Warum war Lost Ark so viel erfolgreicher als Throne and Liberty? MMORPG-Experte analysiert den Launch

Warum war Lost Ark so viel erfolgreicher als Throne and Liberty? MMORPG-Experte analysiert den Launch

Eigentlich hat Throne and Liberty einen starken Launch auf Steam sowie den Konsolen hingelegt. Im Vergleich zu den vorherigen MMORPG-Launches von Amazon Games sieht es jedoch nicht mehr so rosig aus. Wie erklären sich die krassen Unterschiede bei der Spielerzahl? Unser MMORPG-Experte Karsten Scholz analysiert die Starts von Lost Ark und Throne and Liberty (aber auch New World).

Wie ist Throne and Liberty auf Steam und den Konsolen gestartet? Dank offizieller Zahlen ist bekannt, dass Amazon Games sowie NCSoft beim westlichen Launch von Throne and Liberty mehr als drei Millionen registrierte Spieler in Solisium begrüßen durften.

Ebenfalls klar, dank Webseiten wie steamdb.info: Das Allzeithoch (vom ersten Launch-Wochenende) liegt bei 336.300 gleichzeitig aktiven Steam-Nutzern. Auch in den Folgetagen konnte das neue MMORPG regelmäßig mehr als 250.000 Spieler für sich verbuchen. Auf Steam. Dazu kommen noch die T&L-Fans, die auf PlayStation 5 oder Xbox Series zocken.

Wie haben sich die vorherigen MMORPGs von Amazon Games geschlagen? Der Vergleich zwischen Throne and Liberty und Lost Ark drängt sich förmlich auf. Beide MMORPGs setzen auf ein Free2Play-Modell, kommen von asiatischen Entwicklern, nutzen Amazon Games als westlichen Publisher und waren vor dem West-Release bereits einige Zeit in anderen Ländern live.

Der Launch-Trailer von Throne and Liberty:

Lost Ark konnte im Februar 2022 jedoch einen deutlich größeren Hype erzeugen und zum Launch 1.325.305 Steam-Nutzer gleichzeitig auf die Server locken. Das reicht auch heute noch für Platz 5 in der All-Time-Liste von Steam. Dazu kommen in diesem Fall keine Konsolen-Spieler, da Lost Ark nur via Steam erschienen ist.

Nach zwei Wochen soll das MMORPG von Smilegate auf mehr als 10 Millionen westliche Spieler gekommen sein, weltweit waren es 20 Millionen. Davon ist Throne and Liberty noch ein gutes Stück entfernt (wobei es aktuell unklar ist, wie viele Spieler die koreanische Version von T&L bisher gespielt haben).

Wer schreibt hier? Karsten Scholz ist der MMORPG-Experte von MeinMMO. Er befasst sich seit 15 Jahren fast täglich mit dem besten Genre der Welt und war natürlich auch bei den Launches von Lost Ark, New World und Throne and Liberty am Start.

Die Gründe für den unterschiedlichen Erfolg

So viele Gemeinsamkeiten Throne and Liberty und Lost Ark auch besitzen, so unterschiedlich sind die Ausgangslagen der jeweiligen Starts. Hier die Rahmenbedingungen von Lost Ark:

  • Für Lost Ark gab es bereits 2014, also acht Jahre vor dem West-Lauch, einen fast 20 Minuten langen Gameplay-Trailer, der visuell alles in den Schatten gestellt hat, was bis dato in isometrischer Perspektive erschienen war – inklusive der Diablo-Trilogie.
  • Der damals entfachte Anfangs-Hype wurde über die Jahre mit immer neuen, umfassenden und spektakulär inszenierten Gameplay-Trailern am Lodern gehalten.
  • Als Lost Ark im Jahr 2019 in Südkorea und Russland erschien, waren diverse gehypte englisch- und deutschsprachige Streamer am Start, die das MMORPG bereits früh und sehr ausgiebig auf ihren Kanälen bespielten.
  • Amazon Games nutzte natürlich die Synergie mit Twitch, um den Hype für Lost Ark immer stärker anzufeuern.
  • Die Begeisterung der Streamer übertrug sich auf viele ihrer Zuschauer. Am Launch-Tag im Westen kam Lost Ark auf Twitch auf 1,2 Millionen gleichzeitige Zuschauer. Bis zum 25. März gab es mehr als 290.000 Streams und mehr als 158 Millionen geschaute Stunden auf Twitch.

