Fortnite vs. Overwatch: Wer erfindet eSport 2.0 und wird die #1?

Fortnite und Overwatch wollen den eSport auf eine neue Stufe heben. Wie läuft eSport bisher? Was ist das große Ziel? Und welche Konzepte verfolgen Fortnite und Overwatch? Nach unserem Artikel wisst Ihr mehr.

eSport bis jetzt

Gewachsene Struktur: Der eSport, wie wir ihn heute kennen, hat sich etwa seit den 90ern und den 2000ern entwickelt. Er ist organisch gewachsen aus einem Hobby heraus und der Lust der Spieler, sich miteinander zu messen. Aber schon lange haben auch Spiele-Firmen das Potential entdeckt, ihre Games über den eSport zu bewerben. Und eSport-Firmen sind schon lange dabei und verdienen mit dem eSport ihr Geld.

Wer spielt da? In den meisten eSports treten Teams von 4-6 Spielern gegeneinander an. Sie organisieren sich in eSport-Teams. Das sind „Firmen“, die Mannschaften in verschiedenen Spielen haben und mit Sponsoren zusammenarbeiten.

Was sind oder waren die etablierten eSports? Zu den bekanntesten eSports mit den höchsten Preisgeldern gehören seit Jahren Dota 2, Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends. Weitere populäre und lukrative eSports der Vergangenheit waren: Starcraft, Halo und immer wieder Titel von Call of Duty. (via eSports-Earnings)

LoL Faker PC
Faker, LoL-Gott

Teams und Zeit wichtig: Weil bei den meisten eSports das Zusammenspiel im Team entscheidend ist, hat es sich eingebürgert, dass Spieler eines Teams zusammen in „Häusern“ leben, dort mehr als 12 Stunden am Tag zusammen sind und immer wieder trainieren. Das stetige Einüben von Abläufen, den „Mechanics“, und das perfekte Zusammenspiel im Team gelten als entscheidend für den Sieg.

Wo spielen sie? Die meisten Spiele finden virtuell statt, in dem zwei Teams über das Netz gegeneinander antreten, selbst aber nicht zusammenkommen. Es gibt aber auch „Turniere“ oder „Meisterschaften“, bei denen die Teams dann vor Ort gegeneinander um ein Preisgeld antreten.

League of Legends eSports

Szene hat sich gebildet: Um eSports hat sich in den letzten Jahre eine Szene, parallel zum Mainstream-Gaming gebildet.

Die Nachteile des Systems:

  • Der eSport hat eine hohe Eintritts-Schwelle: Nur die besten können ihn professionell betreiben
  • Abstrakte Teams – Die eSport-Organisationen wirken oft künstlich, haben keinen richtigen Standort, sind schwer zu fassen
  • Unseriös – Da im eSport oft Leute in ihren 20ern und 30ern arbeiten, kommt es häufiger zu organisatorischen Problemen: Spieler werden schlecht bezahlt oder schlecht behandelt
LoL: Profi hört auf, wurde von eigenem Team erpresst und bedroht
  • Der Spielplan ist fragmentiert – Es konkurrieren mehrere Organisationen um die besten Spieler. Es finden mehrere „Splits“ statt, es gibt regional verschiedene Ligen. Das ist unübersichtlich.
  • Sport vs. Entertainment: Viele der großen Stars des eSports wechseln ins „Entertainment“, weil sie mit lockeren Streams auf Twitch mehr Geld verdienen können als mit dem harten Alltag eines Profis: Da hat sich seit dem Aufkommen von Twitch viel verändert
  • Wenige Events – Es gibt nur wenige Highlights in einer Saison, auf die Fans lange warten müssen – der Alltag in Ligaspielen ist oft weniger spannend
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Chris Moneymaker – hat einen riesigen Boom begründet

Wie soll der eSport 2.0 werden? Vorbild: Poker

In welche Richtung könnte sich der eSport entwickeln? Seit einigen Jahren arbeiten eSport-Organisationen und auch Spielefirmen daran, den eSport neu zu erfinden, um ihn letztlich profitabler zu machen. Die Firmen glauben: „In Events liegt das große Geld.“

