wissbegierig und sehr schnell in der Lage technologische Zusammenhänge zu begreifen, darüber hinaus hatten sie einen ausgeprägten Konkurrenzsinn.

Chua DominionDie Mechari eröffneten das Gespräch mit den Chua und ließen, in der Hoffnung die Industrialisierung auf Bezgelor zu beschleunigen, ein paar simple Dominion-Technologien zu den Chua bringen. Das pelzige Volk bedankte sich prompt mit einem Gegengeschenk: einem bezgelorianischen Teerkäfer. Gemäß seiner Entwicklung explodierte der Käfer sofort in den Händen seiner neuen Besitzer und bedeckte alle Anwesenden mit ätzendem Schleim – das Gelächter der Chua soll man bis nach Cassius gehört haben.

Dennoch führten diese „Verhandlungen“ zum gewünschten Erfolg. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde der ehemalige Waldplanet von Fabriken überwuchert und die Chua hatten die Ressourcen des Planeten ausgeschöpft und konnten somit ihrem Industriedrang nicht weiter nachgehen, was sie im Jahr 538 AE dazu bewegte, sich doch dem Dominion anzuschließen. Seitdem produzieren sie einen Großteil der Waffen für das Imperium und suchen nach immer neuen Methoden, ihre Feinde zu zerstückeln, zersprengen, zersetzen oder auf sonstige Weise Leid zuzufügen.

Chua sprechen oft in abgehackten Sätzen, um nur die notwendigen Informationen auszugeben.

Das Verschwinden der Eldan

Ziemlich exakt im Jahr 600 AE erhielten die Mechari keine weiteren Anweisungen mehr von ihren Schöpfern, den Eldan. Trotz der Verwunderung darüber, führen die Mechari seitdem den letzten Befehl weiter aus: Das Dominion unterstützen und deren Herrschaft in der Galaxis sichern.

WildStar: Eldan

Was genau aus den Eldan geworden ist, das ist unbekannt und zählt als eines der größten und dunkelsten Geheimnisse der Galaxis, doch aus den einst legendären Eldan wurden mit der Zeit nur noch Geschichten und Legenden.


Die Verbannten

Granok

Die Steinwesen „Granok“ lebten seit Jahrtausenden auf dem Planeten Gnox und lebten einfache, unkomplizierte Leben. Sie pflanzten Korn an, bauten Rüstungen und simple Waffen, tranken eine Menge Bier und verprügelten sich bei einer zünftigen Kneipenschlägerei, nach welcher sie sich meistens wieder vertrugen – und noch mehr Bier tranken.

Verbannte GranokDarüber hinaus folgten sie einer einfachen Lehre, dem „Weg des Steins“: Egal wie sehr sich die Welt um sie herum auch verändern würde, die Granok blieben gleich und unveränderlich, wie der lebende Stein, aus dem sie selbst bestehen. 1219 AE landeten die Mechari-Abgesandten des Dominion auf Gnox und boten den Granok Technologie im Austausch für ihre Treue dem Imperator gegenüber an. Die Granok lehnten ab und nach weiterer Diskussion verwandelten sie den Abgesandten in einen Haufen rauchenden Schrott, was den Imperator dazu bewegte, die Granok als gefährlich anzusehen und dem Planeten Gnox den Krieg zu erklären.

Trotz der unterlegenen Technologie hielten die robusten Granok Monate lange stand, bis der technologische Vorteil der Dominion langsam aber stetig das Kriegsglück verlagerte.
Ein junger Kriegshäuptling der Granok namens Durek wollte die Niederlage nicht akzeptieren und entschied sich gegen den „Weg des Steins“ zu handeln: Mit einigen Truppen stürmte er die Militärlager des Feindes und stahl eine große Menge der Waffen und Technologie.

Ohne die technologische Überlegenheit waren die Verluste des Dominion zu groß, sodass sie sich vom Planeten Gnox zurückzogen.

