Das „Star Citizen“-Syndrom: Warum bei Ashes of Creation wieder Millionen für das MMORPG-Luftschloss ausgegeben wurden

Das „Star Citizen“-Syndrom: Warum bei Ashes of Creation wieder Millionen für das MMORPG-Luftschloss ausgegeben wurden

Der Rückzug von Steven Sharif bei Ashes of Creation ist der neueste Akt in einem Drama, das sich seit über einem Jahrzehnt wiederholt. Ob Star Citizen, Chronicles of Elyria oder Camelot Unchained – das Muster ist fast immer identisch. Die MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski analysiert, warum es so attraktiv für uns ist, immer wieder an das Traumschloss zu glauben und auch hinein zu investieren.

Es war kein bombastischer Trailer oder eine pompöse Bühnenshow. Alles begann mit einem schlichten Blog-Post, in dem Steven Sharif das Bild eines MMORPGs malte, das eine Revolution und zweite Heimat werden sollte.

Er sprach über eine Welt, die auf uns reagiert. Eine Welt, die wir atmen, bauen und – wenn wir wollen – in Schutt und Asche legen können. Während wir spielen, bilden sich Knotenpunkte und Regionen. Je mehr wir in dieser Region spielen, entwickeln sich dort ganze Städte, es kommt zu Landerschließungen, Wohnsystemen und wir steuern ein ganzes politisches System. Wir kämpfen mit anderen um diese Knotenpunkte und führen unsere Gilde zu Ruhm und Reichtum.

Alles, was lediglich zu diesem Traum-MMORPG fehlte, waren 750.000 US-Dollar, die mittels Kickstarter gesammelt werden sollten – und die Kreditkarten wurden gezückt. In weniger als 12 Stunden wurde das Ziel erreicht und zuletzt sogar über 3 Millionen US-Dollar gesammelt.

Heute, 10 Jahre später, stehen wir vor den Trümmern dieses Enthusiasmus. Sharif ist weg.

Die Alpha-Server wirken eher wie eine Baustelle im ewigen Rohbau als wie das gelobte Land. Doch das eigentlich Erschreckende ist nicht der Trümmerhaufen bei Intrepid Studios. Das Erschreckende ist das Déjà-vu.

Herzlich willkommen zum „Star Citizen“-Syndrom. Ashes of Creation ist nicht das erste Projekt, das an seinem eigenen Traumschloss erstickt – und seine Backer mit ihm.

Das Luftschloss in seinen Einzelteilen

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Das große Problem an Projekten wie Ashes of Creation, Chronicles of Elyria oder Camelot Unchained ist, dass wir keine fertigen Spiele kaufen, sondern einen Traum. Und das allergrößte Problem ist, dass der Traum aus einem unfertigen Luftschloss besteht, bei dem wir selbst die letzten Backsteine füllen.

Aber bauen wir das Luftschloss nochmal auseinander.

Das verführerische Narrativ

Im Falle von Steven Sharif ist da dieser äußerst charismatische Leader, der sich als einer von uns inszeniert. Ein Gamer von nebenan, der auch nur den Traum des ultimativen MMORPGs verfolgt – und nun sich selbst und uns dieses perfekte Spiel bauen möchte.

Das alles soll natürlich ohne den „gierigen Publisher“ im Hintergrund passieren, der nur unser Geld möchte und uns Spielende gar nicht versteht. Es entsteht das Gefühl von „Wir gegen die da oben“, was Community und Studio zusammenschweißt. Es entsteht nahezu eine parasoziale Beziehung.

Und genau dieses Narrativ haben wir auch bei den anderen Kickstarter-MMORPGs beobachten können.

Das Paradoxon der unendlichen Freiheit

Wir leben gerade in einer Gaming-Ära, in der sich vor allem die AA-Studios gegen Giganten wie EA, Ubisoft oder Activision durchsetzen. Der Erfolg von Spielen wie Arc Raiders oder Clair Obscure: Expedition 33 unterstreicht dies.

Studios wie Larian haben mit Baldur’s Gate 3 gezeigt, dass es durchaus ohne Publisher im Genick geht, ein komplexes und inhaltsreiches Spiel zu erschaffen. Der Studio-Chef Swen Vincke wird nie müde von der ausbeuterischen Ader großer Publisher zu berichten. Und ja, gierige Publisher haben sicherlich auch einen negativen Einfluss auf Studios und die Spiele-Entwicklung.

Was hier aber nicht außer Acht gelassen werden darf, ist, dass die vogelfreien Studios trotzdem einen festen Plan verfolgen müssen, um ihr Spiel zu beenden.

Es braucht Deadlines, es braucht eine realistische Budget-Kalkulation und es braucht ein starkes Projektmanagement bei so komplexen Produkten wie Videospielen. Eine wunderbare, kreative und ambitionierte Idee reicht nicht. Hat man den Publisher nicht im Nacken, der genau diese Dinge pusht, muss ein Studio selbst dafür Sorge tragen.

Die Psychologie, die uns zum Geldbeutel greifen lässt

Uns wird ein Gefühl vermittelt, aktiv die Entwicklung mitgestalten zu können. Sei es im Fall von Ashes of Creations das Versprechen des „Node-Systems“, durch das wir im Spiel Einfluss darauf nehmen, wie die Welt sich weiter entwickelt. Oder bei Star Citizen Feedback-Kanäle wie Issue Council, in dem etwa das aktuelle Balancing diskutiert wird.