Vorbild Poker: Zwischen 2003 und 2006 fand in den USA der „Poker-Boom“ statt. Das Kartenspiel wurde plötzlich populär und regelmäßig im Fernsehen übertragen. Die Turniere erhielten einen Event-Charakter. Und es traten Stars wie „Chris Moneymaker“ hervor, die das Bild vermittelten, jeder könne ein Poker-Turnier gewinnen, wenn er nur gut genug spielt. Mit dem Pokerboom wurde damals wahnsinnig viel Geld verdient – das wollen die Spielefirmen auch.

Fortnite-Golden

Die Ziele des neuen eSports:

Es gibt verschiedene Richtungen, aus denen sich Spielefirmen dem Thema „eSport 2.0“ nähern. Immer wieder tauchen diese Ziele auf:

  • Eine Professionalisierung – die Spieler sollen „sicheres Gehalt“ und auch eine Versorgung bekommen
  • Event und Merchandise – Die Firmen wollen Geld mit Eintrittspreisen zu Events und Merchandise verdienen. Sie wollen auch an den Übertragungen der Events mitverdienen. Die Veranstaltungen sollen Event-Charakter erhalten – wie bei großen Sportveranstaltungen
esports-gucken
  • Stärkere Bindung zu Teams oder Stars – Die Firmen wollen die Bindungskraft des eSports erhöhen, indem man die Teams und/oder ihre Stars attraktiver zeichnet
LoL: LCS Europa – Wer will diese Nerds schon sehen?
  • Das eigene Spiel populär machen – Und eSport soll den Games selbst helfen, indem sie so stärker in die Öffentlichkeit treten, noch populärer werden und neue Käuferschichten erschließen. Zudem soll der eSport die Bindung der Spieler an ihre Games erhöhen, weil sie sich auch dann mit dem Spiel beschäftigen, wenn sie es nicht spielen.
overwatch contenders esports team misfits Twiq

Blizzards Lösung – die Overwatch League

Liga nach Vorbild der NBA: Die Lösung von Blizzard für den eSport 2.0 ist die „Overwatch League“. Hier orientiert man sich an amerikanischen Sport-Ligen wie der NBA. So will man einige Nachteile des klassischen eSports eliminieren.

Wichtige Grundpfeiler sind:

  • Blizzard nimmt das selbst in die Hand: Blizzard betreibt die Overwatch-Liga. Man braucht keinen Zwischenhändler mehr wie bei dem alten Modell. Man arbeitet mit eSport-Organisationen zusammen, in dem man denen Plätze in der Liga teuer verkauft. Einen Abstieg aus der Liga gibt es nicht.
overwatch contenders esports team giantti
  • Jedes Team gehört zu einer Stadt: Die Teams der Overwatch-Liga tragen Städtenamen. Damit will man die Zugehörigkeit der Fans zu einem Team erhöhen. Allerdings haben die Teams oft nur eine geringe Bindung zu der Stadt, weil die Spieler häufig aus anderen Regionen der Welt kommen

Overwatch League – Blizzard kontrolliert alles

  • Professionalisierung: Die Teams gehören etablierten und zahlungskräftigen eSport-Organisationen. Die Spieler erhalten feste Verträge
    Overwatch League London Spitfire wins finals Stage 1
  • Jedes Spiel ist ein Event: Alle Spiele finden vor Ort statt, in einer Turnier-Arena in Los Angeles.
  • Evolution statt Revolution: Die Overwatch-Liga ist eine logische „Weiterentwicklung“ des gewachsenen eSports. Veteranen haben der Liga daher vorgeworfen, eine „Plastik-Liga“ zu sein. Der Erfolg gibt Blizzard bislang aber Recht. Die Einnahmen liegen deutlich über den Erwartungen.
Overwatch League stinkt nach Plastik und Geld, sagt eSport Legende
  • Gestauchter Spielplan und Monopol-stellung: Es gibt nur eine Liga mit mehreren Seasons pro Jahr und Playoffs. Alles soll sich auf die Overwatch League konzentrieren.
Fortnite-Basketball

Fortnite: World Cup – ganz neuer Weg?

