Einer der größten Streamer auf Twitch sagt nach Rauswurf aus CoD: Es gibt keine Transmenschen

Einer der größten Streamer auf Twitch sagt nach Rauswurf aus CoD: Es gibt keine Transmenschen

Der Streamer Nick „Nickmercs“ Kolcheff hat 6,7 Millionen Follower auf Twitch und gilt als ein führender Streamer für Shooter auf Amazons Plattform. Lange war er auf dem Weg nach oben, aber 2023 nahm seine Karriere einen Knick: Sein Skin-Bundle wurde aus Call of Duty entfernt. Das scheint ihn jetzt in seinen Ansichten radikalisiert zu haben.

Das sagt Nickmercs: Am 11. Juni ging ein Clip von Nickmercs online, als er gerade Elden Ring spielte. Er sah, dass ein Zuschauer über transgeschlechtliche Menschen sprach. Nickmercs las die Chatnachricht vor „Nick, die Transphoben kämpfen gegen die Trans“ und ergänzte:

Es gibt keine Transmenschen. Das ist etwas, das du geschaffen hast. Also, viel Spaß in deinem kleinen Traumland, aber dieser Scheiß ist nicht mal real.

Lass mich dir das in einfachen Worten erklären, okay: Penis – Typ. Vagina – Mädchen. Fertig. Komm hier nicht mit scheiß Trans an, Brudi. Lächerlich!

2020 startete Twitch eine Initiative, um marginalisierten Gruppen eine Stimme zu geben:

Streamer erhält viel Zustimmung, aber auch Kritik auf Twitter/X

Wie sind die Reaktionen? Der Clip hat auf Twitter/X 16,1 Millionen Views und über 3.100 Kommentare erhalten.

Dabei löst die Aussage heftige Reaktionen in beide Richtungen aus:

  • Einige bezeichnen die Aussage als „Win“ für Nickmercs, der bei seiner Meinung bleibt, auch wenn er dafür Ärger bekommt.
  • Manche sagen auch, die Meinung sei völlig okay, eine biologische Wahrheit – und nur „Snowflakes“ würden sich an sowas stören.
  • Andere kritisieren Nickmercs scharf oder milde. Ein Nutzer markiert die YouTube-Streamer TimTheTatman und CouRage und fragt sie, ob sie mit dem Typen wirklich befreundet sind. YouTube ist dafür bekannt, zwar Twitch-Streamer mit viel Geld abzuwerben, aber Wert auf ein “sauberes” Image zu legen.
  • Ein anderer wirft Nickmercs vor, gegen die goldene Regel verstoßen, nicht hasserfüllt zu sein und andere Menschen so leben zu lassen, wie sie möchten.
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Das ist der Kontext: Nickmercs war 2023 in eine Kontroverse verwickelt, durch die er sein Skin-Bundle in Call of Duty verloren hat. Damals sagte er, man solle Kinder in der Schule mit LGBTQ-Themen in Ruhe lassen. Er wolle mit seinen Kindern über diese Themen reden – der Staat solle sich da raushalten.

Der eigentliche Tweet beschäftigte sich mit einer Pro-LGBTQ-Demonstration vor einer Schule, in dem es darum ging, den Juni als Pride Month anzuerkennen.

Nickmercs schrieb;: “Sie sollten kleine Kinder in Ruhe lassen. Das ist das eigentliche Problem.”

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Dass er damit meinte, Kinder sollten in der Schule nicht mit LGBTQ-Themen konfrontiert werden, erklärte er erst später.

Dass er dafür seinen Skin verlor, wurde von einigen befreundeten Influencern scharf kritisiert. Das sei keine Meinung, für die man sanktioniert werden dürfte, sagte etwa DrDisrespect.

Asmongold glaubt: Öffentlichkeit habe Nickmercs dämonisiert und damit radikalisiert

Das ist die Einschätzung von Asmongold: Der Streamer Asmongold sagt jetzt: Durch diese „Bestrafung“ habe die Öffentlichkeit Nickmercs radikalisiert und jetzt zu diesen Aussagen veranlasst (via YouTube).

