MMORPG: Wo stehen WoW, ESO, GW 2, FF14, Black Desert vor 2019?
State of Play - Dezember 2018

In unseren Rubrik „State of Play“ schauen wir auf den Stand der 5 große westlichen MMORPGs. Wo stehen die Online-Rollenspiele World of Warcraft (WoW), The Elder Scrolls Online (ESO), Guild Wars 2, Final Fantasy XIV und Black Desert kurz vor dem Wechsel ins Jahr 2019?

Das ist die allgemeine Situation: 2018 war sicher nicht das Jahr der MMORPGs:

Hier im Westen gehörte das Spielejahr 2018 den Online- Shootern wie Fortnite, Destiny oder Call of Duty. Sie setzen auf kurze, intensive Spiele-Session.

Auch große Singleplayer-Spiele mit langen Kampagnen oder epischen Stimmungsbildern wie God of War oder Red Dead Redemption 2 brillierten.

MMO State of Play 2015
Das war das Titelbild vom State of Play 2015. Rip WildStar

Dennoch geht es den 5 großen MMORPG im Westen nach wie vor gut. Die meisten der Spiele besinnen sich auf sich selbst und versuchen, die bestehenden Spieler zu halten oder alte zurückzugewinnen.

Die große Frage für alle MMORPGs vor 2019: Wie können sie neue Spieler gewinnen? Wie können sie die Generation „Fortnite“ für das MMORPG begeistern?

Wir schauen uns die Lage der 5 großen MMORPGs vorm Jahreswechsel zu 2019 an und wo die Spiele stehen.

Black Desert Xbox One Titelbild

Black Desert – Nebenwege und Zukunftsversprechen

Das ist die Situation von Black Desert: Das MMORPG war schon immer ein Spiel mit großen Zukunfts-Versprechen. Immer bastelt Pearl Abyss an einem Feature herum, das in Zukunft ein noch besseres, noch schöneres MMORPG aus Black Desert machen soll.

Aber egal, welches Feature sie da ausknobeln, Black Desert bleibt letztlich immer dasselbe Spiel.

Black Desert ist ein MMORPG für eine eng begrenzte Zielgruppe. Denn hier im Westen fehlen den meisten MMORPG-Fans doch Dungeons, Raids und andere traditionelle PvE-Inhalte. Auch die Story wird häufig bemängelt.

Black Desert Archer

Der Reiz von Black Desert liegt eigentlich im Kampfsystem, das zum Grinden verleiten soll, weil es so viel Spaß macht.

Dazu reizt es ungemein, die Welt von Black Deert zu erkunden, Handel zu treiben und in diese Fantasy-Welt einzutauchen, die so viel Freiheit verspricht.

Black Desert: Nach 2000 Stunden Grinding ist der Erste auf Level 62

Als Sandbox-MMORPG hat Black Desert hier ein Alleinstellungs-Merkmal im Westen, aber geht vielleicht am Geschmack der traditionellen MMORPG-Spieler vorbei.

Black Desert O’dyllita 5

So lief 2018 für Black Desert: Das MMORPG ist der große Gewinner des Jahres – allerdings auf eine Art, die wir hier im Westen wenig zu schätzen wissen.

Black Desert ist als Mobile-Version unglaublich erfolgreich in Asien und hat da ein Vermögen verdient, so viel, dass man sich ein westliches MMORPG, EVE Online, dazukaufen konnte.

Für das eigentliche PC-Spiel kamen weitere Zonen und ein grafisches Remastered, das lange versprochen wurde. So richtig viel hat sich aber drumherum nicht getan.

Black Desert klatschende Dunkelelfe
Bildquelle: ama8o8

Deshalb ging Black Desert hier im Westen 2018 auch etwas die Luft aus. Immer nur neue Klassen und neue Zonen sind zwar nett, geben aber keine großen Impulse. Zumal wir hier im Westen lange auf die neue Inhalte warten durften – Korea ist da oft ein halbes Jahr voraus.

Die Konsolen-Ports auf PlayStation 4 und Switch sind noch in ferner Zukunft. Der Port auf Xbox One läuft, aber schleppend. Große Wellen konnte die erste Beta hier nicht schlagen.