Lost Ark profitierte aus meiner Sicht dabei von gleich drei Faktoren:

  • Durch die isometrische Perspektive und die Kampferfahrung erinnerte das MMORPG stark an Hack&Slay-Titel wie Diablo. Fans solcher Action-RPGs warteten indes bereits seit etwa zehn Jahren auf ein Spiel, das Diablo 3 ablösen und die Wartezeit auf Diablo 4 verkürzen kann.
  • Gleichzeitig sprach Lost Ark durch sein Genre viele MMORPG-Fans an, die ebenfalls auf eine lange Dürre-Zeit zurückblickten (es gab zwar ein Jahr zuvor New World, doch enttäuschte das erste Online-Rollenspiel von Amazon Games viele Spieler).
  • Als Lost Ark im Februar 2022 erschien, steckte die Welt noch mit einem Bein in der Corona-Pandemie – die internationale Gesundheitsnotlage wurde im Mai 2023 von der WHO aufgehoben. Vor allem Online-Games profitierten in den COVID-Jahren von hohen oder steigenden Spielerzahlen.

Dieser Trailer zeigt, was euch in Lost Ark erwartet:

Was war die Ausgangslage für Throne and Liberty? Das neue MMORPG von NCSoft befand sich ebenfalls viele Jahre in der Entwicklung, machte jedoch nicht mit tollen Gameplay-Trailern auf sich aufmerksam, sondern mit Berichten über die problematische Entwicklung.

Kaum besser sah es aus, als Throne and Liberty in Südkorea den ersten Launch absolvierte. Statt Hype auf Twitch gab es Kritik der Spieler (etwa zum grundlegenden Kampfsystem und Auto-Systemen, die man eigentlich nur von Mobile-Spielen kennt) und enttäuschende Spielerzahlen. Das Ergebnis: ein Führungswechsel beim verantwortlichen Team.

Doch trotz umfassender Patches, mit denen die Entwickler auf das Feedback der koreanischen Community eingingen, hagelte es auch bei der offenen Beta im Juli Kritik von den westlichen Testern – die anschließende Liste von Hausaufgaben für die Devs war lang.

Bereits durch diese Gemengelage konnte die Vorfreude auf Throne and Liberty nie mit dem Hype rund um Lost Ark mithalten. Dazu kamen aber noch weitere Faktoren:

  • Auf die Corona-Pandemie folgte für die Spieleindustrie eine Katerstimmung, viele Releases ab 2023 konnten deutlich weniger Spieler oder Käufer für sich verbuchen als erhofft.
  • Während Lost Ark den Fans von zwei Genres potenziell gefallen konnte, nimmt Throne and Liberty mit seinem Fokus auf Großgruppen-Inhalte, Gilden und PvP eine vergleichsweise kleine Hardcore-Zielgruppe ins Visier.
  • Dazu kamen Bedenken bezüglich der Monetarisierung in Kombination mit dem starken Fokus aufs PvP und kompetitive Gildeninhalte, was es in Lost Ark in der Form nicht gab (auch wenn man sicherlich auch dort die Monetarisierung kritisieren kann).
  • Durch später hinzugefügte Inhalte wie die kooperativen Dungeons oder den Solo-Turm hat sich der Fokus von Throne and Liberty mittlerweile zwar etwas geöffnet, doch ist das Spiel weiterhin kein MMORPG, das jedem gefallen möchte und eine möglichst große Spielerschaft ins Auge fasst.
  • Throne and Liberty erscheint in einem Jahr, in dem die größten MMORPGs auf dem Markt jeweils eine umfassende Erweiterung erhalten haben.

