Während viele MMORPGs auf PvP setzten, macht TERA PvE – Ist damit erfolgreich

TERA erschien 2012 in Europa und wird seitdem ständig erweitert. Seit seinem Release kamen neue Klassen, Gebiete, Level-Caps und vieles mehr ins Spiel. Im Rahmen von Find Your Next Game hat sich MeinMMO-Autor Alexander Leitsch das MMORPG genauer angesehen und dazu mit Joe Tang, dem Product Manager von TERA bei Gameforge, gesprochen.

Das Action-MMORPG TERA ist seit 2013 Free2Play und gehört zu den kostenlosen MMOs, die wir von MeinMMO euch empfehlen können. Im Spiel erwarten euch haufenweise Quests, abwechslungsreiche und schwierige Dungeons sowie Raids und PvP-Schlachtfelder.

Zwar sieht man TERA an, dass es etwas in die Jahre gekommen ist, doch dank des actionreichen Kampfsystems gehört es auch im Jahr 2020 noch zu den besten MMORPGs. Zudem bekommt das Spiel fast jeden Monat neuen Inhalt. Dabei ist es eins der wenigen asiatischen MMOs, die sich größtenteils dem PvE verschrieben haben.

Grund genug also, sich das Online-Spiel nochmal genau anzuschauen und es euch ausführlich vorzustellen.

TERA Dungeon Bossfight
Dungeons und Boss-Kämpfe spielen in TERA eine wichtige Rolle.

Das ist TERA

Was steckt in dem MMORPG? TERA bietet euch bei der Charaktererstellung 7 spielbare Rassen und 13 verschiedene Klassen. Vereinzelte Klassen unterliegen jedoch einem Gender Lock, sind also nur mit einem bestimmten Geschlecht spielbar. Das gilt beispielsweise für die Mondtänzerin, die nur als Elin oder weibliche Castanic gespielt werden kann.

Hier seht ihr die 13 Klassen im Schnelldurchlauf, einige Bosse und etwas Gameplay. Und am Ende einen ersten Story-Teaser für ein großes, noch geheimes Content-Update, das dieses Jahr erscheinen soll.

Mit eurem Charakter stürzt ihr euch dann in die Spielwelt Arborea, in der euch neben Quests und Story auch genretypische Inhalte erwarten wie

  • vielfältige Dungeons und Raids
  • verschiedene PvP-Inhalte
  • Handwerkskünste
  • Nebentätigkeiten wie Ruf sammeln und Angeln
  • Sammeln von Begleitern mit nützlichen Funktionen
  • und Events zu speziellen Feierlichkeiten.

All das macht aufgrund des actionreichen Kampfsystems besonders viel Spaß.

Denn im Kampf müsst ihr ständig in Bewegung bleiben, Feinde aktiv wie einem Action-RPG anvisieren und ihren Fähigkeiten ausweichen oder blocken. TERA ist ein Fest für Fans von dynamischen Kämpfen.

Und dabei ist es für ein Action-Kampfsystem mit seinem Kombo-System noch ungewöhnlich taktisch im Endgame. Es ist eine stetige Abwägung, wann und in welcher Position zum Gegner bestimmte Skills gezündet werden müssen.

Sonst liegt der eigene Charakter schnell im Dreck, weil man etwa auf einen Skill nicht zurückgreifen konnte, der in einer Burst-Phase, in der viel Schaden beim Boss angerichtet werden muss, noch eine Abklingzeit hatte. Die Fähigkeiten der Bosse sind dabei so gut auf die Skills abgestimmt, wie in keinem anderen Action-MMORPG. Die Boss-Phasen umfassen zum Teil rätselhafte Mechaniken, die es zu knacken gilt. Das alles erinnert stark an ein WoW – nur auf ein Action-Kampfsystem angepasst.

Die Bosse in TERA sind imposant getaltet. Das ist Kalligar, ein neuer Boss aus dem aktuellsten Update, das im Juni erschien.

