ESO ist das 1. MMORPG, das ich gut spielen kann, ohne viel Zeit reinzustecken

Das MMORPG The Elder Scrolls Online (ESO) bietet viele Möglichkeiten, sich an schwierigen Aufgaben zu messen. MeinMMO-Autorin Larissa Then kann solche Sachen normalerweise nicht einfach stehen lassen. In ESO ist ihr der Fortschritt jedoch zum ersten Mal egal. Auch wenn sie ESO casual spielt, also nur wenig Zeit reinsteckt, funktioniert es.

Ich spiele ESO bereits seit der Beta. Und das oft nur so nebenbei. Für die Arbeit bei MeinMMO bin ich erstmals tiefer in die Materie eingestiegen. Obwohl ich ESO jetzt intensiver spiele, bin ich immer noch recht casual unterwegs – Progress kann mich mal.

Ich würde mich eigentlich als Vollblut-Gamer bezeichnen, der sehr viel Zeit und Energie in Spiele steckt. Und ich brauche das auch für meinen Spielspaß. Stillstand macht mich irgendwie nervös. Solange ich denken kann, spiele ich MMORPGs entweder ganz oder gar nicht. Bei ESO jedoch, werde ich zum Casual.

Was bedeutet casual? Dabei ist die Definition nicht ganz klar. Für mich ist ein Casual jemand, der entweder nicht so viel Zeit in ein Spiel investieren kann oder will. Oder einfach nur aus Spaß an der Freude spielt und nicht zwingend auf Fortschritt aus ist. Auf mich trifft Letzteres zu – aber nur bei ESO.

ESO Titel Rollenspiel
Am liebsten spiele ich in ESO meine Waldelfen-Nachtklinge

Entspannt spielen statt hart zocken

So sieht mein Tag in ESO aus: Wenn ich Lust auf The Elder Scrolls Online habe, logge ich mich ein und sehe, was der Tag so bringt. Dabei habe ich mittlerweile schwindelerregend viele Charaktere zur Auswahl. Ich erstelle sie in ESO einfach gerne.

Die skille ich dann nicht unbedingt nach Guide. Ich probiere herum und teste vieles. Auch an Rüstungen und Waffen. Durch die vielseitigen Möglichkeiten, in ESO einen Charakter zu gestalten, gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Beim Leveln habe ich es ebenfalls nicht eilig. Ich schaue mir die Gebiete lieber gut an und spiele sie auf 100%. Dabei queste ich sehr gerne, einige Quests finde ich sogar so klasse, dass ich sie jederzeit spielen könnte.

Dabei freue ich mich auch schon auf das neuste Kapitel Greymoor, welches kurz vor der Tür steht. Das führt uns in die Welt von Skyrim und hat mit Sicherheit wieder einige neue Quests auf Lager. Wenn ihr mehr Infos zum neusten Addon haben wollt, empfehlen wir von MeinMMO euch unser Sonderheft:

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Neben Questen habe ich mich in ESO auch schon an Grinding versucht, um zwei Charaktere so schnell wie möglich auf Level 50 zu bringen. Aber selbst da stand nicht unbedingt das Ziel im Fokus, ich wollte es nur ausprobieren.

In anderen MMORPGs wäre so eine Spielweise für mich undenkbar. Da wäre ich schon durchgedreht oder hätte ganz aufgehört.

So ist das in anderen Spielen: Für gewöhnlich ist mein Spielspaß nämlich an einen gewissen Fortschritt gekoppelt. Ich will schnell das Endgame erreichen und die schwierigsten Inhalte spielen. Wenn ich nicht viel Herzblut in ein Spiel investieren kann, lasse ich es lieber ganz bleiben.

Mit die meiste Zeit meines Lebens ist wohl in World of Warcraft geflossen. Meine Aufgabe als Raid-Leiter in WoW habe ich damals aufgegeben, als ich das Abitur gemacht habe. Mir hat die Zeit gefehlt, intensiv genug spielen zu können.

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WoW aufzugeben, ist mir als junger Mensch alles andere als leicht gefallen

Zu Legion bin ich wieder eingestiegen. Als es jedoch daran ging, in dem Addon mythisch zu raiden, habe ich meine WoW-Karriere zugunsten meines Master-Studiums wieder aufgegeben.

Es kam mir nicht einmal in den Sinn, einfach so ein bisschen World of Warcraft zu spielen. Und eben nicht vier Mal die Woche Raiden zu gehen und unzählige Stunden in die Vorbereitung zu stecken. Das hätte mich nicht erfüllt.

Star Wars: The Old Republic (SWTOR) habe ich zunächst wie bei ESO der Quests wegen gespielt. Bin jedoch schnell in eine Gilde geraten und letztendlich beim Progress-Raid der schwierigsten Stufe gelandet. Als unsere Gilde auseinander gebrochen ist, habe ich mit dem Spiel aufgehört.

In Guild Wars 2 war es ähnlich. Ich hatte meine feste Gruppe für Dungeons, Fraktale und PvP. Als ich dann zwei Legendarys hatte, ist unsere Gilde und damit die Gruppe auseinander gegangen. So habe ich GW2 ebenfalls an den Nagel gehängt. Und das sind nur drei der Spiele, die ich nie wirklich casual spielen konnte.