Aber: Throne and Liberty ist nicht nur eine Erweiterung für ein bestehendes MMORPG, sondern eine frische Spielerfahrung. Und anders als die vorher von Amazon Games veröffentlichten MMORPGs gibt’s Throne and Liberty nicht nur auf Steam, sondern auch auf den Konsolen.

Der Start von New World

Was ist mit New World? Das bisher einzige von Amazon Games entwickelte MMORPG profitierte beim Launch im September 2021 enorm davon, dass es seit 2014 (Wildstar und The Elder Scrolls Online) kein Online-Rollenspiel mehr gab, das von einem großen, westlichen Studio entwickelt wurde.

Es gab auch noch kein Lost Ark. Dafür steckten wir 2021 noch tiefer in der Corona-Pandemie, und über diverse Streamer und die Twitch-Synergien gelang es Amazon Games, im Vorfeld des Releases einen spürbaren Hype aufzubauen.

Der Trailer von New World Aeternum:

Da machte es auch nichts, dass das Team von New World auf eine schwierige Entwicklung zurückblickte und aufgrund des Feedbacks der Tester zwischendrin den Fokus von Survival und PvP auf ein Themenpark-Gerüst mit Quests, PvE-Herausforderungen und mehr Story-Inhalten wechseln musste.

913.634 Steam-Nutzer befanden sich zum Launch zeitgleich auf den Servern. Eine echte Hausnummer für ein Spiel, das man kaufen muss. Wie viele Versionen des Spiels bis heute über die Ladentheke gegangen sind, ist unklar. 2022 geisterte die inoffizielle Zahl von knapp 17 Millionen Käufern im Netz herum (via forbes.com).

In Aeternum treiben sich heutzutage aber keine 10.000 Spieler mehr zeitgleich herum. Die Zahlen sind nach dem starken Launch sogar noch drastischer gefallen als bei Lost Ark. Ob die neue Aeternum-Version ab dem 15. Oktober 2024 für einen langlebigen, dritten Frühling sorgen kann, muss die Zeit zeigen.

Für die Ausgangslage ein starker Launch

Wenn man all diese Faktoren in einen Topf wirft, kann es aus meiner Sicht nur ein Fazit geben: Throne and Liberty hat – für die (von NCSoft in Teilen selbst verschuldete) Ausgangslage – einen starken Launch hingelegt.

Nach der enorm schwierigen Entwicklung, den ständigen Pay2Progress-Diskussionen sowie dem Start mit einem Kampfsystem, das automatisierte Mobile-Systeme genutzt und sich auch sonst schlecht angefühlt hat, ist es eigentlich ein Wunder, dass die westliche Launch-Version von Throne and Liberty letztlich doch so viele Spieler anlocken kann.

Umso mehr in einem Jahr voller anderer, großer MMORPG-Releases und ohne – so doof das klingt – unterstützende Pandemie, durch die viele Leute zu Hause bleiben und deutlich mehr spielen. Dass die Zahlen trotz all dieser Faktoren vergleichsweise hoch ausfallen, dürfte unter anderem an zwei Punkten liegen, die ich bereits erwähnte habe:

  • Throne and Liberty ist ein neues MMORPG mit einer frischen Spielerfahrung
  • Das Spiel erscheint auch auf den Konsolen, wo die Konkurrenz nicht ganz so groß ist

Dazu kommt, dass NCSoft und Amazon Games enorm viel Aufwand betrieben haben, um große Teile des Feedbacks der Spieler umzusetzen und etwa das Kampfsystem spürbar zu verbessern sowie die Monetarisierung zu entschärfen.

Wie schnell die Spielerzahlen in den kommenden Wochen und Monaten fallen, wird spannend zu beobachten sein. In ein paar Tagen steht mit New World Aeternum ja bereits das nächste Online-Rollenspiel an, das den einen oder anderen Genre-Interessierten binden dürfte. Throne and Liberty macht Spielern sogar Lust auf dieses andere MMORPG, das zwar Geld kostet, aber weniger Pay2Win ist.

