Blizzard spart, in Asien schwimmen MMORPG-Firmen im Geld – Warum?

Im MMORPG-Markt sehen wir gerade eine starke Spaltung. Im Westen fahren die MMORPG-Firmen wie ArenaNet (Guild Wars 2) oder Blizzard (WoW) einen Spar-Kurs und es kommt zu Entlassungen. In Südkorea geht es MMORPG-Firmen wie NCSoft (Lineage M) oder Pearl Abyss (Black Desert) so gut wie nie. Woran liegt das?

So geht es MMORPG-Firmen im Westen: In den letzten Jahren war bei den hiesigen MMORPG-Firmen ein Sparkurs angesagt. Es dringt von den Firmen wenig nach außen, aber das, was man hört, klingt negativ:

Generell gelten MMORPGs im Westen als schwierig. Es werden kaum neue entwickelt. Die aktuellen MMORPGs, „die großen 5“, beherrschen den Markt seit Jahren.

Das letzte große MMORPG, das neu erschien, war WildStar: Das ist schon lange abgewickelt und das Studio aufgelöst. Selbst erfolgreiche MMORPGs wie Star Wars: The Old Republic wurden in den letzten Jahren vernachlässigt, weil sich die Entwickler eher „Trend-Genres“ wie Loot-Shootern zuwandten und dann Anthem entwickelten.

Activision Draining Blizzard title
Seit Activision bei Blizzard mehr bestimmt, geht es bergab – das finden einige Mitarbeiter, aber auch viele Spieler.

In Asien investieren MMORPG-Firmen Millionen in Infrastruktur

So geht es MMORPG-Firmen in Asien: Den Firmen in Südkorea geht es blendend. Allen voran NCSoft und Pearl Abyss:

  • Von Pearl Abyss ist bekannt, dass sie sich ein großes neues Firmengebäude errichten. Außerdem waren sie auf Shopping-Tour und haben EVE Online dazugekauft. Bislang ist das Studio nur für Black Desert bekannt – jetzt sollen aber viele neue Titel folgen
  • NCSoft geht es offenbar ähnlich gut. Die neueste Nachricht ist, dass sie sich für 700 Millionen US-Dollar einen riesigen Parkplatz gekauft haben, um dort ein neues globales Forschungs-Zentrum zu errichten (via mmoculture).

Woran liegt das? Vor wenigen Jahren war NCSoft noch in einer Krise. Der Gang in den Westen mit Guild Wars 2 und WildStar war ziemlich gescheitert. Die alten MMORPGs wie Lineage, Blade and Soul und AION kamen in die Jahre. Die Einnahmen gingen runter.

Neue MMORPGs wie Lineage Eternal hingen in der Entwicklung fest und wurden einfach nicht fertig.

NCSoft steckte bis zum Hals in Problemen.

Lineage
Lineage M war der Heilsbringer für NCSoft.

Geändert hat das 2017 ein Spiel: Lineage M. Indem NCSoft eine Mobile-Version ihres uralten MMORPGs, Lineage aus 1998, veröffentlichte, sanierte sich die Firma über Nacht.

Seitdem ist man voll auf den Mobile-Zug geschwenkt und hat Mobile-Versionen der aktuellen MMORPGs angekündigt und zum Teil schon veröffentlicht.

Die Vierteljahres-Bilanzen stagnierten die Jahre über und zeigten eher einen Abwärtstrend, seit Mitte 2017 sind sie plötzlich ein Freudenfest.

Mobile, und da eigentlich nur Lineage M, nimmt mehr Geld ein als alle PC-Spiele zusammen.

MMORPG-2quartal-ncsoft
Das sind die Einnahmen von NCSoft nach der „Mobile-Wende“: Mobile dominiert alle PC-Spiele deutlich.

Diese Einnahmen machen es NCSoft möglich, „kriselnde PC-Projekte“ wie Lineage Eternal zu verzögern und neu als Project TL zu starten. Außerdem kann NCSoft auf die neuen Konsolen schielen und viel Geld in die Infrastruktur investieren.

Pearl Abyss ist in einer ähnlichen Lage: Ein guter Teil des Geldes kommt von Black Desert Mobile, wandert dann aber in Infrastruktur und neue Games wie Crimson Desert, das für die neue Konsolen-Generation gedacht ist.

Crimson-Desert-Eis
Mit dem Geld aus Mobile will Pearl Abyss dann Top-Titel wie Crimson Desert finanzieren.

Das ist der Vorteil von Mobile: Mobile-Games sind in Asien unheimlich angesagt, relativ zügig zu entwickelt und nehmen über Mikrotransaktion viel Geld ein.

Zudem brauchen die Studios keine neuen Marken zu entwickeln: Sie portieren einfach ihre bestehenden Games mit jahrelanger Tradition auf Mobile-Geräte:

  • Viele MMORPG-Fans in Asien haben wohl keine Zeit mehr, wie früher stundenlang vor dem PC zu sitzen – jetzt, wo sie Job und Kinder haben
  • in der toten Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderswo wollen sie dann aber doch wieder die tiefen MMORPGs von früher spielen
  • dazu erschließt Mobile neue Kunden: Denn nicht jeder hat einen Gaming-PC, aber praktisch jeder ein Smartphone
Warum boomt Black Desert, wenn es sich für uns „tot“ anfühlt?

Blizzard stellt auf Mobile um, aber es knackt und knirscht

So geht es bei Blizzard weiter: Der Plan von Activision Blizzard sieht offenbar einen ganz ähnlichen Weg vor:

Vielleicht bringt die Mobile-Umstellung ja auch für Blizzard den Aufschwung, den NCSoft bereits vor einigen Jahren erlebt hat und spült frisches Geld für neue Projekte in die Taschen.

Der Hauptkritikpunkt von Activision an Blizzard soll sein, dass die einfach zu wenige neue Spiele entwickeln. Das Problem könnte man mit Mobile-Games in den Griff kriegen.