Was wäre wenn?

So würde die „normale“ Larissa ESO spielen: Im Vergleich zu anderen MMORPGs bin ich bei ESO sehr entspannt unterwegs. Sonst brauche ich es für mein Seelenheil, schnell voran zu kommen. Ich versuche für gewöhnlich, das Beste aus meinen Charakteren herauszuholen. Wie müsste ich also eigentlich ESO spielen?

In ESO würde sich die „normale“ Larissa bei einem neuen Charakter erstmal alles zur Klasse und der dazu besten Rasse durchlesen. Dann einen Guide nebenher offen haben, um die beste Skillung zu wählen.

Ich hätte womöglich alle Klassen mehrfach auf 50 mit was weiß ich wie vielen Champion-Points. Außerdem für alle einen Solo-Build, damit ich die Dungeons in ESO alleine bestreiten kann.

Und warum habe ich das nicht? Ganz einfach, weil ich nicht will. In ESO werfe ich meine sonstige Spielweise über Board. Ich kann euch nicht sagen, wieso das so ist.

ESO Housing Waldelfe
In ESO sitze ich wie hier gern mit anderen Spielern im Haus und quatsche über Voice-Chat

Vielleicht liegt es an der Open-World und der Level-Anpassung. Ich kann jederzeit überall hin. Mein Level und meine Ausrüstung ist fast egal. Ich muss also nicht zwingend irgendetwas erreichen, um einen gewissen Inhalt spielen zu können.

Aber wahrscheinlich ist es einfach nur das Spielgefühl. Ich habe in ESO Lust darauf, casual zu spielen. Ich möchte mich einloggen, wann ich mag und tun, was ich will. Keine festen Raid-Termine oder sonstige Verpflichtungen. Und daran ist wohl auch nichts auszusetzen.

Wie ist das bei euch? Wie sehr seid ihr in Spielen auf Fortschritt aus?

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Irina Moritz
7 Tage zuvor

Ich bin ein wenig neidisch auf deine Spielweise. Ich kann Games selten „einfach nur ein wenig nebenbei“ spielen. Gerade, wenn mir ein Spiel sehr gefällt, steigere ich mich richtig rein. Das Problem hier ist aber nicht, dass es sich anstrengend anfühl, sondern weil es oft richtig viel Zeit frisst. Und Zeit ist eine sehr knappe Ressource ^^“

Damian
9 Tage zuvor

Ich spiele ESO auch mit Unterbrechungen seit der Beta, weil ich die Welt großartig finde, muss aber als jemand sagen der in MMO’s eigentlich nur das Leveln wirklich mag, dass ESO doch wirklich recht früh ziemlich langweilig wird.
Bereits mit Level 20 hat man in der Regel eine gute Zusammenstellung der Fertigkeiten, mit 50 craftet man sich eine tolle Rüstung und dann passiert eigentlich nicht mehr viel. Es gibt so gut wie kein Gefühl von Weiterentwicklung mehr. Dabei meine ich gar nicht die grauenhaft schneller rotierende Itemspirale von WoW, wo das was ich heute hart erarbeitet habe, morgen schon nichts mehr Wert ist. Der Charakter ist mir in ESO zu früh ausgebaut. Klar, könnte ich mich als Spieler dazu entscheiden, eine ganz andere Waffe zu skillen, einen Werwolf oder Vampir zu skillen oder eine andere Fertigkeitslinie auszubauen. Aber warum sollte ich das tun, wenn ich z.B. meinen Magicka-Templer so mag, wie er ist…
Das Game an sich bietet da dann nicht mehr viel, außer man macht dann was komplett anderes aus dem Char.

Die CP’s fühlen sich auch eher nach endlosen ruhigen Fluss an, als nach wirklichen Entwcklungschritt für den Char.
Toll ist in ESO die reine Quantität der Quests, von denen sich ein WoW eine Scheibe abschneiden könnte (wo man immer sehr schnell in in der ewigen Wiederholung der selben Inhalt steckt).
Die Vertonung in ESO hat mich allerdings irgendwann angefangen zu nerven, weil man in unzähligen Dialogen steckt, die am Ende doch nur darauf hinauslaufen, fünf Kanichenfelle zu sammeln etc. Das wirkt für mich nach schönen Schein, ohne tieferen Sinn und Zweck. Das macht SW-ToR deutlich besser, weil dort die Handlungen und Dialoge Bedeutung und Konsequenzen haben.

Namma
9 Tage zuvor

Du triffst es auf den punkt.
Genau deshalb kann ich es auch immer nur mal wieder bissl spielen.

Divine
9 Tage zuvor

Da stimme ich zu 100% zu

StreetMagier
9 Tage zuvor

Meine spielweise ist deiner sehr ähnlich. Der Grund ist das ich Spass beim spielen haben will. Deswegen finde ich auch den ganzen Optimierungswahn so schrecklich. Ein Spiel sollte Spass machen und keine Arbeit. Und ich bin auch sehr casual unterwegs, deswegen kann ich Sandboxspiele nicht spielen, wegen dem Einlogzwang bei vielen Spielen. Und Charaktere nach Meta zu erstellen ist mir auch ein gräuel.

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