Asmongold sagt: „Nick würde das normalerweise nicht sagen. Aber weil Leute ihn für etwas dämonisiert haben, was die meisten Eltern genauso sehen, hat ihn das radikalisiert und jetzt stehen wir hier.“

Der Streamer xQc kommentiert das mit: “Sie haben einen Verbündeten in einen Feind verwandelt, weil sie Empörung über Vernunft gestellt haben.” Das sei etwas, das häufiger passiere. Asmongold stimmt dem zu.

Mehr über den damaligen Vorfall, bei dem Nickmercs sein Skin-Bundle verlor, könnt ihr in unserem Artikel aus dem Juni 2023 lesen: Activision Blizzard cancelt wichtigsten Twitch-Streamer zu CoD Warzone, nimmt seinen 20€-Skin aus dem Shop – Nach Tweet

Quelle(n): Sportskeeda
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Furi
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Haip0r

Zwitter ist was ganz anderes als Trans.

Morgenes

Ich finde hier wird halt, wie bei so allem mittlerweile, viel zu emotionsgeladen debattiert, aber nie diskutiert.

Persönlich soll meiner Meinung nach jeder leben wie er will, ich bin aber auch Befürworter, dieses Thema bis zur ca. 8. Klasse von den Kindern fernzuhalten.

Dort kann man dann im Biologieunterricht dies im Thema Sexualität mit unterbringen.
In der Grundschule usw. hat das aber mMn nichts zu suchen.
Sollte sich ein Kind schon vorher hier auffällig zeigen, dann sollte man aber natürlich schon individuell mit diesem Kind darüber sprechen und auch, wenn nötig mit seinen Klassenkameraden. Nur halt nicht generell bei allen Kindern in allen Schulen.

Kleine Anmerkung noch zu dem Cannabis-Heroin Vergleich.
Cannabis ist ein Rauschmittel, so ziemlich alles andere gängige sind Rauschgifte.
D.h. man kann sogar eher Alkohol mit Heroin vergleichen. Auch was körperliche Schäden, körperliche Sucht usw. angeht, was alles bei Cannabis in essbarer Form nicht vorhanden ist, bei Rauschgiften meistens aber schon (psychische Faktoren mal ausgeschlossen, die gibt es bei so gut wie allen Drogen)

Joschi

Sexuelle Aufklärung nur den Eltern zu überlassen halte ich für fahrlässig, wenn man sich die Statistik zu den Tätern anschaut. Ich bin persönlich für eine Aufklärung ab dem Kindergarten. Man muss Kindern nicht alles bis ins Detail erklären und auch nicht alles auf einmal vermitteln. Ich halte es aber für extremst wichtig das auch Kinder verstehen, das ihr/e Pillemann/Mumu nur ihnen selbst gehört und selbst die Eltern nur in gewissen Ausnahmen/Kontext diesen Bereich berühren dürfen. Solch wichtige Aufklärung sollten wir nicht erst dann anfangen wenn die Adressaten schon am selber erkunden sind, bzw. schon seit Jahren in Therapie zwecks Traumabewältigung sind.

Noch kleinere Anmerkung zu deiner kleinen Anmerkung:

Rauschmittel = Rauschgift = Droge, ist nur ein anderes Synonym für dieselbe Definition.

Morgenes

Dann bin ich da halt konservativ, oder evtl. auch zu normal, den wir haben dazu Bücher zuhause die ich meinem Kind vorlese.
Mag sein, dass das in Problembezirken notwendig ist, jedoch mache ich mir dann eher Sorgen um die gesamte Menschheit, wenn die Eltern nicht mal mehr die grundlegenden Dinge selbst auf die Reihe bekommen und bei allem sich darauf verlassen, dass das der Staat regelt. (Lesen, schreiben, rechnen beibringen, Werte und Sitten vorbildlich lehren, usw.)
Und das in Zeiten wo alle Kindergärten und Schulen schon alleine so schon unter der Last ächzen; einfach ihnen noch mehr Aufgaben aufbürden geht einfach nicht.

Eigentlich sollte dies die Ausnahme sein, wenn es aber schon staatlichen Eingriff braucht, scheint es die Norm zu sein und das ist beängstigend für die Menschheit.