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Wyatt Cheng – der musste auf der BlizzCon 2018 den Kopf für „Diablo Immortal“ hinhalten.

Allerdings ist der Markt im Westen deutlich anders aufgestellt als in Asien. Erste Versuche von Blizzard in Richtung Mobile zu schwenken, wurden von den Fans hart kritisiert.

Außerdem dauert die Umstellung offenbar sehr lange: Diablo Immortal ist seit Jahren ein Thema, hat aber noch immer nicht begonnen. Von den weiteren Mobile-Games hört man es seit Jahren im Unterholz, vorgestellt wurden sie noch nicht.

Diablo Immortal Screen 3

Die Core-Fans von Blizzard haben ihre Abneigung gegen Diablo Immortal sehr deutlich gemacht. Dennoch steht Blizzard weiter hinter dem Projekt und lässt sich nicht beirren.

Warum das Spiel so wichtig für Blizzard ist, erklären wir auf MeinMMO:

Warum Diablo Immortal so wichtig für die Zukunft von Activision Blizzard ist

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Aki

Ui Ui…

Das hat ja hier eine richtige Diskussionsrunde los getreten 😀

Und ja… die Unterschiede zum asiatischen Markt sollten wohl klar sein :-p
Und ja… den kann man wohl kaum mit dem europäischen vergleichen. Ö_ö

Da haben mobile Games ihren Ruf einfach weg…
Weil qualitativ eher schlecht und spielerisch nicht tiefgreifend…sowie P2W… Das ist so der allgemeine Kanon dazu…
Na wo der wohl her kommt ? :-p

Und das im asiatischen Raum dies deutlich mehr toleriert wird… ist wohl auch klar und das daher die hohen Gewinne kommen.. sollte eigentlich auch keine Überraschung mehr sein 😀

Generell ein sehr interessantes Thema 🙂
Aber die Asiaten sorgen ja indirekt mit ihrer Geldvergabe für „mobileMüll“ dafür das wir womöglich auch bessere und neue PC Spiele bekommen die sonst vielleicht nicht entwickelt hätten werden können.

Denn ich glaube auch in Asien hat man schon bemerkt das man andere Märkte mit der (billig mobile P2W) Masche nicht überzeugen kann 😀
Und an das Geld dieser potenziellen Kunden will man ja dann doch irgendwie heran kommen 😀

N0ma

Den Mobile Markt hat man im Westen grösstenteils verpasst. Nicht zuletzt weil hier auch weniger mobile spielen. Allerdings hätte man ja auch in Asien anbieten können.

Man ist etwas langsam. Diablo Immortal hat man nun schon nach Asien ausgelagert, die sind auch seit 1,5 Jahren fertig. Aber draussen ists immer noch nicht. Glaub hier geht auch immer mehr für Verwaltung drauf und immer weniger wird in Programmierer gesteckt.

Und man ist wenig innovativ. Die einzigen die hier innovativ sind sind die Indies. Wobei Asien auch viel alten Schrott bringt.

LordThrawn

Hoffe da kommt noch mehr Informationen finde das Thema zu den MMORPG sehr spannend da ich mit einen Discord Community etwas Plane und schöne Ideen kann man ja immer gebrauchen. 🙂

Luripu

Zu Lineage M kann ich nix sagen,es kam ja nie hier raus.
Beim Standart mobil MMO aus China/Korea läuft es aber immer gleich ab.
Man spielt es ne Weile und dann wird man in der PvP Zone,
von SpielerXY mit einem Treffer umgehauen.
Nicht weil er ein höheres Level,nein es ist auf dem selben,
sondern weil Spieler XY mal ebend 1000€ in das Spiel reingebuttert hat
und deshalb über die doppelte oder dreifache Kampfkraft verfügt.
Ein asiatischer Spieler denkt sich dann wohl
„Oh dem zeig ich die p2w Harke“und buttert 2000€ rein um sich zu rächen.
Mein Reflex ist „Was für ein Schrottgame–>deinstallieren“.

Dann gibs noch die netten Helden Sammel Spiele wie Grand Fate,
wo die Lieblingshelden hinter Gatchas versteckt sind.
Kann ich leider auch nicht nachvollziehen,
wieso man für sowas Geld ausgibt.

Also westliche Firmen können dort mit bekannten Marken
sicherlich genauso leicht Geld machen wie NCSoft.
Im westlichen mobile Markt wohl eher weniger.
Ein LoL Klon oder Fortnite wo man Skins kauft,
ist nicht mit dem p2w Kram asiatischer Spiele zu vergleichen.

Stephan

Die ganze mobile Branche hängt am seidenen Faden… irgendwann werden Generationen in die Politik gehen, die verstehen das „Überraschungs-Inhalte“ ein ernst zunehmende Gefahr für die Jugend darstellt und dementsprechend handeln. Es kann also passieren das die Grundlage für die florierende Mobil-Branche mit einen mal wegfällt.

Sanke

In ein paar Ländern ist es bereits so.

lrxg

Die asiatischen MMORPGS machen ihren primären Umsatz über Cashshops mit P2W-Flavour. Und während das für die meisten Gamer dort ein ‚faires‘ Geschäftsmodel ist und die Ungleichheit zwischen den Spielern eher toleriert wird, erwartet der westliche Gamer maximale Fairness und der Progress darf nur über eingesetzte Spielzeit stattfinden. Ich behaupte die P2W Games sind einfach lukrativer. Das führt zu mehr Geld, mehr Reinvestition und mehr großen Titel.

Weizen

Simpel: Asiaten lieben Pay2Win.

N0ma

Ist aber keine Antwort. Auch westlliche Firmen können P2W.

Schlachtenhorn

Nur haben westliche Firmen in den westlichen Ländern einen schweren Stand.
Während p2w in Asien gesellschaftliches Ansehen genießt, wird in Europa das eher mit „zu blöd zum Spielen“ assoziiert.

