Destiny 2: Das Spannende im ViDoc sind die vielen neuen Gesichter

Bei Destiny 2 gab es ein neues ViDoc. Das Spannendste hier sind die vielen neuen Gesichter bei den Bungie-Entwicklern, sagt unser Autor Schuhmann. Da kann man sehen, dass Bungie im Hintergrund umstrukturiert hat, um den Content-Hunger der Hüter zu stillen.

Um dieses Video geht es: Am 27.11. hat Bungie das ViDoc: „Der Weg in die Zukunft“ veröffentlicht.

Im Video hat Bungie vorgestellt, wie das nächste Jahr wird, also die Zeit von jetzt bis zum September 2019, wenn entweder Destiny 3 oder die nächste „richtige“ Erweiterung kommt

Die Zeit soll durch 3 Episoden überbrückt werden, die der Jahrespass umfasst.

Das ist das Spannende am Video: Die meisten haben sich sicher darauf konzentriert, was die Bungie-Mitarbeiter dort vorstellen und welche Bilder von neuen Exotics oder Schauplätzen wir erkennen.

Für mich ist das Spannende aber, wie viel Personal in dem Video zu sehen ist. Denn insgesamt stellen 13 Bungie-Mitarbeiter die einzelnen Features vor und kommen zu Wort.

Dadurch kriegen wir einen Einblick, wie Bungie genau arbeitet, oder wir bekommen zumindest Hinweise darauf.

Es sind dabei fast nur „Directors“ oder „Leads“ zu sehen, also Teamleiter von Bungie – sowas wie „gehobene Abteilungsleiter“ in anderen Firmen.

Destiny2_Forsaken_warlock

Im Video zu sehen sind:

  • Justin Truman, Production Director – ist seit 9 Jahren bei Bungie, kommt eigentlich aus der Technik
  • Eric Osborne, Head of Community – der direkte Chef von DeeJ, ein Urgesteing
  • Steve Cotton, Creative Director – eigentlich so der starke Mann in Forsaken
  • Scott Taylor, Production Director – den sah man zum ersten Mal bei Rise of Iron, mittlerweile ist der Partner von Steve Cotton. Die beiden arbeiteten auch bei Forsaken als „Creative/Producer“-Duo zusammen
steve-cotton-taylor-destiny

Sie waren schon das Team hinter Forsaken.

  • Jason Sussman, Art Director – seit 12 Jahren bei Bungie, seit Oktober 2018 zum „Art Director“ befördert wroden
  • Evan Nikolich, Design Director – seit 6 Jahren bei Bungie, auch kürzlich erst, im November, befördert worden
  • Chris Barrett, Creative Director – Barrett war so die Hoffnung nach dem missratenen Start von Destiny 2, der dann neue Features und Verbesserungen versprach
  • Sam Jones, Production Director – seit 9 Jahren bei Bungie, für die Arbeit mit Studios von außerhalb zuständig
  • Danielle Morales, Art Lead (Vicarious Visions)
  • Chris Degnan, Design Lead (Vicarious Visions)
Vicarious-Visions-Destiny

Sie kommen vom Activision-Studio Vicarious Visions.

  • Brian Frank, Design Lead – seit 9 Jahren bei Bungie
  • Josh Hamrick, Design Lead – der berühmte „Mützentyp“, Freund aller Jäger
  • Greg Peng, Senior Designer
Josh-Hamrick-Destiny

Sie kennt man auch aus den Streams mit DeeJ.

Viele neue Gesichter und Beförderungen

Was heißt das? Wir können allein aus dem Personal eine Menge ableiten:

  • Es sind viele „Chefs“ zu sehen, auf Director-Ebene, oft mit dem gleichen Job-Titel. Alleine drei Production Directors und drei Creative oder Design Directors sind zu erkennen
  • Bungie hat offenbar die Umstrukturierung langsam abgeschlossen und drei Teams mit eigenen Chefs gebildet, die an den verschiedenen DLCs arbeiten
  • Auch Vicarious Visions werden am Annual Pass mitarbeiten. Das ist das Activision-Studio, das den PC-Port geschultert hat. Von High Moon Studios war aber niemand im Video. Die hatten die Kampagne zu Forsaken wohl federführend geleitet.
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  • Viele der Leute, die man hier zum ersten Mal sieht, haben schon lange an Destiny mitgearbeitet, sind aber befördert worden und in neue Rollen gelangt – wie LinkedIn verrät
  • Es fällt vor allem auf, dass im Oktober/November 2018 einige in höhere Rollen gehievt wurden, wahrscheinlich weil man hier eigenständige Teams gebildet hat
  • Viele „altbekannte Gesichter“ wie Luke Smith, Mark Noseworthy oder Lars Bakken sind aber nicht zu sehen – die sind wohl schon am „nächsten großen Ding“ dran
  • Stattdessen ist das frühere B-Team mit Scott Taylor und Steve Cotton zu sehen. Auch Chris Barrett erkennt man noch von früher – alle in leitender Position
Luke-Smith-Destiny

Keine Spur von Luke Smith und seiner Crew.

Das steckt dahinter: Bungie ist in den ersten Jahren daran gescheitert, gleichzeitig mehrere neue DLCs und Erweiterungen zu entwickeln, während man das Grundspiel weiterpflegt. Der ehrgeizige Masterplan zum Spiel konnte nicht erfüllt werden. Daher kam es immer wieder zu langen Content-Dürren.

2016 begann offenbar eine interne Umstrukturierung mit dem Hackebeil:

destiny 2 wavesplitter 2

Augenscheinlich ist diese Umstrukturierung mittlerweile abgeschlossen: Man hat viele befördert und jetzt eigene „Platoons“ gebildet, die den Content von Destiny 2 vorantreiben sollen, während andere schon an zukünftigen Projekten arbeiten.

Man darf gespannt sein, ob Bungie mit dieser Technik den Content-Hunger der Spieler befriedigen kann. Denn sicher steht hinter jedem Gesicht in diesem Trailer noch eine Schar von Entwicklern, die dazu beitragen soll, dass die Spielinhalte diesmal mehr Fleisch bieten.

Mehr erfahren wir schon am Dienstag, wenn der DLC „Black Armory“ erscheint.

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