Zum Thema Drogen.
Klar sind das alles Drogen. Das streitet keiner ab.
Wer aber Canabis mit Heroin gleich setzt hat absolut keine Ahnung von der Materie.
Das ist wie ein Fiat Panda mit einem Ferrari zu vergleichen.
Oder wenn wir im Wohngebiet Tempo 50 erlauben, dann können wir gleich Tempo 120 erlauben.

Niemand

Wegen mir soll jeder in seinen Wunschvorstellungen Leben wie er mag.
Sollange er nicht anderen aufzwingen will ihm das bestätigen zu müssen.
Das biologische Geschlecht ist kein Wunschkonzert, niemand sollte gezwungen werden, über das offensichtliche Lügen zu müssen, nur weil eine Person sich das so wünscht.

Wenn ich 1.50 groß bin, kann ich nicht von anderen verlangen so zu tun als sei ich 2 Meter groß, weil das sonst “meine Gefühle verletzt”. Gefühle verletzt man auch, wenn man Menschen zwingen will, über das offensichtliche zu lügen.

Kayene

Es gibt keinen “Nickmercs”. Das ist etwas, das du geschaffen hast. Also, viel Spaß in deinem kleinen Traumland, aber dieser Scheiß ist nicht mal real.

Geroniax

Es gibt auf beiden Seiten halt extreme. An sich sollten Menschen sich frei entfalten dürfen, egal wie sie sich fühlen. Aber es ist auch so das die meisten Menschen sich nicht täglich oder wöchentlich mit dem Thema befassen möchten. Inzwischen kommt ja kaum eine Serie, Film oder Spiel um das Thema herum, selbst wenn es sich einfach nur deplatziert anfühlt. Das man so nur immer weniger Zuspruch von unentschlossen und Kritikern erhält liegt ja auf der Hand.

Hier in den Kommentaren wird auch (wissenschaftlich) argumentiert warum sex und gender nicht das gleiche ist, und das man sich ja Sinngemäß auf einem Spektrum bewegt. Im gleichen zug muss man aber Regelungen finden wie man beim Leistungssport damit umgeht, denn es gibt ja dann trotzdem zu viele unterschiede? Ja was denn nun?

Und warum nur der Leistungssport? Toiletten, Umkleidekabinen, Gefängnisse, Frauenhäuser – alles Beispiele wobei man sich Gedanken machen muss, was aber unangenehm ist denn dann muss man der kritischen Seite ja Zugeständnisse machen.

Geroniax

Muss man bei Toiletten und Umkleidekabine unterscheiden? Nein.

Aber auch hier gibt es Leute die genau das wünschen, selbst unter den “pro Trans” Gruppen.

Das ist so die Argumentation: Ja, was denn nun? Wenn Cannabis legal ist, kann man auch gleich Heroin freigeben.

Wenn man Drogen nimmt, schadet man in erster Linie sich selber. Im Leistungssport, in Umkleidekabinen oder Toiletten sind aber zwangsläufig auch andere Menschen zugeben die sich dann unwohl dadurch fühlen. Was soll man denen sagen? Lasst euch ein dickeres Fell wachsen? Lebt einfach jetzt damit? Ändert ihr doch eure Meinung, denn meine ist richtig?

Genau so klingen die Diskussionen doch immer. In beide Richtungen wohl gemerkt.

Aus meiner persönlichen Erfahrung sind die Menschen die sich als Liberal darstellen, häufig die Menschen die am wenigsten mit sich reden lassen. Könnten aber natürlich auch nur viele Einzelfälle sein in die ich da immer stolper’.

Huehuehue

Aus meiner persönlichen Erfahrung sind die Menschen die sich als Liberal darstellen, häufig die Menschen die am wenigsten mit sich reden lassen. 

Warum das (zu Recht) so ist, kannst du gerne bei Sir Karl Popper (kluger Mann) nachlesen .Stichwort “Paradoxon der Toleranz”.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Geroniax

Ob bei Toiletten nun der Tiefpunkt erreicht ist, sei mal dahin gestellt. In Toiletten und Umkleiden möchte man sich halt sicher fühlen wenn man die Hose einmal runter lässt, und das man sich als junge Frau nun nicht gerade neben eine als Frau identifizierende Person stellen möchte die durchaus noch sehr männlich aussieht, sollte doch einleuchtend sein.