Nicht nur die Bosse gehören zu den besten im Genre, sondern auch das Dungeon-Design, das vielerlei Abwechslung bei den Modi bietet. So wurden Tower-Dungeons, die von Stufe zu Stufe schwieriger werden, eingeführt. Oder kompetitive Instanzen mit einem Punktesystem, in denen die Spieler auf perfekte Runs optimieren, um in PvE-Ranglisten oben zu landen und bessere Belohnungen abzugreifen.

Wo ist der Haken im Spiel? Es handelt sich bei TERA um ein Asia-MMO, dessen Ästhetik man mögen muss und das einige Jahre auf dem Buckel hat. So läuft TERA immer noch auf einem 32-Bit-Client und kämpft daher mit Performance-Problemen (der Umstieg auf 64-Bit ist endlich in greifbare Nähe).

Seit dem Release lenkte der Entwickler den Fokus noch weiter auf das Endgame. Das bedeutet: Neue Dungeons, Raids, Ausrüstungs-Optionen und so weiter. Und es wird viel an den Klassen geschraubt. So gibt es regelmäßig neue Skills und die Klassen sollen in Zukunft eine temporäre, mächtiger machende Gottes-Form erhalten.

Man sollte für TERA schon der Typ Spieler sein, der vor allem das Endgame im Blick hat und sich an einem harten Grind zur besten Ausrüstung motiviert.

Im Kampf mit einem Amari-Berserker gegen einen Boss in der Open World.

Durch das Verzauberungs-System, mit dem ihr alle Teile eurer Ausrüstung in Plus-Stufen aufwerten könnt und in Etappen besondere Effekte bekommt, habt ihr viel zu tun. Aber mitunter auch Frust, wenn das Glück nicht auf eurer Seite ist. Wobei der RNG-Faktor in den letzten Jahren reduziert worden ist.

Das sagt nicht jedem Spieler zu, betrifft aber Neueinsteiger erst nach vielen Spielstunden, in denen ihr erst einmal die Welt erkunden und andere Aufgaben zu meistern habt.

Kurzum: Das, was die Spieler an TERA schon vorher schätzten, wurde im Laufe der Jahre erweitert und mit neuen Features ergänzt. Doch die Schwächen blieben. Obgleich das Quest-System insbesondere im späteren Verlauf des Spiels größere Änderungen erfuhr, so sind sie größtenteils Standardkost, also Sammle-dies-und-jenes-Aufgaben. Das führt mitunter dazu, dass Spieler in der Level-Phase hängenbleiben.

Einige Spieler monieren auch, dass der Schwierigkeitsgrad im Laufe der Jahre zu sehr auf Gelegenheitsspieler ausgerichtet wurde und Hardcore-Gamer zu kurz kommen.

TERA setzt in Dungeons und Raids auf die Holy Trinity (Tank, Schadensausteiler, Heiler / Supporter), bieter aber auch Misch-Variationen bei den Klassen.

Wie steht es um das PvP? Zu Release bot TERA PvP überall in der offenen Welt an und teilte sich auf PvP- und PvE-Server auf. Das wurde mit der Zeit stark eingeschränkt. Inzwischen spielt sich das PvP vor allem in den instanzierten Battlegrounds.

Das hat auch einen nachvollziehbaren Grund, wie uns Joe Tang im Interview erzählt hat:

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Spieler vor allem das PvE bevorzugen. Unser Content ist auch stärker auf das PvE ausgelegt, wie die neuen Dungeons.

Natürlich gibt es auch Spieler, die gerne mehr PvP-Content hätten, aber die Mehrheit unserer Spieler ist sehr zufrieden mit dem PvE-Fokus, den wir haben.

Joe Tang im Interview mit MeinMMO

Damit hebt sich TERA in einer Welt ab, in der mit Black Desert, ArcheAge, New World und Ashes of Creation viele MMOs herauskamen oder herauskommen, die einen beachtlichen Anteil von PvP-Inhalten hatten oder haben werden.