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Hisuinoi

Der unterschiedlich zwischen “Lost Ark” und “Throne and Liberty” ist auch wie Tag und Nacht. Das sind zwei Paar Stiefel. Die einen mögen es und die anderen nicht.

Osiris80

Lost Ark war für viele die schlimmste Erfahrung der letzten 20 Jahre im Bereich MMO und der nutzlose itemlvl Grind in New World war auch so unglaublich schlecht , kenne wirklich niemand der überhaupt noch ansatzweiße Hoffnung hatt bezüglich MMO’S.

Mich stört bei allen Spielen ohne Klassensystem, dass es immer heißt “spiele wie du willst”. Am Ende läuft es doch eh immer auf eine Meta hinaus, da ist nichts mit “spiele wie du willst”.

Oft muss man sich am Beginn auf eine Kombo festlegen, da ist man dann doch genauso weit als würde man eine Klasse wählen.

Dazu kommt dann noch, dass man fast ein 3 jähriges Studium braucht um alles aus der Kombo herauszuholen, mit all den x hundert verschiedenen Abhängigkeiten.

Warum nicht einfach mal ein komplett simples System, das z.B. Angriffskraft auf den Items hat und zwar egal welche Art von Waffe man trägt. Es dropt ein Feuerstab der gerade besser ist als das Schwert, super, nehme ich das, spiele ich halt Feuerstab, skalliert ja 1:1 mit meiner Angriffskraft auf den Items. 5 Level später dropt eine 2-h Axt die besser ist, na cool, dann spiele ich halt ab sofort diese, skaliert ja ebenfalls mit Angriffskraft auf meinem gear.

Angriffskraft, Verteidigung, Heal. Punkt aus fertig, mehr braucht man nicht als Stats auf den Items. Aber das was da heutzutage für ein System an bis zu x verschiedenen Attributen aufgefahren wird, das hat mit Spaß und Spiel echt nichts mehr zu tun.

HiveTyrant

The Secret World war nicht ganz so, aber nahe dran.

Man hatte im Early Game Items mit HP und Angriff, im Endgame hatte man dann nur HP oder nur Angriff. Man brauchte als Tank natürlich auch Angriff, da Aggro Erzeugung von irgendwas herkommen musste.
Und als DPS war etwas mehr HP als das absolute Minimum auch sinnvoll.
Es gab 6 Slots, plus 2 Waffen. Die Slots waren in ‘Major’ und ‘Minor’ geteilt, Major haben höhere Boni gegeben. Als Tank hat man dann die Major Slots mit HP gefüllt, die Minor Slots mit Angriff.
Allerdings gab es dann auch Substats, wie Crit, die diversen defensiven Stats (Glance, Parry oder Block) und so weiter, DIESE hat man dann über Substat Items in die Talismane (also die Items) gesockelt.

Es gab für ‘Nightmare’ Schwierigkeitslevel von Dungeons natürlich eine Meta, vor allem für DPS. Aber es gab auch echt verrückte Kombinationen für Tanks, ein Dungeon auf ‘Nightmare’ zum Beispiel wurde nicht konventionell getankt, sondern der ‘Tank’ war dort ein AoE Blutmagie-Shield Drain Heiler.

Majora

Ich dachte jetzt kommt hier ein Artikel der auf Inhalte beider Games ein geht. Falsch gedacht, oder waren diese ja aber’s und auf Feedback eingegangen sein, kritische Analysen der inhaltlichen stärken und schwächen? Fals ja Frage ich mich welcher Spieler bei TL bitte Controller Steuerung als Action Combat Modus und Maus + Tastatur als Classic benannt haben wollte, das ist für 95% der Leute die Anfangen mit dem Game, direkt verwirrend. Viele klicken auf Action Combat Modus und wundern sich warum sich das Game so klobig anfühlt. Die Leute mit Geduld schauen in den Optionen und suchen erstmal Einstellungen um das wieder zu ändern. Die Spieler ohne Zeit oder mit einer langen Liste an Games machen sich oft nicht diese Mühe.