Es geht mir ja auch nicht darum transsexuelle Menschen abzuschaffen, das ist ja komplett bescheuert. Aber bei der Menge die sich in den letzten 5-10 Jahren dazu bekannt hat, könnte man sich ja Gedanken darum machen wie man für alle eine befriedigende Lösung findet. Sportwettbewerbe für Trans, Umkleiden für Trans, Toiletten für Trans. Anstatt also Menschen andauernd mit ein Thema konfrontieren womit diese ja gar nicht konfrontiert werden möchten, könnte man sich aktiv für eine Lösung einsetzen.

Und kommt mir jetzt bitte nicht mit “Ausgrenzung” wenn man das so umsetzen würde. Ist ja bei Männern und Frauen auch so geregelt – und zwar aus gutem Grund.

Don Mephisto

“In Toiletten und Umkleiden möchte man sich sicher fühlen, wenn man die Hose runter lässt”

Ich weiß ja nicht, wann du das letzte mal eine öffentlich zugängliche Toilette gesehen hast, aber da sind einzelne Kabinen für die einzelnen Toiletten. Bei den Männern und bei den Frauen. Selbes gilt übrigens für öffentliche Schwimmbäder. Die allermeisten Schwimmbäder haben mittlerweile sogar einige einzelne Duschkabinen.
Diese konstruierten, hypothetischen Probleme sind vollkommen an der Realität vorbei.

“Aber bei der Menge, die sich in den letzten 5-10 Jahren dazu bekannt hat” – wie viele kennst du denn? Oder ist das nur “die Menge” die dir im Internet immer suggeriert wird? Ist das die Menge auf deiner for-you-page auf social media, weil du viel mit content zu transsexualität interagierst? Denn die wahrheit ist, dass es nicht viele sind.

Wieso hast du so Angst davor, dass Transmenschen in Büchern, auf social media, im Fernsehen repräsentiert werden? Es sind ganz normale Menschen. Wieso fühlst du dich damit konfrontiert? Wieso stört es dich, wenn eine Figur in einer Serie Trans ist?

Geroniax

Ich weiß ja nicht, wann du das letzte mal eine öffentlich zugängliche Toilette gesehen hast, aber da sind einzelne Kabinen für die einzelnen Toiletten. Bei den Männern und bei den Frauen. Selbes gilt übrigens für öffentliche Schwimmbäder. Die allermeisten Schwimmbäder haben mittlerweile sogar einige einzelne Duschkabinen.

Ohne das den Transmenschen vorzuwerfen, aber sexuelle übergriffe passieren leider sehr häufig auf öffentlichen Toiletten, und beim Thema Umkleide kann ich nur indirekt aus persönlicher Erfahrung berichten, da es bereits ein Vorfall im Fitnessstudio meiner Freundin gab. Kein riesen Drama, eine Frau hatte sich beim Betreiber beschwert da dort tatsächlich eine transsexuelle Person in der Damenumkleide gab – und einzelne Kabinen gibt es da nicht, nur Spinde und gemeinschafts Duschen (sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen). Das ist weder konstruiert noch hypothetisch, sondern eine Tatsache vor der man sich nur zu gerne versteckt.

“Aber bei der Menge, die sich in den letzten 5-10 Jahren dazu bekannt hat” – wie viele kennst du denn? Oder ist das nur “die Menge” die dir im Internet immer suggeriert wird? Ist das die Menge auf deiner for-you-page auf social media, weil du viel mit content zu Transsexualität interagierst? Denn die wahrheit ist, dass es nicht viele sind.

In meinem persönlichem Umfeld? Tatsächlich 2 Personen, ehemals Männer die sich nun als Frauen identifizieren. Bedenkt man das ich vor 3 Jahren noch 0 transsexuelle Personen kannte, ist dies für meinen begrenzten bekannten Kreis schon viel. Und da ja so gerne in Statistiken gerechnet wird, wäre das in meinem Fall rund 6% meines Freundeskreises.
Was online abgeht ist da nochmal eine andere Sache, aber auch hier gibt es genug Prominente die sich in den letzten Jahren dazu bekannten. Sicherlich auch weil die Leute jetzt mutiger werden und sich zu diesem Schritt trauen, was ja auch gut so ist. Bedeutet nicht das es plötzlich mehr transsexuelle Menschen gibt als vorher, nur mehr die dazu stehen, und dementsprechend auch diese gesonderte Behandlung wollen.

