Was hat New World eigentlich im PvE zu bieten? Wir haben Amazon gefragt

Was hat New World eigentlich außerhalb von PvP zu bieten? Das ist eine Frage, die häufiger gestellt wird, nachdem Amazon Game Studios viele Inhalte zu PvP gezeigt hatte. Über PvE wurde zwar schon gesprochen, aber noch nie ein richtiger Fokus darauf gelegt. MeinMMO-Redakteurin Leya Jankowski sprach deshalb mit den Entwicklern über Lore, Quests, Umgebung und Sehenswürdigkeiten im Spiel.

New World hat bereits vor Release eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich hätte das MMO ein Sandbox-Survival-Game mit Zwangs-PvP werden sollen. Das änderte sich jedoch nach erstem Feedback der Alpha-Tester. New World krempelte sich um und ist jetzt ein Open-World-MMO mit PvE-Inhalten. PvP ist nun optional.

Die Entwickler stellten das Spiel schrittweise in Video-Tagebüchern vor. PvE war hier immer mal ein Thema, trotzdem gab es bisher wenig zu sehen. Trailer von PvP-Massenschlachten gab es dafür ausgiebig. In Foren wie reddit und auch bei uns auf MeinMMO las ich häufiger die Frage, was es denn nun außerhalb der Schlachten zu erkunden gibt.

Deshalb bat ich Amazon, uns doch Mal ein paar Gebiete aus dem PvE zu zeigen und uns mehr über diese Inhalte zu erzählen. Sie schickten MeinMMO ein Video und baten ein Interview dazu an. Die Fragen beantwortete Charles Bradbury, der Art Director von New World.

Seht hier 10 Minuten PvE-Gameplay

Bevor ihr das Interview lest, empfehle ich euch das hier eingebettete Video zu sehen. Das Video wurde MeinMMO exklusiv von Amazon zur Verfügung gestellt. Einige der Fragen bauen auf das Video auf, weshalb ihr so besser versteht, was erzählt wird:

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Link zum YouTube Inhalt

Die Umgebung soll vielfältig werden und zum Erkunden einladen

MeinMMO: Ihr habt uns bereits viel über PvP-Massenschlachten oder auch die KI-Schlachten erzählt und gezeigt. Viele fragen sich jedoch nun, was es noch gibt. Was gibt es außerhalb von Territorium einnehmen und erweitern? Ich denke, euer Spiel hat auch viel mit Entdeckung zu tun. Aber was gibt es eigentlich zu entdecken in der Welt?

Charles Bradbury: Unsere Insel Aeternum ist riesig. Kontrast war uns beim Kreieren dieser Welt besonders wichtig. Wir wollten Vielfalt mit unseren Orten einbauen. Wie du sagtest, Entdeckung ist ein großer Teil des Spiels. Wir belohnen Spieler dafür, wenn sie zu all diesen unterschiedlichen Plätzen reisen und auch die ganzen versteckten Dinge entdecken.

Unsere unterschiedlichen Zonen haben auch unterschiedliche Figuren dort. Das Spiel soll immerhin Stunden um Stunden gespielt werden. Für Spieler soll es sich jedes Mal neu anfühlen, wenn sie in ein neues Gebiet vordringen und etwas zum Entdecken haben: 

  • Wir haben wunderschöne Weiden überflutet von Blumen, 
  • modrige Sümpfe, 
  • verschneite Gletscher und Bergspitzen,
  • tiefgehende, übernatürliche Wälder,
  • antike Ruinen,
  • Große Höllen-ähnliche Flächen, in denen die Welt auseinanderbricht.

All diese verschiedenen Kräfte und Gruppen sollten zusammen kommen und die Landschaft verändern. 

Das ist New World: Das neue Open-World-MMO von Amazon spielt auf der fiktiven Insel „Aeternum“, die mitten im Atlantik liegt. Ein Mineral im Inneren namens Azoth soll Unsterblichkeit verleihen. Die Siedler bekriegen sich um Gebiete und das Mineral auf der Insel. Es gibt 3 Fraktionen, denen sich Spieler anschließen können und die sich gegenseitig bekämpfen. Das Herzstück sind Festungen, die in Massenschlachten erobert, ausgebaut und verteidigt werden. Das geht sowohl im PvP, als auch im PvE gegen KI. Ein ausgebreitetes Charakter-Fortschritt-System bietet RPG-Inhalte.
Hier ist hervorzuheben, dass es keine Klassen im MMO gibt. Die Ausrüstung macht die Klasse aus. Herausstechen soll außerdem das Spieler-Housing mit Dekorationen, die sogar Buffs verleihen.

