Wieder einmal schielen Fans von World of Warcraft mit knirschenden Zähnen zu Final Fantasy XIV. Denn in Eorzea bekommt man etwas, wovon man in Azeroth noch träumt.
Das wahre Endgame in MMORPGs sind häufig nicht die härtesten Bosse oder der höchste Rang in PvP-Gefechten – sondern das Aussehen des eigenen Charakters. Egal, ob man es „Vorlagen“, „Glamour“ oder „Transmog“ nennt. Für viele Spielerinnen und Spieler ist das Anpassen des eigenen Charakters das „wahre Endgame“. Je mehr Restriktionen es dabei gibt, desto nerviger ist das.
Final Fantasy XIV geht nun einen Schritt, der andere Communitys neidisch macht. Denn so ziemlich alle Glamour-Einschränkungen verschwinden.
Was ändert sich bei Final Fantasy XIV? Der Patch 7.4 wird für alle Final-Fantasy-Fans eine ziemlich interessante Besonderheit bringen, denn die bisherigen Restriktionen für Glamour werden weitestgehend aufgehoben. Das heißt, dass ihr in Eorzea künftig Kleidung tragen könnt, die gar nicht zu eurem aktuellen Job passt. Ein Feature, das sich Fans schon lange gewünscht hatten, um mehr Freiheiten bei der Gestaltung des eigenen Charakters zu haben.
Ausgenommen sind dabei lediglich die Waffen. Das dürfte aber wenig verwunderlich sein, da die Animationen der Klassen und die Verwendung der Waffen stark mit den Jobs verbunden sind und es wohl eher kurios aussehen würde, wenn hier auf anderes Kriegswerkzeug zugegriffen würde.
WoW-Community ist eifersüchtig, will sich auch freuen dürfen
Die Entscheidung, die Final Fantasy XIV hier trifft, macht die Community eines anderen Spiels ziemlich eifersüchtig, nämlich die Spielerschaft von World of Warcraft. Auch dort gibt es noch eine Vielzahl von Einschränkungen bei der Transmogrifikation. So können alle nur Rüstung transmoggen, die ihrer tatsächlich verwendeten Rüstungsklasse entspricht. Dazu kommen einige kosmetische Gegenstände.
So diskutiert die WoW-Community: Auf die Ankündigung von FF XIV hin, tauchte auch im Subreddit von WoW sofort ein Beitrag auf, der das Thema auch in der WoW-Community diskutierte. Die meisten zeigen sich milde eifersüchtig und sind der Ansicht, dass auch WoW die Regeln deutlich lockern sollte. Denn früher mochten diese Regeln durchaus einen Sinn erfüllen, doch inzwischen gibt es so viele kosmetische Gegenstände, die von allen benutzt werden können, dass es kaum noch Sinn ergibt.
- „Du kannst in einem Sommerkleid tanken, aber Magier können nicht so tun, als könnten sie Platte tragen.“ – BubbleHearthIRL
- „Ich denke, dass Klassen-spezifische Transmogs bestehen bleiben sollten, aber die Rüstungstyp-Restriktion muss weg.“ – TerrapinMagus
- „Die Restriktionen ergeben auch visuell keinen Sinn mehr, denn abgesehen von Platte kann man kaum noch erkennen, ob ein Stück Kette, Leder oder Stoff sein soll.“ – Hexquevara
- „Ich bin der Meinung, dass man entweder richtige Regeln haben sollte oder gar keine.
Wenn ich ehrlich bin, mag ich Einschränkung. Es regt die Kreativität an. Und da ist einfach etwas, wenn man an der Silhouette erkennen kann „Das ist ein Krieger“ oder „Das ist ein Schurke.“
Aber da ich mir Rüstungssets für Geld kaufen kann und die dann auf all meinen Klassen funktionieren oder ich jeden zweiten Monat ein Stoff- oder Platten-Set aus dem Handelsposten bekomme, warum haben wir dann hier noch diese Regeln? (…)“ – Sirmalta
Zumindest auf ein paar Verbesserungen kann sich die Community von World of Warcraft dennoch freuen. Denn mit der kommenden Erweiterung Midnight gibt es eine größere Überarbeitung des Systems. Dabei werden – nach aktuellem Stand – zwar keine Restriktionen gelockert, dafür aber Features eingebaut, mit denen manche von euch Hunderttausende Goldstücke sparen werden.
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