Wieso hast du so Angst davor, dass Transmenschen in Büchern, auf social media, im Fernsehen repräsentiert werden? Es sind ganz normale Menschen. Wieso fühlst du dich damit konfrontiert? Wieso stört es dich, wenn eine Figur in einer Serie Trans ist?

Habe ich gesagt das ich angst habe? Liest du überhaupt meine Kommentare oder meinst du einfach nur in den Verteidigungsmodus zu gehen? Mehrmals habe ich gesagt das ich es okay oder gar gut finde das sich mehr Menschen zu dem Thema bekennen und sich auch trauen in der Öffentlichkeit so aufzutreten. Ich bin aber der Meinung das man zwischen Mann, Frau und meinetwegen Divers unterscheiden sollte in fast allen Bereichen wo man auch zwischen Mann und Frau bereits unterscheidet.

Zum Thema Serien: Solange es sich im Rahmen befindet ist es okay. Nehme ich meinen Freundeskreis als den Welt durchschnitt, gäbe es nun mal in jeder Serie, Film, Spiel eine Person die transsexuell, schwul oder lesbisch wäre (Plottwist: Ich habe einen Bi-Sexuellen Freund). Allerdings sind in vielen neuen Medien deutlich mehr vertreten als in meinem Welt durchschnitt, was dann ehrlich gesagt meine Immersion ein wenig stört. Ist wie mit dunkelhäutigen Wikinger, das passt halt irgendwie nicht so ganz.

Mir ist es auch recht egal das meine Meinung nicht in euer Weltbild passt. Das ist ja das schöne an Meinungen, man muss diese nicht teilen.

Don Mephisto

Abgesehen davon, dass alles was du schreibst anekdotische Evidenz ist:

Es gab eine Transsexuelle Person in der Damenumkleide. Da hast du deine Antwort doch schon. Die bloße Existenz der Transfrau war also der Beschwerdegrund. Wieso ist es ein Unterschied ob man sich mit Frauen in der Sammelumkleide umzieht oder mit anderen Transfrauen? Weil der Transfrau ihr Geschlecht abgesprochen wird.

Deine 6 % decken sich nicht mit offiziellen Zahlen (Prävalenz bis 0,7 % je nach Studie). Und selbst wenn es deine 6 % wären, ist das immernoch eine kleine Minderheit. Ganz abgesehen davon: Von welcher gesonderten Behandlung sprichst du die ganze Zeit? Transfrauen möchten einfach nur wie Frauen behandelt werden, Transmänner einfach nur wie Männer. Dazu gehört z.B. im Fitnessstudio sich in der dem Geschlecht entsprechenden Umkleide umzuziehen, ohne dass sich unnötig beschwert wird.

Dich stört es also wenn eine Serie nicht deinem Weltbild entspricht – Gott, du musst Science Fiction und Fantasy ja echt hassen. Du findest es gut, wenn Transmenschen in die Öffentlichkeit treten, aber nicht wenn das deine Immersion zerstört? Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass die Repräsentation von Minderheiten, z.B. Transmenschen, in den modernen Medien wichtig ist, um jungen Transmenschen Vorbilder und Identifikationsfiguren zu geben? Denn Transsexuelle werden global an sehr, sehr vielen Orten unterdrückt, verfolgt und getötet.

Geroniax

Abgesehen davon, dass alles was du schreibst anekdotische Evidenz ist:

Mir ist das Thema nicht wichtig genug um mir bei Google alle Informationen einzuholen, daher nehme ich lieber, sofern möglich, Beispiele aus meinen eigenen leben. Das z.B. Verhältnis mäßig viele Menschen in meinen Freundeskreis sich Trans identifizieren oder Homosexuell sind könnte einfach am alter liegen. Die 0,7% beziehen sich wohl auf die Weltbevölkerung, aber wie sieht die Zahl zwischen 23 und 30 Jahren aus?

