Destiny 2: Mit der Donnerlord fühl ich mich nicht mehr wie ein Lauch

In Destiny 2 ermöglicht es die neue exotische Waffe „Donnerlord“ endlich auch Casuals ihre Macht-Phantasien auszuleben, sagt unser Autor Schuhmann.

So spiele ich Destiny 2: Ich bin in Destiny 2 als Gelegenheitsspieler unterwegs und verbringe etwa 6 Stunden die Woche damit, abends Flashpoints zu erledigen, gechillt Kabalen ins Gesicht zu schießen und mich über viel zu starke Gegner-Teams im Gambit aufzuregen.

Bisher hatte ich nie das Gefühl, dass eine exotische Waffe wirklich den Unterschied für mich macht. Ich hab zwar mit einigen exotischen Waffen experimentiert, die Xur verkaufte oder die ich sonst gefunden hatte, aber keine hat sich da wirklich durchgesetzt.

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Waffen wie das Arbeitstier, die Schwingen der Wachsamkeit oder die Scharlach kamen und gingen, aber keine hat mich so richtig geflasht.

Ich hatte nie das Gefühl, das ich mit ihnen wirklich stärker wurde. Vielleicht am ehesten mit der MIDA in der Anfangszeit von Destiny 2, aber die habe ich irgendwann überlevelt und zurückgelassen.

So war es die ganze Zeit: Als schwere Waffe schleppte ich seit Forsaken einen legendären Raketenwerfer mit Ziel-Suchfunktion herum: Ganz okay, um im Gambit ab und an mal einen Kill als Invader zu holen, aber im PvE eher lahm.

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Wenn ich einen mächtigeren PvE-Gegner wie einen Minotaur, eine Hydra oder einen Besessenen Oger vor mir hatte, musste ich ganz schön draufhalten, bis der mal umkippte. Ich musste mich verstecken, regenerieren, wieder anlaufen. Ich kam mir wie ein ziemlicher Lauch vor.

Ich lief lange ohne exotische Waffe im Loadout rum, bis ich in dieser Woche die kinderleichte Quest für die Donnerlord abgeschlossen hab und mir das Ding holte.

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Exotische Quest für Casuals: Die meisten exotischen Quests, denen ich in Destiny 2 über den Weg gelaufen bin, habe ich irgendwann abgebrochen oder gar nicht erst gestartet, weil sie mir zu stressig waren oder zumindest stressig aussahen. Außerdem hatte ich nicht das Gefühl, dass mir da irgendwas entgeht.

Bei der Donnerlord ist das jetzt anders. Den ersten Quest-Schritte für das Maschinengewehr hatte ich im Vorbeigehen erledigt, die anderen zwei dann innerhalb von wenigen Stunden gezielt abgeschlossen. Und schon hatte ich die Donnerlord!

Ich verstehe, wenn Vielspieler da leicht angewidert die Nase rümpfen, aber hey, Forsaken ist jetzt 2 Monate draußen und das Exotic ist sicher für Casuals wie mich gemacht.

destiny-2-titanDonnerlord ist das Exotic für den kleinen Hüter

Deshalb macht die Waffe einen Unterschied: Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen an das MG herangegangen. Aber mit der Donnerlord kann ich jetzt endlich im PvE richtig Schaden machen. Ich spüre den Unterschied. Ich kann in kurzer Zeit konstant hohen Schaden raushauen.

Saß ich vorher 3 Minuten am Endboss eines heroischen Abenteuers und musste da mehrere Phasen durchlaufen, in denen ich mich verstecken, regenerieren und Adds killen musste, kann ich den Boss jetzt einfach im Dauerfeuer abknallen.

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Endlich hab ich auch mal das Gefühl, mächtig zu sein. Die Donnerlord ist sowas wie die „Gjallarhorn des kleinen Mannes.“

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Sicher, sonderlich beeindruckend sind meine Kollegen aus der Redaktion davon nicht. Die jagen absurden PvP-Zielen nach, wollen die „Luna“ oder die „Redrix“ mühsam ergründen. Ich bin für den Moment echt zufrieden mit meiner Donnerlord.

Endlich kann ich auch als Lauch meine Machtphantasien ausleben und einen Minotaur oder einen Besessenen-Oger im Dauerfeuer wegblasen, der sonst die Bank im Gambit für Sekunden blockiert. Endlich eine Waffe, die einen Unterschied macht.

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