In nur wenigen Jahren vom Röhrenmonitor zum gekrümmten Display. Grund genug, sich etwas näher damit zu beschäftigen.
Noch 2015 wird der erste Curved-Bildschirm der Marke Philips erscheinen. 34 Zoll (86,4 cm) mit einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixel sollen ein intensives Bilderlebnis bieten, bei einem UVP von 1149€. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie sinnvoll diese Technologie ist. Welche Vorteile bietet sie? Und welche Nachteile?
Das spricht für den Kauf
Der offensichtlichste Grund ist die Krümmung. Dadurch sollen die Abstände vom Bild am Rand identisch mit dem an der Mitte sein. Das heißt, die Kurve folgt dem Auge, welches somit nicht ständig nachfokussieren muss und damit entlastet wird. Gerade für die Bildbearbeitung, wenn sehr lange am Stück gearbeitet wird, kann dies sehr hilfreich sein. Ein weiterer Effekt ist die Verbesserung der Plastizität.

Das Curved-Display bringt die Bildränder und Pixel näher an den Anwender, wodurch die Betrachtung komfortabler wird. Nutzer sitzen näher an einem Bürobildschirm als an einem Fernseher, daher kann die Krümmung des Screens ein weit intensiveres Arbeiten mit minimaler Ablenkung ermöglichen. – Artem Khomenko, Produktmanager
Ferner haben die Monitore meist das 21:9-Format für ein besseres Filmerlebnis. Außerdem ist eine Ultra-HD-Auflösung oder gar höheres möglich.
Das spricht gegen den Kauf
Neben den hohen Preisen sprechen auch einige andere Gründe dagegen. So unterstützten anfängliche Monitore noch nicht alle Farbräume, womit die Geräte für Grafiker vorerst ungeeignet waren. Ferner muss man direkt vor dem Bildschirm sitzen. Blickt man seitlich auf das Display, wird das Bild verzerrt. Bei einem Curved-TV wird man sich mit der Familie keine Filme gemeinsam ansehen können. Außerdem lassen sie sich nur schwierig an die Wand anbringen. Und ist er an der Wand befestigt, wirken die abstehenden Ränder optisch nicht sehr schön.
Fazit
Die Technologie ist noch nicht sehr weit fortgeschritten. Das macht die Herstellung und den Preis deutlich teurer und die Geräte derzeit zu einem reinen Luxusprodukt. Ähnlich den SSD-Festplatten.
Gleiches gilt mit dem UHD-Format. Als Anwender hat man nur wenig davon, wenn derartige Auflösungen zwar technisch möglich sind, aber es kaum Filme gibt, die dies unterstützen. Natürlich kann man dann damit argumentieren, dass es ja später möglich sei, es also nur eine Frage der Zeit wäre. Das mag durchaus stimmen, nur braucht man dann nicht jetzt einen Monitor zu kaufen, wenn sie später sowohl ausgereifter als auch günstiger zu erhalten sind.
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