Was stört mich an generell allen amazon Games:
1. Monate vor jedem westlichen Release werden sie erstmal in Korea veröffentlicht, auf westliche Spieler wird nicht viel Wert auf dessen Meinungen gelegt, nö man muss die Spiele anpassen für den Westen bis die Server in Korea evtl schon wieder offline gehen (blue Protokoll)

2. Sie veröffentlichen alle Games mit Servernamen wo jeder Spieler selbst raten darf wo er denn hin sollte oder die Arbeit von gaming Journalisten macht, sich über YouTube, Reddit und discord listen sucht wo denn seine eigene Sprache mehr vertreten ist.
Warum keine (de) oder [EN] Kürzel hinter Server Namen? Warum diese kryptischen Servernamen? Das schreckt viele Leute ab die ein Multiplayer Titel spielen wollen und merken das sie überall Sprachbarrieren vorfinden, obwohl sie sich absprechen sollen, ist ja mmo und so. Das Argument jeder hätte Englisch in der Schule gehabt ist kein Argument, das Englisch ist auf jeder Hauptschule anders als Lernstoff als bspw auf real Schulen oder Lernbehinderten Schulen, dazu hat nicht jeder Schüler die selben Noten, dann wäre das bewerten mit Noten auch nicht mehr nötig.
“Selbst Deutsche lernen Germanistik. wozu? Hatten das ja in der Schule haha! ” Das ist in etwa die Logik von den relativierern.

3. Die Klassen, bzw spielbare Ausrichtung der Charaktere. New World ist im Grunde ein Shooter egal mit welcher Waffe. Lost ARK, genderlock, naja nach dem ich das sah wurde es deinstalliert. TL, zu wenig Klassen und zu viel vom gleichen, Stab, Schwert, bogen, dolch, Schwert und Schild, Stab und Schild, Armbrust. Hätte man nicht irgendwie noch eine Sense mit totenbeschwören Skelette Geister what ever machen können. Nö Schwert bogen Stab die heilige Dreifaltigkeit. Dolche sind auch nur Mini Schwerter, schilde sind keine Waffen, Armbrust ist nur ein Bogen der Bolzen statt Pfeile nutzt und das man einmal spannt ohne es halten zu müssen, quasi ein 1 Schuss Magazin. Warum man mit einem Stock nicht heilen und Feuerbälle schießen kann ist mir ein Rätsel.

Es ist im Grunde nichts neu an dem Game. Naja gut der Windfisch äh whale am Himmel, da fühlen sich menschliche whales direkt heimisch. Mit Blick auf Korea und dessen pay 2 win welches sie schleichend eingeführt haben, hab ich kein Stress das Spiel zu spielen, da ich es nach einigen Tagen nicht Mal mehr starten kann ohne zu schauen was ich stattdessen tun könnte. Neue Folge Anime hey cool Schau ich das erstmal und dann noch eine und noch eine, schon ist das Game aus meinem Gedächtnis verschwunden.
Jedenfalls ist das meine Sicht auf Amazon als gaming Publisher bzw dessen Games.

Btw crunchyroll hat einen Amazon Channel bekommen vor einiger Zeit, gab es dazu ein Artikel?

Tonkra

Ich glaube einfach, dass nach dem Hype von LostArk der absolute Fall in die Realität kam.

Ich glaube, weil viele von LostArk und NewWorld geläutert waren, haben sich T&L erst gar nicht getestet.. das ist das Problem.

Ich wusste im Vorfeld, dass mir New World nicht zusagt und hatte es geskippt.

voxan

third person mmorpg gibt es wie sand am mehr.
isometrische gibt es kaum.
lost ark hat quasi keine konkurrenz.
den pve content empfinde ich bei lost ark auch als das nonplusultra.
also rein von den mechaniken her. der grind wurde dadurch etwas kaschiert.

man stelle sich vor, man müsste für die dungeons oder normalen raids in wow/ff14 soviel grinden.

Chucky2910

Beide Games haben Spaß gemacht aber beide Games haben im Endgame ein großes Problem, der Fortschritt des Charakter wird durch timegates und Limitierungen ausgebremst.