Black Desert liegt häufig im Clinch mit seiner Community. Da ist man im Verdacht, zu viel auf Pay2Win zu setzen. Das sorgt regelmäßig für negative Schlagzeilen.

Black Desert zeigt gewaltige Pläne, Remastered-Grafik und neue Klasse

So steht Black Desert Ende 2018 da: Sicher geht es der Firma hinter Black Desert hervorragend. Doch Pearl Abyss verschiebt langsam den Fokus vom MMORPG weg und will weitere Spiele etablieren. Mit dem Mobile-Erfolg haben die Koreaner nun Blut geleckt.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten für die PC-Spieler im Westen: Pearl Abyss hat wieder große Pläne für Black Desert ausgegeben und will eine globale Version pushen, so dass die Spieler im Westen nicht so lange auf neuen Content warten müssen. Battle-Royale kommt natürlich auch.

Black-Desert

Hier im Westen wird Black Desert mit seiner Anlage wohl nie ein Hit für die Masse werden, auch ist mittlerweile viel böses Blut im Umlauf. Wer das Spiel aber liebt, der wird es weiter lieben und kann sich auf eine interessante Zukunft mit attraktiven neuen Features freuen.

Die Aussichten für Black Desert sind gut, wenn auch speziell.

Black Desert für Xbox One und PS4 – Warum dauert das so lange?

Das wird 2019 wichtig für Black Desert: Es wird für Black Desert wichtig sein, als ein attraktives und zeitgemäßes MMORPG zu erscheinen, das neue Spieler binden kann, und auf den Konsolen erfolgreich ist.

Mit der Überarbeitung der Tutorials und der Einstiegs-Erfahrung ist man da auf einem guten Weg.

Black Desert Lahn Header

Ansonsten wäre es gut, wieder einen besseren Draht zur Community zu finden. Was da nach außen dringt, ist selten freundlich. Das kann Spieler abschrecken, die nach einem neuen MMORPG suchen.

Die meistgelesene News 2018 zu Black Desert auf MeinMMORussische Spieler von Black Desert erleben den MMORPG-Albtraum

Auf der nächsten Seite geht es mit State of Play weiter.

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OstseeMatzeRDG
OstseeMatzeRDG
1 Jahr zuvor

Ich glaube das 2019 für ESO ein gutes Jahr wird. Vorallem die Erweiterung nach Elswyre ist mal was ganz neues. Da diese Region in noch keinem ES Teil richtig beleuchtet wurde. Dazu kommen sicher auch noch neue DLC und neue Monster. Ebenfalls hat man schon angekündigt die Klassen grundlegend zu überarbeiten.
Ich finde es aber gut das ESO kleine und solide Schritte macht, anstatt sich mit großen zu blamieren. Der stete Tropfen hölt den Stein. Und so wird sich auch ESO in Zukunft stetig weiter entwickeln.

Micro_Cuts
Micro_Cuts
1 Jahr zuvor

Ich bin immer noch in GW2 unterwegs. Kein anderes MMO konnte mich so lange halten.

Spiele jeden Tag nach der Arbeit bisschen PvP, gehe Mats farmen, mache paar Events oder betreibe Handwerk. Gibt irgendwie immer was zu tun.

Nur Housing fehlt mir wirklich in GW2. Aber es gibt einfach kein MMO mit guten Housing auf dem Markt. Wildstar is tot, in Rift is nix los und die anderen MMOs haben kein gutes Housing.

Alzucard
1 Jahr zuvor

Die beliebtheit der pserver spricht Bände im Falle black desert.

Horteo
Horteo
1 Jahr zuvor

Meiner Meinung nach hat nur ESO geliefert. Die anderen nicht. Speziell WOW ist nur noch ein Schatten

Alex Lein
Alex Lein
1 Jahr zuvor

Also ich habe ESO erst vor kurzem gespielt. Bei all der berechtigter Kritik gegenüber WoW, bietet WoW mir allein jetzt mehr Content als ESO es in den nächten 4 jahren tun wird.
So viele Fehler wie BfA auch hat, ist das gesamte ESO Jahr 2018 ja wohl nur ein leiser Furz dagegen (und ich habe mir bei ESO dieses Jahr Sommersend und die anderen DLCs geholt).
Und das sage ich als Neutrale Person, die erst im 2018 mit WoW (letztes mal zu Wotlk gespielt) angefangen hat und zum ersten mal ESO gespielt hat.