Mit Elyon, wir haben über das kommende Action-MMORPG berichtet, erscheint im nächsten Jahr ein neues Spiel von den Machern von TERA. Dieses konzentriert sich aber stark auf PvP.

Wie passt ein neues MMORPG zu TERA? Es sieht so aus, als wolle Bluehole die Fokus-Probleme, die eine Eier legende Wollmilchsau mitbringt, auf zwei MMORPGs aufteilen. Jeweils ein spezialisiertes MMORPG für PvE- und das andere für PvP-Fans. Die Zielgruppen-Konzentration erleichtert den Content-Nachschub. Daher soll TERA auch weiterhin strategisch einen wichtigen Stellenwert in der Zukunft.

TERA PUBG
Die Macher von TERA haben PUBG erschaffen. Da war ein Crossover, das zuletzt stattfand, merkwürdig und naheliegend zugleich. Aus dem Event konnte man sich exklusive Skins sichern.

Wie finanziert sich TERA? TERA ist Free2Play und setzt zur Finanzierung auf einen Echtgeld-Shop und eine Premium-Mitgliedschaft. Im Shop könnt ihr euch die folgenden Inhalte kaufen:

  • Kostüme
  • Skins für Rüstungen und Waffen
  • XP-Boosts
  • Wiederaufladungen von Erlebnisgold, das zum Betreten von Dungeons benötigt wird. Allerdings soll man als „normaler“ Spieler kaum davon profitieren können, weil es zeitaufwendig ist, an das wöchentliche Cap zu kommen
  • Den Zugang zur Premium-Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft wiederum gibt euch tägliche Login-Belohnungen, verschiedene Boosts, 33% weniger Gebühren im Auktionshaus und kostenlose Teleportationen.

Diese Boni sorgen dafür, dass innerhalb der Spieler Diskussionen aufkommen, ob TERA nun Pay2Win sei oder nicht. Viele Spieler berichten in Foren und auch in den Kommentaren auf MeinMMO, dass sie jahrelang gespielt haben, ohne einen Cent zu investieren und ohne das Gefühl zu haben, sie hätten Nachteile.

Die Entwicklung von TERA seit 2017

TERA erhält derzeit fast jeden Monat ein Content-Update. Das sei auch der Anspruch, den die Entwickler selbst haben, wie uns Joe Tang, der Product Manager von TERA, im Interview verriet.

Dabei hat sich das Spiel über die Jahre verändert. Die größten Updates haben wir zusammengefasst:

  • 2017 erschien die neue Klasse Mondtänzerin. Es war die bisher letzte Klasse, die das Action-MMORPG bekommen hat.
  • Im April 2018 erschien TERA auf der PS4 und Xbox One. Aktuell hängt das Spiel dort aber in puncto Updates hinterher. 2018 kamen auch die Flugmounts in Spiel.
  • Anfang 2019 wurde das Level-Cap von 65 auf 70 angehoben. Dabei wurden 3 neue Fertigkeiten für jede Klasse eingefügt.
  • Im Mai 2019 kam das Partner-System ins Spiel, das sogar mit dem neusten Patch vom 16. Juni 2020 nochmal erweitert wurde.
  • Das Update „Auf nach Exodor“ im Oktober 2019, das einen neuen Kontinent, neue Quests und Story, sowie neue Ausrüstung mit besonderen Werten gebracht hat.
  • Insgesamt ist die Menge an Updates für ein MMORPG aus 2012 beachtlich. Auch 2020 reißt die Update-Strähne nicht ab. So erreichten die Spieler bereits über 5 Major-Updates und es wurde ein Battle Pass eingeführt, der in Zyklen erneuert wird und bei dem man stufenweise für bestimmte Aufgaben Belohnungen bekommt.
  • Im Jahr 2020 werden circa 10 größere Content-Updates erscheinen, die durch viele kleinere ergänzt werden.
  • Auffällig ist, dass im Gegensatz zu anderen älteren MMORPGs nicht nur mehr vom Gleichen kommt, sondern auch heute noch neue Features eingeführt werden.
  • Zu den neuen Features gehören unterem an das angesprochene Partner-System, neue Klassen-Formen oder das Angel-Feature mit eigenem Fortschrittssystem, bei dem ihr Rute und Köder aufwertet, um größere Fische aus dem Wasser ziehen zu können.