Dann kommt noch der „Sunk Cost“-Effekt hinzu, der das Phänomen beschreibt, an Projekten, Investitionen oder Entscheidungen festzuhalten, selbst wenn diese sich als falsch erweisen, nur weil bereits Zeit, Geld oder Mühe investiert wurden. Wer einmal 250 € und mehr für ein Alpha-Paket oder ein virtuelles Grundstück ausgegeben hat, will und muss daran glauben, dass es ein Erfolg wird.

FOMO (Fear of Missing Out) ist hier der Kickstarter, also die Angst etwas zu verpassen. Limitierte Alpha-Zugänge und exklusive Skins erzeugen künstlichen Druck.

Das Versprechen, das wir eigentlich nur uns selbst geben

Um die Finanzierung zu erhalten, müssen Crowdfounding-MMOs einen Traum verkaufen. Und so kommen oft diese Versprechen, die kaum einhaltbar sind. In der Theorie bieten diese unendlich tiefe Systeme wie vollständig zerstörbare Welten, eine Ökonomie, die sich automatisch aus PvP-Gilden entwickelt, und Politik-Systeme, die sich ebenfalls irgendwie aus dem Spielen heraus ergeben. Hinzu kommen dann noch ein paar schicke Concept Arts, die zum Träumen einladen.

Die Details bleiben dabei aus, und die fangen wir nun selbst an, in unseren Köpfen zu füllen. Und genau hier liegt auch der große Knackpunkt. Wir hatten nun 10 Jahre Zeit, um in unserem Kopf das absolute Traum-MMORPG zu basteln und es für uns selbst größer und herrlicher zu machen, als es technisch jemals möglich sein würde zu programmieren.

Der Kauf eines Zugangs ist der Kauf eines Tagtraums. Mehr nicht.

Statt Traumschloss eine ewige Baustelle

Wie es jetzt genau mit Ashes of Creations weitergeht, ist nach dem Weggang von Steven Sharif ungewiss. Ob das Spiel eingestellt wird oder aber mit einem kleineren Team – und ohne Sharif – weiterentwickelt wird, können wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Das charismatische Gesicht, das mit uns die letzten 10 Jahre zusammen träumte, ist jedenfalls weg.

Update 03.02., 09:30 Uhr: Steam hat mittlerweile den Verkauf von Ashes of Creation gestoppt. Man untersuche dort Möglichkeiten für potentielle Refunds.

Mit so einer Entwicklung ist Ashes of Creations nicht alleine:

  • Chronicles of Elyria startete vor fast 10 Jahren und sammelte 2019 fast 8 Millionen Euro ein. Totgelegt ist das MMORPG noch nicht, ist aber nun in Rechtsstreitigkeiten verwickelt.
  • Camelot Unchained ist bereits seit 12 Jahren in Entwicklung für eine Technik, die heute schon veraltet wirkt.
  • Crowfall wollte 2015 das MMORPG-Genre umkrempeln. Das Spiel wurde 2021 ohne Hype herausgegeben, sollte nochmal umgekrempelt werden, und jetzt fehlt jedes Lebenszeichen.

Kommen wir zum Namensgeber dieses Artikels und den Supergiganten unter den Crowdfunding-MMOs: Star Citizen.

Die Vorproduktion begann bereits 2010, also vor rund 16 Jahren. Mehr als 5,6 Millionen Unterstützer brachten bislang mehr als 809 Millionen US-Dollar über Crowdfunding zusammen. Seitdem befindet sich das Space-MMO in Entwicklung und kommt nur Backstein für Backstein voran.

Seien wir mal ehrlich: Das Traumschloss von Star Citizen ist mittlerweile so groß, dass das Science-Fiction-MMO schon gar nicht mehr als „fertig” veröffentlicht werden kann. Der Traum ist schon lange das Produkt. Der Verkauf von teuren Schiffen wirkt von außen betrachtet wie der eigentliche Gameplay-Loop.

Die hartgesottene Community ist aber fein damit und es gibt fairerweise auch mehr als den Schiffverkauf. So ist es etwa auch möglich, durch den Weltraum zu fliegen und Missionen zu erfüllen. Die Spielenden beschreiben das auch als etwas, was es so vergleichbar nicht gibt.

Das Projekt und auch Studio-Chef Chris Roberts müssen jedoch weiterhin kritisch betrachtet werden. Es dringen immer wieder Berichte nach außen, die ein Bild von Geldverschwendungen, schlechtem Management und harten Überstunden-Phasen zeichnen.

Auch dieses Luftschloss kann noch implodieren.

An dieser Stelle empfehle ich den Kickstarter-Kassensturz unseres MMORPG-Experten Karsten Scholz:

Mehr zum Thema
24 Kickstarter-MMOs, die Geld von euch wollten – Ein Kassensturz nach 13 Jahren mit frustrierender Bilanz
von Karsten Scholz

Warum wir trotzdem weiter hoffen dürfen

Ist es also dumm, in Projekte wie Ashes of Creations oder Star Citizen zu investieren?

Nein. Es ist menschlich.