Durek, der als Kriegsheld überlebte, wurde jedoch von den anderen Häuptlingen der Granok verbannt, da er den „Weg des Steins“ gebrochen hatte, und trägt seither den Namen „Durek Steinbrecher“. Er wurde zusammen mit seinen Kameraden gezwungen den Planeten zu verlassen, was aufgrund der gestohlenen Technologie auch möglich war. Seither leben diese verbannten Granok als Söldner der Galaxis, doch ihr Hass auf das Dominion ist immer noch vorhanden.

Obwohl Granok zu größtem Teil aus Stein bestehen, haben sie doch funktionierende Organe (primär um betrunken zu werden).

Verbannte Menschen

Während das Imperium der Dominion immer weiter wuchs, wurde es auch notwendig, immer härtere Gesetze zu erlassen, um die Mengen an Bewohnern weiterhin kontrollieren zu können. Einige der Gesetze missfielen den Menschen und so begannen um 1375 AE die ersten Proteste gegen den Imperator laut zu werden, bis es zu Angriffen auf Autoritätspersonen kam, die prompt vom cassianischen Militär zerschlagen wurden – Menschen wurden also von Menschen getötet.

Verbannte MenschenDer Eingriff des Militärs bewegte den hochdekorierten General „Serrick Brightland“ dazu, sich gegen die Herrscher zu stellen und sein Flagschiff „Stern des Dominus“ wurde dazu benutzt um den rebellierenden Cassianern eine Unterkunft zu bieten. Zusammen mit seinen treu ergebenen Offizieren und Soldaten gelangen Serrick und der Rebellion einige große Siege gegen das Imperium; jedoch konnte das Dominion von den Ressourcen mehrerer Planeten zehren, wohingegen die Rebellen keinen Ort zur Aufrüstung hatten. Gerade noch rechtzeitig erkannte die Rebellion, dass Flucht die einzige Möglichkeit war, um der Vernichtung noch zu entkommen und so flohen die Rebellenschiffe in den Weltraum.

Die Zeit genügte jedoch nicht und Serrick stürzte sich selbst in die nahenden Dominionschiffe, um seinen Gefolgsleuten mehr Zeit zu verschaffen. Die Schiffe des Imperiums waren von diesem Selbstmordangriff so überrascht, dass alle Rebellenschiffe fliehen konnten und entgegen aller Wahrscheinlichkeit konnte selbst die „Stern des Dominus“ später wieder zu den Rebellen aufschließen. Serrick war jedoch so schwer verwundet, dass er seitdem in Kryoschlaf liegt – in der Hoffnung, ihn irgendwann wieder aufwecken zu können. Die „Stern des Dominus“ wurde in „The Gambler’s Ruin“ umbenannt und dient seitdem als eines der Arkships der Verbannten.

Die verbannten Menschen haben ihre cassianische Arroganz verloren und beurteilen Personen nach ihrer Leistungsfähigkeit und nicht ihrer Geburt.

Mordesh

Als das Dominion auf die Mordesh des Planeten Grismara traf, waren diese bereits sehr weit entwickelt. Eine absolute Hochkultur, die ganze Spezies war gesegnet mit Eleganz, Anmut, Langlebigkeit und ihre Kenntnisse in der Alchemie stellten selbst das Wissen des ganzen Dominion in den Schatten – darüber hinaus sprechen sie in Alliterationen, was sie besonders cool macht.

Mordesh VerbannteDie Zukunft dieser Spezies würde glorreich sein, jetzt wo sie dem Imperium beitraten – so dachte man. 1578 AE entwickelte der Alchemist „Victor Lazarin“ das Immerleben-Elixir, eine Mixtur, die allen Konsumenten die Bürde der Sterblichkeit nehmen würde. Die Mordesh vertrauten auf die Genialität Lazarins und so wurde das Elixir auf ganz Grismara verteilt. Schnell wandelte sich die Begeisterung jedoch in Bestürzung, denn obwohl die Mixtur den Alterungsprozess stoppte, so setzte es auch einen verfaulenden Zerfall aller Konsumenten in Gang, gepaart mit einer hirnlosen, kannibalischen Wut.