Joe Tang hat uns außerdem erzählt, dass viele Systeme in TERA über die Jahre verbessert und schlanker wurden, darunter das Verzauberungssystem für Ausrüstungen. Außerdem wurde die Level-Kurve etwas nach unten korrigiert, was ein schnelleres Erreichen der höchsten Stufe ermöglicht.

TERA Umgebung
Obwohl TERA schon 9 Jahre draußen ist, sehen manche Orte im Spiel noch immer wunderschön aus.

TERA hat mehrere Publisher – Das führte sogar zu einzigartigem Content in Europa

TERA wird weltweit von mehreren Firmen betreut und vertrieben:

  • Für die PC-Version in Europa und Russland ist Gameforge, eine deutsche Firma, zuständig.
  • Die amerikanische Version wiederum wird von En Masse Entertainment betreut, die sich gleichzeitig auch um die Konsolen-Versionen weltweit kümmern.
  • Entwickelt wird das Spiel jedoch von Bluehole, eine südkoreanische Firma, die zudem PUBG herausgebracht hat.

Durch diese Konstellation kann es vorkommen, dass manche Updates zu anderen Zeiten oder sogar mit leicht anderen Inhalten erscheinen.

In Europa gibt es beispielsweise Nightmare-Dungeons. Dabei handelt es sich um einen extremen Schwierigkeitsgrad, der für ein Event entwickelt wurde und den es so in keiner anderen Version gibt:

Ich habe vorhin die Nightmare-Dungeons erwähnt. Das ist etwas, das es quasi nur in Europa gibt und das ist etwas, das wir für unsere Spieler getan haben.

Ich weiß, dass andere Regionen sie ausprobiert haben, aber in diesem Umfang gibt es das nur bei uns.

Joe Tang im Interview mit MeinMMO

Andere Regionen haben dafür Anpassungen an der Monetarisierung oder an anderen Spielsystemen vorgenommen.

In diesem Video könnt ihr exemplarisch sehr gut sehen, was im Artikel oben mit den Boss-Mechaniken angesprochen wurde

Neues Update erweitert Begleiter-System und bringt Trainings-Dungeons

Was steckt in dem neusten Update? Am 16. Juni erschien das Update 95 mit dem Namen Kalligars Kampfkunst. Es brachte dem Spiel:

  • Das neue Dungeon „Kommandantenstätte“ für ein Item-Level ab 456 bzw. 470 im schweren Modus.
  • Trainings-Dungeons, die man kostenlos betreten kann und in denen ihr Boss-Monster ausprobieren und euren DPS verfolgen könnt.
  • Partner-Abenteuer
  • Eine neue PvP-Zone.
  • Weitere kleine Änderungen, die ihr in den offiziellen Patch Notes (via Gameforge.com) finden könnt.

Besonders die PvP-Zone hat Joe Tang uns nochmal genauer erklärt:

Die neue Zone ist ein PvPvE-Gebiet. Alle Spieler, die die Arena betreten, sind automatisch fürs PvP eingetragen und können sich gegenseitig attackieren. Es gibt da keine Schutz-Zone.

Um Punkte zu holen, kannst du Monster töten und wenn eine hohe Gesamtpunktzahl erreicht wurde, spawnen nochmal besonders starke Gegner.