David Blizzard Naumann
David Blizzard Naumann
1 Jahr zuvor

Ich muss meinem Vorredner zustimmen, Eso hat dieses Jahr sicher ein paar Probleme gelöst und steht gut da, das was dem Spiel aber schon seit Jahren abhanden kommt ist eindeutig die Tatsache, dass man seine Charaktere nicht wirklich als individuell oder mächtig empfindet. Man hat zwar das CP-System, oder den PvP-Rang, aber gemessen an der Tatsache, dass sich ein day 1 Spieler kaum noch von jemandem unterscheidet der erst seit nem Monat spielt, macht das Spiel mittlerweile komplett fade. Das ist meine persönliche Meinung. Da bietet mir WoW auch wenn ich es nichtmehr regelmäßig spiele durchaus mehr, als es Bethesda mit der ganzen One Tamriel Geschichte, dem zugänglich machen von Mounts die damals für viel Geld verkauft wurden und dem unausgeglichenen Rassen tun. Bin bei Eso seit Tag 1 der Beta dabei, hab weitaus über 8200 Spielstunden, da kann ich mir doch zumindest herausnehmen, mich von den restlichen 80% die im Laufe der Jahre zukamen zu differenzieren was zumindest einen Titel oder ähnliches angeht . Das hat Bethesda klar vermasselt, zumindest meiner Meinung nach. Ich bin auch nicht der Einzige Corespieler dem es so geht aber Bethesda ist zu sehr mit der Neukundenakquise beschäftigt und bemerkt scheinbar nicht, dass der Rest Eso langsam aber sicher den Rücken kehrt

Alex Lein
Alex Lein
1 Jahr zuvor

Damit triffst du es exakt auf den Punkt.
Ich habe stunden in mein Charakter investiert und unzählige Fähigkeiten freigespielt. Trotzdem fühlt sich alles so an, als würde mein Charakter sich überhaupt nicht weiter entwickeln.
Und Charakter Entwicklung macht für mich ein MMORPG aus und das hat ESO voll verhauen.

Soldier224
Soldier224
1 Jahr zuvor

Es gibt sicher Sachen die sind subjektiv und eine Geschmacksfrage. So sicherlich auch, die Charakterentwicklung in ESO. Fortschritt gibt es aber allemal. Da hat ESO auch nichts verhauen. Nur egal was wäre, man kann nicht alle zufrieden stellen.

Mich persönlich hat die ständige Itemspirale in WoW nur noch genervt und das alte Gebiete mit jedem Addon entwertet worden waren (Mag sein dass Blizzard jetzt versucht hat auch auf den Zug aufzuspringen auf dem Swtor und ESO schon länger sitzen). Ich mag es wenn Spiele in die Breite gehen und nicht in die Höhe. Und in dieser Hinsicht hat ESO WoW eine Menge voraus. Und auch was die Menge der reinen Inhalte angeht, hat ESO gut aufgeholt obwohl WoW gut 10 Jahre Vorsprung hat.

Letztlich denke ich: Jeder soll mit dem Spiel Spaß haben dass er persönlich favorisiert. Bei dem was es schon alles gibt müsste auch für jeden Geschmack was auf dem Markt sein. Es ist auch verdammt schwer über den Geschmack zu streiten.

Soldier224
Soldier224
1 Jahr zuvor

Bethesda hat mit One Tamriel nix zu tun gehabt. Ebenso wenig ist Bethesda verantwortlich für ESO als Ganzes. Es gibt zudem viele die seit der Beta dabei sind, mich im übrigen eingeschlossen, welche die Richtung die ZOS gewählt hat (ZOS = Zenimax online Studios, also die die wirklich hinter ESO stecken…) als gut empfinden.