Fortnite bringt das „Ego“ in eSports: Epic Games planen mit ihrem Hit-Spiel „Fortnite“ einen anderen Weg zu gehen. Das wird jetzt deutlich. Epic Games will zur Season 2018/2019 den „Fortnite World Cup“ etablieren. Erste Details kommen nun als Licht.

Fortnite: Weltmeisterschaft startet mit Fokus auf Solo/Duo – $100 Millionen

Keine Teams, sondern Stars: Epic Games will nicht auf das für Shooter-typische Squad-Format mit 4 Spielern pro Team setzen. Stattdessen soll der Fokus auf „Solo“ und „Duo“ liegen. Damit will man offenbar die etablierte Twitch-Szene um das Spiel optimal nutzen. Die Twitch-Stars brauchen keinen Partner. Sie spielen solo.

100 Millionen Dollar Preisgeld: Mit dieser gewaltigen Summe lockt Fortnite bereits die Spieler. Diese Summe wurde bislang noch nicht angetastet. Es ist auch noch nicht klar, wie die verteilt werden soll.

Niedrige Zugänglichkeit: Ein erklärtes Ziel von Fortnite ist es, dass eSport auf allen Ebenen stattfinden soll. Dadurch dass die Notwendigkeit entfällt, mit einem Team zu spielen und zu trainieren, will man das wohl erreichen. So kann jeder trainieren, indem er einfach für sich spielt. Er muss nicht erst das Zusammenspiel mit drei anderen lernen und darauf viel Zeit einwenden.

Event-Charakter: Einen Vorgeschmack auf das, was Spieler erwartet, gab Epic Games auf der E3 2018. Das „ProAm“-Turnier wurde zu einem gigantischen Star-Event. Hier sahen tausende von Fans in einem Stadium Sportstars wie Paul George oder Schauspieler wie Joel McHale. Der eigentliche Star war aber klar Fortnite-Spieler „Ninja“, der die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog.

Fortnite: Ninja bricht Twitch-Rekord mit einem Gaming-Event in Vegas

Fortnite – der eSport für die Generation „Twitch?“

Skill entscheidet: Tatsächlich gilt der populärsten Spieler von Fortnite, Ninja, auch als der beste Spieler der Welt. Das konnte er dadurch untermauern, dass er zusammen mit dem DJ „Marshmello“ ein Turnier gewann, das mit 1 Millionen-Dollar dotiert war. Wenn Stars solo spielen, hat das was von einem „Kampf der Gladiatoren“ – Einzelkönner und Persönlichkeiten können so besser glänzen, als wenn sie sich in ein Kollektiv einfügen müssten.

Fortnite geht anderen Weg: Auch wenn die Details noch nicht klar sind, will Epic wohl klar den „eSport“ für die Generation „Twitch“ erschaffen. Und Solo-Spielern die Möglichkeit geben, ohne Teams zu glänzen. Man darf gespannt sein, wie sie diesen Plan letztlich umsetzen wollen.

eSport 2.0 – Das wird spannend

Interessante Konzepte: Es ist eine spannende Zeit für den eSport angebrochen. Durch Blizzard und Epic Games kommt Bewegung in die Strukturen. Und sicher werden auch die etablierten Kräfte wie LoL oder Dota 2 versuchen, ihren Sport weiterzuentwickeln. Da hat man das Knowhow und die Mittel. Viele wollen ein Stück des immer schmackhafteren eSport-Kuchens:

LoL professionalisiert 2019 die EU LCS – Fußball-Clubs schon interessiert
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Agrimy
Agrimy
1 Jahr zuvor

Blizzard hat OW doch komplett ausgemelkt. Keine anderen Veranstaltungen mehr außer die eigene Liga, nur lizenzierte Teams die alle ihre eigenen Reskins im Shop bekommen und absolut gar nichts, was nicht gegen Cash bei Blizzard abgesegnet wurde. Zum Spiel selbst, „Drücke Q für Highlight des Spiels“, sag ich mal nichts.