Yuki

Sag das mal zu EA Fifa

Robin

Man vergleicht zwei gänzlich unterschiedliche Märkte.
In Asien ist Mobilegaming im Trend. Die ganze Kultur dort ist deutlich mehr an (Online-)Spielen interessiert. Große Firmen sind dort angesiedelt und bedienen den „lokalen“ Markt vor Ihrer Haustür. Europa bekommt dann immer nach etlichen Jahren nach Release die Resterampe. Das sind Spiele die eben hier zwar neu, aber lange nicht Up-to-Date sind. Teilweise sind diese dann lieblos für den Europäischen Markt abgeändert und aktueller Content fehlt. Wenn die Bigplayer in Europa so weiter machen ist es nur eine Frage der Zeit bis diese verdrängt werden. An Qualität sparen aber Preise anziehen macht freiwillig keiner lange mit. Am Ende gewinnt die Kundenzufriedenheit immer.

Rahmaron

Nicht nur 2 Märkte, sondern auch 2 ganz unterschiedliche Lebenssituationen, 2 Dinge fallen mir da spontan besonders ein:
1) Hierzulande richten sich Leute Räume mit 35m² Fläche ein, nur fürs Gaming. Wenn man sich die großen Städte in China ansieht, wo Platz scheinbar Mangelware darstellt, dann hat man sich dort wohl eher mit der Improvisation angefreundet, sprich man wirft sich mit einem Smartphone/Tablet aufs Bett; und gut. Garnicht zocken oder einfach das Beste draus machen, da ist die Wahl dort wohl klar.

2) Internetverbindungen. Gefühlt sind wir hier in Sachen Internet ein 3.-Welt-Land. Ich kenne Leute die haben noch nicht mal eine einfache DSL-Leitung, und die wohnen nur 16km von mir entfernt. Habe zwar eine 100k-Leitung daheim, aber wenn es um mobiles Internet geht – nix zu machen, da könnte ich genauso in Uganda leben… man hat nur mit echtem D1 gerade so 4/5 Balken empfang, LTE ist an manchen Stellen vorhanden, aber an eine stabile Verbindung zum zocken… mäh… das werde ich wohl nicht mehr erleben, vielleicht wenn ich das Renteneintrittalter erreicht habe (Januar 2051….)
Scheinbar ist das in Asien keine große Problematik? Ich habe da keine Details, aber die Mehrheit der Games braucht ja wohl auch eine stabile und vor allem mobile Verbindung? Ausser die Leute spielen einfach daheim? Habe Google diesbezüglich nie um Infos bemüht 😁

Shin Malphur

Ach Activision soll Blizzard gleich nach Asien verkaufen, dann sind die dort näher an ihrer Zielgruppe und wir müssen uns das Trauerspiel nicht mehr anschauen. Dann soll MS auch Activision kaufen und die Bobby KOTicks des Konzerns zum Teufel jagen. Vielleicht kommt dann nicht mehr ganz so schlimme Grütze und weniger Assi-Aktionen dabei raus.

Während alle zum Konsolen-Gen Wechsel das Smart-Delivery (oder ähnliches bei Sony) mitmachen, um den Gen-Wechsel für die Kunden so angenehm wir möglich zu gestalten, erhöht Activision nochmal den Preis von CoD auf 75€ in der Current Gen(!) und verlangt die 80€ für die Next-Gen Version……

Ron

Blizzard geht es immer noch um Qualität statt Masse. In Asien wird der Markt überschwemmt von halbherzigen MMOs. Die asiatischen Kunden geben sich damit zufrieden, der Westen jedoch nicht.
Hinzu kommt, dass man in Asien gerne Geld in seine Spiele investiert. Etliche hunderte von Euro für irgendwelche Items war auch schon vor 20 Jahren in Asien keine Seltenheit unter den Spielern.
Das liegt auch an deren Spielkultur. Wer sich mal bspw. japanische Zocker anschaut, dem fällt auf, dass der Großteil von denen pro Jahr nur sehr wenige Spiele kauft und diese dafür voll ausreizen. Das macht es schon einfacher in Ingame-Shops zu investieren, wenn es das einzige Game ist, was man grad zockt und nicht zum nächsten Elektronikmarkt rennt, um sich ein neues Spiel zu kaufen. Solche Phänomene kennt man in Westen von Fortnite, CoD, vor allem aber im Sportbereich a la Fifa. Im MMORPG Bereich ist das bei uns im Westen mittlerweile total verhasst, wenn ich die optisch geilste Rüstung per Ingame-Shop abholen kann – den Leuten hier dürfte das ja aus Destiny mittlerweile bekannt sein.
Hinzu kommt, dass wir im Westen, was Medien angeht, absolute Technikfanatiker sind. Bei uns zählt eher die geile Grafik, die zahlreiche Bomben a la Michael Bay gut in Szene setzt. Diesen Trend gibt es bspw. in Japan nicht. Demnach verkaufen sich dort Spiele, wie die Tales of oder Dynasty Warrior Reihe deutlich besser. Tales of Berseria erschien in Japan 2016 auch für die PS3, bei uns gab es im Elektrofachhandel zu diesem Zeitpunkt nicht mal mehr PS3 Regale.
Also wenn man hier im Westen irgendwelche MMORPGs erfolgreich vermarkten will, dann muss man insgesamt deutlich mehr Kriterien erfüllen als in Asien.

Robin

Was ist denn für dich ein Qualitätsmerkmal? Blizzard liefert schon seit MoP keine richtig geilen Addons mehr. Legion war ok aber nichts qualitativ total hochwertiges. Hearth of Stone und Heroes of the Storm sind gefühlt tot. Warcraft Remasterd war unverschämt und das „vielversprechende“ Shadowlands ist noch nicht draußen. Die MMORPGS aus Asien sind nicht alle schlecht sondern wenn diese bei uns im Westen erscheinen einfach nur schon wieder 4-5 Jahre alt. Blizzard hat mit WoW einfach nur keine richtige Konkurrenz.

