Zeit für einen Blick auf die 5 großen Bezahl-MMORPGs im Frühling 2016.
MMORPGs sind nicht tot, sie riechen nur etwas komisch. In State of Play schauen wir uns regelmäßig an, wo die „großen Bezahl-MMORPGs“ stehen.
Es geht hier ausdrücklich nicht um Free2Play-Spiele und wir lassen auch die ganzen „Ja, mit Müh und Not ist es irgendwie ein MMORPG, aber eigentlich auch nicht“-Games raus.
Wir konzentrieren uns auf die 5 wichtigsten Titel, die man unter „Bezahl“-MMORPG einordnen kann. Da haben wir sowohl die beiden Abo-MMORPGs World of Warcraft und Final Fantasy XIV dabei, wie auch drei Buy2Play-MMORPGs mit Guild Wars 2, The Elder Scrolls Online und jetzt neu „Black Desert.“
Nicht mehr Teil des State of Play ist WildStar, das ist auf Free2Play gewechselt. Der Chua grüßt zwar noch vom Titelbild, aber das war’s dann auch.

Final Fantasy XIV – ruhiges Jahr
Final Fantasy XIV hat nach dem geschäftigen Jahr 2015 mit dem Release von Heavensward in 2016 bislang noch nicht viel gerissen. Nach Heavensward hat man sich eine längere Pause gegönnt, um Urlaub nachzuholen. So richtig wach ist man in 2016 noch nicht geworden, obwohl schon 1 Content-Patches in 2016 kam und der nächste 3.3. ansteht. Doch in den Content-Patches kommt mehr vom selben: Man bringt neue Tutorials, verbessert die Einstiegserfahrung, schraubt an Details, so richtig vorwärts scheint das Spiel gerade nicht zu kommen.
An der „Wann kommt die nächste Erweiterung?”-Front ist es noch komplett ruhig. Stattdessen schlägt man sich mit ungewohnten Problemen rum. Zwar läuft die Content-Maschinerie weiter und es erscheinen Raids, Nebenquests, Hauptquests, was für Crafter und vieles mehr, aber die Stimmung scheint in den letzten Monaten etwas zu kippen:

Es sei alles jetzt zu grindy, nicht so richtig durchdacht, liest man häufiger von Fans. Nach den Waffen in A Realm Reborn, jetzt wieder neue Anima-Waffen in unzähligen Runs aufwerten? Mit dem Wiederholen der alten Muster vergeht den Spielern die Motivation. Zu deutlich schimmert eine unangenehme MMORPG-Wahrheit durch: “Alle Mühe zählt nur bis zum nächsten Item-Reset und der kommt bestimmt.”
Außerdem musste das Team nun wohl mehr Zeit auf das Fixen von Problemen aufwenden als in früheren Jahren. Mit den Erkundungs-Inseln im Diadem gab’s einige Probleme.
Ein strukturelles Grundproblem plagt FF14
Das strukturelle Grundproblem bei Final Fantasy XIV wird von Jahr zu Jahr deutlicher. Final Fantasy XIV geht in eine komplett andere Richtung als der restliche Markt.
Während die meisten anderen Spiele Action-Elemente im Mix haben, ist FF14 klassisch mit Tab-Target und einem Cooldown-Kampfsystem. Es folgt einer sehr klassischen MMORPG-Richtung. Wenn sich Genre-Neulinge, von Witcher 3 oder einem Dark Souls angefixt, einem MMORPG zuwenden wollen, dann dürfte das selten Final Fantasy XIV sein. Aber vielleicht bringt ja Final Fantasy XV hier Zuwachs oder richtet zumindest mal wieder das Scheinwerferlicht auf die Franchise.

Allgemein, auch wenn das jetzt kritisch klingt: Final Fantasy XIV bietet den Spielern weiter regelmäßig neuen Content, Stories, bringt verlässlich frische Features und scheint da auch nicht nachzulassen. Der Zug, zu einem „Mainstream-Phänomen“ im Westen zu werden, scheint aber abgefahren zu sein. Daran konnte Heavensward augenscheinlich nichts ändern.
Die Tür zum Mainstream bleibt verschlossen. Es ist und bleibt ein Liebhaber-Spiel, aber damit fährt man wohl ganz gut.
Auf der nächsten Seite geht es mit Guild Wars 2 weiter.
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