Da wir bei TERA das Open-World-PvP vor Jahren stark eingeschränkt haben, ist das eine Möglichkeit für Spieler, wenn sie PvP-Content genießen möchten, sich einfach in das Free-for-All zu stürzen.

Joe Tang im Interview mit MeinMMO

Wie funktionieren die Begleiter nun? Eine weitere große Änderung des Updates waren die Partner-Abenteuer. Dabei könnt bis zu 3 eurer NPC-Begleiter auf eine Reise zwischen 8 und 12 Stunden schicken und wenn diese zurückkehren, haben sie Items und Belohnungen für euch im Gepäck.

Joe Tang verglich das System mit dem Gehilfen-Dienst aus Final Fantasy XIV.

Mit der Erweiterung des Partner-Systems könnt ihr eure Pets nun auf Abenteuer schicken und den Fortschritt neben der Map beobachten. Partner besitzen eigene Level und zwei unterschiedliche Fähigkeiten. Sie bringen nicht nur Belohnungen, sondern gewähren auch Vorteile im Gameplay.

TERA plant für Jahre – Etwas Großes kommt 2020

Wie geht es TERA 8 Jahre nach Release? Joe Tang verriet im Interview mit MeinMMO, dass die Spielerzahlen von TERA „sehr gesund“ seien. Es gäbe immer wieder Spieler, die kommen und gehen, was bei einem Free2Play-Spiel aber nichts Ungewöhnliches sei.

Tatsächlich haben sich sogar die Spielerzahlen für Gameforge in diesem Jahr fast verdoppelt, wobei das auch daran liegt, dass sie vor Kurzem das Publishing von Russland übernommen haben.

TERA gehört auch zu den MMORPGs, die auf Steam in letzter Zeit, bedingt durch das Coronavirus, stark gewachsen sind. Im April erreichte das Spiel so gute Zahlen, wie seit 2018 nicht mehr. Dabei kommt das Spiel auf stolze 81% positive Bewertungen in den letzten 30 Tagen. Die meisten spielen übrigens über den hauseigenen Client.

TERA Fliegendes Reittier
Flug-Reittiere und verschiedenste Orte – In TERA gibt es viel zu entdecken.

Wie geht es mit TERA weiter? In den kommenden Monaten soll es weitere Updates geben, die das Spiel erweitern. Mit dem nächsten Update ist eine der größten Änderungen technischer Natur, da man bei TERA den Wechsel von einem 32-Bit- zu einem 64-Bit-Client vornehmen wird, was viele Verbesserungen bringen soll, einschließlich der visuellen Grafiken des Spiels.

Der 64-Bit-Client war eine der häufigsten Forderungen der Spieler, da 32-Bit-Anwendungen nicht in der Lage sind, den Arbeitsspeicher, über den die Spieler heutzutage in ihren PCs verfügen, voll auszunutzen, und dies hat in der Vergangenheit zu einigen Problemen geführt.

Laut Joe Tang planen der Entwickler Bluehole und der Publisher Gameforge noch viele Jahre mit dem MMORPG. Dieses Update soll zeigen, dass die Entwickler sich verpflichtet haben, TERA langfristig zu unterstützen und es für alle aktuellen und neuen Spieler weiter zu verbessern.

Um dies zu untermauern, ist dieses Jahr außerdem ein Update geplant, das aus dem „normalen Muster“ rausfallen soll. Es soll auch für Neueinsteiger interessant sein:

Eines der Updates dieses Jahr, zu denen ich noch nichts verraten kann, ist etwas, womit wir hoffen, viele neue Spieler anlocken zu können. Es wird eben kein „normales Update“, sondern eben etwas anderes, was nicht nur bestehende Spieler ansprechen soll.

Joe Tang im Interview mit MeinMMO

Schon vorher verriet der Product Manager, dass für Neueinsteiger meist neue Klassen oder neue Level-Caps interessant sind. Da die letzte Klasse 2017 erschien, könnte es in diesem Jahr vielleicht endlich eine neue geben?