MeinMMO: Ihr habt uns für das Interview ein Video geschickt, auf dem man verschiedene Orte aus eurer Welt sieht. Ich glaube, viele davon waren eure Points of Interest, was Sehenswürdigkeiten gleichkommt. Da gibt es etwa direkt zum Anfang eine Art Ruine, die der Spieler betritt. Magst du mir erklären, was wir von diesen Sehenswürdigkeiten erwarten können? Wieso lohnt es sich sie zu erkunden?

Charles Bradbury: In dem Video betreten sie einen der antiken Türme, glaube ich. Der ist in einem Gebiet namens Eden Growth und das ist einer von unseren übernatürlichen Orten. Es gibt unterschiedliche Gegner-Familien, denen ihr begegnet und eine davon ist Angry Earth, die durch Azoth entstanden sind. Das ist ein übernatürliches Mineral in der Erde, das die Wesen mutieren lässt. Sie werden dadurch teils Erde, teils Organisch und teils Energie. Dieser Turm steht in so einem Gebiet der Angry Earth und er ist einer der kleineren Sehenswürdigkeiten. Eins deiner Ziele ist dort nach diesen Schlüssel-Gegenständen zu suchen, der euch später zu einer größeren Architektur führt.

Ihr müsst also diese kleinen Sehenswürdigkeiten erkunden, um später dann größere erkunden zu können. Es sind nicht alle Sehenswürdigkeiten so aufgebaut, aber dieser spezielle antike Turm hat eine größere Bedeutung. Sehenswürdigkeiten sollten eine starke Variation bieten, wenn man sie betritt. Wenn du nur 10 Minuten Zeit hast zu spielen, gehst du vielleicht eine kleinere Sehenswürdigkeit erkunden. Vielleicht sind gerade aber auch viele deiner Freunde online, ihr rüstet euch komplett aus und nehmt euch eine riesige Sehenswürdigkeit vor, die schon fast einem Dungeon gleichkommt. Wir haben keine klassischen Dungeons, aber eben die größeren Sehenswürdigkeiten die auch ihre Zeit brauchen, um sie abzuschließen. 

In New World herrschen seltsame Kräfte, die ihre Umgebung und Wesen verformen.

Findet mysteriöse Artefakte, um die Welt zu erkunden

MeinMMO: Diese Schlüssel-Gegenstände, kann ich mir das so vorstellen, dass ich einer größeren Geschichte folge, wenn ich sie sammele?

Charles Bradbury: Potentiell, ja. Einige von ihnen sind an Storys geknüpft und andere sind an Gameplay geknüpft, die euch zu schwierigen Begegnungen führen. Wir haben bereits den Spriggan gezeigt, der einer unserer großen Bosse ist. Wir haben noch andere Bosse, über die wir noch nicht wirklich geredet haben. Die Idee ist, dass ihr diese Artefakte nehmt, wir nennen sie Schlüssel-Gegenstände, aber sie sind eigentlich magische Artefakte. Wenn ihr die Schlüssel habt, lassen sie euch diese Begegnung erleben. Ihr könnt also diese Begegnungen nicht immer und immer wieder abfarmen. Ihr müsst eine kleine Reise erleben.

MeinMMO: Ah, ok. Also, wenn ich diese Artefakte zusammentrage, bekomme ich immer etwas Neues aus der Welt. Das kann dann sowas wie ein Boss oder ein Item oder neue Hintergründe zur Story sein.

Charles Bradbury: Ganz genau. 

MeinMMO: Vorhin hast du über die große Vielfalt der Umgebung gesprochen. Das ist mir auch aufgefallen, als ich das Video gesehen habe. Da gibt es

  • antike Architektur,
  • ein Piratenschiff,
  • ein Gebäude, das wie eine Kirche aussieht,
  • einen Platz, mit einem weißen, leuchtenden Baum wie im Märchen.

Kannst du erklären, warum Aeternum überhaupt so eine große Vielfalt in jeder Ecke hat?

Charles Bradbury: Zum Großteil kommt das durch die unterschiedlichen KI-Familien, denen ihr begegnet. Die Lore hat außerdem verschiedene Schichten, wie diese Familien überhaupt zu existieren begannen. Alle haben eine eigene Hintergrundgeschichte wie sie in Aeternum gelandet sind und was sie überhaupt auf der Insel machen. Ich habe vorhin ein bisschen über Angry Earth geredet. Das ist die Familie, die direkt vom Mineral Azoth durchdrungen ist und auf die anderen Kräfte reagiert, die sich auf der Insel befinden. Aber es gibt auch viele andere Gruppen. Da gibt es auch die Lost. Wir haben diese Lore um Azoth, dass das Mineral Menschen wiederbeleben kann.