Ron

Und dennoch wird WoW immer noch gespielt und es zahlen immer noch Millionen Kunden den Abopreis. Welches Spiel schafft das sonst so? Selbst wenn Hearthstone und Heroes of the Storm durch sind, wie viele Jahre haben diese gehalten? Das Warcraft Remake lief mies, ja, aber das ist bei Blizzard eher die Ausnahme. Schau dir doch mal deren Bibliothek an: Diablo, Starcraft, WoW, Overwatch etc. – das sind alles Spiele, die Jahre lang gehalten haben oder immer noch ihre Fanbase haben.
Schau dir dagegen die Konkurrenz an, die schafft es kaum zwei Wochen in den Medien oder auf Twitch aktiv zu bleiben. Also muss Blizzard auf jeden Fall andere Standards haben als all diese anderen Entwickler und das sieht man an der Qualität, am Support etc.
Nur weil mal ein Remake daneben ging und sich die treuen Fans erbost haben, weil man auch mal ein Smartphone-Diablo herstellt, ändert das noch lange nichts an deren Qualitätsmerkmalen.

Robin

Doch das tut es. Wer auf Qualität wert legt hätte niemals solch ein Remastered von Warcraft released oder nach x Jahren ein Diablo 3 fürs Handy präsentiert. Ich will Blizzard nicht verteufeln aber das die Qualitätsansprüche abnehmen finde ich kann man deutlich erkennen. Man macht manches besser als die Konkurrenz, das stimmt aber das der eigene Anspruch sinkt, merkt man.

Caliino

Meine Meinung:
Jegliche Mobile Titel der nächsten 5-10 Jahre werden sich bei uns nicht durchsetzen.

Im asiatischen Raum sicher, aber das ist in Vergleich zu uns eine komplett andere Welt. Vielleicht wird es irgendwann Einfall so sein, dafür muss sich aber noch gewaltig viel an der Infrastruktur tun…
(Öffentliche Verkehrsmittel, Internetanbindung usw..)

lIIIllIIlllIIlII

Das ist ja dann wohl auch eher ein Wunschdenken als Realität.

Chris

Activision übertreibt einfach ihre Lage. Spiele, bei denen sie „grade mal“ 100% Gewinn machen, bezeichnen die nicht als Erfolg. Die tun so als ob die weiß Gott wie arm dran wären. Dabei träumen viele Firmen von deren schwarzen Zahlen. Aber so sind halt Publisher, darf man nicht zu viel erwarten.

lIIIllIIlllIIlII

Das würde ich so nicht sagen. Die Eigenkapitalrendite von Activision Blizzard lag 2017 bei 2,x %. Das ist garnichts. Und erst recht nichts in Relation zum Risiko. Da hätten sie das Unternehmen auch liquidieren und das Kapital in Staatsanleihen stecken können. Da hätten sie bei weniger Risiko mehr Geld gemacht.

Mal zum Vergleich: Ubisoft hatte im gleichen Zeitraum eine ER von über 10 % und EA lag bei fast 23 %. Tencent, dem Epic mehr oder weniger gehört kam auf nicht ganz 30 %.

Die Geamtkapitalrendite von AB lag bei nur knapp über 1 %. Mit solchen Ergebnissen wie diesen, kannst du deinen Laden eigentlich zusperren und den Schlüssel in den Gully fallen lassen.

Erst in den Jahren danach, also nach einer Reihe von Maßnahmen und Umbauten wie der Trennung von Bungo etc. waren sie jetzt zuletzt wieder bei 7,5 %.

Was immer noch sehr schlecht ist. Spiele Entwicklung ist nun mal ein sehr teures Geschäft geworden und der Markt heute ist definitiv ein Red Ocean. Das können die wenigsten mal eben aus Eigenmitteln finanzieren. Und ein Flopp ist eine mittlere Katastrophe.

Wäre Activision ein Pferd hätte man es schon geschlachtet und Wurst daraus gemacht.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Chris

Ja man nennt das schlechteste Jahr und sagt es sei katastrophal. Activision hat sich erst 2019 von Bungie getrennt, 2018 aber bereits 1,8 Mrd Gewinn erzielt (2017 grade mal ca. 1/9) Ubisoft hat wahrscheinlich nicht einmal so viele Einnahmen generiert und EA mit ihren Milliardengewinn allein durch Mikrotransaktionen… ich möchte besser nicht über die Abzocke in Fifa und Co. reden. Wenn x Milliarden ein schlechtes geschäft sind… weiß ich auch nicht weiter. Nur zur erinnerung: Activision hatte 2008 sogar schon rote Zahlen. Warum müssen jetzt Köpfe rollen, wenn AB wieder deutlich mehr einnimmt als noch vor 6 Jahren.

lIIIllIIlllIIlII

Ja natürlich ging es um das schlechte Jahresergebnis 2017. Du hast ja auch darauf angespielt, dass die Statemants selbst darauf hinauslaufen. Würde ja sonst auch keinen Sinn ergeben.
Eine Zahl alleine sagt niemals etwas, erst im Branchenvergleich wird sie aussagekräftig.

Schau dir mal das hier an. Vielleicht fällt dir etwas auf. Ein Tipp: der Umsatz ist nicht gestiegen.