Für wen ist TERA interessant?

Wer ein actionreiches MMORPG sucht, das spannende Bosskämpfe bietet und massig Content enthält, der sollte sich TERA unbedingt anschauen. Mit dem Grind für die beste Ausrüstung und dem Erkunden der unzähligen Dungeons habt ihr jede Menge zu tun.

Das MMORPG eignet sich dazu gut für Konsolenspieler, da die Controller-Steuerung trotz viel Action intuitiv und schnell erlernt ist. Die PC-Version bietet dafür auch einen Controller-Support. Wer auf PS4 oder Xbox One unter Publisher EnMasse spielen will, der muss mit einem langsameren Content-Zyklus und schlechterer Grafik vorliebnehmen.

Nachteile des Spiels sind jedoch starkes RNG bei der Ausrüstung, Gender/Race Lock bei einigen Klassen und Kostüme, die teilweise so verrückt sind, dass sie die Immersion stören können.

Lohnt sich ein Einstieg 2020? Wer jetzt in TERA einsteigt, profitiert von den Anpassungen an der Level-Kurve. Außerdem gibt es den Zugriff auf jede Menge Content, der im Laufe der Jahre zum MMORPG hinzugefügt wurde.

Joe Tang empfiehlt Neueinsteigern erstmal die Hauptgeschichte zu erleben und sich dabei mit dem Kampfsystem und der Ausrüstung vertraut zu machen. Außerdem solltet ihr euch bei Fragen Ingame an die Spieler wenden oder euch eine Gilde suchen.

Pro
  • Actionreiches Kampfsystem, das noch immer modern ist
  • Viel bereits vorhandener Content
  • Starke Dungeons und Bosse
  • Regelmäßige Updates und Pläne für viele weitere Jahre
Contra
  • Starkes RNG bei Ausrüstungen
  • Gender/Race Lock bei einigen Klassen
  • Verrückte Kostüme, die die Immersion stören können
  • 32-Bit-Client mit Performance-Problemen (64-Bit kommt bald)

Potential: Gute Aussichten für die Zukunft

TERA hat 2012 meine Aufmerksamkeit vor allem Dank des actionreichen Kampfsystems geweckt. Daran hat sich auch nach Jahren nichts geändert und durch neue Klassen und Fertigkeiten gibt es sogar jede Menge Möglichkeiten, um sich erneut in das Spiel zu verlieben.

Positiv ist auch die Einstellung zur Community und der entsprechende Fokus. Während viele neue MMORPGs auf PvP und Sandbox setzen, ist TERA eine Bank für Fans von Dungeons und klassischen Themepark-Elementen wie Quests und Story. Die gibt es zudem in sehr regelmäßigen Updates.

Mit dem neuen 64-Bit-Client, generellen Patches und dem angedeuteten neuen Update, das etwas aus der Rolle fallen und neue Spieler ansprechen soll, klingt es so, als könnte 2020 ein richtig gutes Jahr für TERA werden.

Alexander Leitsch

Redakteur und MMORPG-Experte bei MeinMMO

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Apo
17 Tage zuvor

Das letzte Mal als ich TERA (vor ca 1 Jahr) gespielt habe war das Spiel absolut tot. Man musste sich stundenlang gedulden bi man endlich eine Dungeon Gruppe zusammen bekam. Die Story hat mich jetzt auch nicht gerade weggeblasen – allerdings leg ich was das angeht als ehemaliger TESO Spieler wahrscheinlich die Messlatte vergleichsweise hoch an. Nicht dass ich der Typ wäre, der ne tolle Charakterstory in nem MMO braucht aber die Lore drumherum muss schon ziehen.