Jeder, der nach Aeternum kommt, ist dann irgendwie mit seiner Seele mit der Insel verbunden. Die Lost zeigen was passiert, wenn diese Verbindung fehlschlägt und deine Seele im Prozess zerbricht. Das kann passieren, wenn jemand einen furchtbaren Tod stirbt, etwa ein Seemann der ertrinkt und an Land gespült wird. Die Lost sind dann nicht wirklich tot, aber auch nicht wirklich lebendig. Ihr findet also auch eine Menge Schiffswracks, wenn ihr zur Insel kommt, aber es sind alles unterschiedliche Schiffe aus einer Menge verschiedener Zeiträume. Bei den angespülten Seemännern gibt es auch einige Piraten, die es irgendwie geschafft haben zu überleben. Diese bilden dann auch ihre eigene Gruppierung, die versucht die Insel einzunehmen. Sie tendieren dazu, Schiffswracks zu ihren Unterkünften umzubauen. Sie ziehen die alten Schiffe an Land und hängen sie etwa an Klippen.

Dadurch entstehen ziemlich interessante Sehenswürdigkeiten. Die Lost können aber genauso auch Geister sein, denen ihr dann in ausgestorbenen Dörfern begegnet. Genauso seht ihr auch Bauernhöfe, die mittlerweile durch übernatürliche Kräfte korrumpiert sind. Ehemals idyllische Dörfer sind nun von Tod durchzogen und ihr werdet da etwa Kultisten begegnen. Die Sehenswürdigkeiten helfen euch dann zu verstehen, warum diese verschiedenen Gruppen überhaupt auf der Insel sind.

Auf der Insel Aeternum trefft ihr auf die unterschiedlichsten Wesen und Gebiete. Die Insel wird seit Ewigkeiten besucht und die mystischen Kräfte verformen sie zu etwas Neuem.

New World setzt auf Environmental Storytelling

MeinMMO: Die Gegner-Familien spielen eine große Rolle, was das Gameplay betrifft. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften und es gibt Unterschiede, wie man sie besiegen kann. Aber wie lerne ich mehr über ihre Hintergründe was die Lore betrifft, außerhalb von Sehenswürdigkeiten angucken?

Charles Bradbury: Environmental Storytelling spielt eine große Rolle hier. Aber Quests sind jetzt auch ein großer Teil von New World. Vor allem im frühen Teil des Spiels bekommen Spieler noch einen stärkeren Leitfaden, wie verschiedene Systeme funktionieren. Wir bringen hier auch schon Lore und Story mit rein. Charaktere denen ihr begegnet, sind die einzigen, die euch auch etwas von der Geschichte erzählen können.

Ansonsten werden Spieler sich viel auf der Umgebung basierend zusammenreimen. Ihr findet außerdem Tagebücher, Briefe und Zettel. Ihr könnt so verschiedene Erfahrungen und Perspektiven erfahren, von Leuten die schon auf Aeternum waren. Dadurch entdeckt ihr eine ziemlich obskure Narrative, in der ihr euch immer fragen müsst, ob das alles so stimmt, was die Person geschrieben hat. Ihr seht nur die Interpretation der Charaktere. Ihr als Spieler entscheidet für euch selbst, ob ihr der Person glaubt oder ob sie vielleicht im Delirium war. 

MeinMMO: Welche Motivation gebt ihr mir als Spieler eigentlich, in die Lore und in eure Welt einzutauchen? Gibt es eine besonders schlaue Art, in welcher Reihenfolge ich Aeternum erkunden sollte?

Charles Bradbury: Wir möchten, dass New World eine besonders offene und Spieler-getriebene Erfahrung wird. Es gibt ein paar zusammenhängende Quests, die dir beim Einstieg des Spiels helfen. Du bekommst eine vage Idee, was hier eigentlich los ist. Danach ist es die Entscheidung des Spielers, mit welchen Teilen der Welt er in Berührung kommen möchte.

Wir wollten hier verschiedene Typen von Spielern ansprechen. Es gibt welche, die sind wie Archäologen unterwegs. Die gehen in jede Ecke und schauen sich die Umgebung ganz genau an. Für diesen Typen Spieler gibt es Belohnungen, wenn der wirklich tief in die Sehenswürdigkeiten vordringt. Ihr könnt hier mehr als nur Story und Hintergründe finden.

