LoL-Profi wurmt Niederlage so sehr, dass er seinen Job ernst nimmt und endlich WoW löscht

Der LoL-Spieler Martin „Wunder“ Hansen (22) gilt als eines der größten Talente im europäischen League of Legends, aber seine Leidenschaft für World of Warcraft steht ihm offenbar im Weg. Nach einer schmerzhaften Niederlage hat der Toplaner von G2 Esports nun versprochen, härter zu trainieren. Erster Schritt: Er hat WoW deinstalliert.

Was ist das mit Wunder und WoW? Der 22-jährige Däne verdient sein Geld mit LoL, ist aber seit Jahren der World of Warcraft verfallen. Wunder ist bekannt für seine Liebe zu Blizzards MMORPG.

Bei Profispielen von LoL fordert er sein Team, G2, häufiger mal dazu auf, „jetzt schnell Schluss zu machen“, denn sein Raid in WoW warte schon auf ihn. Das ist zu einem Running Gag geworden, wenn G2 eine Serie schnell mit 3-0 beendet, heißt es hinter: Wunder hatte bestimmt Raid.

Seine Leidenschaft für WoW ist wohl dokumentiert: 2019 wurden seinem Team mal 1.000 $ Strafe von Riot Games aufgebrummt. Wunder hatte in einem offiziellen Live-Stream zu LoL einfach WoW Classic gespielt. Das fand man bei Riot Games nicht lustig.

G2 bedankte sich damals bei Riot: Endlich habe man einen guten Vorwand, Wunder sein WoW zu verbieten.

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Wunder verliert wichtiges Spiel in LoL, löscht daraufhin WoW

Das ist die Niederlage: Wunder spielt für das europäische Top-Team G2. Das ist nominell das mit großem Abstand stärkste Team in der League of Legends, spätestens seit man sich mit Caps und Rekkles die besten Spieler des direkten Konkurrenten Fnatic geklaut hat.

Aber G2 ist unstetig: In den Playoffs hat man jetzt eine wichtige Serie gegen den Konkurrenten Mad Lions mit 1-3 verloren. Als Schwachpunkt erwies sich plötzlich Wunder: Der zog auf der Top-Lane gegen den türkischen Profi Irfan „Armut“ Berk Türkek den Kürzeren. In der Serie starb Wunder in 4 Spielen gleich 20-mal und holte nur 8 Kills.

G2 ist durch die Niederlage in das „Verlierer Bracket“ gerutscht und muss jetzt alles gewinnen, um noch zum Meister in der Spring-Season der LEC 2021 zu werden.

Das ist Wunders Versprechen: Nach der Niederlage hat Wunder lediglich getwittert: „Okay, ich deinstalliere WoW jetzt.“ Man könnte das für einen der typischen Gags halten, für die Wunder bekannt ist.

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Doch sein Verhalten zeigt klar, dass er das ernst genommen hat: Wie die Seite DotEsports weiß (via DotEsports.com), hat Wunder in den letzten 3 Tagen 26 Solo-Spiele in LoL gezockt und davon 17 gewonnen. Er trainiert jetzt ernsthaft seine Mechaniken.

Vorher hatte er privat kaum noch gespielt und nur 94 Solo-Spiele absolviert, seine Kollegen Caps und Rekkles hatten in derselben Zeit fünfmal so viele Solo-Spiele bewältigt.

Wunder hat zudem seinen Nutzernamen geändert in „NoWoWFreeWin“ – die Niederlage scheint ihn motiviert zu haben, jetzt wieder mehr das Spiel zu zocken, mit dem er tatsächlich sein Geld verdient.

Der nächste Top-Laner, auf den Wunder trifft, könnte sich einem neuen Wunder gegenübersehen. G2 trifft im Halbfinale der Playoffs auf Rogue, die haben gerade Schalke 04 ausgeschaltet.

Wunder ist ein Typ mit klaren Ansichten. Der verkörpert die “For the Lulz”-Kultur von G2 Esports wie kaum ein anderer. Einmal fiel er auf, weil er sich über die offiziellen Stühle der League of Legends beschwerte und dabei nicht gerade diplomatisch klang:

Schlechte Werbung: LoL-Pro meckert über „fucking shit“ offizielle Stühle

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Bruno

Die Uebersetzung ist derbe irreführend. Dort steht nicht das er WoW löscht, also final damit aufhört, sondern das er es “for next week”, sprich “für die nächste Woche”.

Ergo sobald die Playoffs vorbei sind, ist er wieder im WoW Fieber.

Aus meiner Sicht ein riesiger Unterschied, es sei denn meine Englisch Kenntnisse sind so dermaßen schlecht das ich es falsch verstanden habe.

zerooo

Das ist alles einfach komplett Banane, was aus der e-Sports Szene berichtet wird, es wird gar als ein heroischer Zug des betroffenen dargestellt, schon lachhaft.

Zusammenfassung: Jemand lässt das WoW Zocken, damit er seinen bezahlten Job als Angestellter richtig machen kann.

Sollte man evtl. in jedem Job so handhaben, dass man durch seine Videospiel nicht im Job abkackt.

KingOneDa

Naja es gibt genug russische csfo pros die brauchen schon lange kein Training mehr und flexen alles weg.

Das was Wunder sagt hat schon Substanz.

sirhc

Du verstehst das falsch, er hat halt in seiner Freizeit sein Lieblingsspiel, WoW gespielt, weil ihm die SoloQ kein Spaß macht.

Andere Top Spieler haben halt LoL als “Lieblingsspiel” und spielen es in ihrer Freizeit nach den normalen Trainings Sessions.

Nun Opfert Wunder seine Freizeit um zusammen mit seinem Team zu gewinnen.
Er macht also quasi unbezahlte Überstunden.

DDuck

Naja so einfach ist das ja nun nicht. Er zockt in seiner Freizeit kein WoW mehr um weiter zu trainieren. Das ist so als würde ein Fliesenleger nicht mehr zum Fußballtraining gehen, um abends aus Spaß an der Freude Zuhause weiter Fliesen zu legen.

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