Wir spielen alle leidenschaftlich gerne und haben eine Sehnsucht nach etwas, das uns die großen AAA-Publisher seit Jahren verwehren: Echte Innovation, echte Risiken und das Gefühl, bei etwas Großem von Anfang an dabei zu sein. Es tut gut, an das Märchen vom „Gamer für Gamer“ glauben zu dürfen.

Leidenschaft allein schreibt jedoch keinen Netcode und Visionen bezahlen keine Server bis in alle Ewigkeit. Ein Traumschloss braucht eben doch ein Fundament aus kühlem Projektmanagement, realistischen Budgets und – so leid es mir tut – manchmal eben auch einen „bösen“ Publisher, der den Rotstift ansetzt, damit am Ende überhaupt etwas erscheint.

All diese Projekte sind letztendlich dem gleichen Luftschloss erlegen, auf das wir unsere Hoffnung bauten. Die Köpfe hinter den Spielen haben ebenfalls geglaubt, dass das Fundament stark genug ist und der Rest schon beim Bauen kommen würde. Am Ende stand bei Ashes of Creation eine spielbare Alpha-Version, die teils schon vor dem Steam-Release gelobt wurde. Das alles konnte nur nicht dem Traum standhalten, der vor 10 Jahren verkauft wurde.

Und das gilt nebenbei nicht nur für Crowdfunding-MMORPGs. Das gilt für alle Spiele, die uns einen Traum verkaufen, oder fette Early-Access-Pakete, die eine Entwicklung mit unterstützen sollen. Es gibt viele Beispiele, bei denen das wunderbar geklappt hat. Das kann eine super Methode sein, um die Community tatsächlich früh in der Entwicklung zu beteiligen. Wenn wir jedoch bereit sind, hier verfrüht die Kreditkarte zu zücken, sollte erstmal die Frage auftauchen: „Klingt das gerade zu schön, um wahr zu sein?” – Hier sei dann nochmal daran erinnert, dass Hoffnungen keine fertigen Spiele sind. Wir dürfen weiter träumen, aber wir sollten unsere Kreditkarten vielleicht öfter stecken lassen, bis aus den Concept Arts echter Code geworden ist.

Am Ende des Tages ist ein mittelmäßiges Spiel, das ich heute auf meiner Festplatte installieren kann, tausendmal mehr wert als die schönste Vision, die seit zehn Jahren nur in unseren Köpfen herumspukt.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr selbst Backer eines dieser Projekte und bereut ihr es, oder war euch das Risiko von Anfang an bewusst? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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rinnavonco

Der Artikel war spannend und informativ. Ich will aber vor allem diesen Kommentar loswerden um die wunderschöne Schreibweise von der Autorin wert zu schätzen. Ich hab oft gedacht “oha soviel Text noch” aber hab ihn liebend gerne gelesen weil ich sehr gefesselt war.

Da merkt man auch das keine KI zum Verfassen vom Text verwendet wurde. Zumindest nicht überwiegend.

Vielen Dank!

nogamer

Wie dachte das war die Spielehoffnung überhaupt…wohl eher Schöpfung der Asche 🤣

SirPopp

Also bei manchen Projekten frage ich mich zunehmend ob es sich nicht einfach nur um neue Modelle zur Geldwäsche handelt. Anders kann man sich manches kaum erklären.

Athanis

Wenn du schaust mit was der Chef seine Millionen erwirtschaftet hat dann wunderst dich nicht mehr

Geroniax

Toller Beitrag mit nachvollziehbaren Gedankengängen 🙂

Kickstarter und Early Access sind für die unabhängigkeit der Entwickler feine Sachen, aber es ist keine Garantie, dass das Produkt sicher vor mismanagement ist. Man kann ein super Mechaniker sein, aber das bedeutet nicht das man ein Rennen fahren kann.

Selber habe ich nur ein paar Projekte unterstützt, unter anderem Gloria Victis. Es ist verdammt ärgerlich wenn der versprochene Traum nie so umgesetzt wird, allerdings sollte man auch nie mehr Geld investieren als das was man bereit ist zu verlieren.

Klar ist aber auch: Ohne Geld geht nichts. Sei es ein gieriger Publisher, ein einzelner, Vermögender Investor oder eine ganze Community – ohne mehrere Millionen Dollar ist es nicht möglich ein halbwegs ansehnliches MMO auf die Beine zu stellen.

lrxg

Meiner Meinung nach ist die Situation um AoC ein ziemlicher Tiefschlag für das gesamte Genre. Ein kleiner Lichtblick ist Epidome, aber wie vermutlich Jeder bin ich sehr sehr vorsichtig geworden was Projekte dieser Art angeht.

Manchmal frage ich mich, ob wir MMORPG Spieler im letzten Leben irgende eine Kollektivschuld auf uns geladen haben, die wir gerade abbezahlen. Wir werden in Serie verar…. oder wenn mal ein Game erfolgreich in den englischsprachigen Raum kommt, dann müssen wir uns mit aggressiver Monetarisierung rumschlagen. Ok, vllt ist meine Sicht durch meine Bubble beschränkt und Shooter, MOBA oder RTS Gamer durchleben das Gleiche.

Trotzdem hoffe ich, dass die technischen Hürden igendwann so sinken, dass es mehr Indie-MMORPG’s gibt. Auf Privatservern durfte ich erleben, wie Games ohne spielerfeindliches Design aussehen können und wie proaktiv ein Management sein kann, wenn die Betreiber das Game selbst spielen.