Es gibt Gameplay-Belohnungen, so dass eure investierte Zeit belohnt wird. Es gibt auch viele andere Gameplay-Systeme, die zum Entdecken einladen. Da gibt es Stadt-Projekte und Fraktions-Missionen. Es gibt natürlich auch Bereiche, die wenig mit Story zu tun haben. Wenn du Lust hast, die Siedlung auszubauen oder neue Territorien einzunehmen, dann hast du natürlich auch andere Motivationen als die Spieler, die getrieben von Story sind. […] Wir möchten, dass Spieler unterschiedliche Optionen haben ihre Motivation zu finden. 

New-World-Wald-Gebiet-corrupted
Aeternum kann auch wie im Märchen aussehen. Gefahren lauern trotzdem überall.

MeinMMO: In dem Video gibt es mehrere Stellen, in dem Ressourcen abgebaut werden. Seit eurem letzten Entwickler-Tagebuch ist es noch deutlicher, dass Ressourcen sammeln und Crafting eine große Rolle in New World spielen werden. In dem Zusammenhang habe ich mich gefragt, ob es bestimmte Ressourcen oder Items gibt, die unbedingt benötigt werden, um bestimmte Orte zu betreten. Wenn es hier irgendwelche Beschränkungen gibt, kann ich trotzdem die gesamte Welt entdecken?

Charles Bradbury: Wir haben uns über die Schlüssel-Gegenstände unterhalten. Das ist vermutlich das, was Beschränkungen am nächsten kommt. Ihr müsst diese verschiedenen Objekte sammeln, um bestimmte Begegnungen haben zu können. Außerhalb von dem gibt es aber keine Blockaden, die dich davon abhalten in der Welt weiter voranzuschreiten.

Es gibt natürlich Gebiete, die für ein hohes Level gedacht sind und da möchtest du vielleicht nicht so gerne hin, wenn du noch nicht weit genug im Charakter-Fortschritt bist. Es wird dich aber auch keiner aufhalten, dies zu tun. Wir haben Action-Combat und wenn du wirklich gut im System von ausweichen und blockieren bist, dann kannst du auch schwierigere Gegner händeln.

MeinMMO: Wie groß ist in New World der Teil, in dem du dich mit Quests, Erkunden und Lore beschäftigst, im Vergleich zu PvP, großen Massenschlachten und Kriegen? Ihr habt euch immerhin entschieden, euer Spiel zu einer PvE-Erfahrung umzuwandeln. Ich glaube, Spieler, die dafür kommen, wird der Umfang interessieren. 

Charles Bradbury: Ich glaube nicht, dass ich das jetzt in Prozente runterbrechen kann. Aber es gibt riesige Teile des Spiels, die aus Sehenswürdigkeiten und viel PvE bestehen. Wir wollten überzeugende Inhalte für Spieler bieten, die nicht am PvP interessiert sind. Es gibt tatsächlich einige Leute, die nur die Welt erkunden und genießen wollen. Trotzdem bleibt natürlich PvP auch ein großer Fokus des Spiels, vor allem wenn es aufs Endgame zugeht. Alle Siedlungen können von Companys [Gilden] eingenommen werden und die Fraktionen bekommen Einfluss in den verschiedenen Territorien.

Wir wollten erreichen, dass beide Spielstile [PvP und PvE] miteinander verschmelzen. Auch die Leute, die nur PvE-Inhalte spielen, können einen Einfluss auf das größere Meta-Game haben, in dem es um die Kriege und Einnahme von Gebieten geht. Wenn sie Missionen für Fraktionen und Städte erfüllen, unterstützt das die PvP-Spieler, die für das gemeinsame Gebiet kämpfen. Genauso haben die PvP-Spieler Einfluss auf die PvE-Spieler, wenn sie Steuern anpassen oder wie die Städte ausgebaut werden. […]

Das Endgame für PvE-Spieler

MeinMMO: Du hast gerade erwähnt, dass die PvP-Kriege und das Territorium erweitern ein großer Teil des Endgames sind. Was würdest du sagen ist für mich das Endgame, wenn ich kein Interesse an dem habe?

