Warum gibt es überhaupt einen Genderlock in MMORPGs?

In asiatischen MMORPGs wie Black Desert Online ist ein Genderlock völlig normal. Bei uns im Westen wird dieser Genderlock oft kritisiert. Warum ist das so?

Was bedeutet Genderlock? Bei Spielen, die einen Genderlock besitzen, haben wir keine freie Auswahl zwischen dem Geschlecht. Männliche und weibliche Charaktere sind bestimmten Rollen zugeordnet. Diese Begrenzung zwischen den Geschlechtern ist typisch für MMOs, die aus Asien stammen. So ist die Walküre in Black Desert Online immer weiblich oder die Hrothgar in Final Fantasy XIV sind immer männlich.

Was ist das Problem mit Genderlock? Bei uns im Westen kommt diese strenge Einteilung der Geschlechter nicht gut an. Bei westlichen MMOs wie World of Warcraft wäre es undenkbar, dass uns hier ein Riegel vorgeschoben wird, ob wir unsere Klasse als Männlein oder Weiblein spielen möchten. Der Genderlock aus Asien hat bei uns schon zu großem Frust geführt:

Final Fantasy XIV: Neue Völker mit Genderlock – Fans aufgebracht

Darum gibt es in Asien einen Genderlock

Wir haben einen Experten gefragt: Wes Connor ist der Chef vom Asia-MMORPG Astellia. Er war auch an der Entwicklung von Black Desert Online beteiligt.

In Astellia entschied man sich bewusst gegen einen Genderlock im Westen. In Korea gibt es den Genderlock hingegen trotzdem noch. Es gibt zwei Versionen.

Wes hat sich tiefgehend mit diesem Phänomen und den Unterschieden im Westen und Osten beschäftigt. Auf unsere Frage, warum es denn den Genderlock überhaupt in Asien gibt, bekamen wir das folgende Statement von Wes Connor:


„Genderlock ist seit Jahren ein heißes Thema in der Gaming-Industrie. Einigen ist Genderlock egal, während es für andere ein K.O.-Kriterium ist. Es passiert allerdings nicht häufig, dass wir fragen: Warum gibt es einen Genderlock?. Meistens, wenn diese Frage gestellt wird, gibt es ein oder zwei Personen die sagen, dass die Firmen einfach Geld oder Budget sparen wollen, um mehr einzigartige Klassen erstellen zu können. Aber der Ursprung des Genderlocks geht viel tiefer als das.

Zuallererst ist es wichtig, sich die Geschichte der MMORPGs anzusehen, zurück zu den Multi-User-Dungeons (MUDs) und sogar die Games, die noch davor kamen. In den jungen Jahren der Industrie waren RPGs wirklich Rollenspiele, in denen Spieler die Rolle eines vordefinierten Charakters einnahmen und das Spiel durch die direkte Narrative des Charakters erlebten. Denkt einfach an jedes Zelda-Game, in dem ihr Link spielt und auch die Geschichte von Link verfolgt.

Eine Zeitreise durch die Welt der MMOs – von 1976 bis 2017!

Diese Art von Storytelling war für Dekaden die Norm. Aber als wir in der Diversität und Komplexität unserer Games weiter voran geschritten sind, nahmen die Spieler nicht mehr nur den Hintergrund eines vordefinierten Charakters an. Wir erstellen nun unseren eigenen Charaktere und schreiben ihre Geschichte durch unsere eigenen Entscheidungen innerhalb des Spiels.

Zelda Breath of the Wind
Wes führt den Genderlock auf alte RPGs zurück, in denen wir in die Rolle eines Charakters wie Link schlüpfen.

In asiatischen Games ist es immer noch normal, dass wir diesem klassischen Stil des Storytellings folgen. In Astellia spielt ihr etwa einen Charakter der ein einzigartiger Held mit einem legendären Hintergrund is. Aber ihr könnt schon sehen, dass das nicht so gut zu einem „Massively Multiplayer Online Game“ passt. Astellia wurde in Korea mit kompletten Genderlock der Klassen veröffentlicht. Wir haben erst angefangen darüber zu reden den Genderlock aufzuheben, als wir Astellia auch in den Westen bringen wollten.