David Blizzard Naumann
David Blizzard Naumann
1 Jahr zuvor

Als Kind der 80er und 90er ist es einfach mal fest in meinem Kopf verankert, dass Bethesda die Erfinder der kompletten Elder Scrolls Reihe sind, daher können wir jetzt gern darüber fachsimpeln ob Bethesda als Publisher und Erfinder der Saga da noch ein Mitspracherecht hat oder eher nicht. Aber ich füge mich deiner Aussage und geb dir einfach mal provisorisch recht wink Ich glaube gewisse Aspekte des Spiels hätten besser gelöst werden können. Man soll meine Aussagen auch nicht falsch interpretieren, da ich auch heut noch Spaß an Eso habe, aber ich denke es finden sich sowohl Befürworter als auch ablehnende Stimmen über die komplette Entwicklung. Alles in Allem hat die Umstellung zu Tamriel Unlimited sicherlich das Franchise gerettet, jedoch ist es leider meines persönlichen Erachtens nunmal so, dass ein gewisses Abheben von anderen Spielern sicher etwas gewesen wäre was dem Spiel genauso gut getan hätte. Das es nachwievor Probleme im Rassen und Klassenbalancing gibt, sowie Performanceprobleme sowohl im PvE als auch PvP zumindest auf der Ps4 ist leider nunmal eine Tatsache….wobei man auch da sicher wieder Leute findet die es komplett anders empfinden werden. Ich denke jeder hat seine eigenen Erfahrungswerte die er dahingehend beisteuern kann und sollte

Soldier224
Soldier224
1 Jahr zuvor

So ist das halt mit Geschmacksfragen. *g*

Was die Performance betrifft, ich spiele auf dem PC, kann ich was Konsolen betrifft nicht viel mitreden. Aber Balanceprobleme und Perfomance Probleme hast du auch immer in anderen MMo´s. Da sage ich immer: Jeder soll das spielen wo er die Fehler am besten verkraften kann. Und es ist ja wirklich so, dass umso mehr ein Spiel einem Spaß macht man auch über mehr Fehler hinweg sieht.

Und inwieweit Bethesda Mitpracherecht hatte lässt sich kaum sagen, da kann man viel unnötig spekulieren. Ich selbst schätze dass man sich schon hinsichtlich der Story ausgetauscht hat. Aber das wird auch alles gewesen sein.

David Blizzard Naumann
David Blizzard Naumann
1 Jahr zuvor

Da muss ich dir hinsichtlich aller Belange größtenteils Recht geben, ich sehe es auch nicht anders, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, in wie fern man welches spezifische Mmo für sich selbst eher präferiert. Ich hab damals gewechselt als das 15 Euro Angebot von Zenimax bestand seinen Pc Account auf die Ps4 zu portieren und habe schnell gemerkt, dass es leider ein Fehler war, die Performance war auf den Pc-Servern weitaus besser…..auf der Ps4 merkt man es vor Allem bei den PvP Events, wenn sich 3 Allianzen gleichzeitig in Cyrodiil vor einem Außenposten behaken, dann artet vieles schnell in eine Diashow aus. Meiner Meinung nach merkt man aber schon, dass grad im Bezug auf Raids, was das Tanken betrifft, die Rassen einfach zu unbalanciert sind, ich steh nicht so darauf, dass ich in eine Rasse gedrängt werde, ich denke aber auch, dass dort die Schuld sowohl teilweise einerseits bei Zenimax als auch bei der Community zu suchen ist. Argonier sind momentan wirklich stark was die Passiva angeht wenn dadurch andere Rassen und Klassenkombinationen einfach deutlich schwächer abschneiden, ich denke da hat Zenimax sicher einiges auszubessern, zumindest ist das meine Sicht der Dinge. Soweit ich mich erinnere hat Zenimax diesbezüglich aber zumindest schonmal Änderungen angekündigt sofern ich mich recht entsinne.

DrPIMP
DrPIMP
1 Jahr zuvor

„Hier im Westen gehörte das Spielejahr 2018 den Online- Shootern wie Fortnite, Destiny oder Call of Duty“

Bei Destiny habe ich was anderes gehört und gesehen xD

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Das war zu Forsaken schon ein großes Thema. Auf unserer Seite ist es auf jeden Fall nach wie vor riesig.

Und wenn ich mir die Coverage auf an anderen großen Gaming-Seite ansehe, war Destiny 2 auch 2018 noch ein großes Thema.