Charles Bradbury: Dann geht es natürlich mehr über die PvE-Inhalte und das Crafting. Da kommt es aber auch darauf an, was dein Fokus ist. Wie du gesagt hast, gerade Crafting wird ein großer Teil des Spiels. Du kannst schon Ausrüstung von Bossen in der Welt bekommen, aber vieles der Ausrüstung lässt sich auf Crafting zurückführen. Wir haben nicht unbedingt die beste Waffe im Spiel, es geht mehr um die beste Ausrüstung für deinen individuellen Spielstil. Es gibt also diese Balance aus Crafting und PvE-Drops. Crafting soll sich auch weit im Endgame noch lohnen. Handwerker werden also eine wichtige Rolle spielen, um die großen Gruppen an PvP-Spielern zu unterstützen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch etwas für Solo-Spieler oder kleine Gruppen, die einfach nur durch die Welt streifen wollen. Wir haben etwas Ähnliches wie Dungeons und Bosse, das wird ein großer Teil des Endgames für die PvE-Spieler. Die Bereiche sind uns alle gleichermaßen wichtig.

Auf der Insel Aeternum gibt es Schneelandschaften mit Raureif.

Quests können lange Story-Stränge haben

MeinMMO: Ich weiß, dass ihr während der Alpha auch noch eure Quests überarbeitet habt. Ihr hattet Feedback erhalten, dass gerade zu Anfang die Fetch-Quests etwas dröge waren. Daraufhin habt ihr den Quests mehr Fleisch gegeben. Magst du mir erklären, wie sich die Quests eigentlich geändert haben? Habt ihr jetzt umfangreiches Storytelling durch Questlinien? 

Charles Bradbury: Gerade zu Anfang des Spiels möchten wir, dass die Quests sehr linear sind und den Spieler in die verschiedenen Systeme einführt. Zu Anfang sind die Quests mehr eine Tutorial-Erfahrung. Aber danach öffnen sich die Optionen recht schnell. Es wird weiterhin Fetch-Quests geben, aber auch welche, die sehr tief in die Lore einsteigen. Es ist uns wichtig, dass sich Spieler wie ein Teil der Geschichte fühlen.

Nicht jeder findet da interessantes Gameplay, also ist das Questen auch nicht dringend erforderlich, um Fortschritt zu erhalten. Für Spieler, die das aber mögen, wird es auch Quests noch in weit fortgeschrittenen Gebieten geben. Es gibt also auch einige Endgame-Questlinien, die dir einen Grund geben, in diese Gebiete zu gehen, wenn es sonst keine Gründe für dich gibt. 

New World verriet uns großen Wunsch der Alpha-Spieler – Das ändert sich zum Release

MeinMMO: Zum Schluss habe ich noch eine Frage zur Zukunft von New World. Habt ihr schon Pläne, wie ihr euer Universum erweitern wollt, was Umgebung, Quests und Environmental Storytelling betrifft? 

Charles Bradbury: Wir möchten New World natürlich im Gesamten weiter ausbauen. Als wir uns die Welt ausdachten, hatten wir schon so viele Ideen um die Lore, dass es sich fast alles von alleine geschrieben hat. Das kam vor allem, als wir uns tiefer mit den Fraktionen und den Gegner-Gruppen beschäftigten. Wir haben eine Menge Ideen, wo wir mit der Welt hin möchten. […] Wo die Reise hingeht, hängt aber auch davon ab, wie Spieler auf bestimmte Dinge reagieren. Wenn es irgendwas gibt, was sie besonders gerne mögen, werden wir natürlich darauf achten, ihnen auch viel davon nachzuliefern. Auch die Quests, Fetch-Quests sind so ein MMO-Standard, aber da wollen wir gerne darauf aufbauen. Wir möchten gerne mehr und bessere Quests nachliefern. Wir sind auf jeden Fall auch schon gespannt, was wirklich gut bei den Spielern ankommt. 

MeinMMO: Vielen Dank für das Gespräch. Ich bin schon gespannt, wie sich die mysteriöse Welt von Aeternum weiter entwickelt. Euer Video hat auf jeden Fall geholfen, einen besseren Eindruck zu bekommen.

New World könnte ein fantastischer Ort werden

Ursprünglich hätte New World in einem historischen Setting spielen sollen. Da hätte man ein alternatives 17. Jahrhundert erlebt, in der Zeit der amerikanischen Kolonialisierung. Das ließ mich damals recht kalt. Realität habe ich schon genug im echten Leben.

Als die ersten Bilder von mystischen Bestien und der verwunschenen Umgebung zum Vorschein kamen, änderte sich das schlagartig. Ich will diese Welt erkunden und entdecken.

Ich kann mir schon gut ausmalen, in jede Ecke von Aeternum zu kriechen und seine Geheimnisse zu lüften. Das neue, mystische Setting regt meine Fantasie an und ich möchte wissen, wo die unterschiedlichen Gruppierungen herkommen, welche Kräfte dort ihr Unwesen treiben. Diese Lore kann man ins Unermessliche erweitern.