Caliino

In Sachen Monetarisierung kann ich dir den Grund nennen: Wir West’ler sind für die komplett irrelevant und sie sind nur auf die Kohle vom Publisher an sich scharf.

Denn sowohl das Spiel selbst als auch alle Anpassungen lassen die sich schön teuer von “unserem” Publisher bezahlen und können immer noch “Nein” zu allem sagen.

Die Server sowie die Übersetzungen kommen idR auch vom Publisher selbst, ergo ist das Risiko für den Entwickler selbst sehr klein….

Lordofnoob

Also meine Meinung ist das es sehr schwer ist Community Projekte zu bewerten. Man braucht in dem Moment keine Gamer Kompetenz, sondern plötzlich sind spiele Design und Entwickler skills gefragt. Ja vielleicht sogar Investor Kompetenzen.
Wer hat die?
Ich war mir immer sicher bei Star Citizen das es ehrlich ist. Ich hab Entwicklerfähigkeiten und Bemühungen gesehen. Es würde Demos gemacht und es wirkte authentisch.
Die veröffentlichen Projekt Management Infos waren ein Traum. Schade das die niemand verstanden hat.

Naja. Ich kann zu Ashes of creation nicht sehr viel sagen. Das ist mir begnet als ich in einer Community um einen Youtuber war, und mir kam das schon komisch vor.
Und jetzt höre ich das Youtuber Geld bekommen haben wenn sie Leute zu Ashes of Creation hingeschleppt haben.
Würde mich nicht überraschen wenn Leute klagen wegen Betrug
Kann man das mit larians Baldurs Gate vergleichen?
Dann müsste man es doch auch mit Tetris vergleichen oder? So vergleiche finde ich absurt.

Single Player sind keine MMOs und Spiele wie Star Citizen sind irgendwas zwischen MMO und second live. Was das ganze zwar keinen besseren Ruf verschafft aber zeigt, wenn Marc Zuckerberg Virtual Reality hatte bauen können hatte er etwas versucht wie Star Citizen. Und deswegen glaube ich ist ein Spiel wie Ashes of creation eben nicht wie Star Citizen ist. Klar werden da viele Träume verbrannt, und es ist ein schwieriges Thema.
Aber alles über einen Kamm scheren finde ich einen schwierigen Take.
Have fun!

MtheHell

Dem kann ich mich anschließen. Man muss schon dediziert hinschauen, was da von wem als Luftschloss (oder besser: Vision?) gebaut wird.

Caliino

Ich bin zwar nicht in dem SC Thema drin, aber am Anfang sah das ganze schon vielversprechend aus und man hat auch immer wieder Fortschritte gesehen.

Aber irgendwann wurde meiner Meinung nach das ganze “noch nicht vorhandene Schiffe verkaufen” zum eigentlichen Spiel. Und seitdem verliert man sich lieber in unnötige Spielereien und Kleinigkeiten (die eh niemand braucht) anstatt am Kern zu arbeiten und es stetig zu erweitern. Zumal immer wieder neue “Echtgeld-Lösungen” für neu hinzugekomme “Spielprobleme/Systeme” dazu kommen…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Caliino
nWo4Life

Ich habe mal eine Frage.. wieso packt man sein Gesicht mit auf das thumpnail?
Soll das klicks generieren?

Athanis

Ich vermute eher das der CEO genau wusste was seit Monaten passiert. Er redet vom Executive Board die gegen ihn waren und das Spiel in eine Richtung lenkten was er ethisch nicht vertreten konnte. Wenn man jedoch im entsprechenden Handelsregister von Intrepid Studios nachschaut steht nur er alleine als Member of the Board. Niemand anders. Auch ist es doch sehr interessant zu sehen das diese Ankündigung mit dem verlassen des Studios, 3 Tage nachdem steam das erste Mal das Geld an intrepid studios ausgezahlt hatte, veröffentlich wurde. Und wenn ein Spiel rentable wäre dann würde keine Firma die Entwickler auf die Straße setzen. Ich vermute stark (auch viele prominentere) das hier vom CEO bewusst ein letzter Cash Grab stattfand. Schnell EA um Geld zu bekommen und dann einstampfen. Dazu passt auch das der CEO sein Haus vor kurzem auf seinen Partner umgeschrieben hat …

Alle sollten versuchen ihr Geld bei Steam zurück zu bekommen. In den USA hat es bei vielen bereits geklappt. Ihr müsst den Support direkt anschreiben und nicht die automatische Rückerstattung initiieren .

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Athanis
c0ug4r

Ich empfehle mal hier zu lesen bzw. das entsprechende Video zu schauen, statt den wilden Spekulationen zu folgen, die derzeit kursieren:
https://mein-mmo.de/youtuber-behauptet-ashes-of-creation-wurde-verkauft/

Im Video wird nämlich recht klar geschildert, dass Stevens Entscheidungen keinem der von dir genannten Gründe folgten, weil er selbst nämlich gar nicht mehr die Entscheidungsfreiheit hatte. Diese Aussagen kommen von jemandem der wirklich Insiderwissen hat.