Frosteyes
Frosteyes
1 Jahr zuvor

Wenn dir die anderen Kommentare von DrPIMP durchlesen solltest, die sind alle voller Hass, Spott und tragen nie wirklich zum Thema in irgendeiner Art und Weise dazu. Bei Path of Exiles meint er, es kriegt davon Augenkrebs und spielt dann lieber Diablo „2“, bei anderen Spielen kommen nur Sachen wie „Wer spielt das überhaupt“, im Fallout Spieler beklagen sich angepöbelt zu werden wenn die das spielen kam von den auch nur negatives Zeug was nichts zur Sache tut

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Jo, aber es ist immer noch gerade im Rahmen dessen, was wir zulassen. Ihm wird dann ja auch widersprochen.

Andere, die dann noch 2 Schritte weitergehen, bei denen melden Leser die Beiträge und wir löschen die dann und bannen unter Umständen.

Aber z.b. der Kommentar hier, also anzuzweifeln, dass Destiny wirklich eins der bestimmenden Gaming-Themen ist – das ist halt provokant, aber jetzt nicht irgendwie anstößig.

TheDivine
TheDivine
1 Jahr zuvor

Also ich finde Destiny derzeit richtig gut. Kaum ein Spiel hat mich das letzte halbe Jahr so gehalten.

Plague1992
Plague1992
1 Jahr zuvor

GW2 hat mich nach nun 6 Jahren leider verloren. Ich bin zwar Fan einer horizontalen Progression und anderen Motivationen abseits von höheren Stats und Leveln, aber irgendwie verpasst Anet dann etwas passendes ins Spiel zu implementieren.

Statt einer Itemspirale erfuhr ich über die Jahre eine Art Content Spirale. Man weiß was man bekommt und dass die eigentlichen Belohnungen dann doch recht mittelmäßig ausfallen. Gerade wenn man eine nur eine handvoll mains hat, die bereits vollends ausgerüstet sind und es an deren Designs ebenfalls nichts mehr auszusetzen gibt ertappt man sich selber in einer Lage wo es eigentlich nichts mehr zu tun gibt. Klar gibt es dann solche unverhältnissmäßigen Endgameziele wie eine Legendäre Rüstung, aber 1000 Stunden zu investieren nur um des Prinzips wegen?

Es ist zwar quasi schon ein Meme geworden dass Anet alle neuen Cosmetics nur im Handelsposten anbietet und sie müssen sich ja irgendwie finanzieren und bla bla … Aber gerade bei einem Spiel welches bewusst auf eine typische Motivationskurve verzichtet läuft doch irgendwas verkehrt wenn man sämtliche freispielbaren Gleiter und Mounts an einer Hand abzählen kann. PrIdE aNd AcCoMpLiShMeNt!!!

Es kommt zwar immer schön eine neue Episode oder ein Event, wenn man aber mit der Story nichts anfangen kann, oder man ein zusätzliches ascended item nicht mehr braucht und man nun nicht gerade ein Sammler oder Achivement-Hunter ist gibt es einfach nichts zu tun.

Eine horizontale Progression heißt für mich dass man sich dennoch seperat oder anderweitig verbessert, das ist in GW2 aber irgendwie nicht der Fall. Ja klar kommt hin und wieder mal einer Skill hinzu, wenn dieser aber nur in speziellen Situationen gebraucht wird, oder später in anderen Teilen des Spiels im Grunde überflüssig dann ist es für mich keine Progression im dem Sinne. Eine Map verlangt von dem Spieler zu fliegen? Also lernt er fliegen, Eine Map verlangt von dem Spieler besonders hoch zu springen? Also lernt er springen … Das wirkt mehr als ein Abhaken einer To-Do Liste.

Später habe ich mich dabei ertappt dass ich eigentlich nur noch Gold farme. Sachen X-Y kosten Gold. Sei es der neue Mount Skin, den Precursor, Items zum Craften, Ausbau der Gildenhalle … Am Ende braucht man immer Gold. Das geht sogar so weit dass es sich eigentlich zu keinem Zeitpunkt im Spiel lohnt einen Gegenstand gezielt zu farmen, solange man ihn auch mit Gold kaufen kann. Also farmt man Gold, also nutzt man die effizientesten Methoden, also macht man für 2-3 Monate straight unbewusst immer dasselbe.