Unbenannt.png
Chris

Ich hab mich bei den Statements speziell auf Forsaken (2018) bezogen, was ja laut activision hinter den Erwartungen blieb. Wiederrum D2 Vanilla (2017) wurde als Erfolg bezeichnet. Logik? 2017 war ein schlechtes Jahr, keine Frage. Das hängt aber von Planung etc. ab. Zumal Activision nicht wirklich sich immer ganz Klug/Sparsam in Punkto Marketing anstellt. In ner Zeit, in der immer mehr Online am PC sitzen und weniger am TV, stecken die Unmengen an Kohle in weltweite TV-Werbung. Man kann halt auch Geld zum Fenster raus werfen. Activision investiert ja bei Games auch gerne mal 20 Mio mehr in Werbung, bevor man das Geld vielleicht lieber in die Entwicklung pumpt. Und wenn ich mir da so dein Bild anschaue, fühle ich mich nur bestätigt. Allein in Sales/Marketing 2017 450Mio mehr trotz gleichem Umsatz… warum? Klar D2 kam dort raus, wenn ich aber bedenke, was die da an TV-Werbung raus gehauen haben: kein Wunder.
Die haben noch nie so viel Gewinn gemacht, wie die letzten 2 Jahre. Dabei hatten sie Mitte 2019 ja den Verlust von Destiny zu verschmerzen, der ja auch nen Rechtstreit nach sich zog. Deshalb finde ich es einfach manchmal sehr kurios wie Activision diverse Firmeninterne Dinge nach außen wirken lässt.

lIIIllIIlllIIlII

Ja, der Umsatz 2017 war deutlich höher als 2018 / 2019. Aber die Kosten waren einfach viel höher. Und an den Steuern scheint sich auch etwas getan zu haben.

Aber aus dem was ich bisher gesehen habe, waren die Änderungen einfach wichtig. Auch wenn es traurig war, dass so viele Leute ihren Job verloren.

Die Aufwendungen für die Game Entwicklung ist ja fast gleich geblieben.

Horteo

Nicht nur Mobile. Auch in der westlichen Welt gibt es MMO(RPGs) die äusserst erfolgreich sind. Warframe, POE oder ESO sind ein paar Namen.
Bei Blizzard liegt das Problem woanders. Sie wollen nicht primär zufriedene Kunden, sondern an erster Stelle steht der zufriedene Aktionär. Der Kunde ist das leider notwendige Übel.

Als sie noch kleiner und nicht Bestandteil von Activision waren, da sahen die Prioritäten noch anders aus

Baya.

Selten so nen Schmarrn gelesen 😀
Stell dir vor, es gibt Menschen, die sind Kunde und Aktionär!!!

Sanke

Warframe und PoE sind nicht MMO, MMO setzt hunderte und tausende auf der selben Karte vorraus.
Es sind MO (kein Massively aber Multiplayer Online).
ESO ist aber ka wie erfolgreich es ist.

Die Aktionäre sind ein Problem aber in Asien sind Lootboxen allgemeinen viel beliebter und akzeptierter, damit kann man haufenweise Geld machen ohne irgendwas tun zu müssen…

Saigun

ESO gehört zu den grossen 5. Das sind: WoW, ESO, BDO, FF14, GW2. In sachen MMORPG´s die einzig relevanten Spiele bei uns. Der Rest fristet ein Nischendasein.

lIIIllIIlllIIlII

Die Aktionäre sind ein Problem

Ja, die Leute die das Geld bereit stellen, damit der ganze Bums überhaupt weiterlaufen kann, sind das Problem. Ach jaaaaa.

Sanke

Ich dachte immer das Geld dafür kommt von den Spielern, erzähl mir mehr da drüber das die Aktionäre nur aus gutem Willen heraus handeln und gar kein Geld nehmen oder die Richtung der Spiele mit beeinflussen um statt auf lange Zeit lieber kurzfristige Gewinnmaximierung zu suchen.

lIIIllIIlllIIlII

Ich habe nicht gesagt, dass irgend jemand irgend einen guten Willen hat.

Kunden kaufen in der Regel ein fertiges Produkt. Du brauchst aber Geld um ein fertiges Produkt anbieten zu können. Oder warum glaubst du geben Eigentümer fremden Menschen Unternehmensanteile und somit Stimmrechte und Gewinnbeteiligungen?

Du hast pauschal alle Aktionäre in einen Topf geworfen. Und so wie das oft mit Pauschalisierungen ist, ist es eben Unsinn.

Ein Aktionnär möchte in der Regel übrigens keine Gewinnmaximierung, das bringt ihm nämlich nichts, sondern eine Wertsteigerung. Und Wertsteigerung geschehen in der Regel Nachhaltig und somit Langfristig.

Was du meinst, aber nicht in Lage bist zu artikulieren, ist ein ganz anderer Typus von Investoren. Und zwar der der Unternehmen aufkauft, zerstückelt und dann abstößt.

Damit du das machen kannst, brauchst du allerdings ein ordentliches Stück vom Kuchen. Da musst du schon Mehrheitseigner sein. Und dafür wieder musst du a) Klever sein und b) ein ganz tiefes Portemonnaie mitbringen. Und beides haben die meisten Aktionäre nicht. Das sind eher Hedgefonds oder Taikune.

Hauptsache was gesagt, auch wenn man kaum Ahnung hat. Danke fürs Gespräch.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Hamurator

Bei dem Kommentar muss ich mal applaudieren und das meine ich positiv!

Sanke

Du hast aber leider von „weiterlaufen“ geredet und nicht von beginnen.
Blizzards Anfang war auch nicht direkt an der Börse sondern aus eigenem Antrieb. Man begann damit gute Spiele zu machen und als man dann auf hoch Glanz polierte Spiele machte dann kauften die Spieler wie irre.

Das Geld was Blizzard aus der Börse bekommen hat kam deutlich später und wird genutzt um „mehr“ zu machen.
Das „mehr“ muss mindestens so viel einbringen das die Aktionäre ausgezahlt werden können und nicht weniger am Ende über ist als ohne.