Wird dort nicht angesprochen, aber der von dir genannte Handelregisterauszug ist bspw. gar nicht dafür qualifiziert über die Existenz eines Boards oder Vorstands Auskunft zu geben. Dort werden nur exekutive Positionen wie eben der CEO und CFO aufgeführt. Vorstandsmitglieder würden dort nur auftauchen wenn sie ebenfalls solche Positionen inne hätten.

Athanis

Dann erkläre mir, wieso Fakten etwas anderes Sagen. Bis 2025 war er alleine im Executive Board und Ende Januar 2026 nur er mit seinem Ehemann. Wie kann dann, der böse Vorstand der ja nur aus ihm und seinem ehemann besteht, sich gegen Ihn selbst wenden?

Intrepid Studios Executive Board Members:

Steven Sharif (CEO & Secretary)
John Moore (CFO) – Sharif’s Ehemann und Mitbegründer.

Es ist auch keine Spekulation das das Studio bereits 2025 seine Rechnungen nicht bezahlen konnte. Der Steam Release war hier der letzte Versuch Geld zu generieren. z.b Offene Rechnungen von 850.000 Dollar an Cloud Dienstleistern etc.

Auch ist es keine Spekulation das er sein Haus vor kurzem an eine LLC übertragen hat (Grundbuch Eintrag in San Diego) diese LLC untersteht, oh welch Wunder, seinem Ehemann. Das Haus ist 8.5 Millionen Wert.

Auch ist es ein Fakt das Steam die erste Zahlung an Intrepid Studios am 30. Januar getätigt hat. Einen Tag später ist Steven zurück getreten. Zufall oder geplant?

Mir ist egal was ein x beliebiger Youtuber meint zu behaupten. Die Fakten sind da und die Sprechen für jeden mit gesunden Menschenverstand, eine andere Sprache

c0ug4r

Das Executive Board aus dem Handelsregisterauszug != das Board das Steven in seinem Discord Statement erwähnt hat. Wie bereits beschrieben ist hier ‘Executive’ die entscheidende Differenzierung.

Dass Rechnungen nicht bezahlt worden sind und er sein Haus an seinen Ehemann überschrieben hat mag sein, nur führt das nicht unweigerlich zu den Schlussfolgerungen die du anführst. Möglich ja, nachweislich aber nicht.

Deswegen wäre es sinnvoller auf Fakten zu warten, statt zu spekulieren.

Athanis

Es ist egal was der Typ im Discord schreibt. Ich kann auch viel erzählen wenn der Tag lang ist. In den USA muss man alle aus dem Vorstand benennen. Kostet viel Geld wenn nicht. Vielleicht träumt er ja von Fantasiewesen die ihn zu bösen Dingen treiben. Jedenfalls existiert rechtlich kein Aufsichtsrat ausser dem von ihm und seinem ehemann geführtem

huehuehue

In den USA muss man alle aus dem Vorstand benennen

Nur, um ein etwaiges Missverständnis in eurer Diskussion aus dem Weg zu räumen: das “Board of Directors”, das hier gemeint ist, wenn Sharif von “Board” schreibt, ist im angelsächsischen Raum eine Mischung aus dem, was bei uns der Vorstand und der Aufsichtsrat ist und nicht zwangsläufig kongruent mit dem “Executive Board”, also dem CEO, dem CFO und COO. Da sind normalerweiser auch noch weitere Eigentümervertreter mit drin.

Athanis

Bin weiter unten in meiner letzten Antwort drauf eingegangen. In CA muss man alle Stimmberechtigten Personen mit angeben. Gibt extra ein Formular dafür was ausgefüllt werden muss. Auch dort gibt es Unterschiede von Officers und Directors

Athanis

Komm mal ernsthaft.. Wieso verteidigst du ihn so krass? Haus umschreiben macht man nur weil man es nicht verlieren will da man weis was finanziell auf einem zu kommt.. 1 Tag nachdem man das Geld von Steam erhalten hat, verlässt man das Unternehmen? Auch sehr kurios. Aber es soll ja sogar Menschen geben die bestimmte Präsidenten verteiden obwohl sie nachweislich in bestimmte akten auftauchen und sehr aktiv auf einer Insel waren. Wieso dann nicht auch einen CEO Verteidigen der einige shady dinge getan hat bevor er das Unternehmen wegen offensichtlich Problemen mit einem fiktiven Aufsichtsrat hatte. Aber vielleicht hatte er ja auch nur einen Ehestreit mit seinem Mann. Mag ja sein.

c0ug4r

Wo wir schon dabei sind voreilige Schlüsse zu ziehen nur weil sie dir in den Kram passen…

Ich habe Steven nicht verteidigt. Er ist als CEO auf die eine oder andere Weise hauptverantwortlich für das was mit Intrepid Studios passiert ist und wenn es das ‘Board’ (oder einen Private Equity Anteilseigner) gibt, heißt das immer noch, dass er zuvor darüber gelogen hat.
Was ich gesagt habe ist, dass anhand der von dir angeführten Belege nicht klar ist, was genau passiert ist und man Fakten abwarten sollte, die mit Sicherheit in den nächsten Tagen und Wochen ans Tageslicht kommen, um Schuld und Ursache vernünftig beurteilen zu können

Steht der Handelsregisterauszug im Widerspruch zu Stevens Statement? Nein, denn (auch wenn du nicht willens oder fähig bist, das zu begreifen) auf diesem muss das ominöse ‘Board’ (oder wie auch immer man diese Entität betiteln will) nicht angegeben werden. (‘The document doesn’t require all board members be named. Only the CFO, CEO and Secretary. This isn’t an all encompassing document.’)