Es bleibt noch abzuwarten, wie umfangreich das Erkunden tatsächlich wird. Es kann natürlich auch sein, dass man schnell jede Sehenswürdigkeit gesehen und jeden Stein zum hundertsten Mal umgedreht hat.

fragt meinmmo leya

Leya Jankowski
Brand Managerin | Teil der Chefredaktion

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EViolet

Ich hab mich jetzt durch den ganzen Trailer „gequält“ und muss sagen ich habe mir mehr erwartet. Das Kampfsystem sieht sehr langweilig aus und die Animationen der Spieler wirken wie vor 10 Jahren. Zusammengefasst: Ich werde auf die ersten Gameplaytrailer warten und mir neuerlich eine Meinung von dem Game zu machen aber die Lust darauf ist eher gesunken für diese Game Geld aus zu geben.

Jens Strenzelmann

Der YouTuber Myosin hat euer Interview zusammengefasst und das neue Gameplay gezeigt. Gute Zusammenarbeit. Manche mögen ja nicht lesen.

Kelric

Ich war jetzt von dem PVE Gameplay Video sehr enttäuscht. Das wirkt alles so bunt, und der Feuerstrahl aus dem Stab sah sorry – irgendwie gar nicht nach Feuer aus. Grafisch hat mich das Video oben gar nicht geflashed. Das ganze spricht mich immer weniger an, warten wir mal die Beta ab – wenn die ganzen Spieler streamen dürfen.

Zoth Omog

Also quasi nicht viel zu bieten, da hatte DAoC ja mehr. 😀

mordran

Das sieht nach dem ultimativen Walking Simulator aus, Environmental Storytelling so hinzukriegen dass das nicht langweilig ist stelle ich mir sehr schwer vor.

MeGusta

Super Artikel. Aber das Gameplay sieht echt nicht so überzeugend aus. Mal schauen ob es bis zum Release glatter läuft.

Waldspecht

„Wir haben keine klassischen Dungeons, aber eben die größeren Sehenswürdigkeiten die auch ihre Zeit brauchen, um sie abzuschließen. “

Damit hat sich das Game für mich leider disqualifiziert. Ich war sehr Interessiert an dem Spiel aber die Klassischen-Dungeons würden mir sehr fehlen. Das vermisse ich schon bei BDO, ein Action-Combat-MMO mit geilen Dungeons.

Leider überzeugen mich die Gameplay Videos gar nicht, alles sieht so langweilig, öde und mega langsam aus.

Warten wir mal die Beta ab und schauen dann mal rein 😛

McPhil

Es gibt nur einen Arena Boss und dann nochmal wenn ich mich nicht irre, 2 Open-World Bosse. Und das soll die Spieler bei Stange halten?

Nexus258

Ich war noch nicht Sicher ob ich mir das Spiel kaufen soll, auch mit dem Hintergrund das ich früher die Alpha gespielt hatte, aber nach dem Gameplay hab ich es direkt vorbestellt. Es sieht sehr gut aus und ich freu mich schon auf die Beta

Bodicore

Ja das Bogenschiessen sieht ja schon sehr sexy aus wie der Bogen nachfedert nach dem Schuss jetz müsste nur noch die Haltung im ausgezogenen Zustand stimmen und mein PC würde in Gefahr laufen einen Kurzschluss mit anschliessendem Wohnungsbrand auszulösen.

Die Landschaften sind sehr schön gemacht das Schneegebiet gefällt mir super. Ich denke die Welt kommt gut.

Alles andere überzeugt leider nicht wirklich.

Bodicore

Würde ich auch sagen…
Grundsätzlich ist selber spielen nicht zu vergleichen mit zuschauen.

Tronic48

Bin froh, es nicht vorbestellt zu haben, was nicht heißen soll das ich es schlecht finde, und es mir nicht zulegen werde, als, wenn dann vielleicht etwas später, warum.

Es erinnert sehr stark an ESO, vor allem, was mir den gleich aufgefallen ist, den da kann ich nicht vorbeischauen, ist die Kleidung/Rüstung, genau wie bei ESO, bei dem Magier oder so, der mit der Robe, da sah ich den gleichen misst, die Robe klebt an seinen Beinen fest, sieht jedenfalls so aus, eben genau wie bei ESO, und das sieht scheiße aus, hoffe das wird noch überarbeitet.