Gerade in TnL merkt man es sehr stark und hier hätte man es an eine westliche Spielweise anpassen sollen.

Es geht hierbei nicht um alles in den A*** geschoben bekommen!

  1. Warum werde ich gezwungen max. 2 Waffen spielen zu können?
  2. Wenn ich eine dritte Waffe spielen möchte, dann fehlen die nötigen Aufwertungsmaterialien und müssen mühsam und mit viel Zeit gefarmt werden
  3. Ich kann nicht flexibel sein, gerade wenn die Waffen meine Klasse bestimmt, wäre es für die westliche Spielweise in Richtung FFXIV System besser gewesen, dass man mehr als nur zwei Waffen leveln kann und somit auch mal Tank, Heiler oder DPS spielen kann.
  4. Level 50 Inhalte sind durch Marken in Ihrer Durchführung limitiert
  5. Open World Dungeons kann man mit erhöter Dropchance nur begrenzt farmen
  6. Open World Dungeons sind mal PvE, mal PvP
  7. die Insel Süd-Östlich ist immer PvP Gebiet
  8. Dungeons kann ich unendlich laufen, für die Kiste am Ende muss eine Währung ausgegeben werden die begrenzt vorhanden ist.
  9. Farmt man Dungeons, kann man alle 12 Stunden 3 Dungeons laufen.

Ach Punkt 3, Bosse und Open World Dungeons sind time gated und schalten sich mit der Zeit erst frei. Quasi alle 24 Stunden erweitert sich TnL ein wenig mit Content aber hier bleibt es bei Open World Dungeons und World Bosse.

TnL ist das Lineage 2.5 mit besserer Grafik aber von der Spielwiese her nichts neues und im Endcontent ist nicht viel zu tun. Man farmt Mobs für Loot und läuft solange Gruppencontent bis die Währung dazu aufgebraucht ist.

Fokus von TnL ist natürlich PvP aber hier fehlt es wie damals in Lineage2 am Sinn von PvP warum soll ich PvP machen? Für eine Rangliste?

Gilden PvP wofür, um Punkte zu erobern die einem ein kleinen Buff in der Region geben?

Warum gibt es wie in Lineage2 nicht mehrere Burgen um die gekämpft wird?

TnL wird für viele nur ein Lückenfüller sein bis das nächste MMO erscheint, so war es mit Lost Ark auch.

Ja ich spiele WoW und das noch aktiv und hier hat man im Endgame wenigstens die Möglichkeit bis zum umfallen M+ Dungeons zu laufen, die einzige Limitierung ist meine persönliche Zeit die ich investieren möchte.

Diese Limitierungskonzept aus Korea mag da funktionieren damit die Leute nicht 24/7 zocken können/dürfen aber hier bei uns ist das eher hinderlich und wird viele Leute dazu bewegen aufzuhören. Neben dem PvP Aspekt der vielen wohl nicht so klar ist.

Kynatara

Gebe dir in allen Punkten recht, außer der Insel im Süd-Osten.

Diese ist nicht immer PvP. Die komplette Insel ist ein Abyss Dungeon und dort herrscht in der Nacht, wie bei allen anderen Abyss Dungeon, nun mal PvP. Tagsüber ist dort nur PvE.

Naix

Die Regionen die man als Gilde eingenommen hat gibt nicht nur nen Buff sondern auch die Gebietsboss frei die man dann nochmal klatschen kann ohne genervt von anderen zu werde.
Gibt halt extra loot.

Ansonsten sehe ich aber auch kein sinn in PvP zumal mir PvP garnicht zusagt, das einzige wo ich PvP gespielt hatte und es auch wirklich spaß macht war WoW BC.

Ansonsten ist bei TL da aber schnell schicht sobald 2 Gilden mit A 60 Leuten zusammentreffen, da bricht jedes Systeme ein, macht allein von der Performance kein Spaß mehr und ich hab nicht den schlechtesten PC Ryzen 5700X und ner RX 6800XT.

Das PvE auch so limitiert ist nervt mich auch, das nervte in LA schon, schade das es daran immer scheiter von ansonsten guten MMOs.