Diese Dinge passieren, da Spieler auf dem östlichen Markt ihre Charaktere und ihre Stories nicht auf die gleiche Weise betrachten wie westliche Spieler. Für die östlichen Spieler sind sie einfach irgendwelche Charaktere und nicht ihre Charaktere. Allerdings können wir nicht sagen, ob das eine oder andere in allen Fällen richtig ist. Es liegt an den Entwicklern und Publishern, die Vorlieben ihrer Communities zu berücksichtigen und das zu bieten, was im besten Interesse des gesamten Spiels und der Spielerfahrung ist.“

Wes Connor, Product Lead bei Astellia


Astellia ist ein asiatisches MMORPG, das 2019 seinen Release hatte. Ihr könnt es bereits spielen.

Was bedeutet dieses Statement? Wes führt den Genderlock im wesentlichen auf zwei Dinge zurück:

  • die Geschichte von Videospielen, in denen wir in früheren Rollenspielen immer einen vorgefertigten Charakter spielten. Wir hatten keine Wahl, wer wir sind und es gab damals auch nichts anderes.
  • die asiatische Kultur, in der die individuelle Ich-Perspektive nicht so stark vorhanden ist, wie bei uns im Westen. Für einen Spieler im Osten, ist es normal und ok einfach „irgendeinen Charakter“ zu spielen. Er/sie möchte sich durch den Charakter nicht selbst verwirklichen.
Black Desert: Genderlock – Ihr könnt nicht in den Sushiladen gehen und Currywurst erwarten

Gibt es noch mehr Gründe für einen Genderlock?

Der Genderlock ist in erster Linie auf die Geschichte von Spielen und auf die Kultur in Asien zurückzuführen. Es kann jedoch noch mehr Vorteile für die Entwickler bieten.

Ein weiterer Faktor: In einem Interview mit MMORPG.com verrieten die Entwickler von Asia-MMORPG TERA einst, dass es ein großer Aufwand sei, Frau und Mann für eine Klasse zu erstellen. Jede Bewegung und jeder Skill bräuchte eine eigene aufwändige Animation.

In Asien bekommen unterschiedliche Geschlechter komplett verschiedene Animationen und diese sind generell auch aufwendiger produziert als im Westen. Daher wägen Entwickler auch ab, ob sie als nächstes eine männliche oder eine weibliche Klasse erstellen.

TERA trieb dies sogar mal auf die Spitze und brachte fünf weibliche Klassen hintereinander raus. Der Grund? Simpel: Kosmetische Gegenstände für Frauen würden sich besser verkaufen als die für Männer, so die Entwickler.

Wie Elin in Badeanzügen TERA retteten

Also ja, das Finanzielle spielt durchaus eine Rolle bei der Entscheidung des Genderlocks. Es ist nur nicht der einzige und auch nicht immer der entscheidende Grund.

Genderlock hat auch seine Vorteile

Welche Nachteile sehen wir eigentlich im Genderlock? Bei uns wird der Genderlock als sexistisch empfunden und wir fühlen uns in unserer freien Entscheidung beschnitten.

Bei uns entspricht es nicht der modernen Weltanschauung, dass eine Frau kein muskulöser Krieger mit großem Schwert sein kann. Genauso kann ein Mann auch ein zarter Barde im knappen Seidenkostüm sein.

Welche Vorteile bietet der Genderlock? Über den Genderlock hat ein Spiel mehr unterschiedliche spielbare Klassen. Denn jede Klasse mit einem Genderlock hat eigene Skills, eine eigene Hintergrundgeschichte und eigene Mechaniken. So gesehen, bringt das mehr Abwechslung als spieltechnisch zweimal das gleiche zu haben, nur mit anderem Geschlecht.

final fantasy xiv viera header
Viera sind in der Final-Fantasy-Lore immer weiblich, also haben sie in Final Fantasy XIV einen Genderlock.

Ein Genderlock hat oft auch einen geschichtlichen Hintergrund. Spielern, denen Lore und Geschichte wichtig sind, kommt der Genderlock entgegen. Als man in Final Fantasy XIV etwa die Hasen-ähnlichen Viera zum Spiel brachte, wurden diese als reine Frauen-Klasse veröffentlicht. Viera sind in der Lore von Final Fantasy immer weiblich. Als Gegenzug wurden noch die Leoparden-artigen und rein männlichen Hrothgar eingeführt.

In sofern gibt es auch Fans vom Genderlock, da dieser mehr Abwechslung im Gameplay für sie bedeutet und die Geschichte/Lore nicht missachtet wird.

