WoW Classic: Multiboxer nervt andere Spieler für Geld, verliert 16 Accounts

Ein Spieler, der 16 Accounts gleichzeitig in WoW Classic nutzte, wurde gesperrt. Allerdings nicht fürs Multiboxing, sondern, weil er sich bezahlen ließ, um andere Spieler zu nerven.

Wie ging der Spieler den anderen auf die Nerven? Tinyviolin69 spielte 16 WoW-Accounts gleichzeitig im sogenannten Multiboxing. Beim Multiboxing bedient ein Spieler alleine gleichzeitig mehrere Accounts und steuert so mehrere Charaktere. Klassisches Multiboxing wurde zwar verboten, ohne spezielle “Broadcast-Software” ist es jedoch noch erlaubt.

Im Fall von Tinyviolin69 handelte es sich um eine Armee von Priestern. Priester besitzen die Macht, World Buffs zu entfernen. Diese World Buffs sind aber gerade bei schwierigen Raids wie Naxxramas wichtig, um diese möglichst schnell zu meistern.

Tinyviolin69 nutzte nun seine 16 Priester, um bei anderen WoW-Spielern die World Buffs mit einem Dispel zu entfernen. Das ist nervtötend, weil es durchaus aufwendig sein kann, an die Buffs zu kommen. Zwar gibt es mit dem Überladenen Chronostärkungsversetzer eine Möglichkeit, Buffs zu speichern, doch nicht jeder aktiviert die Stärkungszauber direkt im Raid.

WoW-Multiboxer verliert seine 16 Accounts

Warum wurden ihm dafür die Accounts gesperrt? Eigentlich ist das Entfernen von World Buffs erlaubt, es handelt sich dabei um eine reguläre Spielmechanik – genau wie beim Multiboxing. Doch Tinyviolin69 entferne die Stärkungszauber gegen Bezahlung. Eine Person bot ihm 3.000 Bits (Twitch-Währung) an, was umgerechnet rund 32 Euro sind. Dafür sollte er mit seiner Priester-Armee bei bestimmten Spielern die World Buffs entfernen, ihn aber in Ruhe lassen.

Dummerweise zeigte er über Twitch, wie er diesen Auftrag ausführte und in Orgrimmar sowie an Orten für World Buffs herumlungerte, um anderen Spieler die Buffs zu entfernen. Das ging den Spielern sehr auf die Nerven. Anschließend erhielt der Streamer noch live die 3.000 Bits und bedankte sich dafür. In einem weiteren Video folgt er dem großzügigen Spender sogar noch und kommentiert ihn wie in einer Art Werbung – ohne ihm einen Dispel zu verpassen (via Twitch).

Nachdem Tinyviolin69 gemeldet wurde, prüfte Blizzard das Geschehen und entdeckte dabei wohl, dass er für diese Aktion bezahlt wurde.

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Welche Strafe folgte für ihn? Blizzard bannte seine Priester-Armee am vergangenen Sonntag. In einem Video ist sogar zu sehen, wie er aus dem Spiel fliegt und die Meldung über die Sperre erscheint (via Streamable). Es ist zwar nicht sicher, ob sich der Bann auf diese Aktion bezog, da Tinyviolin69 zuvor etwas toxisch im Spiel unterwegs war und andere beleidigte. Es erscheint aber logisch, auch wenn Spieler in WoW Classic schon für miese Witze gebannt wurden.

Wie reagierte der Spieler auf den Bann? Tinyviolin69 reagierte auf einen reddit-Post des Spielers tooxie11, der über die Aktion berichtete. Tinyviolin bezeichnet tooxie11 als “Crybaby” und macht ihn für die Sperre verantwortlich (via Twitch). Er will sich jetzt mit Blizzard in Verbindung setzen, da er den Bann als ungerechtfertigt ansieht.

Darum ist das hart für den Spieler? Tinyviolin69 hatte für alle 16 Accounts ein Abo abgeschlossen. Ein Abo kostet bis zu 12,99 Euro im Monat. Bei 16 Account musste der Spieler monatlich also grob 210 Euro bezahlen – oder sich die Spielzeit über Gold in World of Warcraft erspielen, indem sie WoW-Marken in Spielzeit umwandeln.

Tinyviolin69 hat also eine Menge Geld oder Zeit in seine WoW-Aktivitäten gesteckt. Ob und wann er seine Accounts zurückbekommt, ist nicht klar.

Multiboxing ist umstritten. Im MeinMMO-Artikel “Multiboxing in MMORPGS wie WoW – Ist das fair oder wie ein Cheat?” erklären wir euch, warum.

Quelle(n): Icy Veins, MMORPG.org.pl, reddit
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T.M.P.

Tinyviolin, da ist trollen doch Programm.
Hat eindeutig den Richtigen getroffen, dem Auftraggeber sollen se auch gleich eins verpassen^^

die kleinste Violine der Welt
Hintergrund ist es, dass nur mit dem traurigsten Lied auf der kleinsten Violine der Welt das erschütternde Schicksal des Jammerers ausreichend gewürdigt werden kann.
Ausführung: Man reibt den Daumen über den Zeigefinger.

Eine Vielzahl von Serien und Filmen (unter anderem “Two and a Half Men” und “Spongebob”) bedienen sich an der Kultszene aus “Reservoir Dogs”.


https://www.mundmische.de/bedeutung/37308-die_kleinste_Violine_der_Welt

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von T.M.P.
Elder

Kein Mitleid.

Wer spielt, nur um anderen auf den Sack zu gehen, ist schlichtweg unterste Schublade. Dafür Echtgeld zu kassieren machts nicht besser. Eher noch moralisch verwerflich.

Aber das bestätigt wieder meinen Gesamteindruck, dass in Classic stellenweise echt ganz schlimme Vögel unterwegs sind. Retail ist weit weg von perfekt, aber Classic ist mitnichten das Schlaraffenland, das manche darin sehen. Mitnichten.

lrxg

Sehe ich genau so. Hier hat es mal den Richtigen getroffen. Solche Vögel sind inzwischen in allen MMORPG‘s häufiger anzutreffen.

Saigun

Die Spieler, die WoW Classic als das tolle Spiel mit der grossartigen Community hingestellt haben, spielen schon sehr lange nichtmehr. Das waren auch nicht viele die das behauptet haben und schon damals gab es ja genug Spieler, mich eingeschlossen, die solche Aussagen als blödsin bezeichnet haben.

christian gg

naja dass blizzard so etwas immernoch zulässt ist eher das armutszeugnis.

hatte bei mir auf lucifron classic auch einen multiboxer mit 10 huntern der farmspots belegt hat. man hatte keine chance an bestimmte mats zu kommen, weil der typ den ganzen tag da abgehangen hat.

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