Das Problem ist unmittelbar mit der Tatsache verbunden dass der Handelsposten zu sehr in das Spiel mit eingebunden ist.So kommen solche absurden Werte wie 120.000 Candy Corn für ein Mini zustande. Anet muss zwangsweise das Auktionshaus mit einbeziehen. Also wie sieht der Plan zu Halloween aus? Gold farmen und dadurch das Candy Corn kaufen. Das hat zumindest für mich so einen Faden beigeschmack. Oder neue Gegenstände sind in Süßes oder Saures Taschen? Ja die kann man ja so leicht im Handelsposten kaufen, also gibt es dropchancen von 1 zu 1.000.000 damit es fair bleibt. Der generelle Plan? Taschen farmen? HAHA Neee, wohl eher soviele wie möglich einfach kaufen. So Sachen wie Diablo 3 Vanilla wurden damals für genau solche Probleme in den Arsch getreten.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Ich hab nur 3 Jahre durchgehalten, bis man die Fraktale kaputtgemacht hat. Davon ab Anet hat viele Fehler gemacht, zB hat man die anderen Währungen zugunsten Gold geopfert, was man ja so schön für Echtgeld im Shop kaufen kann. In GW1 musste man sich die Eliteskills erstmal von irgendwelchen Bossen holen. Da es davon recht viele gab, auch ne schöne h. Progression. Auch die Titel waren eine gute Progression. In GW2 sind die Titel eher sinnfrei. naja usw

mmogli
mmogli
1 Jahr zuvor

Bin zwar nur einer ..aber NCSoft wird keinen Cent mehr von mir erhalten !
Und mit eins hatte Herr Schuhmann doch etwas recht …MMORPG sterben aus .

Soldier224
Soldier224
1 Jahr zuvor

Eigentlich wurden fast alle Versprechen bei ESO erfüllt (hinsichtlich Contenterweiterungen). Vielleicht nicht immer zu 100% oder so wie sich der ein oder andere das vorstellte. Ein großes fehlt vielleicht noch: Zauberweben

Ansonsten wäre natürlich was erfrischendes gut aber ich bezweifle, dass wenn sie nächstes Jahr weiter machen wie bisher, was den Content an sich betrifft, sie viele Spieler verlieren würden. Bei allem Schrei nach etwas neues muss man auch immer daran denken, dass es immer zwei Seiten gibt und auch oftmals erst nach was neuem geschrien wird nur um dann etwas altes zu fordern.

Bin jedenfalls gespannt was ESO nächstes Jahr auf Lager hat. Auch insbesondere welche Gegenden als nächstes ins Spiel finden werden.

Napoleon
Napoleon
1 Jahr zuvor

Dem Kommentar kann ich voll und ganz zustimmen und erspart mir das Schreiben eines eigenen^^

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Die Versprechen bzgl Content wurde erfüllt, aber die Langzeitmotivation fehlt irgendwie. Spiele aktuell noch Raids, das wars aber auch. Ist irgendwie alles ohne Ecken und Kanten.

Nimbul
Nimbul
1 Jahr zuvor

Sehr schöner Artikel. Kommt sowas auch noch für die MMO Shooter?

Dawid
Dawid
1 Jahr zuvor

Es kommt noch was mit den aussichtsreichsten MMOs für 2019. Da sind die Shooter auch dabei.

Aber eine gute Idee. In Zukunft bietet sich durchaus ein State of Play für die Shooter an.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Ich finde es bei Shootern schwer, aktuell genug zum Vergleich zu finden.

Destiny 2 und Warframe stehen da eigentlich noch relativ alleine – The Division hat sich 2018 ja eigentlich völlig verabschiedet.

BF5, Fortnite; CoD mit reinzuziehen, fände ich schwierig, weil das in meinen Augen doch wenig Parallelen gibt. Da sind im Moment Einzelartikel besser, denke ich.

Wenn alles so funktioniert, wie sich die Industrie das vorstellt, wäre es aber durchaus möglich, Ende 2019 so ein State of Play zu machen mit Destiny 2, Warframe, The Division 2, Borderlands 3 und Anthem.

Aber wir machen schon so große Analyse-Artikel zu Shootern. Der letzte war das hier:
https://mein-mmo.de/destiny

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