Die Aktionäre und Activision haben Blizzard aus meiner Sicht aber nicht gut getan.
Seit 1999 sind die glaub an der Börse.
So um Warcraft 3 herum müsste also die Entwicklung schon teils mit dem ganzen im Einfluss gelaufen sein. Und ja, das war ein super Titel.
WoW, SC2… durchaus noch immer Spiele die wirklich Qualität von Blizzard hatten.
2008 kam dann Activision noch dazu und wollte auch ein Stück vom Kuchen haben.
WoW Wrath of the Lichking dürfte noch weitgehend ohne den Einfluss entstanden sein aber SC2 Wings of Liberty sicherlich schon mit.
Generell haben sich spätestens in dieser Zeit die Spiele geändert, man hat deutlich versucht eine breitere Masse anzusprechen indem man Dinge gestreamlined hat, Diablo 3 ist kein schlechtes Spiel aber vergebender und in einigen Hinsichten simpler als Diablo 2.

Das Problem von immer mehr Leuten die ein Stück vom Kuchen wollen ist das der Kuchen (oder eben die Spieler) nicht eine unendliche Masse sind.
Jede Idee und jedes Spiel hat ein Limit an Menschen das es ansprechen kann, egal wie viel mehr Geld du reinsteckst.

Wenn man jetzt also mehr Leute ansprechen will wird es automatisch anderen Spielen ähnlicher die schon existieren.
Die Nischen die man vorher bediente fallen dabei raus, somit suchen auch die treuen Fans nach und nach Spiele die sie mehr ansprechen.
Die vermeintlich große Menge Spieler die man damit erreichen sollte beißt aber oft nur teilweise, immerhin haben die Spiele weniger besonderes und die Entwicklung geht bei Blizzard wenn man sich die Titel anschaut auch genau so derzeit.

Aktien sind an sich gedacht gewesen UM an einer Firma die man mag einen Anteil zu besitzen und dieser zu helfen, früher war es mal genau so gedacht.
Wenn du aber aus Geld mehr Geld generieren willst dann ist Gewinnmaximierung ect genau das was du als Ziel hast, du verkaufst an einem hohen Punkt und suchst dir die nächste Firma.
Dafür muss man auch nicht die Firma übernehmen, solange genug Leute das Ziel haben ist das was rauskommt.

lIIIllIIlllIIlII

Von weiterlaufen, weil Unternehmen oft im laufe der Zeit an die Börse gehen und Aktien ausgeben oder eben neue Aktien ausgeben um frisches Geld zu bekommen um zu expandieren, neue Produktionslinien aufzubauen, übernahmen anzustoßen oder um es eben in die Forschung & Entwicklung zu stecken. Das kostet alles Geld.

Btw: die Dividendenrendite von AB liegt bei 0,62%. Wegen der hält sicher niemand die Aktie.

Was du beschreibst ist Stock picking, was erwiesenermaßen nicht funktioniert. Daher ist die Mehrheit der Anleger auch schon lange nicht mehr aktiv sondern passiv investiert.

Ihr Leute schaut zu viel Gordon Gekko.

Ich habe dir mal ne Score Card angehängt über einen Zeitraum von 15 Jahren sehen, wie erfolgreich ist was du beschreibst, fast 90 % der Leute die versuchen ein Alpha zu erzielen, in dem sie Stock picken failen dabei. Und selbst die die es schaffen, schaffen es nicht über 3 Quartale hinaus. Ergo: hatten sie Glück, nicht verstand.

Das ist schon so lange bekannt, dass jeder der nicht Wulf of Wallstreet spielen will, den Scheiß erst garnicht probiert.

Anteil.png
Robin

Ja das sind Sie. Sobald du mehr als die Hälfte deines Unternehmens als Aktien verkaufst, gehört das Unternehmen nicht mehr dir, sondern den Anlegern. Nur sind die Anleger eher weniger an tollen Spielen sondern mehr an hohen Renditen interessiert. Du verlierst als Entwickler die Möglichkeit das Spiel nach deinen Vorstellungen zu entwickeln. Viel wichtiger sind Gewinnbringende Dinge wie Cashitems, schnelle Erweiterungen und weniger teures Personal was sich z.B. um die Community kümmert. Setz deine rosarote Brille ab Jung.

lIIIllIIlllIIlII

Was für ein Quatsch.

Dein Unternehmen gehört dir in dem Moment und dem Grad nicht in dem du Unternehemnsateile rausgibst. Da ist es übrigens völlig Wumpe ob du ein AG an der Börse, eine KG, eine GmbH oder sonst was bist.

Du bist dann Miteigentümer mit dem dazugehörigen Stimmrechtsanteil.

Ausnahme sind Vorzugsaktien, da Vorzugsaktien keine Stimmrechte haben.

Ja, total logisch. Wenn ich mir als standard Anleger Anteile eines Unternehmens kaufe, möchte ich, dass dieses Unternehmen möglichst Scheiße produziert, die dann möglichst Wenige kaufen, damit die Wertsteigerung möglichst schlecht ist. Von diesem gloriosen Plan muss ich dann nur noch alle anderen Eigentümer überzeugen und dann rollt die Sache.

Alle anderen Eigentümer von nicht Börsennotierten Unternehmen wollen natürlich kein Wertsteigerung. Die sind alle von der Heilsarmee.

Geht Kapitalsmuskritik noch plumper?

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Robin

Setz deine rosarote Brille ab Jung.

lIIIllIIlllIIlII

Welche rosa Brille? Das ist deine Argumentationskette? Na dann.

Ach ja, BTW: bei AB sind 98 % im Freefloat und der größte Einzelaktionär hält 7 %. Alle anderen sind noch kleiner.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Robin

Ich habe echt keine Kraft Leute hier umzustimmen aber gehe gerne noch mal kurz drauf ein. Ein 98,40 prozentiger Freefloat bedeutet ja, dass fast alle Anteile auf viele Aktionäre (Streuaktien) verteilt sind. Glaubst du, dass es Aktionäre gibt, die ihre Mittel aus Nächstenliebe irgendwo reininvestieren? Ja gibt es bestimmt aber das sind die aller wenigsten. 98,4% Freefloat ist extrem hoch. Dir gehört praktisch dein eigener Laden nicht mehr. Diese Leute, die in Aktien investieren haben vom Zocken i.d.R. keinen Plan. Den ist scheiß egal ob das Addon Inhaltlich geil ist oder nicht, Hauptsache es verkauft sich gut. Aktionäre bestimmen den Kurs und der ist IMMER auf Umsatzsteigerung aus. Koste es was es wolle. Und ab da fängt Kapitalismus an und die Intentionen, ein gutes und tolles Spiel zu machen, auf.

lIIIllIIlllIIlII

Ich frag mich wo die Leute immer diese Nächstenliebe oder guten Willen herzaubern. Niemand hat das behauptet.