Mehr Trivia zu MMORPGs? Dann schaut doch mal hier vorbei:

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Seither
Seither
7 Monate zuvor

Mir gefällt nicht, wie hier ein Arcade-Spiel wie Zelda mit einem MMO verglichen wird, denn genau in dem Unterschied liegt für mich der Grund, wieso mich bei den einen Spielen ein Genderlock stört und bei den anderen nicht.
In Massive Multiplayer Online Spielen geht es darum, mit anderen Spielern bzw. ihren Charakteren zu interagieren. Es sollte unmöglich sein, dass dieselbe Person mit derselben Vorgeschichte sich über dem Weg läuft, ein Team bildet, etc. Natürlich hat man mit der Kampagne immer etwas das Problem, dass die für alle Charaktere (von mir aus auch gerne nur Charaktere derselben Klasse) dieselbe Geschichte darstellt, aber die Charaktere sehen anders aus, haben andere Namen, andere Kampfstile, die sie von ihren Spielern bekommen, das alles macht einen Charakter individuell und solange das Geschlecht für die allgemeine Geschichte nicht wichtig ist oder kein unterschied der Geschlechter/Völker für die Klassen genannt wird, spielt das Geschlecht keine Rolle, also sollte es auch frei wählbar sein. Hat auch nichts damit zu tun, dass ein Spieler sich selbst verwirklichen will. Ich glaube, sehr viele von uns im Westen können sehr gut zwischen sich selbst und dem Charakter trennen.

Aber ich muss noch anfügen, ich fände es echt toll, wenn man mehrere verschiedene Geschichten je nach Klasse/Volk oder wie auch immer hat. Bloß den Genderlock würde ich dabei trotzdem weglassen, solange er nicht wirklich inhaltlich relevant ist (oder solange man seinem Charakter einfach einen eigenen Namen geben kann).

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

So langsam kann ich dieses Gender-Geblubber nicht mehr hören. Mir persönlich ist es scheiß egal ob irgendein Charakter in irgendeinem Buch, Spiel oder Film ein Mann oder eine Frau ist. An allen Ecken und Enden geht es nur noch darum, dass Charakter XY Geschlecht A und nicht Geschlecht B hat oder umgekehrt und wenn es doch Geschlecht B hat wird es sexistisch dargestellt. Ich weiß noch wie groß der Aufschrei war, dass the ancient one aus Doctor Strange von Tilda Swinton gespielt wurde (einer weißen Frau) und nicht von einem asiatischen Greis, wie es in den Comics der Fall ist. Irgendwie kann man es diesen Kritikern nie so wirklich recht machen, wenn das jetzt auch in den Gaming-Bereich vordringt habe ich echt langsam keine Lust mehr sad
Das Jesus in der Bibel ein Mann ist, Gott als Vater und nicht als Mutter dargestellt wird und Jesus ausschließlich JÜNGER und keine JÜNGERINNEN hatte, interessiert seit hunderten von Jahren auch kein Schwein. Ich kann mir auch recht schlecht vorstellen, dass es den durchschnittlichen Gamer interessiert ob sein Krieger jetzt ausschließlich ein muskulöser Kerl sein kann oder nicht. Wenn er sich daran stört, hat das weniger was mit der oben beschriebenen „modernen Weltanschauung“ in Europa zu tun, sondern einfach damit das der Spieler vor dem Bildschirm lieber auf einen wippenden Frauenhintern schaut während er durch die Welt läuft, als auf ein muskulöses Männerkreuz.

Ich mag die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten in WoW bspw. sehr gern. Jedoch bin ich auch absolut d’accord damit nur EINE ZauberIN und EINEN BarbarEN in Diablo spielen zu können. Kann durchaus ja auch seine Vorteile haben: Je mehr die Charaktermodelle „von der Stange“ kommen, umso weniger Arbeit muss investiert werden um die verschiedenen Rüstungen an die unterschiedlich großen, breiten, muskulösen Charaktermodelle anzupassen. Dafür können sich Entwickler dann darauf fokussieren, die spezifischen Rüstungen auf dem einen Modell richtig gut aussehen zu lassen.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Welche Vorteile bietet der Genderlock? Über den Genderlock hat ein Spiel mehr unterschiedliche spielbare Klassen. Denn jede Klasse mit einem Genderlock hat eigene Skills, eine eigene Hintergrundgeschichte und eigene Mechaniken. So gesehen, bringt das mehr Abwechslung als spieltechnisch zweimal das gleiche zu haben, nur mit anderem Geschlecht.