BR-Titel sind mit ihrem krassen Luckfaktor sowas von ungeeignet, aber auch hier fließt halt genügend Cash. Das ist so, als würden Fussball-Teams gegeneinander antreten, aber die Hälfte der Mannschaft muss nackt spielen, weil die Schuhe und das Trikot nicht in der Loot-Route war.

Mag sein, dass es bei der jungen Generation ankommt. Mit „eSport“ hat das nicht mehr viel zu tun, sondern mit gezieltem abschöpfen eines selbst kreierten Marktes.

Es gibt zum Glück auch genügend positive Beispiele. CS ist nach wie vor sehr populär, Warcraft 3 feiert langsam sein Comeback mit verdammt geilen Turnieren und Castern, DOTA, LOL und RS6 gibt es ja auch noch.

Seal
Seal
1 Jahr zuvor

Blizzard verfolgt nunmal ein Modell, welches uns in Europa ziemlich
fremd vorkommt. Hier Bestimmen zwar auch Verbände wie die Regeln und
Verhaltenskodex einer Liga auszusehen haben, Arbeitgeber der Sportler
ist aber widerum ein Verein/Firma etc.Daneben betreibt man auch die niederen Ligen (Contenders) Nur dass es keinen Aufstieg der Teams sondern lediglich einzelner Spieler gibt. Muss man nicht mögen aber funktioneirt in Nordamerika seit Ewigkeiten.

Andere Esport-Organisationen melken übrigens genauso gerne mit Skins und Merchandise, Das ist kein Blizzard-exklusives Ding. Da kommen auch große Orgas und kaufen sich die besten Teams zusammen. Die LIgen sind z.T. ebenfalls in Händen von Organisationen (wenn auch nicht ind er Hand des Spielentwicklers). Da verdienen andere dann an der Arbeit des Entwicklers.

Was BR im Esport ist das eher wie professionelles Angeln, tausend Fische im Teich aber ob du was fängst entscheidet der Fisch auch wenn du ne tolel Angelroute und Oberarme wie ein Bär hast.

Bienenvogel
Bienenvogel
1 Jahr zuvor

Ich weiß nicht. ESport interessiert mich immernoch nicht wirklich. Obwohl ich Gamer durch und durch bin und sehr gerne anderen beim Zocken zusehe. Das fing schon damals als Kind an, als mein Pa damals auf der PS1 Rayman und Spyro gespielt hat. Aber mit diesem kompetetiven Zeug kann ich nix anfangen. Vielleicht weil ich weder Fifa, noch Overwatch, noch Dota oder Fortnite spiele. Mir gehts eher so das ich dann immer dieses „Cringe“ Gefühl habe wenn ich das sehe. Das meine ich nicht abwertend, die die da spielen leisten sicher schon was und verdienen mehr Kohle als ich. Die ganze Show drumherum wirkt so merkwürdig. Ist halt nix für mich. ????

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Nun, ich möchte gar nicht bestreiten, dass überall, wo Geld zu holen ist, auch irgendwann Geld geholt wird.

Ein weiteres, wirklich sehr gutes Beispiel (ebenfalls aus dem Bereich Gaming) wäre wohl Twitch. Gegründet als reines Streamingportal „von Gamern für Gamer“, immer weiter ausgebaut in Richtung „Vertriebsplattform“ durch Bindung der Streamer an die Betreiber, immer neue Methoden um an das Geld der Viewer zu gelangen (von Twitch wohlgemerkt, nicht durch die Streamer direkt) mit Werbung, Abonnements und diese „schändlichen“ Bits.