Kampfsystem, na ja, ich weis nicht wie ich es sagen soll, unter Action verstehe ich was anderes, was ich da sah, wahr eher zum einschlafen, man müsste viel mehr Schläge machen können, in kurzen abständen hinter einander, und nicht wie es ist, ein schlag, oder 2, dann wegrennen, ich stelle mir das so vor, rein in den Kampf, 3-4 Schläge in folge, dann rolle rückwärts oder zur Seite, dann wieder rein-springen, 3-4 Schläge, usw., beim Bogen, sollte es ähnlich wie bei GW2 sein, auch schnelle Schüsse sollte es geben, oder mal in die Luft schießen, ähnlich wie ein Pfeil Hagel, usw.

Lebendige Welt, wo Bitte soll die sein, da fehlt es an jeder ecke, Fauna, Blätter die fallen, Tiere die umher streifen, NPCs die ihren Tages Abläufen nachgehen, hier und da ein Lagerfeuer in der Wildnis, wo NPCs sitzen, und, und, und.

Grafik ist Okay, Sound auch, die Effekte sind auch ganz gut, aber wie schon gesagt, der Rest, da hoffe ich noch auf nachbessern.

So, das mal vorerst von mir, nachdem anschauen des Videos, ansonsten ein guter Artikel, Daumen hoch.

Narkaj

Ich habe wirklich große Hoffnung in das Spiel gesetzt, je mehr ich allerdings jetzt davon sehe umso mehr schlägt meine Hoffnung in Frust um.
Sieht für mich sehr lieblos und uninteressant aus, hab die ersten 5min vom Video gesehen und wollte es am liebsten ausschalten.
Hab ich mich verguckt oder sind da tatsächlich nur 3 Skills vorhanden?
„Wir haben keine Dungeons“ weiß ich jetzt auch nicht was ich davon halten soll… . Ich glaube das wird ne schwierige Nummer mit mir und new world werden, erstmal abwarten und Twitch schauen.
Danke für den ausführlichen Artikel!

Threepwood

Auf offenes PvE zu setzen finde ich ja grundsätzlich interessant, aber ich wage mal zu behaupten, dass ein Großteil der PvE’ler heute auf repetetives Dungeon-Grinden getrimmt wurde und das als „PvE“ definiert.
Erkunden, Crafting, Rätsel und Feld-Bosse sind in den meisten MMORPGs ja neben Instanzen als Fokus noch enthalten, also wirkt das für Amazon schon nach einer ordentlichen Herausforderung, solche Spielergruppen länger als 4 Wochen zu binden.

Mich hat im Video tatsächlich die Vielfalt der Landschaften überrascht und bin gespannt wie gut die Gebiete zueinander passen und ineinander übergehen. Housing bei den Piraten ist aber schon reizvoll.
3 Skills pro Waffe wirkt eher unterwältigend (bleibt das so!?) und insgesamt wirkt es ein wenig wie ESO. Etwas hölzern, bisschen spürt man schon die Bandscheibenvorfälle beim Schwung und Sprung. 😀

Caliino

Eigentlich hatte ich bei New World endlich die Hoffnung mal wieder ein gutes Action-Combat-MMO spielen zu dürfen – aber sorry das ich das jetzt so sage: Das hat (für mich) nicht viel mit Action-Combat zu tun…..

Ja man muss zielen um zu treffen, aber dann nur ganze 3 Skills (+Autohit?) pro Waffe?
Und selbst wenn man die jederzeit wechseln kann, so richtige „Action“ sehe ich da trotzdem nicht.

Nunja nichts desto trotz:
Ich bin froh es noch nicht gekauft/vorbestellt zu haben und wünsche trotzdem allen viel Spaß die es spielen werden 😀

Klarus

Ich sehe für mich aktuell dann den Reiz im Erkunden der Spielwelt.
Ressourcen sammeln und Crafting als großer Teil im PvE-Endgame lockt mich nicht, daher ist wohl eher der Weg das Ziel. Zu Release soll es ja z.B. nur einen Arenaboss geben (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).
Hört sich für mich nach einem gemächlichen Spiel an, also eher nichts für diejenigen, die durch die Inhalte rushen und sich dann über das „eintönige“ Endgame aufregen 😎

Nico

Also wenn normale Bossgegner wie der Pastor Walsh aussehen am ende des Videos dann prost Mahlzeit, dann wird das Spiel mega Casual vom Schwierigkeitsgrad her.
Das Kampfsystem ist nun nicht grad das gelbe vom Ei, das ist ja wie ein ESO Kampfsystem 0.5

Was mir auch auffällt, die Welt wirkt richtig richtig Leer und Statisch, Hat man am besten gesehen als man in der Stadt war, keine NPC´s außer an paar festen stellen. Lebendig ist was anderes.