Das ist ja mal absoluter Bullshit!
Klasse X in männlich spielen Spieler auch anders, als die selbe Klasse in weiblich. Ein weiteres Geschlecht bringt vor allem für den RPG Faktor einen erheblichen Mehrwert.
Und die Anzahl der unterschiedlich spielbaren Klassen bleibt ja gleich. Ein anderes Geschlecht macht ja keine 2.Kopie oder Variante der Klasse. Denn Klassen sind unabhängig vom Geschlecht. Das Geschlecht betrifft nur die Person/den Charakter hinter der Klasse!
Und Klassen mit Genderlock haben eigenen Skills? Die Aussage ist allgemeingültig gesehen (so wie sie getätigt wurde), schlicht falsch. Klassen, Skills und Co. ähneln sich bei verschiedenen Klassen auch mit Genderlock oft sehr stark! Und es gibt auch Games ohne Genderlock, wo die Skills jeder Klasse wirklich einzigartig sind.

Davon ab, Genderlock ist so oder so für mich ein KO Kriterium, da ich grundsätzlich nur weibliche Chars spiele. Da gab es bisher nur 2 Ausnahmen in meinem Gaming leben. Das waren SWTOR (nur der Main Char) und The Division 1.

Leya
Leya
7 Monate zuvor

Kann an so und so sehen. In Asien sind die Animationen oft sehr aufwendig produziert und kosten entsprechend. Deswegen stehen Entwickler auch oft vor der Frage, ob sie eine männliche oder weibliche Klasse rausbringen. Der Rollenspiel-Faktor ist da ebenfalls ein Streitpunkt, da Rollenspiel eben auch so betrachtet werden kann, dass man in die Rolle eines vorgefertigten Charakters schlüpft. Es kann aber genauso bedeuten, dass man sich seine Rolle selbst bastelt.

TheDesten96 96
TheDesten96 96
7 Monate zuvor

Also mich stört Genderlock sehr deswegen spiele ich auch nur games wo ich entscheiden kann welches Geschlecht ich bin. Finde es aber auch komisch als Frau durch die gegen zu laufen und wenn ich das zB von Spiel aufgezwungen werde ist es für mich ein Grund mein Geld in andere Games zu stecken egal wie gut die lore ist.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Ich sehe es auch nicht so eng, meine Avatare sind meistens Weiblich. Also Genderlock ist nicht so wichtig für mich. Es würde mir sogar das RPG Gefühl verkürzen. Es heisst ja „RollenSpiel“. Man kann sich in die Person einfinden mit dem man Spielt. Ich muss nicht unbedingt „Second World“ haben

Wrubbel
Wrubbel
7 Monate zuvor

Interessant. Ich finde die erzählte Geschichte muss zum Charakter passen. Wenn dafür ein spezifisches Geschlecht benötigt wird, dann ist das eben so.

Luriup
Luriup
7 Monate zuvor

Tja darum stört mich kein Genderlock,
ich bin da wie die Asiaten.
Ich steuere dort nur ein paar Pixel,
wie ein Poketrainer sein Pet.
Das ist weder mein Avatar noch sonstwas von mir.

Lootziffer 666
Lootziffer 666
7 Monate zuvor

wenn genderlock wirklich einen Sinn macht von der Lore und so weiter….dann okay…aber in fast allen asia games die ich gezockt hab war genderlock einfach nur unnötig.
wenn ein Mage ausschließlich weiblich ist…dann nervt das einfach. wenn es beispielsweise eine Feenklasse ist die heilt usw, komplett auf diese rasse ausgelegt ist…dann sag ich nix…
aber meist is genderlock halt leider nicht so tiefgründig.

Haui
Haui
7 Monate zuvor

Genderlock = Geld Sparen!

Thats it.
Denn man muss weniger Rüstungen digital schneidern.

Dawid
Dawid
7 Monate zuvor

In Asien sind die Animationen oft viel individueller und aufwendiger, das ist dann auch eine Zwickmühle. Da hat jede Klasse, selbst jedes Geschlecht, oft eigene Animationen und auch Skins. Das ist dann in einigen Fällen verdammt teuer. Es ist klar, dass du dann auch abwägst.