Hat Steven sein Haus verkauft, um es in Sicherheit zu bringen? Offensichtlich. Nur stellt sich die Frage vor welchen eventuellen Ansprüchen genau.

Erfolgte der Rücktritt zufällig nach der Steamauszahlung? Da er als Reaktion auf ein Meeting zurück getreten ist, in dem erneut Entlassungsforderungen gestellt worden sind, denen er weider nicht nachkommen wollte (siehe das Video von Kira, das ich bereits in meinem ersten Kommentar erwähnt habe), ist das Timing schwer zu beurteilen.

Auf den Part mit Epstein gehe ich gar nicht erst ein, vielleicht wird dir ja selbst bewusst auf was für einem Niveau du dich bewegst und dass du mit deiner Art nur meine Aussage untermauerst, mit haltlosen und nebenbei gesagt widerlichen Behauptungen um dich zu werfen.

Athanis

Man du musst ihn echt lieben. Wenn du schon wie einige Politiker auch, gern halbwahrheiten oder ChatGPT Infos verbreitest dann bitte richtig: Ja es müssen nur der Vorstand und Aufsichtsrat im Register selbst stehen, jedoch hat Kalifornien da nette Regeln… Im Filling müssen ALLE stimmberechtigten Mitglieder des Aufsichtsrats stehen. Dort steht aber nur Steven Sharif. Wo sind denn die anderen Stimmberechtigten die ihn dazu zwingen Leute zu entlassen? Zeig es mir bitte und kommentiere nicht mit halben Infos. Sharif selbst hat den Vom Board of Directors gesprochen. Wenn du beim California Secretary of State nachschaust unter der Nummer: C3826880 findest du niemanden ausser ihn selbst.Im Filling wie gesagt MUSS er alle benennen die Entscheidungen Treffen dürfen. Existiert nur nichts.

Also für dein Halbwissen (ChatGPT Wissen):

Das Formular SI-550 muss die Namen des CEO CFO und Secretary beinhalten. Das sind die Officers. So wird es verlangt…
Das Formular hat ein separaten Abschnitt für Directors. Und hier ist das Ding. Nach California Corporations Code § 301 & § 1502 MÜSSEN dort alle gewählten Direktoren (Board Member) gemeldet werden. Es gibt nirgends ein Geister Board was rechtlich legitim wäre wo man niemand melden muss.

Falls Du hier mehr wissen magst, darfst mich gern kontaktieren, mein Mann arbeitet im State of California.

Aber mal davon ab und auch von deinen netten versuchen mich zu Beleidigen:

Sharif war nicht nur CEO sondern hat auch die überwältigende Aktienmehrheit am Unternehmen. Das bedeutet, auch wenn das Board ihn zwingen wollte (was ja nicht mal existiert) kann und darf ein Board den Mehrheitsaktionär nicht einfach überstimmen. Da gibt es dann besondere Regeln und Gesetze für.

Noch eine Info von meinem Mann: Im Register sind neue Einträge aufgetaucht das eine gewisse Karen Boreyko jetzt an Intrepid Besitzansprüche angemeldet hat.

Weist du wer das ist? Ich helf dir mal:

Karen (ach ich liebe den Namen) ist eine lange Weggefährtin von Steven. Beide haben eine MLM Vergangenheit. SIe war mitgründerin von Vemma. Also einer klassischen Pyramiden Firma. Sharif hat damals mit dieser Firma zusammen als Vertriebler sein ursprüngliches Millionenvermögen erwirtschaftet. Die FTC hat die Firma stillgelegt wegen illegalem Schneeballsystem.

Karen hat nun, nach neuesten UCC Fillings ein “Pfandrecht” auf Intrepid Studios und dessen Vermögenswerte eingereicht.

Karen und der YA-YA Legacy Trust haben durch offene Schulden ein Hostile Takeover angefangen.

Sharif hat sich derweil das Steam Einkommen und sein Haus gesichert. Er ist fein raus aus der Sache. Laut Karen sind die zahlungen nicht in der Firma ersichtlich.

Unsere Liebe Karen hat sich auch heute extra an die Spieler per Discord gewendet:

Inhalt:

  • Spiel wird nach China outgesourced
  • Aggressive Monetarisierung wird eingeführt

Naja Du kannst Dir selbst deine Fantasiewelt weiter bauen, aber die Verbindung die Sharif mit Karen hat und das die Firma jetzt von Ihr weiter geführt wird (einer verurteilten Schnellballsystem Gründerin) sollte viel Spass für alle bringen, die das Spiel lieben und schon so viel Geld investiert haben…Das war Ironie nur so zur Info.

Das war mein letzter Kommentar dazu, da ich keine Lust habe mich von X Beliebigen Leuten beleidigen zu lassen bzw. Meine Fakten und Infos die ich direkt aus der Quelle in CA habe als widerliche zu bezeichnen.

