Game Director nach Activision-Rüffel an Destiny 2: Wir lieben es

Der Online-Shooter Destiny 2 hat im letzten Earning Call von Activision einen Rüffel erteilt bekommen. Man sei enttäuscht, wie Destiny 2 performe. Da meldet sich Game Director Luke Smith zu Wort. Er sei nicht enttäuscht. Bei Bungie liebt man Forsaken.

Das sagt Luke Smith: In einem Tweet sagt der Game Director von Destiny:

„Wir sind nicht enttäuscht von Forsaken. Wir haben uns aufgemacht, ein Spiel zu entwickeln, das Destiny-Spieler lieben würden. Und wir bei Bungie lieben es auch.

Ein Destiny für unsere Spieler zu bauen, die es lieben, ist und bleibt unser Ziel, wenn wir voranschreiten.“

Ein Spieler unterstützt Smith daraufhin und sagt: Forsaken sei exzellent. Es mache wieder Spaß zu raiden und mit Freunden rumzualbern.

Smith antwortete: Meine Freunde und ich empfinden das genau so. Es ist gut, wieder zu Hause zu sein.

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Luke Smith, Game Director

Activision lobt Forsaken, aber kritisiert Ergebnisse

Das ist die Vorgeschichte: Auf einem Earning Call hat der Publisher von Destiny 2, Activision-Blizzard, die Ergebnisse als „nicht so gut, wie wir es mögen würden“ beschrieben. Darüber berichteten internationale Medien, Activision sei „nicht glücklich“ mit Destiny 2.

Genaue Zahlen wurden zwar nicht genannt, aber Activision-Mann Cody Johnson stellte ausdrücklich Destiny als eine der Franchises heraus, die nicht so gut performen, wie erhofft. Das ist eine Seltenheit in einem Finanzbericht.

Cody sagte weiter: Forsaken habe die Spieler nicht vollständig zurückholt. Viele seien noch im „Abwarten und Beobachten“-Modus.

Als Grund dafür sieht man bei Activision, dass die Eintrittsbarriere für Destiny 2 hoch ist, weil man erst das Grundspiel besitzen muss. Auch Activision hält Forsaken aber für den qualitativ besten Inhalt, den Destiny je gebracht hat.

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Activision hofft, dass man die Spieler zurückholt, indem man schneller neuen Content nachschiebt. Außerdem will man offenbar an der Monetisierung drehen.

destiny 2 eintausend stimmen

Fans denken: Destiny 3 wird jetzt Full-RPG

Was sagt das, über den weiteren Verlauf von Destiny 2 aus? Auf reddit haben manche die Äußerung von Luke Smith so verstanden, dass Bungie kein „Casual-Destiny“ mehr macht wie Destiny 2, sondern den Weg fortschreitet, den Forsaken genommen hat.

Es kursierten Gerüchte zu Destiny 3, dass Bungie das Spiel noch stärker auf „Core-Gamer“ zuschneiden und RPG-Elemente betonen wirde. Diese Gerüchte sieht man durch die Äußerung von Smith bestätigt, dass man den eingeschlagenen Weg weitergehen wolle.

Es wirkt für einige Fans so, als wäre das ein Richtungsstreit:

  • Activision will das Spiel „casual“ halten und möglichst viele ansprechen
  • Bungie will es aber für die „Core-Gamer“ machen und viele RPG-Elemente einbringen

Wer ist Luke Smith? Smith war bei Destiny für den Raid „Die Gläserne Kammer“, die Erweiterung „Destiny: The Taken King“ und für das Grundspiel von Destiny 2 verantwortlich.

Im Moment ist er in einer wichtigen Rolle als einer der Game Director von Destiny und dort offenbar für den übergeordneten Verlauf der Franchise zuständig.

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Das große Luke-Smith-Rätsel

Das steckt dahinter: Es ist eines der großen Rätsel von Destiny, wie Luke Smith gleichzeitig „The Taken King“ und „Vanilla Destiny 2“ als Chef-Kreativer verantworten kann. Denn beide Spiele zeigen einen völlig unterschiedlichen Ansatz:

  • The Taken King schob Destiny 1 in Richtung „Core-Game“ und „MMO“ – Bungie nennt das „Hobby“
  • „Destiny 2“ entfernte fast all diese Elemente und fuhr sie runter

Wenn der Game Director jetzt zu „Forsaken“ sagt, er fühle sich wieder zu Hause, ist das deshalb verwunderlich, weil ja sein Name unter Destiny 2 stand, wo er sich offenbar nicht zu Hause fühlte.

Smith hatte nach dem Start von Destiny 2 in einem Podcast leise Kritik an seinem eigenen Spiel geübt, richtig dazu geäußert hat er sich aber nie.

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