Es gab eine Transsexuelle Person in der Damenumkleide. Da hast du deine Antwort doch schon. Die bloße Existenz der Transfrau war also der Beschwerdegrund. Wieso ist es ein Unterschied ob man sich mit Frauen in der Sammelumkleide umzieht oder mit anderen Transfrauen? Weil der Transfrau ihr Geschlecht abgesprochen wird.

Vielleicht, aber auch nur vielleicht, weil sich manche Menschen nicht wohl dabei fühlen. Weil manche Transfrauen zu 100% wie Männer aussehen und sich Frauen dadurch bedroht fühlen könnten wenn diese sich Ausziehen wollen. Den genauen Grund kenne ich nicht warum sich beschwert wurde, soweit ich weis gehen noch beide in dieses Fitnessstudio.

Deine 6 % decken sich nicht mit offiziellen Zahlen (Prävalenz bis 0,7 % je nach Studie). Und selbst wenn es deine 6 % wären, ist das immernoch eine kleine Minderheit. Ganz abgesehen davon: Von welcher gesonderten Behandlung sprichst du die ganze Zeit? Transfrauen möchten einfach nur wie Frauen behandelt werden, Transmänner einfach nur wie Männer. Dazu gehört z.B. im Fitnessstudio sich in der dem Geschlecht entsprechenden Umkleide umzuziehen, ohne dass sich unnötig beschwert wird.

Mir ist durchaus bewusst das Transmenschen wie ihr identifiziertes Geschlecht behandelt werden wollen, und mir ist auch bewusste das die meisten Menschen nett sind und keine bösen Hintergedanken hegen. Trotzdem kann man es nicht einfach allen anderen forcieren. Man muss nun mal die Meinungen und Wünsche aller Menschen respektieren und einen gesunden Mittelweg finden, und nicht einfach mit der Brechstange die eigene Meinung durchsetzen.

Dich stört es also wenn eine Serie nicht deinem Weltbild entspricht – Gott, du musst Science Fiction und Fantasy ja echt hassen. Du findest es gut, wenn Transmenschen in die Öffentlichkeit treten, aber nicht wenn das deine Immersion zerstört? Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass die Repräsentation von Minderheiten, z.B. Transmenschen, in den modernen Medien wichtig ist, um jungen Transmenschen Vorbilder und Identifikationsfiguren zu geben? Denn Transsexuelle werden global an sehr, sehr vielen Orten unterdrückt, verfolgt und getötet.

Lächerlich. Jetzt müssen also in allen fiktiven Welten 10% “anders” sein, weil es sonst nicht fiktiv genug ist? Müssen Äpfel in Fantasy Serien wie Erdbeeren aussehen? Und wieder hast du nicht richtig gelesen. Ich finde eine Repräsentation von Minderheiten durchaus angebracht, sofern die Repräsentation nicht der Dreh- und Angelpunkt von allem ist. Wie du schon selber sagtest, geht es um 0,7%, warum müssen diese dann um ein so ein vielfaches mehr repräsentiert werden?

Die Repräsentierung vermeidet aber leider auch nicht das die Menschen verfolgt oder getötet werden, und ich glaube auch nicht das Medien dazu in der Lage sind, Menschen die anderen Menschen sowas antun, umdrehen könnten.

Don Mephisto

Du hast also keine Lust dich neutral mit dem Thema zu beschäftigen uns nimmst lieber deine eigene Wahrnehmung als Allgemeingültig an. Na gut.

Fällt dir nicht auf, dass du Transpersonen unter einen generalöverdacht stellst, einzig aufgrund ihres Geschlechts? Wieso ist denn jede Transfrau in der Damenumkleide für dich potentiell ein perverser Spinner?

Die Meinungen und Wünsche anderer Personen spielen überhaupt keine Rolle wenn es um das Geschlecht oder die Sexualität einer Person geht. Wenn mich stört, dass dein Freund Bisexuell ist und ich mir wünsche, dass der nur auf Frauen stehen soll, muss der dann meine Wünsche und meine Meinung beachten? Nein.