Dawid Hallmann
17 Tage zuvor

Mir ist auch aufgefallen, dass es in der Level-Phase schwieriger ist, in Gruppen zu kommen. Es konzentriert sich vieles auf das Endgame. Ich habe es am Wochenende ausprobiert: Mein hochstufiger Charakter kam oft sehr schnell in einen Dungeon, bei meinem Twink dauerte es länger. Es hat schon seine Gründe, warum man mittlerweile viel schneller leveln kann. Mit einer Gilde wird das deutlich besser sein.

„Tot“ ist aber unwahrscheinlich, weil es hier dafür ein zu hohes, durchgängiges Suchvolumen hat, auch in 2019 schon: (https://mein-mmo.de/10-mmorpgs-wenn-es-die-aktuelle-top-5-nicht-gaebe/). Wobei es im Vergleich zu ESO in Deutschland natürlich deutlich kleiner ist wink Das ist schon richtig, dass man hier nicht so eine große Playerbase wie in ESO erwarten sollte.

Caliino
17 Tage zuvor

Kann es sein dass ihr absichtlich die Verzauberungstruhen aus dem Echtgeld-Shop nirgends erwähnt? xD

Syntafin
17 Tage zuvor

Für mich und viele andere war nach dem Umstieg auf F2P Schluss, man merkte das viele Aussagen die getroffen wurden nicht mehr eingehalten wurden und auch was so manche Bugs angeht, die existieren heute noch, nach 8 Jahren (fast 9 wenn man die Beta einbeziehen würde).

Ich glaube auch kaum das der Umstieg auf 64bit irgendwie die Performance verbessern würde.

Weizen
18 Tage zuvor

Tera ist tot, es wird nur zu double Drop Events aktiv.

Captain Bimmelsack
18 Tage zuvor

Wer ein actionreiches MMORPG sucht, das eine schöne Geschichte erzählt, […] der sollte sich TERA unbedingt anschauen.

TERA mag den einen oder anderen positiven Aspekt haben, aber garantiert erzählt es keine „schöne Geschichte“. Die „Story“ und die zugehörigen Quests gehören zum ödesten, was das Genre zu bieten hat.

Dawid Hallmann
18 Tage zuvor

Wir haben den Teil rausgenommen, weil es dafür dann auch eine Erklärung bräuchte und es in der Tat nicht das herausragende Merkmal ist. Die Erzählweise ist für ein AAA-MMO simpel gestrickt und die Standard-Quests erwähnen wir im Artikel. Man sollte hier kein Guild Wars 2 oder WoW erwarten. Und die Story ist nicht der Grund, warum die meisten TERA spielen, ja.

Ich verstehe aber den Autor, wenn er sagt, dass es im Grunde eine „schöne Geschichte“ ist. Ich kann mich als ehemaliger Progress-Spieler noch gut an mehrere RP-Gruppen erinnern, die die ganze Geschichte aus jedem Fitzelchen aufgesaugt haben und wenn mir dann ein Lore-Experte was darüber erzählt hat, klang das schon gut. Ich fand z.B. immer sehr interessant, welche Hintergründe es bei den Rassen gibt. Da gibt es einige Lore-Videos zu auf YouTube, die das ganz gut aufzeigen.

Im Spiel selbst habe ich die Story meistens geskipped, wobei man durch die Cutscenes gut mitbekommen konnte, worum es grundsätzlich geht. Und die Zolyn-Story zu Fate of Arun-Zeiten war schon besser erzählt, finde ich.

IchMagKeinPVP
IchMagKeinPVP
18 Tage zuvor

Für euch mag das sehr aktive Kampfsystem oder wie ihr es beschreibt das sehr actionreiche Kampfsystem ein „Pro“ sein, für mich und sicher diverse andere Spieler ist das ein klares „Contra“.

Finde es gut dass im Artikel erwähnt wird dass nicht jeder den Asia-Look mag.

Insgesamt ein ziemlich umfangreicher Artikel, was positiv zu erwähnen ist.

Ansonsten ist es halt TERA, es ist lange auf dem Markt und ich denke viele werden es mal angespielt haben die interessiert waren, manche sind vielleicht dabei geblieben und andere werden es aus bestimmten Gründen nie anfassen.