Wenn ich boss x mal 3H abfarmen will für mein EQ geht das leider nicht, weil nach 3Runs ende im Gelände ist.

MathError

Gebe dir in vielen Punkten zu TnL recht. Nur bei WoW nicht so ganz 😀

Ich selbst spiele seit 20 Jahren aktiv WoW und das mit den M+ bis zum abwinken “farmen” stimmt nur begrenzt, es hängt vom “Ziel” ab.
Ich habe aktuell 3 Charaktere fertig durch M+ equipt d.h. die Drops aus den M+ Kisten bringen einfach nichts mehr, außer man hofft auch 3t Stat oder Sockel, was natürlich gut ist so gibts noch immer eine Art “Sinn” M+ weiter zu machen. Aber die Chancen für 3t Stats und/oder Sockel zu bekommen sind sehr gering, wer natürlich nichts besseres zu tun hat macht das dann.

Zweite Möglichkeit wieso man M+ dauer farmt ist wegen Rio, wobei man dann nicht “farmt/grindet” im klassischen Sinn sondern man versucht halt immer höher die M+(11,12,13 usw) zu machen um noch das letzte an Rio heraus zubekommen, wobei das Rio bei den meisten hochrangingen Spieler zwischen 2600-2750 liegt, aber das Ganze ist ja mehr oder weniger nur “Prestige”.

Als Drittes macht man seine 8x M+ für die Weekly Vault, sodass man 3x Myth Items zur Auswahl hat.

Ich selbst bin aktuell bei einer Rio von 2705, ich und viele die ich kenne machen die M+ halt nur noch für ihre Vaults und Raiden Mythic.
Leider wird man in WoW auch gebrenzt, da man ein Weekly Cap auf die Marken hat. Ich habe meine 4 Items auf (636) gecraftet d.h. 6×90 Wappenfragmente aus min M+9 und dann noch mit den restlichen Wappen, die Items auf 639 geuppt soweit es ging, da braucht man ja +/- 75 Wappen, dann muss man wieder eine Woche warten, bis man wieder 90 Wappenfragmente farmen kann. Dann kann man entweder alle 2 Wochen ein Item auf 636 craften oder halt ein Myth Item auf 639 bekommen.

Die anderen Wappen sind auch am Cap und man kann nichts damit anfangen. Natürlich bevor das Argument gleich kommt. Leute die es nur schaffen vllt mal 1x M+10 am Tag zu schaffen, bei denen sieht das vllt etwas anderes aus. Aber in der Regel bremst Blizzard dich aus, sodass du jede Woche on kommen musst neben den Raids, um dein WappenCap voll zu bekommen, natürlich kann man das auch nachholen wenn man mal 1 Woche nicht online kommen kann, aber so garantiert Blizzard bei den meisten ein weiterlaufendes Abo. 🙂

Mardukz

Lost Ark war generell ein geniales Game. Spaßiges Gameplay, optisch Ein Traum mit den Seefahrten und Inseln, dadurch jede Menge abwechslungsreiche Gebiete, Aufgaben und Challenges. Die Raids haben mega Spaß gemacht und waren auch sehr fordernd. Das Gear Upgrade System im Endgame war halt leider der totale Reinfall was inzwischen, ( viel zu spät ) etwas angepasst wurde. Throne und liberty kann dem Game meiner Meinung nach nicht das Wasser reichen und wird definitv schneller in vergessenheit geraten wie Lost Ark.
Was allgemein bei dem Thema dazu kommt egal welches Mmo, die Community ist schon lang nicht mehr das was es mal wahr und macht jegliche gruppen Aktivitäten außerhalb der eigenen Gilde und Freunden oft zu einer Qual mit unbelehrbaren Mitspielern die Herausfordernde Raids etc. mehr sabotieren als helfen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Simom
Naix

Ja die rnd gruppenzeit ist halt vorbei und das schon sehr lange.

Die Leute sind gefühlt für alles zu blöd.

Das nimmt ein jeglichen spaß, deshalb geh ich zu 85% nur noch mit Gilde.