Der ist nicht extrem hoch, der ist höher als der Durchschnitt. Das Unternehmen in einem großen Streubesitz sind, ist schon lange ein Trend und liegt je nach Markt und Branche im Durchschnitt zwischen 70 und 85 %.

Eine Umsatzsteigerung bringt genau 0. Du kannst als Anteilseigner nur auf 2 direkten Wegen und auf ein paar indirekten Wegen Euros raus schlagen.

  1. Dividende, die aber erst später fällig wird und auch erstmal beschlossen werden muss. Die meisten Dividenden Anleger sind auch langfristige Anleger.
  2. Oder Kurssteigerungen. Der Börsenkurs ist extrem transparent und reagiert unheimlich schnell. Wenn ich nur kacke Verkaufe ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kurs sinkt hoch.

Ich frage mich wirklich wo die Leute solche Schauermärchen herhaben. Vermutlich von Gordon Gekko oder so.

Der größte Einzelaktionär im DAX, in ganz Deutschland, ist Blackrock. Ein riesiger Batzen der Investitionssumme von Blackrock liegt in den ETF von iShares. Das heißt da steht nicht mal eine Intelligenz oder gelenkter Wille dahinter, weil die einfach den Markt synthetisieren.

Blackrock partizipiert an einem Großteil der Stimmrechte nicht mal mehr, da sie einfach in jedem beschissenen Unternehmen stecken und es nicht mal könnten wenn sie wollten. Ein kleiner Teil, der wichtigsten Unternehmen wird outgesourced an so genannte Stimmrechtsverwalter und der Rest wird einfach fallen gelassen.

Dicht gefolgt von Vanguard, State Street, DWS und Invesco. Dazu kommen dann noch Lyxor, UBS und Amundi. Alles passive KVGs.

Und jetzt lass uns doch mal nach sehen, wer so die größten Einzelaktionäre von AB sind: ohhhh wer hätte das gedacht: Vanguard, State Street und Black Rock.

99,99999 % aller passiven Investoren haben keinen Plan sondern sind einfach Jahre oder Jahrzehnte investiert. Denen sind nachhaltige Wertsteigerungen wichtig. Und die Verwalter haben sowieso keinen Anteil daran, weil sie einfach die Märkte synthetisieren.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Robin

Sorry aber du versuchst hier den Kapitalismus zu verherrlichen. Kern deiner Aussage ist irgendwie nur, das es ja super toll für Spiele ist, wenn Leute die keine Ahnung von Spielen haben, Stimmrechte für den weiteren Weg bekommen. Sowas ist fürs Spiel nie gut. Gut ist das nur für die Geldbeutel von Investoren und Managern. Nur weil Praktiken mittlerweile gang und gebe sind, heißt es noch lange nicht, dass diese für die Endkunden auch gut sind.

Meinst du das P2W Elemente, Gamble Kisten und irgendwelche Booster im Sinne der Entwickler und der Creative Directoren liegt?

Glaub an was du willst, Kundenbindung und Zufriedenheit gewinnt auf lange Sicht immer. Es muss nur Jemand kommen und diese bedienen, wer den Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird, wird verdrängt.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Robin
lIIIllIIlllIIlII

Also scheinbar liest du hier andere Texte als ich. Wo genau verherrliche hier etwas? Ich beschreibe Prozesse.
Meine Aussage war, dass die Pauschalisierung von „die „Aktionäre“ sind das Problem“, sowohl falsch als auch irreführend ist.

Klar, kann man sich sein Feindbild konstruieren und das sorgsam pflegen. Das wird aber die tatsächlichen Probleme nicht lösen.

So wie ich es beschrieb: es gibt eine Subkategorie von Investoren, die keinen konstruktiven Beitrag zum System liefern. Das ist aber keinesfalls „Die Aktionäre“.

Ich möchte an dieser Stelle mal an Bungo erinnern, wo auch oft Activision für das schlecht laufende verantwortlich gemacht wurde. Das Activision nur auf Geld aus ist und den armen und unschuldigen Entwickler die ganze Zeit gängeln würde und unter Druck setzt.

Dann war Activision raus und es heiß: jetzt brechen neue Zeiten an, das Böse hätte das Gebäude verlassen. Und wie sich herausstellte…. Activision war scheinbar garnicht der „Schuldige“.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lIIIllIIlllIIlII
Sanke

Du scheinst einfach nur nicht zu verstehen was du so oft schreibst, ist ja nicht das erste mal. Das was du kannst ist vollständig ignorieren was andere sagen während du schreibst das du nichts verstehst und dann einen langen Text drüber machen was du glaubst zu verstehen.
Deshalb hat Robin auch recht das es unnötig ist dich umzustimmen, es reicht eine zeit lang für Mitleser zu schreiben die sich dann selber ein Bild machen können.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Sanke
lIIIllIIlllIIlII

Was genau habe ich den ignoriert? Könntest du es zitieren? Was glaube ich den zu verstehen?

Ich sehe es auch nicht als meine Mission an hier irgendjemanden von irgend etwas zu überzeugen. Ich biete meine Erfahrung an und die kann man annehmen oder es lassen.