Ich lese übrigens sehr genau, was du schreibst. Vllt. gibst du dir einfach etwas mehr Mühe deine Gedanken schlüssig aufzuschreiben statt dich darauf zu verlassen, dass ich aus deinen eher schwammigen Sätzen eine klare Bedeutung herauswahrsagen kann. Ich kenne keine einzige Serie in der die Repräsentation Dreh- und Angelpunkt ist – außer man hält sich so sehr damit auf, dass man sie eben selber dazu macht.

Vllt. liest du dich nochmal in die Bedeutung von Repräsentation in Medien für Kinder und Jugendliche ein. Ach ne, du willst dich ja nicht neutral mit dem Thema beschäftigen, deine Wahrnehmung ist schließlich allgemeingültig.

Geroniax

Ich denke einfach das du über emotional bei dem Thema bist, daher macht es auch nicht viel Sinn weiter zu diskutieren. Ich habe nie behauptet das meine Weltansicht und moralischer Kompass die einzig wahren sind, dass hast du dir da selber rein gereimt.

Würde ich mich mit jedem Thema das so aktuell ist und zu dem ich eine MEINUNG habe neutral befassen, hätte ich keine Zeit mehr für andere Dinge die deutlich wichtiger und spannender sind. Dann ist mir das Diskutieren mit Fremden aus dem Internet doch nicht wichtig genug.

Wenn du die Meinungen anderer nicht akzeptieren kannst, ist das auch nicht mein Problem.

Don Mephisto

Du wirfst mir jetzt Emotionalität vor wenn ich mit Logik und Fakten argumentiere während du dich weigerst Fakten zu nennen, stattdessen deine persönliche Wahrnehmung als allgemeingültig annimmst, bei dir jedes Argument durch “Ich hab ja nichts gegen Transmenschen, aber…” eingeleitet wird und du deinen einen Bisexuellen Freund als Rückversicherung nennst, dass du ja offen und tolerant sein musst.

Du willst diskutieren, hast aber keine Argumente. Stattdessen folgst du einem transfeindlichen Narrativ, dass du nichtmal begründen kannst und von dir kommen nur argumenta ad hominem “Du liest nicht was ich schreibe…; Du bist zu Emotional…”. Dann begründest du deine Meinung, weil sie eben keine logische Grundlage oder Argumente hat mit Meinungsfreiheit. Gleichzeitig gibst du zu keine Ahnung von dem Thema und auch keine Lust dich damit zu beschäftigen zu haben und das Diskutieren mit Fremden im Internet sei dir nicht wichtig genug.

Wenn du nicht diskutieren kannst oder willst, warum dann so viele Kommentare? Warum auf Krampf und ohne Grundlage immer wieder widersprechen?

WarChief
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Tibzz

Die Kritik ist absolut gerechtfertigt.
Streamer mit solchen Reichweiten sollten überlegen was sie sagen…vorallem wenn sie falsch sind. Ich höre immerwieder die “snowflakes” sollen einfach akzeptieren das es menschen gibt die trans als Krankheit ansehen. Die einzige leute von denen ich Mimimi höre, sind diejenigen die sich daran stören wenn ein mann sich im falschen körper fühlt. Toleranz ist für manche ein Fremdwort

Ja Richtig
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DBregio
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Don Mephisto

Ich bin diese Debatte so unglaublich leid. Da äußert sich nie jemand der sich tatsächlich neutral und wissenschaftlich mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Stattdessen schmeißen sich beide Seiten ohne Argumente gegenseitig ihre Ideologien an den Kopf und machen sich gegenseitig und sich selbst lächerlich.

Falls ich darf möchte ich hier aus meinem Fachgebiet (Molekularmedizin) heraus etwas Aufklärung leisten:

1: Transmenschen existieren schon sehr lange in diversen Kulturen völlig unabhängig voneinander. Damit ist die These das ganze sei ein neumodischer Trend widerlegt.
2: “Penis = Typ, Vagina = Frau” ist falsch. Es gibt diverse Formen von Hermaphroditismus, auch bei Menschen. Selbst wenn man das Geschlecht auf die Genetik reduzieren würde (Spoiler: was man nicht kann) gibt es unzählige Mischformen die eben nicht eindeutig männlich oder weiblich sind.
3: Das Geschlecht ist nicht nur auf die Genetik zu reduzieren. Studien mit Transmenschen zeigen z.B. das bestimmte Hirnareale, die spezifische vom Geschlecht abhängige Unterschiede aufweisen, bei Transmenschen dem Wunschgeschlecht entsprechen, nicht dem genetischem Geschlecht. Im Englischen lässt sich leicht zwischen Gender (Geschlechtsidentität) und Sex (biologisches Geschlecht) differenzieren. Das ist im deutschen leider noch nicht so simpel möglich. Von welchen faktoren das gelebte Geschlecht tatsächlich abhängt und warum es in seltenen Fällen vom biologischen Geschlecht abweicht ist noch ungeklärt.

Das ganze spielt aber lustigerweise für die Diskussion auch überhaupt keine Rolle: Mal angenommen diese ganzen transfeindlichen Idioten hätten Recht und Transsexualität sei nur eine psychische Störung: Was ist denn dann die Konsequenz? Wir behandeln die “Kranken”. Was ist die einfachste Art der Behandlung? Die einfach ihre Transsexualität ausleben zu lassen. Das kostet nichts, man braucht keine Medikamente, niemand kommt zu Schaden und auch sonst ändert sich rein garnichts. Ob ich die Transmenschen also akzeptiere oder für psychisch krank halte hat in der Konsequenz keine Relevanz außer, dass ich mich bei zweiterem wie ein Arsch aufführen kann. Aber vllt. ist das ja auch das Ziel… Oder ist das Ziel der Transfeindlichkeit einfach nur Machtausübung über eine Minderheit…?

Es ist natürlich schon richtig, dass man über bestimmte Punkte nachdenken muss. Wie gehe ich mit Transfrauen im Leistungssport um? Denn tatsächlich hat die Genetik auf viele Bereiche abseits der Geschlechtsidentität großen Einfluss. Das ist aber eine ganz andere Diskussion die es nicht nötig hat Transsexualität als ganzes in Frage zu stellen.

Duraya

Das ist ein verdammt guter Kommentar 👍

Oneo

Werde auch nie verstehen als ob man den Leuten was weg nimmt….wenn man Akzeptanz übt.

Abseits vom Leistungssport und Umkleidekabinen sollte das alles kein Thema sein dort sollte man eine Regelung finde die beiden Seiten hilft und Tatsachen schaft damit es keine Missverständnisse gibt .

Aber hier geht das problem viel tiefer durch das Internet gibt es so viele mit Absicht verbreitete Meldungen das einem schlecht wird …..

Besonders von Rechten und sogenannten Konservativen.

Teilweise um geld damit zu verdienen Stichwort youtube oder sonst was .

Denke durch den Algorithmus den viele social Networks haben wird das ganze verschlimmert da man dann immer mehr solcher Videos kriegt .

Merkt man auch an dem ganzen Qanon blödsinn….

Morgenes

Das ist ja das Problem, dass wir allgemein zur Zeit haben.
Durch Social Media gehen wir uns alle gegenseitig an die Gurgel.

Meiner Meinung nach birgt Social Media viele Gefahren.
Eine davon ist mangelnde Resilenz, da es einen extremen shift von Umfeldgebundenen Communities zu Themengebundenen gibt.

Eine weitere ist die Menge an Informationen die es zu einem bestimmten Thema gibt und viele einfach überlastet.

Auch der shift zur Extelligenz wird dadurch verstärkt. Auch wenn Extelligenz in unserer heutigen Welt unausweichlich wichtig ist, glaube ich kann zuviel davon Schaden (wenn die Intelligenz dadurch in den Hintergrund gerät)

Vorallem Jugendliche sehe ich stark in Gefahr. Früher hat man sich vor der Klasse blamiert, heute gleich unter Umständen vor der ganzen Welt.
Auch das profilieren hat ohne regionale Begrenzung ein ganz anderes Level erreicht.

Nebuc

Ich schließe mich an, danke für den guten und ausführlichen Kommentar 👍.

Manche Menschen (wie der oben genannte Streamer) sind halt noch irgendwo in der Steinzeit hängen geblieben.

CandyAndyDE

Danke für die ausführliche Erklärung.

mOlDaViA
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DBregio
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