Und da sind wir beim nächsten Punkt, wenn die Welt nicht Lebendig genug ist dann läd sie auch nur bedingt zum erkunden ein.

Nüchtern betrachtet sieht das Spiel optisch ganz gut aus, Rüstungen gefallen mir, aber die Waffen sind das genaue gegenteil, die passen nicht ansatzweise in den Stil der Rüstungen.

Azaras

hm ok ich hab jetzt mehr auf so ein event system gehofft wie in gw2 von kleinen bis großen

Kolbe

Gibt es… in Form von so Rissen die man machen kann/sollte.

Azaras

ja aber so wie ich das verstanden haben laufen die ja immer gleich ab oder nicht ?

Kolbe

soweit ich das bisher beurteilen konnte ja ich muss aber dazu sagen das ich die Alpha nicht so weit gespielt habe da ich noch andere Games hatte!
Aber wenn sie weiter so offen auf Ideen usw reagieren wie sie es bisher im Alpha Forum tun steht dem nichts im Wege das sich das noch ändert usw.
Ich hab z.B. die Idee angesprochen mit den Portalen wie sie in Albion Online sind da man das hier wirklich leicht einbauen könnte und es ist bisher sehr positiv aufgenommen worden… was am ende aber nicht bedeutet das sowas auch umgesetzt wird.

Moast

Oh man, ich hab so sehr gehofft, dass das ein geiles MMO wird. Aber je mehr ich davon sehe, desto mehr Zweifel bekomme ich.

Das Gameplay sieht ja dermaßen öde aus. Und das ist ein offizielles Video, mit dem sie Spieler gewinnen wollen.
Andererseits wird es in meiner Community, von denen, die schon in der Alpha sind, doch sehr gelobt.

War selten so hin und her gerissen…

Kolbe

Es hat seine Probleme aber weniger das was viele nicht Alpha Spieler kritisieren! Ich bin der Meinung das es nicht das sein wird was einige erwarten aber andere dafür wieder Überrascht sein werden! Es wird seine Daseins Berechtigung haben.

Chris K

Geht mir sehr ähnlich. Bin immer wieder hin und her gerissen. Werde mir mit der Beta ganz einfach einen eigenen Eindruck machen. Grundsätzlich habe ich richtig Lust auf die Welt von New World. Bin aber auch der klassische Explorer und brauche nicht zwingend „Leitfäden“ um Spaß an einer Welt zu haben. Ist natürlich aber nicht Jedermanns Sache. Die Ansätze keine klassischen Instanzen/Dungeons zu haben finde ich zum Beispiel gut. Ich hoffe das es funktioniert – verstehe aber die Zweifel die viele dabei haben. Der Artikel hat mich wiederum eher positiv gestimmt. So unterschiedlich kann da die Wahrnehmung sein 😀

Jens Strenzelmann

Ein sehr ausführlicher Artikel wie ich sehe! Weil ich Eure Qualität schätze, gibt es vor dem lesen schon ein „Gefällt mir“.

Ron

„Wir haben keine klassischen Dungeons, aber eben die größeren Sehenswürdigkeiten die auch ihre Zeit brauchen, um sie abzuschließen. “
Puh, also der Punkt bereitet schon etwas Sorge, wie ich finde,

Kolbe

Ich bin dennoch der Meinung das sie sowas wie random Dungeons rein bringen sollten… vllt. wie bei Albion Online mit den Portalen in die verschiedenen Dungeons. Da kann es dann auch PvP/PvE Dungeons geben usw! Erklären könnte man das Lore Technisch damit das die Dämonen nicht zu uns kommen sondern nur die Portale entstanden sind und wir dann zu dennen müssen um das Gebiet wieder zu säubern.

Denis

Es gibt halt sozusagen wie kleinere Orte wo schwierigere gegner mit endboss warten.
Ist jetzt nicht so schlimm man muss halt wenigstens nicht in ein „matchmaking“ rumwarten sondern kann sich alleine dran versuchen. Wenn man gut mit dem Kampfsystem vertraut ist (nicht so wie in dem video 😀 ) dann kann man das schaffen mit richtigen bufffood. Ich finde es gut das man sich auf schwierige quests oder dungeons vorbereiten muss.
Z.B. genug pfeile bufffood genug reparaturteile usw. dabei haben und dann kann man da rein.
Es ist nicht wie ein klassischer dungeon, muss aber nicht schlimm sein.

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