World of Warcraft räumt Probleme in Draenor ein, mit 6.2. soll‘s besser werden

Beim MMORPG World of Warcraft hängt in letzter Zeit der Haussegen schief. Die Community ärgert sich über eine Vielzahl von Punkten. In einer Fragerunde rücken die Verantwortlichen einiges grade.

Die Stimmung bei World of Warcraft ist seit Anfang 2015 eher negativ. Es gibt eine Vielzahl von Kleinigkeiten, die nerven. Nachdem sich im November mit Warlords of Draenor so viele wieder ins Abenteuer stürzten, vielleicht die beste Level-Phase in der Geschichte von WoW absolvierten, kam danach nicht mehr viel, außer Probleme. Die Konzepte zeigten Schwächen, die Langzeitmotivation wich aus WoW.

Lead-Entwickler Ion Hazzikostas beantwortete nun Fragen der Fans. Wir fassen das Wichtigste für Euch zusammen und beziehen uns das dabei auf ein Transkript durch mmo-champion.

Twitter, 6.1. und die Selfie-Kamera

Über den Patch 6.1. haben sich einige Spieler geärgert: Da sei zu wenig „Inhalt“ gekommen. Selfie-Kameras oder Twitter-Integration passten nicht zu WoW.
Hazzikostas sagte dazu:

  • Nach der Erweiterung habe bei Blizzard eine Urlaubsphase begonnen, vorher wollte man noch einige Kleinigkeiten bringen, man hätte den Patch 6.1. aber lieber Patch 6.05 nennen sollen.

WoW-Selfie

  • Sowohl Twitter als auch die S.E.L.F.I.E.-Kamera seien kleine Projekte von wenigen Entwicklern gewesen, die diese nebenbei erledigten, das habe keinen anderen Spielinhalt verhindert.

Garnisonen ein Problem von Warlord of Warcraft

Die Garnisonen stellen sich in der Tat als ein Problem dar, weil vieles, was früher in der Außenwelt von World of Warcraft passierte, jetzt in der Garnison funktioniert. Es war eigentlich als ein Spielinhalt gedacht, mit dem Spieler kleinere Sessions von wenigen Minuten füllen können. Spieler verbringen aber viel Zeit in der Garnison, weil es der Weg des geringsten Widerstandes ist.

WoW-gute-Freunde

Gerade Sammel-Berufe hätten darunter gelitten. Spieler gingen nicht mehr in die Welt hinaus, sondern fänden alles in der Garnison. Durch die Garnison fühlte man sich nicht wie ein Handwerker, sondern wie ein Aufsammler von täglichen Sachen. Auch dass Spieler sich über die Anhänger, Ausrüstung aus dem Raid besorgen können, stellte sich als ein Problem heraus. Als Spieler dann im Raid angekommen waren, hatten sie häufig schon das Gear.

Mit dem nächsten Patch 6.2. will man die Außenwelt wieder verstärken.

Die Sache mit dem Fliegen …

Das Fliegen in Draenor war auch intern ein heiß diskutiertes Ding. Man war relativ ausgeglichen bis zum Schluss, die Mehrheit sprach sich aber für ein Flugverbot aus. Nach der Reaktion der Fans war klar, dass man einen Kompromiss suchen würde.

Kopfloser Reiter WoW

Der soll jetzt auch als Vorbild für weitere Erweiterungen dienen: Wer die Welt wirklich gründlich zu Fuß erkundet habe, der könne sich auch in die Lüfte erheben.

Die entsprechende Möglichkeit kommt noch nicht gleich mit Patch 6.2., aber das ist nur ein technisches Problem, man will es nicht unnötig verzögern, sondern so früh wie möglich bringen.

Dailys, Instanzen und Ruf in Warlords of Draenor

Hazzikostas räumt ferner Schwierigkeiten mit den Ruf-Fraktionen, Instanzen und täglichen Quests ein.

Die Ruf-Fraktionen habe man als als eine der letzten Sachen eingeführt. Eigentlich wollte man die gar nicht, im Endeffekt waren sie dann reine Mob-Grinds mit schwachen Belohnungen. Die neuen Ruf-Fraktionen in 6.2. sollen deutlich besser werden.

WoW-Apexis

Ein ähnliches Problem hatten Daily Quests mit 6.0. Da wollte man von der Überdosis in Mists of Pandaria weg und mehr Freiheit schaffen. Man ging von Story-Quests hin zu einem Modell, wo man in einem „Bereich“ für Ordnung sorgen musste. Doch dadurch entfernte man eben auch die „Story“ hinter den Daily-Quests und sie wirkten beliebig und die Spieler hatten keine Bindung dazu.

Außerdem waren die Belohnung durch die Apexis-Händler zu schwach und zu teuer. Mit Patch 6.2. sollen die Daily-Quests besser werden.

Die Instanzen in Warlords of Draenor seien klasse gewesen, hätten den Spielern aber keinen Grund geboten, sie mehrfach zu besuchen.

Und so sehen wir das …

Mein MMO meint: Hazzikostas sieht die Probleme genauso klar und scharf, wenn nicht noch etwas deutlicher als die Spieler.

Gerade Dailys, Ruf-Fraktionen, das Handwerk und Instanzen waren das Rückgrat vom „alltäglichen WoW“ abseits der Raids. Und jeder dieser Punkte hat sich mit Warlords of Draenor drastisch geändert und das so, dass er eben keine „langfristige Bindung“ mehr erzeugt.

Bisschen seltsam wirkt allerdings die Aussage zu Patch 6.1. Offenbar scheint man bei Blizzard die Zeitpläne immer noch nicht gänzlich im Griff zu haben. Wenn man Patch 6.1. lieber Patch 6.05 genannt hätte, dann wären wir jetzt 7 Monate danach immer noch ohne ersten großen Patch bei WoW. Allerdings: Genau so fühlt es sich ja auch an. Und das kann nicht der Plan von World of Warcraft und Blizzard gewesen sein.

Zwar „läuft“ ja alles und auch der zweite Raid erschien pünktlich und vorprogrammiert, aber dass man über 7 Monate keine Gelegenheit fand, bei Problemen nachzujustieren, ist schon seltsam.

WoW Blutelfe Frau Weiblich

Die Probleme, die Hazzikostas analysiert, sind ja nicht seit gestern da, sondern seit vielen Monaten relevant. Apexis-Kristall-Belohnungen zu verbilligen oder zu stärken oder Anreize für Instanzen zu schaffen, sind keine Dinge, die man nun unbedingt mit einem großen Patch bringen müsste. Das hätte man auch schon im Februar oder März tun können.

Die Fehler-Analyse ist in jedem Fall stichfest, mit 6.2. hat Blizzard einige Lösungen am Start. Mal sehen, wie die sich im Alltag auswirken-

Autor(in)
Quelle(n): MMO-Champion
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