Das Dominion reagierte prompt und setzte Grismara unter eine erbarmungslose Quarantäne. Innerhalb weniger Wochen wurde die elfengleiche Rasse auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe dezimiert, die Verluste lagen bei über 99%. Während dieser Zeit entwickelte Lazarin das „Vitalus-Serum“ und verabreichte es jenen Mordesh, die noch zurechnungsfähig waren. Das Serum heilt zwar nicht den nekrotischen Verfall, aber es unterdrückt die psychischen Erscheinungen, wie den unstillbaren Hunger auf Fleisch.

In ihrer Verzweiflung wandten die verbliebenen Mordesh sich an die Verbannten, welche sie langsam von Grismara schmuggelten. Seitdem sind die Mordesh auf der Suche nach einer Heilung und kümmern sich um die stetige Produktion des teuren Vitalus-Serums – denn wenn sie 10 Minuten lang keines bekommen, verwandeln sich die Mordesh unwiderruflich in fleischfressende Zombies.

Alle Mordesh sind unfruchtbar und haben einen Körperbau, als wären sie 25 Jahre alt.

Aurin

Aurin VerbannteJahrtausende lang lebten die Aurin in Frieden und Harmonie mit der Natur auf dem Planeten Arboria, bis die cassianische Rebellenflotte eintraf. Die lebensfrohen Aurin mochten die Menschen und schnell entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Völkern.

Um das Dominion nicht nach Arboria zu locken, verließen die Verbannten den Planeten jedoch schnell wieder. Aller Vorsichtmaßnahmen zum trotz war es dem Imperium dennoch gelungen, Arboria aufzuspüren und erklärte den Planeten und all seinen Bewohner zu Feinden, da sie den Rebellen geholfen hatten, was 1656 AE zum Angriff auf den Waldplaneten führte.

Die Aurin kämpften wacker, doch hatten sie den mechanischen Schnittern nichts entgegenzusetzen, sodass die aktuelle Königin, Myala Everstar, einen Hilferuf an die Verbannten aussand, die sogleich einen Plan entwickelten: Sie würden die Aurin evakuieren, während sie mit Granok-Söldnern das Dominion zurückschlugen – die steinigen Kerle hatten ohnehin noch eine Rechnung offen.

Der Plan war ein Erfolg, jedoch gelang es bei weitem nicht, alle Aurin zu retten, so dass Myala im Jahr 1658 schwor irgendwann zurückzukehren und die übrigen Aurin zu retten. Das Schicksal Arborias ist seitdem ungewiss.

Aurin leben oft in Polygamie, aber auch Monogamie ist vorhanden – jeder wie er will.

Die Entdeckung von Nexus

WildStar Nexus

Direkt im Anschluss des Arboria-Krieges wurde der Planet Nexus entdeckt und die Verbannten haben es sich zum Ziel gesetzt, diesen Planeten zu bevölkern und als neue Heimat einzurichten, wohingegen das Dominion diesen Planeten für sich beanspruchen will, da er der Ursprungsplanet der Eldan sein soll – jenen Wesen, die sie zum Herrscher der Galaxis ausgerufen haben.


Auf welcher Seite werdet ihr stehen und vor allem mit welchem Volk?

Inzwischen sind knapp 7 Jahre seit der Entdeckung von Nexus vergangen und die Besiedelung des Planeten geht immer noch schleppend voran. Sowohl das Dominion als auch die Verbannten haben ein vielschichtiges Profil, welches sie nur sehr schwer in Kategorien wie „gut“ und „böse“ einordnen lässt, denn ihr „Anspruch“ auf diese Welt ist nicht stärker als jener ihrer Kontrahenten – vor allem, da der Planet selbst auch Bewohner hat, die es zu vertreiben gilt.

Damit bleibt nur eine Frage abschließend im großen, weiten Weltraum stehen: Auf welcher Seite werdet ihr stehen? Mit welchem Volk werdet ihr das tun? Und vor allem: Warum genau diese Spezies? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Wusstet ihr, dass es in WildStar keine Völker-Boni gibt, wie es in vielen anderen MMORPGs der Fall ist? Die Hintergründe erfahrt ihr hier: Rassenboni ade! – MMO-Rassismus am Ende.

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