Also Bis dann und nächste mal: Less Blind Love.. more facts

AcidPhreak

Mich würde rechtlich mal interessieren wer dann auf dem Schuldenhaufen sitzen bleibt? Wenn Steam Rückerstattungen raushaut haben nur sie den Schaden, denn Auszahlungen an Interepid sind schon durch.

Athanis

Naja er selbst hat ja sein Haus ende 2025 an seinen Ehemann überschrieben damit es niemand pfänden kann. Er weis genau was er tut und wie er sich schützt

Caliino

Bin auch kein Rechts-/Steam-Experte, aber ich glaube die ziehen mögliche Rückerstattungen einfach von der nächsten (potentiellen) Auszahlung ab.

Hier in dem Falle wird sich Steam vermutlich bei der Klage/Insolvenz usw. beteiligen um ans Geld zu kommen. Afaik ist das meist eine Sache des Zeitfaktors, dh. ob das ganze schon absehbar war und um welche Summen es geht. Und üblicherweise gehen die Gerichte dann weiter an die Eigentümer, ergo Sherif und potentielle Shareholder was die ganzen Sache mit dem Haus zb. sehr gut erklären würde…

ZappSaxony

Ich glaube nicht, dass es bei StarCitizen um “Mitgestaltung” geht. Was hier zieht, sind einfach Raumschiffe und (versprochene) Freiheit. Bei den anderen Beispielen scheint es meiner Meinung nach eine ähnliche Sehnsucht nach der erträumten Spielerfahrung zu sein, nicht der Wunsch nach “Mitgestaltung”.

Die Spiele sehen in ihrem Objekt der Begierde bereits ihren Wunschtraum und wollen ihn nicht erst gestalten.

Und das Ganze funktioniert nur genu deshalb so gut, eben weil die Spiele/Welten noch nicht fertig sind! Unsere Gehirne neigen dazu, fehlende Puzzleteile durch Wunschdenken zu ersetzen.

StarCitizen nähert sich einer Version 1.0 und nimmt jetzt auch sehr konkrete Formen an. Ich zweifle nicht daran, das es erscheint oder ein Erfolg wird, aber es wird nicht jeder “ein” erträumtes Star Citizen bekommen. Chris Roberts entwickelt keine 5 Millionen Spiele, sondern am Ende nur sein Star Citizen.

Aktuell wandelt es sich von Sandbox zum streng reglementierten ThemePark – MMO mit PvP-Fokus..leider.

Aber das, was ursprünglich (und jetzt noch) be den Käufern zieht, sind einfach nur die Raumschiffe und die Fantasien, diese in einer Welt zu bewegen.

Caliino

Ich für meinen Teil bestelle so gut wie gar keine Games mehr vor und kaufe – im Gegenzug dazu – auch fast nur noch EA-Titel, weil ich die direkt spielen kann und bei den AAA-Titeln einfach nicht mehr das Preis/Leistungsverhältnis passt und/oder es mehr oder weniger Copy & Paste vom Vorgänger mit neuem Setting ist.

Demnach kann ich dem Beitrag nur zustimmen und würde ehrlich gesagt sogar noch einen (rechtlichen) Schritt weiter gehen: eine finanzielle Obergrenze für das Geld was man investieren kann.

Wie auch schon im Beitrag erwähnt, wird das ganze ab einem gewissen Betrag einfach nur mehr zu einem “es muss gut werden” und damit meiner Meinung nach schon zu eine Art Sucht. Ähnlich zum Glücksspiel: “mit den nächsten 5€ kommt ja sicher der Jackpot!”

Und versteht mich jetzt nicht falsch, aber ich bin froh darüber dass es nun “vorbei” ist und den Spielern nicht noch mehr aus den Taschen gezogen werden kann.
Denn eines ist klar: Die Leidtragenden sind wieder einmal die Spieler und Entwickler und nicht die Führungsriege, die hat (wieder einmal) genug Geld abkassiert und denen ist es einfach scheiß egal was mit allen anderen passiert…

evilsohn

Hab im ersten moment Gedacht: ist EA nicht einer der Größten Vertreter der ganzen schändlichen Geschäftspraktiken heutzutage?
Dann hab ich aber kapiert, dass Du von Early Access sprichst und nicht von Electronic Arts 😆

voxan

Träume können platzen, das liegt in der Natur der Sache.
Aber lieber investiere ich in so etwas als in folgendes:

“EA machte im letzten Geschäftsjahr ca. 1,62 Mrd. Dollar Umsatz mit Ultimate Team”
Das war Fifa 21. Bei Fifa werden diese Einnahmen jedes Jahr einfach verbrannt.

Hat man den Publisher nicht im Nacken, der genau diese Dinge pusht”
Ja, Publisher sind ebenfalls keine Garantie für einen erfolgreichen Release.
Amazon Games, Ubisoft, EA haben ebenfalls schon ordentlich fehlkalkuliert.

voxan

Ich fand deinen letzten Satz im anderen Kommentar sehr gut.
Das trifft den Nagel eigentlich auf den Kopf. (Auch wenn ich bei vielen hier anderer Meinung bin. Es ist ja ein Meinungsbeitrag 😉 )

Matzelord

Man muss hier klar differenzieren!!!!!