Sanke

Er will die Realität nicht sehen und argumentiert deshalb mit dem was theoretisch richtig sein sollte.
Wichtiger als zu reden davon was sein sollte ist es zu schauen was ist und Blizzard hat die Spiele mehr casual freundlich und mehr für die breite Masse ausgelegt nachdem weniger Wachstum mit dem bisherigen System (+ Werbung) war.
Das ist eine für mich eindeutig negative Entwicklung.
Allgemein gibt es wenige Firmen die wirklich an die Börse gehen und sich dann deutlich positiver entwickeln, ja die meisten wollen dann eine breitere Masse ansprechen aber höhere Qualität kommt selten bei rum. Es gibt einige die sich halten, dann haben sie wohl mit dem neuen Geld gut gewirtschaftet und es gab noch ausreichend Platz im Markt, aber sogar das ist nicht garantiert.

lIIIllIIlllIIlII

Wer am Markt von Garantie spricht, hat sowieso nichts verstanden. Aber danke für deinen Versuch dich einzubringen.

Robin

Ich kann deine Argumentation teilweise verstehen, nur findet diese eben nicht in allen Branchen Anwendung.
Bei Blizzard ist schon seit einigen Jahren eine „neue“ Richtung zu erkennen. Viele alte Größen die den Erfolg von Blizzard einst geebnet haben, haben das Unternehmen verlassen oder sind „gegangen worden“. Die Addons sind bei der Community nicht mehr so beliebt wie einst, BfA ist sogar als schlechtestes Addon Allerzeiten abgestempelt worden. Mit Diablo Immortal wurden die lang ersehnten Wünsche komplett verfehlt. Wie bereits in einem anderen Kommentar erwähnt, sind Heathstone und Heros of the Storm auch quasi tot. Overwatch 2 wurde angekündigt. Die Begeisterung hielt sich auch hier absolut in Grenzen. Ein Overwatch 1 mit Singleplayer Content zum Vollpreis. Der Gag an der Sache, jeder der ab Release neuen Content auch für den Multiplayer möchte, muss sich Overwatch 2 erneut kaufen. Dann kam das Warcraft Remasterd Disaster, versprochene Elemente und beworbene Features die es bis heute nicht ins Spiel geschafft haben, trotzdem wurden 30€ fällig.

Für mich ist ganz klar ein Trend feststellbar. Man muss sich einfach eingestehen, dass seit Activision mehr und mehr Einzug in das einstige Gebiet von Blizzard nimmt, haben sich nach und nach Ansprüche und Sichtweisen verändert.

Qualitativ ist Blizzard vielleicht nicht so schlecht wie andere aber das die Qualität abnimmt ist unverkennbar. All die o.g. Sachen würde ein an Qualität und an die Community orientiertes Studio so niemals machen.

lIIIllIIlllIIlII

Und ich stimme dir in jedem Punkt zu. Mit einem Unterschied: Ursache und Wirkung.

Du könntest recht haben. Es könnte sein, dass Acitivsion, getrieben von dem Willen nach mehr, Blizzard reingpfuscht hat und somit die goldene Ganz schlachtete. Das klingt sogar plausibel. Allerdings gibt es dafür keine Anhaltspunkte. Bis auf einen. Erst passierte A und danach passierte B. Könnte sein.

Das ist aber auch ein Fehler, der so oft begangen wird, dass er einen eigenen Namen hat: „Cum hoc ergo propter hoc“. Denn aus der Beobachtung der zeitlichen Abfolge lässt sich kein Rückschluss auf die Ursache ziehen. Genau so gut wäre es möglich, das Blizzard immer weiter nachgelassen hat und darum hat Acitvision immer weiter das Ruder in die Hand genommen, um zu verhindern, dass das Schiff gegen den Felsen fährt. Dann wäre Ursache und Wirkung wie du sie annimmst vertauscht. Und auch das ist garnicht so abwegig. Nur weil ich in der Vergangenheit gute Leistung gebracht habe, heißt es nicht, dass ich das für immer machen. Ganz im Gegenteil oft ist gegenteiliges der Fall.

Das nennt man Regression zum Mittelwert und lässt sich häufig beobachten, in allmöglichen Feldern. Beim Sport, bei Unternehmern oder bei Künstlern. Beim Sport wurde sogar ein Effekt danach benannt. Er heißt: „Sports Illustrated cover jinx“

Um es kurz zu machen: du könntest recht haben oder ich oder weder noch oder beide. Wir zwei werden es vermutlich nicht herausfinden.

Aber um es noch einmal herauszuheben: wobei es mir in erster Linie geht ist, dass mich die ursprüngliche Aussage störte. Bei der ein Stereotyp heraufbeschworen wird, dem man die „Schuld“ in die Schuhe schieben kann.

Was auch immer zum .. nennen wir es mal Niedergang… von Blizzard geführt hat, geht sicherlich über einen monokausalen Grund hinaus. Es ist sehr einfach sich einen Feind zu suchen und ihn dafür verantwortlich zu machen. Viel leichter als den Grund bei dem einstigen Entwickler-Stern selbst zu suchen.

Und im Gegensatz zu Sanke empfinde ich keinerlei negative Empfindungen über diesen Austausch. Ganz im Gegenteil. Auch wenn wir auf zwei verschiedenen Ufern stehen, hat mich der Austausch gefreut.

Robin

Haha, eine hitzige Diskussion ist doch auch mal was schönes. Verschiedene Meinungen und Ansichten gehören ja schließlich dazu. Ob wirklich Activision an all dem Schuld ist lässt sich als Außenstehender nicht zu 100% sagen, dass stimmt. Wenn man mich fragen würde, würde ich aber definitiv in diese Richtung tendieren, vor allem als CoD Spieler seit cod4. Als Schlusswort zum Wochenende denke ich, die Zeit wird zeigen in welche Richtung es geht. Vielleicht wird das neue Addon total geil und Diablo 4 ein voller Erfolg. Man weiß es nicht. Bis zur nächsten Diskussion!

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