Die Schaffung der Kategorie „IRL“, die mit Gaming absolut NULL zu tun hat und bei der manche Streams eher in… andere Bereiche des Internets gehören würden.

Zu guter letzt dann die Übernahme durch Amazon und mit Twitch Affiliates und ähnlichen Partnerschaften wird jetzt versucht, sogar bei Ministreams noch abzuschöpfen.

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen sind diese Terms of Service, die vor Doppelstandards nur so triefen – denn sobald man für Twitch ordentlich Geld verdient, werden auch gerne mal zwei Augen zugedrückt.

Aber gut, das wäre eigentlich ein anderes Thema, mit dem man vermutlich mehrere Artikel füllen kann und Cortyn hat ja in der Vergangenheit auch mal ihre Meinung zu einer speziellen Sorte von Streams kundgetan, die ich auch teile.
Ich will nur darauf hinaus, dass man sich nicht wirklich jeden Knochen schmecken lassen muss, den gewisse „Investoren“ u.ä. uns hinwerfen wollen. Gaming war schon immer eine natürlich gewachsene Kultur, weil dies früher mehr oder minder „unter dem Radar“ stattfand. Klar, Videospiele waren immer irgendwie verpönt bei der breiten Masse, Stereotypen wurden gerne gepflegt – die „ungewaschenen Nerds ohne Freunde“, die „Sozialkrüppel“, bisweilen auch gerne die „Amokläufer an Schulen“.

Jetzt heißt es immer wieder, dass „Gaming in der Mitte der Gesellschaft angekommen“ sei. Nein, ich bin der Meinung, dass die Mitte der Gesellschaft beim Gaming angekommen ist. So wie Marvelfilme heutzutage auch „hipp“ und „trendy“ sind und vom Mainstream gerne angenommen werden, aber Comicleserinnen und -leser waren früher immer irgendwie bäh… und da wird plötzlich auch richtig Cash gemacht.

Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, Gaming darf meiner Meinung nach gerne so ein bisschen Subkultur bleiben, die aber trotzdem Interessierte willkommen heißt. Man muss nicht mit Zwang alles „in die Mitte der Gesellschaft“ holen, so als Vorwand um es dann kommerziell auszuschlachten. Deswegen darf mir „eSport 2.0“ gerne gestohlen bleiben.

(Edit: Doppeltes Wort in einem Satz korrigiert)

Boingtang
Boingtang
1 Jahr zuvor

Du sagst: „Das ist so und führst einen Artikel an“, der nichts damit zu tun hat.“

Ne habe ich nicht, da der erste Post, in dem der Artikel erwähnt wurde, nicht von mir ist. wink
Außerdem wird in diesem Artikel eigentlich ziemlich genau erklärt warum es nun, laut AP Stylebook, „esport“ geschrieben werde sollte und nicht anders.

„Ich hab keinen Bock, mich von einem anonymen Typ im Netz anmachen zu lassen „(Mit Deutsch hast du auch nix zu tun.“)“

Wenn du schon zitierst dann bleib doch bitte auch beim genauen Wortlaut und schreib nicht auf einmal einen komplett anderen Text. Danke. wink

VariaEU
VariaEU
1 Jahr zuvor

naja iPhone ist ein Markenname, da ist das leider als Beispiel nicht ganz zutreffen wink

Ich war letzte Woche auf einer Konferenz „Fitness meets Esports“ in Oberhausen und da gab es ein paar Personen, die es „Eeehhhhh Sport“ ausgesprochen haben. [glaube es war die deutscheste Ausprache die ich jeh gehört habe grin ]

Ich würde mich einfach an die Schreibweise aus dem Englischen halten. Wozu einen eigenen Brei machen, wenn es schon was gibt. ich weiß, dass der Bundesverband für interaktive Unterhaltungssoftware auch für eSport ist, begründen dies aber damit, dass es ein Modewort ist. (was es für mich noch weniger erklärt)