Und dann sage ich noch wenn ich Bock auf RNG-Loot hätte in MMORPG’s, dann könnte ich gleich Retail-WoW spielen. Dieser Contra Punkt allein macht das Spiel für mich direkt restlos uninteressant, selbst wenn ich Asia-MMORPG’s mögen würde und nichts gegen aktive Kampfsysteme hätte, was zwei weitere klare Contra Punkte für mich sind.

Weizen
18 Tage zuvor

Was soll an einem direkten Kampfsystem schlecht sein? Schlecht sind nur Tap-Target Systeme wie es zB WoW hat.

IchMagKeinPVP
IchMagKeinPVP
18 Tage zuvor

Das ist Geschmacksache. In einem MMORPG bevorzuge ich zu 100% Tab-Target-Kampfsysteme. In Singleplayer RPG’s hingegen störe ich mich auch an aktiven Kampfsystemen nicht.

Und ich bin mir sehr, sehr sicher dass sich mehrere Spieler tendenziell für Tab-Target-Kampfsysteme aussprechen.

Weizen
18 Tage zuvor

Tap-Target ist halt was für Leute ohne Skill

Klaphood
18 Tage zuvor

Als ob Angriffe/Zauber zielen zu müssen das Einzige wäre, was eine spielerische Schwierigkeit darstellen kann. 🤦‍♂️

Da du WoW genannt hast: Ich finde die Rotations und vor allem die auf Prioritäten basierenden Spielweisen der meisten Klassen deutlich anspruchsvoller als in vielen dieser „Action“-MMOs, wo man die Skills zwar zielen bzw. treffen muss, aber ansonsten bei vielen Vertretern des Genres einfach nur die Skills auf Cooldown raushämmert. Oder höchstens minimale Combos o.Ä. hat.

IchMagKeinPVP
IchMagKeinPVP
18 Tage zuvor

Ganz genau so sieht es aus @ Klaphood!

Manche Specs haben „Prio-Listen“ bzw. Rotationen die bestehen aus +/- 10 verschiedenen Fähigkeiten.
Nimmt man dann noch die CD’s dazu inklusive Use-Trinkets und Pot, dann geht das teils in Richtung 15 Buttons.

Punktgenau Dot’s neu zu setzen, bei Proc den richtigen Button zu drücken und dazwischen den Filler zu casten scheint jedenfalls für hunderttausende, wenn nicht sogar für Millionen Spieler derart schwer zu sein, dass es rein von der Performance nicht für mehr als den LFR reicht!

Denn Dünnpfiff bezüglich Tab-Target sei was für Leute ohne Skill kann sich der gute „Weizen“ daher sonst wohin stecken!

Apo
17 Tage zuvor

Ich find Tab-Target auch suuuuper lame. Aber man kann sich alles irgendwie schönreden, stimmt schon.

IchMagKeinPVP
IchMagKeinPVP
17 Tage zuvor

Geschmacksache, wie ich schon erwähnte.

Nur weiß ich beim besten Willen nicht was ich mir schönrede.

Tronic48
18 Tage zuvor

Nicht schlecht, was die da vor haben, hört sich gut an.

Ich habe Tera komplett Solo, durch gespielt, ich meine damit natürlich nur die Story, und fand es richtig klasse.

Das Kampfsystem finde ich ja mal echt gut gemacht, vor allem wenn man dann gegen diese rissigen Bosse kämpft, das rockt.

Was den Rest angeht, da habe ich dann aufgehört, weil wie gesagt, das RNG macht kein Spas, wenn man seine Ausrüstung hoch-puschen will, geht zu oft in die Hose, und weil das Endgame halt dann nur noch oder zum größten Teils, in den INIs/Raids Spielt.

Aber mal sehen, vielleicht schaue ich es mir trotzdem noch mal an, wer weis.

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