Fortnite: Verdammt, mit diesem Modus haben sie mich doch gekriegt

Unser Autor Schuhmann hat mehr als ein Jahr Widerstand gegen Fortnite: Battle Royale geleistet, aber ein neuer Modus hat ihn doch noch bekehrt.

Deshalb hab ich mich so lange gesträubt: Ich hab Fortnite schon gespielt, bevor es cool war.

Als Epic im Sommer 2017 mit „Rette die Welt“ anfing, sind wir in der Redaktion auf einen Erkundungs-Ausflug in das neue Spiel gegangen.

Die anderen haben dann rasch aufgehört, aber ich bin dabei geblieben. Ich habe den ganzen Sommer 2017 damit verbracht, die Welt von Fortnite zu retten.

Der Mix aus Mobile-RPG-Progression mit einem Tick Shooter und „Dungeon Keeper“ hat mir irgendwie gefallen. Zwar war Fortnite: Rette die Welt objektiv sicher kein tolles Spiel, aber bei mir hat’s einen bestimmten Punkt getroffen und ich hab’s gerne gespielt.

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Leider war schnell abzusehen, dass Rette die Welt kein Hit werden würde. Epic hat es dann in eine seltsame Richtung entwickelt und ich hab immer weniger eingeloggt.

Als dann der Hype um „Battle Royale“ anfing, war ich ein bisschen trotzig: Die sollten doch gefälligst mein Spiel jetzt cool machen, als einfach PUBG zu kopieren, dachte ich damals.

Während Jürgen, Robert und der Rest der Welt sich rasch für Battle Royale begeisterten, schlich ich nur zögerlich drumherum.

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So lief mein erster Versuch: Ich hab dann tatsächlich irgendwann im Frühling 2018 mal einen Nachmittag mit dem Spiel verbracht, aber mir war das zu stressig.

Kaum war ich gelandet, sprang schon jemand mit einer Schrotflinte wie ein Duracell-Häschen auf Speed um mich rum, knallte mich ab und ich war zurück in der Lobby.

Zudem schaute ich in Streams Typen zu, die in Rekordzeit obskure Pyramiden in die Luft bauten, aus 300 Metern jemandem einen Kopfschuss verpassten und Reflexe wie ein Top-Eishockey-Torwart hatten.

Für den Scheiß war ich eindeutig zu alt.

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Aber schon damals verstand ich, warum so viele verrückt nach dem Spiel waren: Fortnite hat eine Sog-Wirkung.

Jede Runde ist etwas anders. Ich dachte jedes Mal, wenn ich starb: Hätte ich mal ein bisschen anders gespielt, hätte ich eine Chance gehabt.

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Doch etwas anderes schreckte mich ab: Mir fiel damals schon auf, wie absorbierend Fortnite ist. Der Nachmittag ging rum und ich wusste danach kaum, was ich eigentlich gemacht hatte. So war es mir zuletzt fünf Jahre vorher bei League of Legends gegangen.

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Mein neuer Versuch zu Weihnachten: Jetzt zu Weihnachten habe ich wieder mal Fortnite gespielt und Epic hat mich tatsächlich bekommen. Ich wusste, dass mit dem Weihnachts-Event „14 Tage Fortnite“ verrückte, neue Modi kommen.

Ich wollte eigentlich für einen Artikel den neuen Modus „Blindflug“ ausprobieren.

Der orientiert sich an Call of Duty „Hardcore“ und blendet fast alle HUD-Elemente aus – man kann nicht mal richtig sehen, wer mit einem im Team ist.

Der Modus ist aber eindeutig für feste Teams mit Voice-Chat und erfahrene Fortnite-Veteranen gedacht. Da hatte ich als Neuling überhaupt keine Schnitte und hab nach einem Spiel enttäuscht ausgeloggt.

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Der Modus hat mich so begeistert: Ich hab dann nur aus Neugier den Modus neben „Blindflug“ ausprobiert und der hat mich dann gleich für 3 Stunden beschäftigt.

Der neue Modus, der mich so begeistert, ist jetzt zu Weihnachten ein paar Tage aktiv und heißt „Teamschrecken“:

  • Hier spielt man nicht solo, sondern mit Teams im 32vs32
  • Die Karte ist aufgeteilt und es gibt in jedem Match eine längere Ruhephase, bis es losgeht und man auf Gegner trifft
  • Es gibt mehr Munition als normalerweise, mehr Ressourcen und mehr Loot
  • Außerdem kann man wunderbar PvE-Gegner farmen, die „Nennt sie nicht Zombies“-Zombies, die droppen Loot, sind dumm wie Stroh und man kann sich an ihnen richtig dick hochfarmen

Ursprünglich gab’s den Modus zu Halloween – im Rahmen der „14 Days of Fortnite“ ist er jetzt zurück.

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Deshalb begeistert mich der neue Modus: Das ist für mich der ideale Modus, weil man sich bis zum ersten Feindkontakt minutenlang vorbereitet und da gute Ausrüstung an den Zombies farmen kann.

Dadurch dass man nicht alleine kämpft, sondern sich in der Masse bewegt, kann ich auch als Anfänger in Gefechte rein- oder wieder rauskommen, ohne dass ich mir jedes Mal wie ein Depp vorkomme, weil ich schon in der ersten Lootphase von einer Schrotflinte weggeballert werde.

Bei „Teamschrecken“ ist es auch nicht so wichtig, exakt jeden Spot zu kennen, an dem eine Truhe, ein Flugzeug oder eine Quadramme wartet.

Außerdem bietet Fortnite mittlerweile mit Ballons, Fahrzeugen und zig verschiedenen Waffen echt viel Abwechslung. Dazu triggern die Herausforderungen und ständigen Belohnungen aus dem neuen Battle-Pass irgendwie meinen Loot- und Sammler Instinkt.

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Ich muss zugeben: Obwohl ich mich lange dagegen gesträubt habe, mit diesem Fortnite kann ich mich anfreunden. Und vielleicht machen sie Fortnite: Rette die Welt mit all der Kohle, die Leute für Skins ausgeben, doch noch cool.

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