Jep es gibt noch keine offizielle Einigung bzgl. der Schreibweise, aber Langenscheidt hat da nur eine kleine Stellungsnahme/Hinweis mal gegeben, dass es sich dort genauso wie bei Email (deswegen Esport) verhält und das einzelne Buchstaben in Wörter mit einem Bindestrich geschrieben werden, bspw. U-Bahn ! Deswegen die Aussagen mit E-Sport ! grin

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Ich muss aber gestehen, dass ich „Email“ als Wort irgendwie auch… hässlich finde. razz

Ich schreibe da tatsächlich in 90% der Fälle einfach nur „Mail“, wenn aus dem Kontext hervorgeht (und das tut es meistens), dass ich damit einen Brief über das Internet meine. Ansonsten würde ich wohl auch „eMail“ schreiben, sieht irgendwie netter aus.

Boingtang
Boingtang
1 Jahr zuvor

„Der Artikel von Ap ist jetzt für mich nicht bindend, weil die mit Deutsch nichts zu tun.“

Du anscheinend auch nicht so viel. grin Außerdem brauchen sie das ja auch nicht weil, wie du ja selber sagst :
„Die Sache ist, dass es ein Wort ist, von dem man möchte, dass es auch im Deutschen „englisch“ ausgesprochen wird. Da macht das „eSport“ schon deutlich – das ist ein interessantes Signal, um das Wort als Fremdwort zu kennzeichnen.“

Du sagst ja selbst es handelt sich um ein englisches Wort/Fremdwort. Da muss man also auch gar nichts mit der deutschen Sprache zu tun haben.

„Lustig ist aber, dass du sagst: „Es heißt Esport oder E-Sport“ -> Also gibt’s auch noch keine Einigung.“

Diese Logik ist ziemlich löchrig. Es heißt auch Pizzas oder Pizzen aber nur deswegen ist „Pizzasen“ nicht gleich richtig. Zudem wenn es im AP Stylebook als „esport“ festgelegt wurde scheint es ja sehr wohl eine Einigung zu geben und auch eine Definition der richtigen Schreibweise.

TraxX
TraxX
1 Jahr zuvor

und da ist der Fehler in deinem Kommentar.
(Allein das du dich schon ausdrückst als wär das das normalste auf der Welt zeigt mir schon wes Kind du bist.)
Die Welt folgt keiner kapitalistischen Ordnung, den sowas gibt es nicht.
Sie wird vom Kapitalismus versklavt und ausgeblutet.

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Ohne jetzt hinter die Kulissen von professionalisiertem eSport blicken zu können, wittere ich irgendwie automatisch Gefahr, wenn „die großen Fische“ in der Spieleindustrie ihre Pläne bezüglich „Professionalisierung“ des Gaming offenbaren. Denn irgendwie wird Professionalisierung immer synonym zu Kommerzialisierung verwendet. Vielleicht weil das eine einfach nicht ohne das andere auskommt.

Vor allem dieses „eSport 2.0“ klingt jetzt schon mit allen Begleiterscheinungen so negativ, dass ich gerne darauf verzichten kann. Denn Overwatch macht es meiner Meinung nach am besten vor, wie man eSport gerade NICHT betreiben sollte. Künstliche Symbole, künstliche Namen, künstliche Teams. Dazu ein unmöglicher Kontrollwahn einer einzigen Firma – wie gut das klappt, zeigt die FIFA ja beim Fußball alle Jahre wieder. Die Fanbindung wage ich zu bezweifeln, wenn es da ein Team namens „Berlin Bears“ oder so geben sollte, aber fünf Spieler sind Südkoreaner und einer ist Amerikaner, wovon vielleicht einer mal Deutschland für drei Tage im Urlaub besucht hat (siehe den Kader von „London Spitfire“ – wohl eher Seoul Spitfire, am I right?).