Lootziffer 666
Lootziffer 666
7 Monate zuvor

hey dawid, ich wollte nur mal sagen, dass ich eure Seite super finde…ich schau fast jeden Tag rein…ich mecker zwar manchmal über Schreibfehler usw, aber nichts desto trotz find ich eure Seite top.
Ich hoffe ihr macht weiter so wie bisher smile
Okay…ich bin leicht angedüselt aktuell…aber die Wahrheit sag ich trotzdem xD
ihr seid mein Genderlock der mmorpg-news-seiten grin

Dawid
Dawid
7 Monate zuvor

Huch, da schafft es tatsächlich jemand, um 2 Uhr nachts mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. smile

Prost! Wir hätten jetzt zusammen anstoßen können. Danke, Lootziffer.

Du hast einen Artikelwunsch frei!

Lootziffer 666
Lootziffer 666
7 Monate zuvor

Uff, da bin ich ehrlich gesagt überfordert.
Vielleicht auch einfach wunschlos glücklich grin

Leya
Leya
7 Monate zuvor

<3

Shiv0r
Shiv0r
7 Monate zuvor

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Nehmen wir das Beispiel Tera. Sowohl Male als auch Female haben bei gleicher Rüstung unterschiedliche visuelle Models. Das ist deutlich teurer als z. B. was Wow oder FF XIV tun.

Wenn wir Black Desert nehmen dann gehen diese sogar einen Schritt weiter und geben jedes Geschlecht auch unterschiedliches Gameplay, das ist ebenfalls verdammt teuer und zeitaufwändig.

Hunes Awikdes
Hunes Awikdes
7 Monate zuvor

Sehr interessanter Artikel, Danke. smile

Ich kenne persönlich einige Arbeitskollegen aus dem fernöstlichen Raum und genau diese Frage habe ich ihnen auch gestellt. Sie begründeten das mit ihrer alten Kultur, die heute auch in dem modernen und hochtechnisierten Südkorea tief verwurzelt ist. Auch wenn ich die koreanische Sprache als leicht zu lernen empfinde, ist doch die familiäre und berufliche Kultur umso komplexer und facettenreicher als man erwartet. Wer es noch nicht kennt, einer der kulturellen Aspekte ist, dass Südkoreaner und Japaner „leben um zu arbeiten“, wir dagegen „arbeiten um zu leben“. Dort gibt es Berufe, für die man mehrere Jahrzehnte benötigt um als Meister angesehen zu werden. Also „the grind is real“ ist dort Kulturgut wink

Bachsau
7 Monate zuvor

Ob diese Form des Kulturguts den Menschen dort allerdings gut tut, darf getrost angezweifelt werden. Soweit ich weiß gibt es in keinem anderen Land so viele Selbstmorde, die sich genau auf diesen Leistungsdruck zurückführen lassen. Was den Bezug dieser Kultur zu Rollenspielen angeht, ist mir aber nicht klar, wo hier die Parallelen liegen sollen, denn die Rollen, die einem Mann oder einer Frau in diesem Spielen zwangsweise zugedacht werden, haben wenig bis nichts mit dem traditionellen Rollenbild dieser Geschlechter gemein.

Alzucard
7 Monate zuvor

mir ist genderlock auch nciht so wichtig.

BeckysFootSlave
BeckysFootSlave
7 Monate zuvor

Ja, das aussehen ist natürlich eine Sache!
Aber um die Frage zu beantworten: Genderlock geht absolut gar nicht, WTF?!
Ich höre ehrlich gesagt zum ersten Mal davon und wusste nicht mal das es sowas gibt. Das ist ja wirklich totaler Schwachsinn denn dann dürfte man das „R“ im Genre gar nicht benutzen dürfen.
R = Rollenspiel (Role playing game)

Und das sagt schon alles. Es ist ein Rollenspiel indem man sein kann, wer und was man möchte, denn das ist der Sinn!
Wenn ich nicht sein kann was immer ich will dann brauch ich kein ROLLENSPIEL zu spielen, oder?

Saigun
Saigun
7 Monate zuvor

Nein das stimmt so nicht ganz. Es gibt durchaus Games wo die Rolle vorgefertigt ist, wie z.b. in Witcher. Das sind dann immernoch Rollenspiele. Ich mag das allerdings auch überhaupt nicht und gerade Witcher hat mich z.b. nur eine Handvoll Stunden gehalten. (das lag allerdings mehr am Gameplay)

Bachsau
7 Monate zuvor

So unüblich ist es aber nicht, dass dir das nicht längst aufgefallen sein müsste. Früher war das auch bei den hierzulande veröffentlichten Spielen absolut üblich. Diablo 1 & 2 beispielweise haben ebenfalls Genderlock, auch wenn mir dieser Begriff bislang nicht bekannt war.