  1. Substanz vs. Stillstand: Während Chronicles of Elyria eine juristische Ruine ist und Ashes of Creation durch den Weggang des Gründers und Massenentlassungen gerade implodiert, ist Star Citizen ein operativer Gigant mit über 1.100 Mitarbeitern.
  2. Technologie vs. Versprechen: Bei SC reden wir nicht mehr über Träume. Technologien wie Server Meshing und Persistent Entity Streaming sind heute im Code und für die Spieler live erlebbar. Während andere Projekte an der Hürde scheitern, überhaupt eine Alpha zu liefern, liefert CIG eine spielbare Erfahrung, die technisch (64-Bit-Präzision, nahtlose Übergänge) konkurrenzlos ist.
  3. Wirtschaftliche Stabilität: Ein Projekt, das jährlich neue Rekorde bei Spielerzahlen und Einnahmen aufstellt und transparente Finanzberichte liefert, als ‚Luftschloss‘ zu bezeichnen, ist ein Widerspruch in sich. Bei den anderen genannten Titeln war der Traum oft das einzige Produkt – bei Star Citizen ist die Alpha längst ein handfestes, spielbares Ökosystem.

Es ist legitim, die Dauer und das Management zu kritisieren. Aber ein Projekt, das aktiv Meilensteine setzt und eine gewaltige Infrastruktur aufgebaut hat, mit gescheiterten Kickstarter-Leichen oder krisengeschüttelten Studios in einen Topf zu werfen, wird der Sache nicht gerecht. Star Citizen spielt technisch und operativ längst in einer völlig anderen Liga.“

HiveTyrant

Das ‘Eigentliche Versprechen’ war nur ein Einzelspieler-Titel.
Der MMO-Modus war ein Stretch Goal der initialen Crowdfunding Kampagnen (auf der eigenen Webseite sowie Kickstarter), der damals auch noch so ausgelegt werden sollte, das man es ohne vorheriges spielen der Einzelspielerkampagne härter haben sollte.

Das witzige kommt auch noch dazu – Chris Roberts hat schon vor Jahren komplett den Langzeit-Fortschritt verpennt, aber dann hat sein Bruder Erin, dem wir damals die Privateer-Spiele verdankten, sich die Kontrolle über die europäischen Studios gesichert. Also Manchester sowie Frankfurt, beide unter ‘Foundry 42’ firmierend. Letzterer Standort besteht aus vielen ehemaligen Crytek Angestellten, die irgendwann keine Lust mehr hatten, bei Crytek auf ihre Löhne zu warten.
Erin hat seitdem dafür gesorgt, das etwas mehr Struktur und Fokus in das ganze einfließt, selbst im Mehrspieler-Teil werden nur noch Elemente hinzugefügt, die auch in der Storykampagne benötigt werden. Ihm haben wir den Fortschritt der letzten Jahre zu verdanken.

Und bitte nicht vergessen, Star Citizen’s Pitch kam zu einem Zeitpunkt, an dem ‘klassische’ Studios noch mit ‘Wir suchen für ein Projekt’ Anzeigen auf LinkedIn posten würden, sobald die Positionen (mit dicken NDAs für alle angeheuerten) besetzt sind, würde man 5-10 Jahre nichts davon hören, sofern es nicht eh ein elender Assetflip ist.
Erst maximal 1 Jahr vor Release würde man dann etwas sehen, auf Spielemessen, meist aber eher ‘exklusiv’ bei ‘Gaming Presse’ auf deren Webseite man große Werbeanzeigen für das Spiel schaltet bzw. in deren Printmagazinen man doppelseitige Anzeigen in Farbe drucken lässt.

Übrigens hat Crytek’s Versuch, noch Kohle für ihre andauernd zahlungsunfähige (und die Insolvenz dann plötzlich im letzten Moment jedes mal abwendende) Firma aus dem Produkt zu quetschen dem ganzen auch nicht geholfen und mehrere Jahre gekostet, da man sich bei Cloud Imperium Games stattdessen mit dem Rechtsstreit herumplagen musste, der als mögliches Endergebnis die Vernichtung von großen Mengen entwickelter Daten und Technologien zur Folge gehabt hätte, falls Crytek gewonnen hätte.

rubberduck119

~da man sich bei Cloud Imperium Games stattdessen mit dem Rechtsstreit herumplagen musste~

Beziehst du dich damit auf de “Starengine”?

Yoma

Die Blase ist größer, das ist der Unterschied. Projekte brauchen Geld und SC generierts über Schiffe die eigentlich keiner braucht. Wenn das mal zusammenbricht, weil das Vertrauen fehlt, dann ist bei 1100 Leuten schneller Schluß als du Kuckuck sagen kannst. Ich denke das wird davon abhängen ob Squadron 42 noch 2026 released wird, wenn ja ist das Vertrauen in Roberts wiederhergestellt, wenn nicht wirds kritisch.

voxan

Wichtiger ist, dass es ansatzweise den Erwartungen entspricht. Dann kann es mMn auch 2027 ohne große folgen erscheinen. Ein schlechter zustand wie cyberpunk wäre trotz pünktlichem release katastrophal.

rubberduck119

Mmn ist der Erfolg nicht so sehr vom Releasezeitpunkt abhängig als eher vom Zustand. Falls SQ 42 noch ein Jahr später erscheint dafür aber (fast) Bugfrei und einfach gut…dann sei es so.
Denn ich bin ebenfalls der Meinung das SQ 42 der make or brake-point für SC werden wird.

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