Ich will um Gottes Willen hier nicht so eine Nationalismusdebatte lostreten, aber alles wirkt irgendwie so künstlich. Was spricht dagegen, organischen eSport so beizubehalten, wie er momentan aussieht? Es war doch immer alles gut, sofern man faire Arbeitsbedingungen schafft – aber dafür braucht man keine Plastikligen. Denn nach wie vor sollte das Gaming als netter und (hoffentlich) sozialer Zeitvertreib im Mittelpunkt stehen und nicht Millionengehälter, Sponsoren und Werbeverträge.

Wie gesagt, das ist meine MEINUNG ohne Anspruch auf dogmatische Wahrheit.

VariaEU
VariaEU
1 Jahr zuvor

Ich möchte nur auf ein was hinweisen.

Es heißt Esport oder E-Sport ! Bitte hört endlich auf mit dem kleinen e ! Sowohl im englisch sprachigen Raum http://www.espn.com/esports… , als auch im deutschsprachigen Raum wird es gleich geschrieben. Es schreibt ja auch niemand eMail oder tShirt !

grin

Corbenian
Corbenian
1 Jahr zuvor

Tatsächlich liest man öfters eMail und selbst tShirt habe ich schon im Geschäft gelesen ^^‘

VariaEU
VariaEU
1 Jahr zuvor

Ok das habe ich noch nie gesehen! Nun gut, wenn es dies wirklich gibt. ^^

Corbenian
Corbenian
1 Jahr zuvor

Leider ja ^^‘

Ayrony
Ayrony
1 Jahr zuvor

Finde, dass Fortnite sich hervorragend als eSport-Titel eignet. Die Sache mit der RNG, die manche positiv sehen, sehe ich eher als positiv: Jedes Spiel ist – vergleicht man das mal mit LoL oder Dota – komplett anders. Während man bei Mobas bis zur 20. Minute zu einem Großteil immer die gleichen Abläufe/Strategien sieht, kann bei Fortnite selbst für einen Profi das Spiel nach 2 Minuten zu Ende sein.

Auch sind die BR-Spiele deutlich zugänglicher als Mobas, da die Regeln (und auch von den Spielern gewählte, spezielle Strategien) nicht all zu komplex sind.

Also ich freu mich drauf smile

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

BR funktioniert als Esport nicht wie PUBG es bewiesen hat. RNG spielt einfach eine zu große Rolle usw. Wer findet als erstes die besten Waffen? Wer am meisten Heal Zeugs? Alles Faktoren die in einem Esport Spiel nix zusuchen haben da es die Chancengleichheit zerstört.
Sollte es für Esport eine gesonderte Map geben wo jedes stück Loot immer an der selben stelle liegt, würde es das RNG natürlich entfernen und die Spieler müssen eine Strategie entwerfen, ohne solch eine Map funktioniert es nicht.

Wenn Fortnite und BR als ganzes wieder ausgestorben ist, werden die alten bekannten weiterhin im Esport laufen.

Alzucard
1 Jahr zuvor

Fortnite ist etwas anderes, da dort auch auskill eine rolle spielt. Ich denke zwar auch nicht, dass es etwas für esport taugt, aber eher weil es verdammt nochmal viel zu viele spieler sind.

DDuck
DDuck
1 Jahr zuvor

Fortnite hat halt die ganzen Twitch-Kiddies, die ihren großen Idolen im Stream hinterherrennen. Wenn ebendiese Streamer nun in den großen Turnieren zu sehen sind, drückt das die Quoten natürlich hart nach oben.
Im Endeffekt wird sich Fortnite deswegen etwas länger über Wasser halten können als PUBG.
Allerdings musst du mir erklären, warum es in Fortnite eher um Skill geht als in anderen „Battle Royale“-Games?! Du sagtest ja „Fortnite ist etwas anderes“?!

Alzucard
1 Jahr zuvor

in fortnite gibt es ein konstante. das bauen. Leute, die gut im bauen sind haben eher die chance zu gewinnen. Das ist komplett nicht glücksbasiert wie pubg.