Bachsau
7 Monate zuvor

Viel schlimmer finde ich, dass die Frauen meist wie Nutten und die Männer wie Rammböcke aussehen. Wenn die Designer schon meinen, beim Erstellen der Modelle ihre Sexfantasien ausleben zu müssen, sollte man als Spieler wenigstens die Möglichkeit haben, das bei der Charaktererstellung zu ändern. Wenn ich schon die Bilder aus diesem Titel sehe könnt‘ ich kotzen und würde so ein Spiel alleine schon deshalb nicht kaufen oder spielen. Wenn ich eine Kriegerin spiele, möchte ich nicht aussehen, als wär ich aus einem Bordell abgehauen.

Bodicore
Bodicore
7 Monate zuvor

Es muss ja nicht gleich sein wie bei den Castanic in Tera welche zum Teil wirklich fast nackt daher kommen. Aber knappe Rüstungen passen für mich schon in Fantasywelten sofern das Gesammtkonzept stimmt.

Knappe Rüstungen für Fantasykriegerinnen haben schon fast Tradition. Amazonen und Kriegerinnen sind schon im Mittelalter halbnackt durch die Bilder gerannt als diese noch per Pinsel gemalt wurden.

Bachsau
7 Monate zuvor

Das war dann aber eben auch erotische Kunst und kein Rollenspiel mit dem Ziel einer gewissen Immersion. Bei den wenigen Gelegenheiten, zu denen Frauen in der Geschichte wirklich zu den Waffen gegriffen haben, hat es nichts dergleichen gegeben, und das aus gutem Grund. Schließlich soll eine Rüstung empfindliche Körperteile schützen. Wenn man sich zudem vorstellt, wie es wohl wirken würde, wenn eine Frau, die von sich behauptet, eine Kriegerin zu sein, in so einem Outfit durch die Stadt liefe, ist das geradezu lächerlich. Sie wäre wohl damals wie heute schlicht das Gespött der Leute und bestimmt keine Person, die ernstgenommen würde. Mir geht es dabei garnicht um irgendwelche Moral, sondern darum, dass es einfach nur schmierig ist. Wahrscheinlich so schmierig wie die Designer, die diese Modelle entwerfen. Nutten dürfen gerne wie Nutten aussehen, aber Krieger sollten auch Krieger sein. Eine Elfenkriegerin darf gerne auch anmutig aussehen, aber bitte nicht billig. Wenn ich mir einen runter holen will, dann schau ich mir einen Porno an. In einem Rollenspiel dagegen ist das nicht die Art von Charakter mit dem ich mich identifizieren kann und weit von dem Stolz und der Erhabenheit entfernt, mit dem ein solcher „Held“ eigentlich durch die Welt gehen sollte.

Sina Tyler
Sina Tyler
7 Monate zuvor

gut kommentiert! ein minuspunkt für mich sind meist auch noch diese klein- mädchen-chars, denen doppel-D verpasst wird und man auch schön beim superniedlichen hüpfen (ironie!) selbstverständlich auf s höschen schauen kann….
genderlock ist zwar nicht der hit, weil ich gern entscheiden würde, was ich zocke. allerdings bringt es mich nicht um, weil ich mich nicht mit pixeln verwirkliche, sondern im RL.

Shiv0r
Shiv0r
7 Monate zuvor

Das männliche Glied wurde im Mittelalter auch in manchen Rüstungen dargestellt. Der Grund wieso wir keine deutlich weiblich betonte Rüstungen sehen ist, weil eben Frauen kaum in Schlachten involviert waren wo sie eine benötigt hätten.

In einer selbst erdachten Geschichte muss das nicht der Fall sein.

Mr. Pool
Mr. Pool
7 Monate zuvor

Ich sage nur Brienne von Tarth. Ihr könnte man(n) mal sagen, dass sie
jetzt eine knappe Kriegerrüstung tragen soll. Die Reaktion würde ich
gerne sehen smile

Sven Huber
7 Monate zuvor

Viel nerviger finde ich unisex Gear. Das wirkt dann bei männlichen Charakteren bisweilen zu fragil und vice versa bei weiblichen zu klobig.

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