Aus LA hätte was richtig dickes werden können, weil von der Welt, Raids, Inis und vorallem das Kampfsystem was mMn eins mit der besten war was ich in ein MMo gesehen hab.

Aber leider war die Sturheit der Entwickler zu groß und LA ist mit knapp 25K spieler wo mit muss 30% Bots sind leider fast tot, vor nem halben Jahr warens noch 40/50k.

Die Entwickler hörten halt nicht auf die Com, das Game könnte heute noch locker 300-400K spieler haben.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Naix
Sumi

Also meine Persönliche Meinung warum die Spielerzahlen so abnehmen in T&L ist eigentlich recht einfach.

Das Spiel hat grosses Potential das nur mal so.
Aber es ist einfach zu PVP Lastig und viele Leute fühlen sich dadurch gezwungen an diesen PVP Event, Schlachten etc. teilzunehmen und viele Leute mögen kein PVP.

Der andere Grund dürfte die Item Spirale sein im Endcontent.
Viele der Items die man braucht haben endweder nur eine sehr geringe Chance zu dropen aus den Inis oder wenn man das komplette Set braucht muss ein grosser Teil gecraftet werden in Korea mag das sein das es funktioniert aber für die leute hier ist das zu grindlastig was viele dann nachdem Sie im Endgame angekommen sind abschreckt das dürfte in meinen Augen die Punkte sein die vielen nicht so sehr schmecken.

Ich bin der Meinung das die Items zugänglicher sein müssen für die Leute. Neue Mechaniken wäre auch schick das wie z.b das es nicht zu langweilig wird.

Aber vor allem müsste der Loot abwechlungsreicher werden in meinen Augen. Jetzt könnten einige leute kommen es gibt bald T2 etc. aber bis dahin wird es noch lange dauern bin der Meinung es müsste eine schnellere Lösung von Amazon Games kommen.

Das ist meine Persönliche Meinung zu dem Thema.

huhu2345

Damit sprichst du ein der grössten Problem an die wir heute in Spielen haben.
Ich nehme jetzt mal die zwei Extreme als Beispiel um es zu vereinfachen: Hardcore und Casual.
Beide haben ihre eigene Vorstellungen vom Spiel.
Hardcore Spieler versinken im Spiel. Build Maximieren, Grinden was es zu Grinden gibt, jede Herausforderung mitnehmen, jeden Patch (Nerfs/Buffs) akribisch analysieren etc.
Casuals wollen einfach Spass am Spiel haben. Einloggen und Spielen.
Ich und viele andere dürften da wohl irgendwo in der Mitte sein.
Wir schauen uns irgendwann im Endgame Builds an, Grinden hier und da. Versuchen uns gerne an den Herausforderung etc.

Das Problem ist das es heute für beide Extrem funktionieren muss.
Ohne Casuals hat man die Spieler nicht und damit auch weniger die Geld reinpumpen.
Die Hardcore Spieler füllen sich gleich benachteiligt wenn etwas Richtung Casual geändert wird.
Das sehe ich in vielen Spiele die ich spiele. Da wird z. B nach einem Jahr ein Raid/Dungeon leichter gemacht und sofort kommen etliche Elitäre Spieler “Aber wir haben und damals den Arsch dafür aufgerissen”
Ich ich stehe dann da und denke mir: Schön für die neuen Spieler so spielen sie dann vielleicht auch Raids und kommen auf den Geschmack.
Das hast du dann auch bei Grind lästigen Items die plötzlich einfacher zu bekommen sind usw.
Ich bin halt fast immer der Meinung das neue Spieler nicht durch die gleiche “Hölle” gehen müssen wie ich.

Die meisten Studios wollen eben beide Extreme mitnehmen und das endet dann fast immer in ewigen Balance Anpassungen bei denen sich immer eine Gruppe vor den Kopf gestossen fühlt.

Muchtie

Lost Ark hatte Seid Anfang an Bots gehabt und das nicht wenige, also kann man die Launch Zahlen eh nicht vergleichen.

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