DDuck
DDuck
1 Jahr zuvor

Ich bin kein Fortnite-Spieler, versteh mich nicht falsch. Aber wenn der Meisterbauer nur beschissene Waffen findet ist er doch auch am Arsch oder nicht? Und was wo zu looten ist, ist doch zufallsbasiert oder?!

Alzucard
1 Jahr zuvor

Fortnite ist meiner meinung nach nicht so schlimm wie andere spiele. Entscheidend sind die ersten minuten. Wer dort nichts findet ist am arsch, aber danach ist das ganze nicht mehr so wichtig.

Alzucard
1 Jahr zuvor

dadurch, dass viele waffen die gleiche munition verwenden ist es relativ einfach. Fortnite ist schon skillbasierter als z.b Pubg. Bauen Bauen Bauen ist in fortnite das kernelement. schießen kommt an zweiter stelle. Man kann sogar fast komplett ohne waffen gewinnen. Obwohl das wirklich schwer ist xD
Man muss die letzte person mit fallen töten.

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Es wird viel gespielt weil es
1. Free ist.
2. Auf jeder Plattform zu finden ist.
3. Es ab 12 ist und so viele Kinder anlockt.
4. Sehr leicht zu verstehen ist.

Matze Mitdertatze
Matze Mitdertatze
1 Jahr zuvor

Beim Rennsport spielt RNG auch ne Große Rolle und? grin

freeZe
freeZe
1 Jahr zuvor

Das müsstest du mir jetzt bitte mal erklären?! ^^

DDuck
DDuck
1 Jahr zuvor

Auf die Erklärung bin ich gespannt ????

Matze Mitdertatze
Matze Mitdertatze
1 Jahr zuvor

Der Rennsport basiert doch auch auf einer Art Glücksspiel bei der bestimmte Faktoren nun mal eben nicht einzukalkulieren sind (Unfälle, mechanische Versagen, Wetterumschwünge etc.). Trotzdem bringen immer wieder dieselben Fahrer konstant gute Leistungen, auch wenn es durch einige dieser (RNG-)Faktoren möglicherweise schwieriger wird, die guten Leistungen zu erzielen. Ähnlich sehe ich es beim Battle Royale, es geht eben darum das beste aus seiner Situation zu machen.

VariaEU
VariaEU
1 Jahr zuvor

Wenn du das als RNG-Faktor ansiehst, dann hast du recht. Aber der Vergleich hinkt dennoch ein wenig wink

Unfälle – passieren durch Unachtsamkeit/Unvermögen der Fahrer (vergleichbar mit Abstürzen von einer Klippe im Spiel) => KEIN RNG

mechanisches Versagen – liegt zu einem sehr sehr großen Prozentsatz an falschen oder nicht korrekter Vorarbeit des restlichen Teams (vergleichbar mit , dass der eine Spieler mit einer Maus spielt, die über Kabel angeschlossen ist und der andere Spieler mit einer Funkmaus spielt…mitten im Spiel geht die Funkmaus aus, da die Batterie leer ist – zack verloren) – KEIN RNG

Wetterumschwünge – kann man sich vorbereiten (Wettervorhersage) und weiter ist dies für ALLE Fahrer und Teams gleich. (vergleichbar mti der Todeszone in PUBG und Fortnite ganz am Anfang des Spiels. Alle wissen, wann sie kommt und können sich so positionieren, dass sie auf jegliches Erscheinen der Zone am Besten reagieren können) – zum Teil RNG

grin

Mampfie
Mampfie
1 Jahr zuvor

Kann man nicht vergleichen da alles planbar ist (Wetter, Tiere, Flitzer usw).
Bei einem Spiel wie Fortnite wird der, der am Anfang ne gute Waffe findet die, mit schlechten in den allermeisten Fällen killen.

BigFlash88
BigFlash88
1 Jahr zuvor

ich glaube nicht das fortnite langfristig esport tauglich bleibt, auf kurz oder lang verschwindet der battle royale hype wieder und dass genre stirbt, der ein oder andere titel kann sich sicher über wasser halten aber mehr auch nicht

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